Bølling Sø

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Bølling sø
Bølling sø
Bølling sø
Geographische Lage Midtjylland, Dänemark
Größere Städte in der Nähe Silkeborg
Daten
Koordinaten 56° 10′ 50″ N, 9° 22′ 20″ O56.1805555555569.3722222222222Koordinaten: 56° 10′ 50″ N, 9° 22′ 20″ O
Bølling sø (Midtjylland)
Bølling sø
Fläche 835 hadep1f5

Der Bølling Sø ist einer von Dänemarks höchstgelegenen Seen. Er liegt auf der "Jute-Grat" genannten Wasserscheide in der Mitte Jütlands, 10 Kilometer westlich von Silkeborg und nordöstlich von Engesvang.[1] Der See ist ein 835 Hektar großes Toteisloch, das sein Wasser aus direktem Niederschlagseintrag oder Einträgen von den umgebenden Hügeln erhält. Durch den See verläuft die Grenze zwischen der Ikast-Brande Kommune und der Silkeborg Kommune.[2]

Entstehung[Bearbeiten]

Das Toteisloch entstand vor etwa dreizehn- oder zwölftausend Jahren – am Ende der letzten Eiszeit. Für die von Johannes Iversen identifizierte Bølling-Periode ist hier die Typlokalität. Die Analysen lieferten Belege für eine Erwärmungsperiode vor dem Allerød-Interstadial. Die frühe Pioniervegetation wird von Salix polaris, Dryas octopetala und anderen Kräutern charakterisiert. Das Jüngere Dryas war wahrscheinlich kälter als das Ältere Dryas. Während der Steinzeit war am See ein Wohnplatz der frühen Jägerkulturen (Hamburger, Bromme- und Ahrensburger Kultur).

Während des 19. Jahrhunderts wurde der See ausgetrocknet, gab aber nur minderwertiges Ackerland ab. Bis Ende des 20. Jahrhunderts bestand nur noch ein Bølling Sø-Kanal, aber zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde er renaturiert und stellt sich heute wieder als großer See dar.

Wichtige Vogelarten im Schutzgebiet am See[Bearbeiten]

Braunkehlchen (Saxicola rubetra) • FalkeGrasmücke (Locustrella naevia) • Graugans (Anser anser) • Habicht (Accipiter gentilis) • Kornweihe (Circus cyaneus) • Kurzohreule und LangohreuleNördlicher Raubwürger (Lanius excubitor) • Rabe (Corvus corax) • RaufußbussardRohrammer (Emberiza schoeniclus) • Rohrweihe (Circus aeruginosus) • SchnepfeSingschwan (Cygnus cygnus) • Sperber (Accipiter nisus) • Waldkauz (Strix aluco)

Quellen und Nachweise[Bearbeiten]

  1. KRAK – Ausschnitt Silkeborg Engesvang
  2. – Ausschnitt Bølling Sø

Weblinks[Bearbeiten]