Börgerende-Rethwisch

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Börgerende-Rethwisch
Börgerende-Rethwisch
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Börgerende-Rethwisch hervorgehoben
54.14311.922Koordinaten: 54° 9′ N, 11° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Amt: Bad Doberan-Land
Höhe: 2 m ü. NHN
Fläche: 15 km²
Einwohner: 1642 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 109 Einwohner je km²
Postleitzahl: 18211
Vorwahl: 038203
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 017
Adresse der Amtsverwaltung: Kammerhof 3
18209 Bad Doberan
Webpräsenz: www.doberan-land.de
Bürgermeister: Axel Jaeger (FDP)
Lage der Gemeinde Börgerende-Rethwisch im Landkreis Rostock
Rostock Schwerin Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Ludwigslust-Parchim Admannshagen-Bargeshagen Bartenshagen-Parkentin Börgerende-Rethwisch Hohenfelde (Mecklenburg) Nienhagen (Landkreis Rostock) Reddelich Retschow Steffenshagen Wittenbeck Baumgarten (Warnow) Bernitt Bützow Dreetz (Mecklenburg) Jürgenshagen Klein Belitz Penzin Rühn Steinhagen (Mecklenburg) Tarnow (Mecklenburg) Warnow (bei Bützow) Zepelin Broderstorf Klein Kussewitz Blankenhagen Poppendorf (Mecklenburg) Roggentin (bei Rostock) Broderstorf Thulendorf Altkalen Behren-Lübchin Boddin Finkenthal Gnoien Lühburg Walkendorf Behren-Lübchin Glasewitz Groß Schwiesow Gülzow-Prüzen Gutow Klein Upahl Kuhs Lohmen (Mecklenburg) Lüssow (Mecklenburg) Mistorf Mühl Rosin Plaaz Reimershagen Sarmstorf Diekhof Dolgen am See Hohen Sprenz Laage Wardow Dobbin-Linstow Hoppenrade Krakow am See Kuchelmiß Lalendorf Lalendorf Alt Sührkow Dahmen Dalkendorf Groß Roge Groß Wokern Groß Wüstenfelde Hohen Demzin Jördenstorf Lelkendorf Prebberede Schorssow Schwasdorf Sukow-Levitzow Thürkow Warnkenhagen Alt Bukow Am Salzhaff Bastorf Bastorf Biendorf (Mecklenburg) Carinerland Kirch Mulsow Rerik Bentwisch Blankenhagen Gelbensande Mönchhagen Rövershagen Benitz Bröbberow Kassow Rukieten Schwaan Vorbeck Wiendorf (Mecklenburg) Cammin (bei Rostock) Gnewitz Grammow Nustrow Selpin Stubbendorf (bei Tessin) Tessin (bei Rostock) Thelkow Zarnewanz Elmenhorst/Lichtenhagen Kritzmow Lambrechtshagen Papendorf (Warnow) Pölchow Stäbelow Ziesendorf Bad Doberan Dummerstorf Graal-Müritz Güstrow Kröpelin Kühlungsborn Neubukow Sanitz Satow TeterowKarte
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Börgerende-Rethwisch ist eine Gemeinde im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Bad Doberan-Land mit Sitz in der Stadt Bad Doberan verwaltet.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde zieht sich von der Ostseeküste fast 5 km südöstlich ins Binnenland. Zum Gemeindegebiet gehört der Conventer See, eine ehemalige Meeresbucht, deren Verbindung zur Ostsee verlandet ist. Der See ist Naturschutzgebiet, er zeichnet sich durch die Vielfalt von Sumpf- und Wasservögeln aus. Westlich von Börgerende schließt sich das älteste deutsche Seebad Heiligendamm an.

Neben Börgerende und Rethwisch gehören die Ortsteile Bahrenhorst und Neu Rethwisch zur Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten]

Alte Scheune in Rethwisch

Das Dorf Rethwisch wurde erstmals 1297 urkundlich genannt. 1299 war ein Geistlicher des Doberaner Klosters in Rabenhorst eingesetzt. In der Kriegsschadensrechnung von 1312 zu den Schäden der Auseinandersetzung zwischen den Rostockern unter Nikolaus und den Truppen Heinrich des Löwen wurde ein Verwalter (magister curie) des Klosters Doberan, sowie ein Kirchhof und Küster erwähnt. Neben dem Verwalter gab es zu dieser Zeit rund zwanzig Haushalte im Dorf, die alle deutsche Namen hatten. 1353 wurde erstmals von einer Kirche als „capella Redwisch“ geschrieben, ein Jahr darauf als „ecclesia Redewisch“. Dabei wurde erwähnt, dass die Kirche vorher in Rabenhorst ansässig war, nun ihren Sitz in Rethwisch genommen hatte. Nach der Reformation ging der Klosterbesitz 1552 in den landesherrlichen Domanialverband über.

Die selbständigen Gemeinden Börgerende und Rethwisch fusionierten am 20. Juni 1957 und wechselten gleichzeitig vom Kreis Rostock-Land in den Kreis Bad Doberan.

Größtes Hotel zur DDR-Zeit war das FDGB-Ferienheim Hotel „Waterkant“. Es wurde am 11. August 1976 eröffnet und hatte 462 Betten, eine Gaststätte mit 240 Plätzen, Schwimmbad und etliche medizinische Einrichtungen. Das seit kurz nach der Wende leerstehende und nur noch als Ruine vorhandene Bauwerk ist 2008 abgerissen worden. An dieser Stelle entsteht ein Ferienresort und Hotel.

Als Relikt aus der DDR-Zeit steht hier der denkmalgeschützte Ostsee-Grenzturm Börgerende, einer der zwei letzten noch erhaltenen Seewachtürme an der Ostsee.

Künstler auf dem Gebiet der Keramik, der Grafik und Bildkunst bieten in der Kunst-Scheune ihre Erzeugnisse für Touristen an.

Politik[Bearbeiten]

Ostseeküste in Börgerende

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 12 Mitgliedern. Die Wahl zum Gemeinderat am 7. Juni 2009 hatte folgende Ergebnisse[2]:

Partei/Bewerber Prozent 2009 (2004) Sitze
CDU 32,4 (34,8) 4
FDP 32,1 (28,2) 4
SPD 29,5 (26,2) 3
EB 6,0 (10,8) 1

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 9. August 2000 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 223 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „Geteilt durch einen Wellenschnitt; oben in Silber zwei schräg gekreuzte rote Giebelbretter mit abgewendeten Pferdeköpfen; unten in Blau ein silberner Fisch.“

Das Wappen wurde von dem Schweriner Heraldiker Heinz Kippnick gestaltet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche von Rethwisch in der Schulstraße

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Börgerende-Rethwisch

  • Die gotische, dreischiffige Dorfkirche Rethwisch aus Granit und Feldsteinen stammt vom Anfang des 14. Jahrhunderts. Der Westturm aus Holz hat ein Pyramidendach. Der Schnitzaltar stammt in seinen ältesten Teilen aus dem 15. Jahrhundert. Das Sakramentshaus ist in der Form eines Fialentürmchens gestaltet.
  • Der Ostsee-Grenzturm Börgerende gehörte zu einer Reihe von ehemals 27 Türmen an der Ostseeküste der DDR.
  • Die großen guthaussartigen Bauernhäuser in Rethwisch, Börgerender Straße Nr. 14, Nr. 15 und Nr. 16.
  • Die Hallenhäuser in Rethwisch, Schulstraße Nr. 18 und Nr. 34.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2012 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Wahlergebnis der Landeswahlleiterin auf den Seiten des Statistischen Amtes (PDF; 1,2 MB)