Béon (Ain)

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Béon
Béon (Frankreich)
Béon
Region Rhône-Alpes
Département Ain
Arrondissement Belley
Kanton Champagne-en-Valromey
Gemeindeverband Bugey Sud.
Koordinaten 45° 51′ N, 5° 45′ O45.8555.7552777777778266Koordinaten: 45° 51′ N, 5° 45′ O
Höhe 228–1.412 m
Fläche 10,30 km²
Einwohner 401 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 39 Einw./km²
Postleitzahl 01350
INSEE-Code
Website http://www.beon-ain.fr

Die Gemeinde Béon (links) am Fuß des Grand Colombier

Béon ist eine Gemeinde im französischen Département Ain in der Region Rhône-Alpes.

Geographie[Bearbeiten]

Béon liegt auf 260 m über dem Meeresspiegel, etwa zwölf Kilometer nordnordöstlich der Stadt Belley (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im südöstlichen Bugey, auf einem Schuttkegel am Südfuß des Grand Colombier westlich des Rhônetals, am Rand des ausgedehnten Moorgebietes Marais de Lavours.

Die Fläche des 10,30 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des Rhônetals. Der südliche Gemeindeteil wird von der heute noch intakten Sumpffläche des Marais de Lavours (230 m) eingenommen. Im äußersten Süden reicht der Gemeindeboden bis an den gewundenen Lauf des Séran, eines rechten Seitenflusses der Rhône. Nach Norden erstreckt sich das Gemeindeareal über den steilen und teilweise von Felsbändern durchzogenen Hang bis auf den Jurakamm des Grand Colombier. Auf dessen südlichstem Gipfel, der Pointe de Fautriolet, wird mit 1443 m die höchste Erhebung von Béon erreicht. Der steile Südabhang wird durch verschiedene Erosionsrinnen untergliedert. Am Hangfuß wurden jeweils Schuttkegel akkumuliert.

Der ehemalige Herrschaftssitz Luyrieu ist jetzt ein Ortsteil von Béon. Die Nachbargemeinden sind Chavornay im Norden, Culoz im Osten, Ceyzérieu im Süden sowie Talissieu im Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet von Béon war bereits während der Römerzeit besiedelt. Es wurden Mauerfundamente verschiedener römischer Villen entdeckt.[1] Seit dem 11. Jahrhundert bildete Béon eine Herrschaft unter den Burgherren von Lhuirieu/Luyrieu, welche unter der Oberhoheit der Grafen von Savoyen standen. Im 13. Jahrhundert wurde das Dorf zur Pfarrei erhoben.[2] Mit dem Vertrag von Lyon gelangte Béon im Jahre 1601 an Frankreich.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche von Béon stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde 1968 letztmals umfassend restauriert. Auf einem Felsgrat oberhalb des Dorfes erheben sich die Ruinen der mittelalterlichen Burg Luyrieu. Am Fuß dieser Krete steht das im 19. Jahrhundert erbaute Château de Béon.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 313
1968 298
1975 345
1982 346
1990 348
1999 364
2007 355

Mit 401 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) gehört Béon zu den kleinen Gemeinden des Département Ain. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich abgenommen hatte, wurde seit Beginn der 1970er Jahre wieder ein Bevölkerungswachstum verzeichnet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Béon war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Noch heute spielt der Weinbau an den Hängen nördlich von Béon eine Rolle als Einnahmequelle der Einheimischen. Daneben gibt es einige Betriebe des lokalen Kleingewerbes. Mittlerweile hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde gewandelt. Zahlreiche Erwerbstätige sind Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft ist verkehrsmäßig recht gut erschlossen. Sie liegt an der Departementsstraße D904, die von Ambérieu-en-Bugey nach Aix-les-Bains führt. Eine weitere Straßenverbindung besteht mit Ceyzérieu. Der Regionalbahnhof von Culoz befindet sich in zwei Kilometer Entfernung.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Béon (Ain) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  André Buisson: Carte Archéologique de la Gaule - Ain 01. Académie Des Belles Lettres, 1990, ISBN 2877540103, S. 66 (französisch, online, abgerufen am 18. Januar 2014).
  2.  É. Philipon: Dictionnaire Topographique du Département de l'Ain. Imprimerie Nationale, 1911, S. 36, 235 (französisch, online, abgerufen am 4. Januar 2014).