Béziers
| Béziers | ||
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| Region | Languedoc-Roussillon | |
| Département | Hérault | |
| Arrondissement | Béziers (Unterpräfektur) | |
| Kanton | Chef-lieu von 4 Kantonen | |
| Gemeindeverband | Communauté d'agglomération Béziers Méditerranée | |
| Koordinaten | 43° 21′ N, 3° 13′ O43.3433333333333.215833333333362Koordinaten: 43° 21′ N, 3° 13′ O | |
| Höhe | 4–120 m | |
| Fläche | 95,48 km² | |
| Einwohner | 70.955 (1. Jan. 2010) | |
| Bevölkerungsdichte | 743 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 34500 | |
| INSEE-Code | 34032 | |
| Website | Ville Béziers | |
Béziers, Kathedrale St. Nazaire und Pont Vieux |
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Béziers [beːˈzje] ist eine französische Stadt im Département Hérault in der Region Languedoc-Roussillon. Sie hat 70.955 Einwohner (Stand 1. Januar 2010) auf einer Fläche von 95,48 km².
Inhaltsverzeichnis |
Lage [Bearbeiten]
Die südfranzösische Stadt liegt am Fluss Orb und dem Canal du Midi. Béziers ist 20 km vom Mittelmeer entfernt, nicht weit von den letzten Ausläufern des Massif Central in der Ebene des unteren Languedoc.
Geschichte [Bearbeiten]
Béziers ist eine Stadt mit über 2.700 jähriger Geschichte, die mit einer Stammesansiedlung an den Ufern des Orb im Jungsteinzeitalter begann.
Während der Eisenzeit im 8.–2. Jahrhundert vor Christus ist Béziers eine der wichtigsten Städte des keltischen Mittelmeerraumes. Bald gewinnt der auf einem Hügel von 60 Metern Höhe gelegene Ort an Bedeutung für die Überwachung der Flusspassage und wird wichtiger Handelsort. Die Zeugen dieser mediterranen Handelsaktivitäten sind zahlreich (etruskisch, griechisch und römisch). Die Kelten wurden im 1. Jahrhundert vor Christus von den Römern vertrieben, die sich dort ansiedelten und eine Kolonie gründeten: Civitas urbs baeterrensis. Nur wenige Kilometer vom Mittelmeer entfernt und am Fluss Orb sowie an der Via Domitia gelegen, der römischen Straße, die Italien und Spanien verbindet, floriert Baeterrae (römischer Name für Béziers) bis ins 3. Jahrhundert. Äußere Bedrohungen veranlassen die Stadt zum Bau einer Stadtmauer.
In Folge wird Béziers mehrfach erobert, geplündert und zerstört: Zunächst in den Händen der Westgoten im 6. Jahrhundert, wird die Stadt zu Beginn des 8. Jahrhunderts von den Sarazenen erobert. Schließlich wird Béziers im Jahre 737 bei einem Angriff durch die Franken, angeführt von Karl Martell, vollständig zerstört. Während der Herrschaft Karls des Großen wird die Stadt Bischofssitz und gewinnt zu Beginn des 12. Jahrhunderts wieder zunehmend an Bedeutung.
1209 wird Béziers im Albigenserkreuzzug als erste der okzitanischen Städte von den Kreuzrittern erobert, die dem Aufruf von Papst Innozenz III. gefolgt waren, die ketzerischen Albigenser zu bekehren. So laufen die Einwohner Béziers in die Waffen eines der größten Massaker des Mittelalters: "Tötet sie alle, Gott wird die Seinen erkennen", lautete die Order von Abt Arnaud Amaury, dem päpstlichen Legaten, während des Ansturms auf Béziers.
Wirtschaft [Bearbeiten]
Der Weinbau und der Branntweinhandel sind die wichtigsten Erwerbszweige.
Verkehr [Bearbeiten]
Béziers ist ein wichtiger Verkehrsknoten. Neben den Wasserwegen des Orb und des Canal du Midi kreuzen sich in der Stadt die Straßen RN112 (Castres nach Agde), RN113 (Narbonne nach Pézenas), D11 (Richtung Capestang und Carcassonne) und D909 (Richtung Bédarieux) sowie die Autobahnen A9 und A75 (siehe auch Liste der Autobahnen in Frankreich).
Der Flughafen Béziers wurde in den Jahren 2006 bis 2007 vergrößert.
Béziers hat auch einen Bahnhof. Hier zweigt die Strecke nach Toulouse von der wichtigen Strecke entlang der Mittelmeerküste ab.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Béziers
- Allée Paul-Riquet, das Zentrum der Stadt
- Kirche St. Aphrodise (11.–15. Jahrhundert)
- Hôtel de Ville (Rathaus, 18. Jahrhundert)
- Kathedrale Saint-Nazaire (13.–14. und 18. Jahrhundert) mit dem Musée Lapidaire (alte Grabsteine und Kapitelle)
- Musée des Beaux-Arts (Gemälde)
- Pont Vieux (Alte Brücke, 14.–16. Jahrhundert)
- Schleusentreppe von Fonserannes (18. Jahrhundert)
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Thierry Aubin (1942–2009), Mathematiker
- Jean-Henri-Nicolas Bouillet (1729–1790), Arzt, Enzyklopädist und Bürgermeister von Béziers
- Jérémy Clément (* 1984), Fußballspieler
- Paul Crauchet (1920–2012), Schauspieler
- Jean-Pierre Escalettes, Fußballfunktionär
- Edgar Faure, Politiker
- Richard Gasquet, Tennisspieler
- Jean Moulin, Leiter der französischen Résistance während des Zweiten Weltkriegs
- Yves Nat, Pianist und Komponist
- Rudy Riou, Fußballtorwart
- Pierre-Paul Riquet, Ingenieur, der für die Fertigstellung des Canal du Midi verantwortlich war
- Alexandra Rosenfeld, „Miss Frankreich“ und „Miss Europa“
Partnerstädte [Bearbeiten]
Béziers unterhält Städtepartnerschaften mit Heilbronn in Deutschland (seit 1965), dem englischen Stockport (seit 1972), dem russischen Stawropol (seit 1982) sowie mit Chiclana de la Frontera in Spanien (seit 1993).
Medien [Bearbeiten]
Béziers war Drehort des Films Ein schönes Mädchen wie ich (Une belle fille comme moi) von François Truffaut (1972)
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Seite der Stadt Béziers (französisch)
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