Börsen-Zeitung

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Dieser Artikel behandelt die seit 1952 in Frankfurt am Main erscheinende Zeitung; zur Berliner Zeitung gleichen Namens, die von 1855 bis 1945 erschien, siehe Berliner Börsen-Zeitung.
Börsen-Zeitung
Logo Börsen-Zeitung.png
Beschreibung Deutsche Tageszeitung
Verlag Herausgebergemeinschaft Wertpapier-Mitteilungen
Keppler, Lehmann GmbH & Co. KG
Erstausgabe 1. Februar 1952
Erscheinungsweise Dienstag bis Samstag
Chefredakteur Claus Döring
Herausgeber Ernst Padberg
Weblink boersen-zeitung.de
ISSN 0343-7728
ZDB 302892-6

Die in Frankfurt am Main herausgegebene Börsen-Zeitung ist die einzige ausschließlich auf den Finanzsektor ausgerichtete Tageszeitung Deutschlands. Sie berichtet über die aktuellen Entwicklungen an den deutschen und internationalen Finanzplätzen. Die Börsen-Zeitung hat neben dem Sitz in Frankfurt Redaktionsbüros in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München und Stuttgart sowie New York, London, Brüssel, Paris, Mailand, Tokio, Madrid und Zürich. Sie gilt als seriös und im Kapitalmarkt meinungsbildend. Eine Auflagenzahl veröffentlicht die Zeitung nicht.

Geschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde die Börsen-Zeitung, um dazu beizutragen, das „Börsengeschäft zu beleben und zu fördern“, wie es im Editorial der ersten Ausgabe vom 1. Februar 1952 hieß. Zu dieser Zeit hatte die seit 1947 bestehende Herausgebergemeinschaft Wertpapier-Mitteilungen, die sich aus der Interessengemeinschaft Frankfurter Kreditinstitute und den Verleger-Familien Lehmann und Keppler zusammensetzte, beschlossen, das bis dato auf die Wertpapierverwaltung und -abwicklung der Banken ausgerichtete Verlagsprogramm um eine Tageszeitung mit Informationen zum Wertpapiergeschäft zu ergänzen.

Der Fokus der Börsen-Zeitung lag seinerzeit auf den Kapitalmärkten, die ersten Ausgaben bestanden im Wesentlichen aus Berichten von den acht deutschen Regionalbörsen. In den Anfangsjahren war der redaktionelle Teil der Börsen-Zeitung entsprechend auf ein bis zwei Seiten beschränkt gewesen. Die restlichen Seiten blieben den Kurslisten vorbehalten. Seitdem hat sich der Umfang stetig gesteigert, da die Marktaktivitäten und die Berichterstattung kontinuierlich zugenommen haben. Mit Fortschreiten der Globalisierung hat sich der Blickwinkel inzwischen jedoch zunehmend internationalisiert, und das gestiegene Interesse an den Finanzmärkten und deren sprunghafte Entwicklung spiegelt sich in den heutigen Ausgaben mit 46 bis 54 Seiten wider.

Die seit 1995 erschienenen Artikel der Börsen-Zeitung sind in dem Online-Archiv GBI-Genios recherchierbar.

Redaktionelle Schwerpunkte[Bearbeiten]

Die Schwerpunkte der Berichterstattung in Form von Nachrichten, Analysen, Kommentaren und Hintergrundberichten reichen von börsennotierten Unternehmen über die Kredit- und Versicherungswirtschaft, internationale Finanzierungsinstitute, deutsche und globale Kapitalmärkte bis hin zur Geldpolitik sowie der Wirtschafts- und Finanzpolitik. Die Relevanz von Informationen für die Finanzmärkte ist das Auswahlkriterium für die Berichterstattung, die sich durch eine besondere Hingabe zum ökonomischen Detail auszeichnet. Von Beginn an adressierte die Börsen-Zeitung das spezifische Interesse der Experten und Entscheidungsträger. Damit ist die Börsen-Zeitung eine reine Abonnementzeitung und wird nur an ausgewählten Kiosken angeboten.

Der umfangreiche Kurs- und Tabellenteil für Wertpapierkurse sowie Investmentfondspreise rundet dieses Komplettangebot ab. Vor Verbreitung von Börseninformationen über das Internet war der Kursteil der Börsen-Zeitung die umfangreichste Quelle für Preisinformationen zu den deutschen Wertpapierbörsen. Heute sind die Kurse und Preise für Abonnenten online im Wertpapierinformationssystem „BZ WPI“ recherchierbar. Das Blatt ist amtliches Publikationsorgan aller deutschen Wertpapierbörsen. Am Vorabend eines jeden Erscheinungstages werden die Berichte der Börsen-Zeitung im Volltext mit Artikel- und Ganzseiten-PDFs im Internet einer geschlossenen Benutzergruppe im elektronischen Produkt „boersen-zeitung.de“ zur Verfügung gestellt. Ergänzt wird „boersen-zeitung.de“ am frühen Nachmittag durch die zahlreichen Finanzanzeigen der aktuellen Ausgabe.

Weitere Printpublikationen der Börsen-Zeitung:

  • Ultimo - Das Fondsmagazin der Börsen-Zeitung (monatlich)
  • rendite - Das Anlagemagazin der Börsen-Zeitung (quartalsweise)
  • zahlreiche Sonder- und Verlagsbeilagen (im Verlauf des Jahres)

Zur Börsen-Zeitung, die in der Herausgebergemeinschaft Wertpapier-Mitteilungen, Keppler, Lehmann GmbH & Co. KG, WM Gruppe, erscheint, gehört auch WM Datenservice, der führende deutsche Informationsdienst für Termin- und Stammdaten für die Wertpapierverwaltung und -abwicklung. Der Service vergibt zudem die Wertpapierkennnummern (WKN/ISIN) in Deutschland.

Weblinks[Bearbeiten]