Büchenbeuren

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Büchenbeuren
Büchenbeuren
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Büchenbeuren hervorgehoben
49.9212805555567.2798222222222460Koordinaten: 49° 55′ N, 7° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Kirchberg (Hunsrück)
Höhe: 460 m ü. NHN
Fläche: 6 km²
Einwohner: 1679 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 280 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55491
Vorwahl: 06543
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 024
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 5
55481 Kirchberg
Webpräsenz: www.buechenbeuren.de
Ortsbürgermeister: Guido Scherer
Lage der Ortsgemeinde Büchenbeuren im Rhein-Hunsrück-Kreis
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Über dieses Bild
Das „Alte Amt“, Sitz der Gemeindeverwaltung
Evangelische Kirche

Büchenbeuren ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kirchberg (Hunsrück) an. Büchenbeuren ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Büchenbeuren liegt zentral im Hunsrück nordöstlich des Idarwaldes.

Büchenbeuren teilt sich auf in den Hauptortsteil Büchenbeuren und den Ortsteil Scheid. Auf der Gemarkung Gemeinde liegt auch ein Teil des Flugplatzes Hahn.

Geschichte[Bearbeiten]

Büchenbeuren wurde 1301 zum ersten Mal in einer Urkunde des Grafengeschlechts der Sponheimer erwähnt. Büchenbeuren gehörte bis zum Ende des Mittelalters zum Herrschaftsgebiet der Sponheimer Grafen. 1437 fiel der Ort den Markgrafen von Baden und den Pfalzgrafen bei Rhein zu. Ende des 18. Jahrhunderts hielt auch in Büchenbeuren langsam die Modernisierung Einzug. 1783 wurde die Leibeigenschaft durch Markgraf Karl Friedrich aufgehoben.

Im Oktober 1794 besetzten französische Truppen Büchenbeuren. Das Pfarrhaus diente als französisches Militärspital. Ab 1796 gehörte Büchenbeuren wie alle linksrheinischen Gebiete direkt zu Frankreich. Die französische Verwaltung war hier jedoch erst ab 1798 funktionsfähig. Büchenbeuren gehörte zum neu geschaffenen Arrondissement Simmern im Rhein-Mosel-Departement mit Simmern als Verwaltungssitz. Kirchberg wurde Hauptort (chef-lieu) eines Kantons, Büchenbeuren gehörte mit Altlay, Bärenbach, Belg, Lautzenhausen, Niederweiler und Wahlenau zu der im Jahr 1800 errichteten Mairie Sohren. 1804 wurde mit dem Code civil das französische Zivilrecht eingeführt.

1814 endete die französische Herrschaft im Hunsrück und in Büchenbeuren und der Hunsrück wurde am 2. Februar 1814 dem Generalgouvernement Mittelrhein unter Justus von Gruner und dann am 16. Juni 1814 der Gemeinschaftlichen Landes-Administrations-Kommission zugeordnet, die unter der Verwaltung von Österreich und Bayern stand.

Auf dem Wiener Kongress wurde der Hunsrück dann der preußischen Provinz Großherzogtum Niederrhein eingegliedert, die 1822 in der Rheinprovinz aufging. Bis 1845 wurde Büchenbeuren jedoch noch nach der französischen Munizipalverfassung verwaltet, bis im selben Jahr die „Gemeindeordnung für die Rheinprovinz“ eingeführt wurde.

Unter der preußischen Verwaltung unterstand Büchenbeuren von 1816 an der Bürgermeisterei Sohren im Kreis Zell. 1852 wurde der Sitz des Bürgermeistereiamtes nach Büchenbeuren verlegt, jedoch blieb der Name der „Bürgermeisterei Sohren“ bzw. ab 1927 „Amt Sohren“ bestehen. Im Jahr 1939 wurde schließlich das Amt Soren in „Amt Büchenbeuren“ umbenannt, das 1968 vorübergehend in die Verbandsgemeinde Büchenbeuren umgewandelt wurde. Seit 1970 gehört Büchenbeuren der Verbandsgemeinde Kirchberg an.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Büchenbeuren, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 254
1835 313
1871 316
1905 351
1939 445
Jahr Einwohner
1950 538
1961 798
1970 788
1987 949
2005 1.660
Bevölkerungsentwicklung Büchenbeuren

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Büchenbeuren besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[3]

Wahl SPD FDP FWG Gesamt
2014 6 10 16 Sitze
2009 6 5 5 16 Sitze
2004 6 5 5 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Büchenbeuren e.V.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Schrägrechts geteilt; rechts geschacht von Gold und Blau, links in Grün zwei goldene Lindenblätter an goldenem Ast.“

Erklärung: Das Schach bezieht sich auf die frühere Zugehörigkeit der Gemeinde zur vorderen Grafschaft Sponheim. Die Buchblätter deuten als Redendes Wappen auf den Ortsnamen „Büchen“ (Buchen) hin.[4]

Partnergemeinden[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der Ort liegt etwa zwei Straßenkilometer vom einzigen rheinland-pfälzischen internationalen Verkehrsflughafen Frankfurt-Hahn entfernt. Zu erreichen ist Büchenbeuren aus dem Osten über die Bundesautobahn 61 und die Bundesstraße 50, aus dem Westen über die Hunsrückhöhenstraße (B 327).

Außerdem läuft die mittlerweile zum größten Teil stillgelegte Hunsrückquerbahn durch Büchenbeuren.

Ab Büchenbeuren fahren Busse zum Flughafen Frankfurt-Hahn, nach Idar-Oberstein, Kirn, Bingen und Simmern.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Ehemalige Wohngebäude der Flughafen Family Housing

Im Büchenbeurener Ortsteil Scheid ist seit 1996 die Landespolizeischule Rheinland-Pfalz beheimatet, zuvor befand sich dort die Flughafen Family Housing der United States Air Force. Viele der nun ungenutzten Gebäude sind dem Verfall preisgegeben.

Bildung[Bearbeiten]

In Büchenbeuren gibt es eine Grundschule und einen Kindergarten.

Ehrenamt[Bearbeiten]

In Büchenbeuren gibt es eine Stützpunktfeuerwehr, die zusammen mit der Nachbargemeinde Sohren einen Löschzug bildet. Die Stützpunktfeuerwehr Sohren-Büchenbeuren fährt im Jahr rund 100 Einsätze innerhalb ihres Ausrückebereichs. Die Freiwillige Feuerwehr hat 8 Fahrzeuge, darunter Sonderfahrzeuge wie eine Drehleiter, Gerätewagen-Gefahrgut und einen Schlauchwagen mit 1000 m Schlauchleitung.

Literatur[Bearbeiten]

  • Barbara Müller: Chronik Büchenbeuren. Herausgegeben von der Ortsgemeinde Büchenbeuren 1993. ISBN 3-929866-00-5

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Büchenbeuren – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz − Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. Verbandsgemeinde Kirchberg im Hunsrück