Böheimkirchen

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Böheimkirchen
Wappen von Böheimkirchen
Böheimkirchen (Österreich)
Böheimkirchen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Sankt Pölten-Land
Kfz-Kennzeichen: PL
Fläche: 45,49 km²
Koordinaten: 48° 12′ N, 15° 46′ O48.19777777777815.762222222222247Koordinaten: 48° 11′ 52″ N, 15° 45′ 44″ O
Höhe: 247 m ü. A.
Einwohner: 4.899 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 108 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3071
Vorwahl: 02743
Gemeindekennziffer: 3 19 03
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 2
3071 Böheimkirchen
Website: www.boeheimkirchen.gv.at
Politik
Bürgermeister: Günter Eigenbauer (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(25 Mitglieder)
14 ÖVP, 8 SPÖ, 2 Grüne, 1 FPÖ
Lage der Marktgemeinde Böheimkirchen im Bezirk Sankt Pölten-Land
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Marktgemeinde Böheimkirchen
Marktgemeinde Böheimkirchen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Pfarrkirche hl. Jakobus der Ältere

Böheimkirchen ist eine Marktgemeinde im Mostviertel in Niederösterreich mit 4899 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014).

Geografie[Bearbeiten]

Der Ort liegt an den zwei Flüssen Michelbach und Perschling zentral in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 45,57 km², 21,38 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Böheimkirchen befindet sich zehn Kilometer östlich von St. Pölten direkt an der Westautobahn (A1) und an der Westbahn.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 27 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Außerkasten (113)
  • Bauland (10)
  • Blindorf (15)
  • Böheimkirchen (2297)
  • Diemannsberg (7)
  • Dorfern (22)
  • Dürnhag (38)
  • Furth (199)
  • Gemersdorf (96)
  • Grub (28)
  • Hinterberg (80)
  • Hinterholz (60)
  • Hub (12)
  • Kollersberg (21)
  • Lanzendorf (186)
  • Maria Jeutendorf (168)
  • Mauterheim (81)
  • Mechters (105)
  • Plosdorf (155)
  • Reith (143)
  • Röhrenbach (16)
  • Schildberg (184)
  • Siebenhirten (83)
  • Untergrafendorf (360)
  • Untertiefenbach (34)
  • Weisching (301)
  • Wiesen (88)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Außerkasten, Böheimkirchen, Diemannsberg, Dorfern, Dürnhag, Furth bei Außerkasten, Gemersdorf, Hinterberg, Hub und Grub, Jeutendorf, Lanzendorf bei Böheimkirchen, Mauterheim, Mechters, Reith, Röhrenbach, Schildberg, Siebenhirten, Untergrafendorf, Untertiefenbach, Weisching und Wiesen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Ur- und frühgeschichtliche Höhensiedlung Böheimkirchen-Hochfeld liegt südlich des Ortes auf einem Höhenrücken, dessen Ostseite vom Michelbach und dessen Westseite Perschling umflossen wird. Der Höhenrücken ist Nord-Süd orientiert und fällt im Norden, Osten und Westen steil ab.

Nach der neolithischen Besiedlung des größten Teils des Hochfeldes blieb diese während der Frühbronzezeit auf den 170 m langen Nordteil beschränkt. In dieser Zeit entstand eine Abschnittsbefestigung mit Innenwall und Außengraben. Die zugehörigen Funde weisen auf eine Lokalgruppe der Věteřovkultur. Nach der urnenfelder- (Stufe Hallstatt B), latenezeitlichen Siedlungstätigkeit war das Gebiet unter den Römern Teil der Provinz Noricum. Ab dem 9. Jahrhundert von Slawen besiedelt, was urkundliche Angaben absichern. Um das Jahr 985 spricht eine Notiz von „Persnicha, wie es Wilhelm zu eigen besaß, und wo gegenwärtig dort siedelnde Böhmen die Felder bestellen“, daher der Name Böheimkirchen (Peheimkirchen), der Mitte des 11. Jahrhunderts aufkam. Im 10. Jahrhundert scheint an den kasemattenartig an den Wall angebauten frühbronzezeitlichen Hausfundamenten Steinraub betrieben worden zu sein. Die Pfarrgründung „Pehaimschirchens“ erfolgte im 11. Jahrhundert. Im 15. Jahrhundert wurde Böheimkirchen Marktgemeinde. In den Jahren 1529 und 1683 litt der Ort unter Zerstörungen durch die Türken. 1734 und 1786 brannte der Ort nieder. Die Gemeinde Böheimkirchen entstand 1850. Die 1858 eröffnete Westbahn bewirkte einen wirtschaftlichen Aufschwung. 1971 erfolgte die Vereinigung der ehemals selbständigen Gemeinde Jeutendorf mit Böheimkirchen. 1988 erhielt Böheimkirchen einen eigenen Autobahnanschluss, infolgedessen entstand das Betriebsgebiet Süd.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister der Marktgemeinde ist Günter Eigenbauer. Amtsleiter ist der vormalige Bürgermeister Helmut Gabler. Im Marktgemeinderat gibt es bei insgesamt 25 Sitzen nach der Gemeinderatswahl vom 14. März 2010 folgende Mandatsverteilung: ÖVP 14, SPÖ 8, Liste GRÜNE 2, FPÖ 1.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 4.506 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 4.145 Einwohner, 1981 3.946 und im Jahr 1971 3.828 Einwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter

Personen mit Beziehung zur Marktgemeinde

  • Manfred Deix (* 1949), Karikaturist, Grafiker und Cartoonist, in Böheimkirchen aufgewachsen
  • Johann Hell (* 1955), Politiker (SPÖ), Vizebürgermeister von Böheimkirchen

Wirtschaft[Bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 177, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 152. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 2071. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 47,04 Prozent.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Böheimkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien