Börsenkrach

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Börsencrash ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum US-amerikanischen Filmdrama siehe Der Börsen-Crash.
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Dow-Jones-Krach im Oktober 2008

Als Börsenkrach (oder Börsencrash) wird ein extremer Kurseinbruch an der Börse bezeichnet. Er dauert einige Tage bis hin zu wenigen Wochen. In dieser Zeit dominieren – meist panikartige – Verkäufe, die einen großen Angebotsüberhang erzeugen und so zu drastisch fallenden Kursen führen.

Börsenkräche treten meist am Ende einer Spekulationsblase auf. Aber auch bei unerwarteten, negativen Ereignissen − z. B. die Insolvenz Lehman Brothers −, in extremen Fällen − z. B. dem Flash Crash − auch vollkommen ohne Nachrichten.

Dann kann es zu einer positiven Rückkopplung kommen: einige Marktteilnehmer verkaufen, wodurch die Kurse zu fallen beginnen. Das treibt weitere Teilnehmer ebenfalls zu Verkäufen und die Kurse fallen weiter.

Es gibt keine eindeutige Definition eines Börsenkrachs. Im Gegensatz zur Baisse fallen die Kurse schneller und plötzlicher, ein Ausdruck von Panikverkäufen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Verlauf des Dow Jones von Juli 1987 bis Januar 1988, siehe Schwarzer Montag

Börsenkrisen bis zur Großen Depression[Bearbeiten]

Börsenkrisen nach Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems[Bearbeiten]

  • Am 19. Oktober 1987 stürzte der Dow Jones am sogenannten Schwarzen Montag um über 20 Prozent ab. Die Kurse erholten sich jedoch innerhalb eines Jahres wieder, nach 15 Monaten hatte der Dow Jones wieder den Stand vor dem Krach.
  • Im Januar 1990 brach der japanische Leitindex Nikkei um fast die Hälfte ein.
  • Am 19. August 1991, nach dem Putsch gegen den sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow, verlor der DAX 9,4 Prozent an einem Tag.
  • Die Terroranschläge am 11. September führten zu einer viertägigen Handelsunterbrechung. Der DAX verlor an diesem Tag rund 8,5 Prozent. Unmittelbar nach der Wiedereröffnung fiel der Dow-Jones-Index um gut sieben Prozent.[3]
  • Im Rahmen der Finanzkrise ab 2007 fiel der Nikkei-Index am 16. Oktober um 11,4 Prozent und erlebte den zweitgrößten Tagesverlust in der gesamten Geschichte des Index. Einzelne Fonds, z. B. ein Flaggschiff von Goldman Sachs, verzeichneten noch größere Einbußen und legten durch die Deklaration als 25-Sigma-Ereignis die Fragwürdigkeit des verwendeten finanzmathematischen Modells offen.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kimes: Pioneers, Engineers, and Scoundrels (Hardcover), S. 221.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAls Deutschlands Banken krachten (II): Der Schwarze Freitag. In: zeit.de. 7. April 1967, abgerufen am 2. Dezember 2014.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDax-Chronik: Achterbahnfahrt im Schatten des Terrors. In: handelsblatt.com. 4. Oktober 2001, abgerufen am 2. Dezember 2014.
  4. How Unlucky is 25-Sigma?

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Beverly Rae Kimes: Pioneers, Engineers, and Scoundrels: The Dawn of the Automobile in America. Herausgeber SAE (Society of Automotive Engineers) Permissions, Warrendale PA 2005, ISBN 0-7680-1431-X (Hardcover). (Englisch)

Weblinks[Bearbeiten]