Béziers

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Béziers
Wappen von Béziers
Béziers
Lage von Béziers in Frankreich
Staat Frankreich
Region Languedoc-Roussillon
Département Hérault
Arrondissement Béziers (Unterpräfektur)
Kanton Chef-lieu von 4 Kantonen
Geographische Lage 43° 21′ N, 3° 13′ OKoordinaten: 43° 21′ N, 3° 13′ O
Höhe 17 m
(4 m–120 m)
Fläche 95,48 km²
Einwohner
– mit Hauptwohnsitz
– Bevölkerungsdichte
(1999)
69.153 Einwohner
724 Einw./km²
Postleitzahl 34500
INSEE-Code 34032
Website Ville Béziers
Béziers, Kathedrale St. Nazaire und Pont Vieux
Béziers, Kathedrale St. Nazaire und Pont Vieux

Béziers ist eine Stadt in Frankreich in der Region Languedoc-Roussillon. Sie hat 71.000 Einwohner (Stand: 2005) auf einer Fläche von 95,48 km².

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Lage

Die südfranzösische Stadt gehört zum Département Hérault und liegt am Fluss Orb und dem Canal du Midi. Béziers ist 20 km vom Mittelmeer entfernt, nicht weit von den letzten Ausläufern des Massif Central in der Ebene des unteren Languedoc.

Béziers ist außerdem ein wichtiger Verkehrsknoten. Neben den Wasserwegen der Orb und des Canal du Midi kreuzen sich in der Stadt die Straßen RN112 (Castres nach Agde), RN113 (Narbonne nach Pézenas), D11 (Richtung Capestang und Carcassonne) und D909 (Richtung Bédarieux) sowie die Autobahnen A9 und A75 (siehe auch Liste der Autobahnen in Frankreich).

[Bearbeiten] Geschichte

Béziers ist eine Stadt mit über 2.700 jähriger Geschichte, die mit einer Stammesansiedlung an den Ufern der Orb im Jungsteinzeitalter begann.

Während der Eisenzeit im 8.-2. Jahrhundert v. Chr. ist Béziers eine der wichtigsten Städte des keltischen Mittelmeerraumes. Bald gewinnt der auf einem Hügel von 60 m Höhe gelegene Ort an Bedeutung zur Überwachung der Flusspassage und wird wichtiger Handelsort. Die Zeugen dieser mediterranen Handelsaktivitäten sind zahlreich (etruskisch, griechisch und römisch). Die Kelten wurden im 1. Jh. v. Chr. von den Römern vertrieben, die sich dort ansiedelten und eine Kolonie gründeten: Civitas urbs baeterrensis. Nur wenige Kilometer vom Mittelmeer entfernt und am Fluss Orb sowie an der Via Domitia, eine römische Straße die Italien und Spanien verbindet, gelegen, floriert Baeterrae (antiker Name für Béziers) bis in 3. Jh. n. Chr. Äußere Bedrohungen veranlassen die Stadt zum Bau einer Stadtmauer.

In Folge wird Béziers mehrfach erobert, geplündert und zerstört: Zunächst in den Händen der Westgoten im 6. Jahrhundert, wird die Stadt von den Sarazenen zu Beginn des 8. Jh. erobert. Schließlich wird Béziers bei einem Angriff durch die Franken, angeführt von Karl Martell, im Jahre 737 vollständig zerstört. Während der Herrschaft Karls des Großen wird die Stadt Bischofssitz und gewinnt zu Beginn des 12. Jahrhunderts wieder zunehmend an Bedeutung.

1209 kann der Vicomte von Béziers, Raimond-Roger Trencavel den Angriffen der aus dem Norden kommenden Kreuzritter, angeführt von Simon de Montfort um die ketzerischen Albigenser zu bekehren, nicht mehr standhalten. So laufen die Einwohner Béziers in die Waffen eines der größten Massaker des Mittelalters: "Tötet sie alle, Gott wird die Seinen erkennen", sind die Worte des Legaten Papst Innozenz III., namentlich Abt Arnault, während des Ansturms auf Béziers.

[Bearbeiten] Wirtschaft

Der Weinbau und der Branntweinhandel sind die wichtigsten Erwerbszweige.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • Allée Paul-Riquet, das Zentrum der Stadt
  • Kirche St. Aphrodise (11. - 15. Jahrhundert)
  • Hôtel de Ville (Rathaus, 18. Jahrhundert)
  • Kathedrale St. Nazaire (13. - 14. und 18. Jahrhundert) mit dem Musée Lapidaire (alte Grabsteine und Kapitelle)
  • Musée des Beaux-Arts (Gemälde)
  • Pont Vieux (Alte Brücke, 14. - 16. Jahrhundert)
  • Schleusentreppe von Fonserannes (18.Jh.)

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Partnerstädte

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
 Commons: Béziers – Bilder, Videos und Audiodateien
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