Börte

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Börte Üdschin (mong. Бөртэ Үжин / ᠪᠥᠷᠲᠡ; meistens nur Börte, auch Borte oder Burtai) war die Hauptfrau des Mongolenführers Dschingis Khan und Mutter der vier Söhne Jochi, Chagatai, Ögedei und Tolui, sowie von fünf Töchtern. Sie war ein Jahr älter als ihr Mann.

Leben[Bearbeiten]

Als Tochter des Stammesführers der Unggirat wurde sie nach alter mongolischer Tradition schon als Zehnjährige mit dem ein Jahr jüngeren Temüdschin und späteren Dschinghis Khan verlobt. Wegen der Ermordung seines Vaters musste Temüdschin sie aber zunächst bei ihrem Stamm zurücklassen. Später wurde Börte von Merkiten entführt und Temüdschin musste sie mit Hilfe von Togrul und Jamukha Gurkhan befreien. Weil Börtes erster Sohn Jochi kurz nach ihrer Befreiung geboren wurde, kamen Zweifel darüber auf, wer dessen Vater gewesen war. Temüdschin erkannte Jochi aber später als seinen Erstgeborenen an.

Dschingis Khan schätzte Börte als seine Hauptfrau sehr hoch und suchte oft ihren Rat, ebenso wie den seiner Mutter. Börte wurde auch nach seinem Tod weiterhin von den Mongolen verehrt und zur Herrscherin gekrönt. Darüber hinaus gibt es nur wenige verlässliche historische Fakten über sie, andererseits ist sie aber Gegenstand vieler mongolischer Legenden.

In Darstellungen wird sie als schöne Frau in einem weißen Seidengewand gezeigt, mit goldenen Münzen als Haarschmuck. Sie reitet dabei meistens auf einem weißen Pferd und hält ein weißes Lamm in der Hand.

Literatur[Bearbeiten]

  • Genghis Khan, Mongolia and the Theory of Human Security. Robert Bedeski. China and Eurasia Forum Quarterly, Volume 6, No. 4, Seiten 81-102. ISSN 1653-4212. 2008.
  • Die"Schreckensherrschaft" der Mongolen unter Dschingis Khan und seinen Nachfolgern im 12./13. Jahrhundert: Eine Analyse der Perzeption in mittelalterlichen und neuzeitlichen Quellen und Darstellungen. Simon Hollendung, Björn Böhling. GRIN Verlag, Auflage 1. ISBN 978-3-638-74207-8. 2007.