Bösensell
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Bösensell (plattdeutsch Baisensell) ist ein Ortsteil der Gemeinde Senden im Kreis Coesfeld und liegt 15 km westlich von Münster (Westfalen).
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[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Allgemeines
Erstmalig urkundlich erwähnt wird Bösensell um 890 in einer Urkunde der Abtei Werden, dort heißt der Ort noch Basinseli.
[Bearbeiten] Geschichte
Eine thüringische Königin mit dem Namen Basina findet man in der Zeit um 450 n. Ch. Zu dieser Zeit erstreckte sich Thüringen bis an den Rhein. Als Childerich der König von Austrasien in die Verbannung mußte, begab er sich zu Bisinus dem König von Thüringen. Es ist also gut möglich das Childerich und Basina sich in Basinseli kennen lernten.
Als Childerich nach einigen Jahren zurück gerufen wurde, um wieder als Frankenkönig eingesetzt zu werden, folgte ihm Basina die cirka 400 Kilometer von Basinseli bis nach Tournai in Belgica.
Sie wurde seine Frau und gebar ihm einen Sohn mit Namen Chlodwig. Dieser ging als Chlodwig der Große in die Geschichte ein.
Um 1148 war Bösensell Mittelpunkt des grundherrlichen domkapitularischen Amtes Bösensell.
Bis zur kommunalen Neugliederung am 1. Januar 1975 gehörte Bösensell zum Amt Roxel im Landkreis Münster.
[Bearbeiten] Besondere Orte
- Das Laerbrockkreuz an der Grenze zu den Nachbarorten Schapdetten und Havixbeck kennzeichnet die Stelle, an der zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert Landtage abgehalten wurden.
- Haus Ruhr aus dem 16./17 Jahrhundert wurde von 1742 vom westfälischen Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun umgestaltet.
- Haus Alvinghof wurde von J.C. Schlaun 1749 als Sommersitz für den bischöflichen Vizekanzler Christian Friedrich von und zur Mühlen gebaut.
- Die Pfarrkirche St. Johannes Baptist wurde 1917 während des Ersten Weltkrieges fertiggestellt. Der Kirchturm aus Baumberger Sandstein stammt bereits von einer älteren Kirche. Das Kirchenschiff ist mit Ibbenbürener Sandstein gebaut, der witterungsbeständiger ist. Das Chorgestühl stammt aus dem Jahr 1525.
[Bearbeiten] Aktuelle Situation
[Bearbeiten] Bevölkerungszahlen
In Bösensell lebten am 30. November 2004 2.529 Einwohner, am 31. Dezember 2005 2.661 Einwohner, am 31. Dezember 2006 2.727 Einwohner und am 31. Dezember 2007 2.943 Einwohner.
[Bearbeiten] Gewerbe
Das Erscheinungsbild von Bösensell wird für Ortsfremde in erster Linie von dem am südlichen Ortsrand direkt an der L551 gelegenen Gewerbegebiet "Südfeld" geprägt. Wegen der drei dort direkt nebeneinander befindlichen Groß-Kaufhäuser (Möbelhäuser, Teppich-Markt) ist die scherzhafte Ortsbezeichnung "Möbelsell" in Münster und Umgebung sehr gebräuchlich. Des weiteren existiert in direkter Nähe zur Autobahn A43 das Gewerbegebiet "Am Dorn", in dem sich 2006 ein stark frequentierter Autohof mit entsprechendem Reise- und Fernfahrerservice angesiedelt hat. Inzwischen eröffneten in unmittelbarer Nähe weitere thematisch passende Gewerbeeinrichtungen (Kfz-Handel & Lkw-Vertrieb mit 24-h-Service). Diese Unternehmen, so wie die Gewerbetreibenden im Bereich des eigentlichen Ortskerns sind im Gewerbeverein Bösensell organisiert.
[Bearbeiten] Verkehrsanbindung
- Eisenbahn: Die Haltestelle Bösensell (1897 eingerichtet) liegt an der Bahnlinie Essen-Haltern-Münster. Mit der Bahn erreicht man Münster in 11 Minuten.
- Autobahn: Die A43 (von Münster-Süd nach Wuppertal-Nord) ist über die Anschlussstelle Senden erreichbar (2 km vom Ortskern Bösensell entfernt), über das Autobahnkreuz Münster-Süd gelangt man nach 5 km auf die A1 (Hansalinie).
- Bundes- und Landesstraßen: Die B235 beginnt an der Autobahnauffahrt zur A43 und geht nach Süden über Senden nach Witten. Die L551 (früher B51) verläuft parallel zur A43. Nach Norden gelangt man über die L550 nach Havixbeck.
- Ein weit verzweigtes Wegenetz lädt zum Inlineskaten oder zu Radtouren ein, z.B. in die Baumberge oder in die fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands Münster (laut dem „Fahrradklimatest“ von ADFC und BUND).
- Rastplatz: Seit Mai 2006 hat Bösensell einen Autohof kurz vor der Autobahnauffahrt der A43. Dort gibt es einen Imbiss, eine Spielhalle sowie ein Motel.
[Bearbeiten] Literatur
- Helga Kraneburg: Geschichte der Pfarrei St. Johannes in Bösensell. In: Senden. Eine Geschichte der Gemeinde Senden mit Bösensell, Ottmarsbocholt, Venne. Senden (Gemeinde Senden) 1992
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Seite der Gemeinde Senden
- Internetseite über Ottmarsbocholt
- Seite des Ortsteils Bösensell
51.9155555555567.4794444444445Koordinaten: 51° 55′ N, 7° 29′ O

