Böhen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Böhen
Böhen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Böhen hervorgehoben
47.88333333333310.3783Koordinaten: 47° 53′ N, 10° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Ottobeuren
Höhe: 783 m ü. NHN
Fläche: 20,53 km²
Einwohner: 735 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87736
Vorwahl: 08338
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 119
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 6
87724 Ottobeuren
Bürgermeister: Andreas Meer (FWG)
Lage der Gemeinde Böhen im Landkreis Unterallgäu
Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Landkreis Unterallgäu Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Landkreis Unterallgäu Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Baden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Böhen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ottobeuren.

Geografie[Bearbeiten]

Böhen liegt circa 20 km süd-östlich von Memmingen in Mittelschwaben und gehört der Planungsregion Donau-Iller an.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet besteht nur aus der Gemarkung Böhen.

Zur Gemeinde Böhen gehören die Orte Böhen, Berg, Brandholz, Fricken, Günzegg, Hüners, Karlins, Kräpflins, Kuttern, Lampolz, Neubauz, Nollen, Oberrechberg, Oberwaldmühle, Oberwarlins, Osterberg, Pfaudlins, Schögglins, Schwanden, Stöcken, Theilen, Unterrechberg, Unterwaldmühle Unterwarlins, Westenried und Wies. Das Gemeindegebiet erstreckt sich insgesamt über eine Fläche von 2053 ha.[2]

Fläche
nach Nutzungsart[2]
Landwirt-
schafts-
fläche
Wald-
fläche
Gebäude-,
Frei- und
Betriebsfläche
Verkehrs-
fläche
Wasser-
fläche
Sport- und
Grünfläche
sonstige
Nutzung
Fläche in km² 14,22 5,17 0,52 0,49 0,10 0,03 0,01
Anteil an Gesamtfläche 69,3 % 25,2 % 2,5 % 2,4 % 0,5 % 0,1 % 0,0 %

Geschichte[Bearbeiten]

Erste bekannte Erwähnung Böhens befindet sich im Chronicum Ottobuarum (entstanden um 1180). In der handgeschriebenen Chronik[3] wird zum Gründungszeitraum des Klosters Ottobeuren im Jahr 746 unter anderen Orten auch Behaim als angebliches Stiftungsgut erwähnt. Der Wahrheitsgehalt ist aufgrund fehlender Originalurkunden ungewiss, jedoch ist damit gesichert, dass Böhen im Jahr 1180 bereits längere Zeit existiert hat.

Böhen gehörte zum Reichsstift Ottobeuren. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Religionen[Bearbeiten]

St. Georg, Böhen

Die größte Gruppe war im Jahr 2011 mit 85,5 % (633 Personen) römisch-katholisch, gefolgt von evangelisch (ev., lt.) mit 4,9 % (36 Personen). Im Vergleich zur Volkszählung von 1987 verringerte sich der Anteil der römisch-katholischen Bevölkerung dabei um 8,7 %, wohingegen sich der evangelische um 28,6 % erhöht hat.[4]

In Böhen befindet sich die römisch-katholische Pfarrkirche St. Georg deren Ursprünge auf das 15. Jahrhundert zurückreichen. Gegen Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Langhaus erweitert.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 839, 1987 dann 731 und im Jahr 2005 699 Einwohner gezählt.

Politik[Bearbeiten]

Bundestagswahl 2013[5]
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
72,3 %
9,2 %
1,6 %
4,7 %
1,1 %
11,2 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
+12,9 %p
+4,3 %p
-12,1 %p
-3,2 %p
-1,5 %p
-0,4 %p

Bürgermeister ist Andreas Meer (CSU und Freie Wählerschaft Böhen). Er wurde im Jahr 2014 Nachfolger von Hans Gropper (CSU/Freie Wählerschaft)

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 265 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 28 T€.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 6. April 1983 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Blasonierung: „In Silber zwei gekürzte grüne Spitzen, denen ein schräger goldener Abtstab aufgelegt ist, überdeckt von einem Wellenpfahl in verwechselten Farben.“

Das Gemeindewappen erinnert in heraldisch vereinfachter Form an die geografische Lage der Gemeinde in der Hügellandschaft der westlichen Günz und ihren Zuflüssen. Das Gemeindegebiet gehörte zum Urbesitz des Reichsstiftes Ottobeuren, was durch den Abtstab verdeutlicht werden soll.

Der Entwurf des Wappens stammt von Stiftsarchivar und Kreisheimatpfleger Aegidius Kolb und die Gestaltung übernahm der Passauer Max Reinhart.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge ist Gelb - Grün - Weiß (1:1:1) gestreift mit aufgelegtem Gemeindewappen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

In Böhen befinden sich mehrere Baudenkmäler, darunter die Kirche St. Georg, ein spätmittelalterliches Tuffsteinkreuz sowie das spätklassizistische Pfarrhaus von 1875.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 2012 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft fünf, im Produzierenden Gewerbe 81 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 10 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 264. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2010 52 (1999 noch 64) landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.472 ha. Davon waren 1.485 ha (1999 1.429 ha) Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Im Jahr 2013 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 28 Kindergartenplätze mit 22 Kindern

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Böhen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Statistik kommunal 2010 – Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten für den Markt Bad Grönenbach. 2013, S. 12.
  3. Lagerort: Staatsarchiv Augsburg, Sign. "Reichssstift Ottobeuren, MüB, Lit,1,1a-2"
  4. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Statistik kommunal 2010 – Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten für den Markt Bad Grönenbach. 2013, S. 6.
  5. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de für Schlüssel 778119 abgerufen am 16. August 2014