Bücker Bü 131

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Bücker Bü 131 Jungmann
Buecker Jungmann.jpg
Typ: Sport-, Schul- und Übungsflugzeug
Entwurfsland: Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Hersteller: Bücker Flugzeugbau
Erstflug: 27. April 1934
Stückzahl: ca. 5.000
CASA 1.131-E SERIE 2000
Tatra T-131 (Baujahr 1936)
Aero C-104 S
Kokusai Ki-86A, 1945
Polnischer Jungmann-Nachbau von Serwis Samolotów Historycznych
Bücker Jungmann mit Lycoming-Motor

Die Bücker Bü 131 Jungmann war das erste Flugzeug des Flugzeugherstellers Bücker Flugzeugbau. Der Erstflug fand am 27. April 1934 statt. Konstrukteur war der Schwede Anders J. Anderson. Eingesetzt wurde es an Flugschulen und in der neu entstandenen Luftwaffe, wo es eines der Standard-Schulflugzeuge wurde.

In Deutschland wurden 3.000 Stück hergestellt, insgesamt (Lizenzbauten eingeschlossen) wurden etwa 5.000 Maschinen produziert. Die Konstruktion der einsitzigen Bücker Bü 133 Jungmeister basierte weitgehend auf der Bü 131 Jungmann.

Heutige Verbreitung und Nachbauten[Bearbeiten]

Wegen der großen hergestellten Stückzahlen und ihrer weiten Verbreitung als Militär-Schulungsflugzeug ist die Jungmann heute einer der verbreitetsten Oldtimer. Da aber kaum noch Ersatzteile für den Originalmotor aufzutreiben sind, wurden einige Exemplare mit einem Lycoming-Boxermotor ausgerüstet. Dadurch konnten diese Flugzeuge zwar von der Stilllegung bewahrt werden, die durch die Umrüstung notwendig gewordene breitere Motorverkleidung (Cowling) zerstört allerdings die elegante Linie des Flugzeugs weitgehend.

Der polnische Flugzeughersteller Serwis Samolotów Historycznych in Jasienica[1] baute die Bücker Bü 131 Jungmann ab 1994 originalgetreu nach. Nach dem Tod des Firmengründers Janusz Karasiewicz bei einem Flugunfall mit einem Ultraleichtflugzeug wurde die Produktion 2006 wieder eingestellt.

Die polnische Firma Air Res Aviation in Rzeszów hat die Produktion der Jungmann wieder aufgenommen und setzt damit das Werk von Janusz Karasiewic fort. Die erste Maschine mit einem tschechischen Motor LOM M332 AK wurde 2012 fertiggestellt, weitere sollen folgen.[2]

Der Hersteller B&F Technik FK Leichtflugzeuge Speyer fertigt in Zusammenarbeit mit dem tschechischen Unternehmen Podešva Air Replikas der Bücker 131 Jungmann mit einem Triebwerk des Typs Walter Mikron III C UL[3], die als Ultraleichtflugzeuge zugelassen werden sollen.[4]

Versionen[Bearbeiten]

  • Bü 131 V-1: Prototyp mit Motor Hirth HM 60 R (80 PS)
  • Bü 131 A: Ursprüngliche Serienversion mit Motor Hirth HM 60 R (80 PS)
  • Bü 131 B: Verbesserte Version mit dem stärkeren Hirth-HM-504A-2-Motor (105 PS)
  • Bü 131 C: Einzelstück mit Cirrus-Moth-Reihenmotor (90 PS)
  • Bü 131 D: Ersetzte ab 1938 die B-Version. Unterscheidet sich äußerlich durch ein größeres Spornrad. Motor Hirth HM 504 A-2 (105 PS)

Einsatz[Bearbeiten]

Technische Daten ( Bü 131 B )[Bearbeiten]

  • Spannweite: 7,40 m
  • Länge: 6,62 m
  • Höhe: 2,25 m
  • Flügelfläche: 13,50 m²
  • Leermasse: 390 kg
  • Max. Startmasse: 680 kg
  • Triebwerk: ein Reihenmotor Hirth HM 504 A-2 (78 kW / 105 PS)
  • Startrollstrecke: 130–140 m (je nach Quelle)
  • Landerollstrecke: 120–135 m (je nach Quelle)
  • Max. Horizontalfluggeschwindigkeit: 183 km/h in Bodennähe
  • Reisegeschwindigkeit: 170 km/h
  • Höchst zulässige Geschwindigkeit: 350 km/h
  • Minimalgeschwindigkeit: 82 km/h
  • Max. Steigleistung in Bodennähe: 3.2–3.8 m/s (je nach Quelle)
  • Dienstgipfelhöhe: 3000 m
  • Reichweite: 650 km

Siehe auch[Bearbeiten]

Liste von Flugzeugtypen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Homepage von Historical Aircraft, Jasenieca http://www.planeclassic.com (Version vom 31. Januar 2009 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt
  2. Informationen über den Jungmann-Nachbau auf der Website von Air Res Aviation, abgerufen am 6. Januar 2013
  3. Zeitschrift fliegermagazin, Ausgabe 07/2013, Seite 85
  4. Pressemitteilung zum Erstflug der B&F FK131 (PDF; 1,0 MB), abgerufen am 6. Januar 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bücker Bü 131 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien