Büddenstedt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Büddenstedt
Büddenstedt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Büddenstedt hervorgehoben
52.16305555555611.026666666667134Koordinaten: 52° 10′ N, 11° 2′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Helmstedt
Höhe: 134 m ü. NHN
Fläche: 19,54 km²
Einwohner: 2563 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 131 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 38372,
38350 (Buschhaus)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 05352
Kfz-Kennzeichen: HE
Gemeindeschlüssel: 03 1 54 003
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
38372 Büddenstedt
Webpräsenz: www.bueddenstedt.de
Bürgermeister: Frank Neddermeier (parteilos)
Lage der Gemeinde Büddenstedt im Landkreis Helmstedt
Sachsen-Anhalt Braunschweig Landkreis Gifhorn Landkreis Wolfenbüttel Wolfsburg Bahrdorf Beierstedt Brunsleberfeld Büddenstedt Danndorf Frellstedt Gevensleben Grafhorst Grasleben Groß Twülpstedt Helmstedt Helmstedt Helmstedt Helmstedt (gemeindefreies Gebiet) Ingeleben Jerxheim Königslutter (gemeindefreies Gebiet) Königslutter (gemeindefreies Gebiet) Königslutter am Elm Königslutter am Elm Königslutter am Elm Lehre (Niedersachsen) Mariental (Niedersachsen) Mariental (gemeindefreies Gebiet) Mariental (gemeindefreies Gebiet) Mariental (gemeindefreies Gebiet) Querenhorst Räbke Rennau Schöningen Schöningen (gemeindefreies Gebiet) Söllingen (Niedersachsen) Süpplingen Süpplingenburg Twieflingen Velpke Warberg WolsdorfKarte
Über dieses Bild

Büddenstedt ist eine Gemeinde im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Büddenstedt liegt im Osten Niedersachsens. Bis zur Wiedervereinigung Deutschlands befand sie sich direkt an der innerdeutschen Grenze zur Deutschen Demokratischen Republik im Zonenrandgebiet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

  • Neu Büddenstedt
  • Offleben
  • Reinsdorf/Hohnsleben

Geschichte[Bearbeiten]

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Büddenstedt wird 1121 erstmals als Badenstedi erwähnt. Später wurde zwischen Groß Büddenstedt und Klein Büddenstedt unterschieden, wobei Klein Büddenstedt 1547 letztmals erwähnt wird und wüst fiel.

Neu Büddenstedt war ab 1935 durch die BKB (Braunschweigische Kohlen-Bergwerke AG) neu angelegt und aufgebaut worden, nachdem der frühere Ort Büddenstedt auf reichhaltigen Braunkohleflözen stand und ab 1940 zur Kohlegewinnung dem Tagebau Treue weichen musste. 1947 verließen die letzten Einwohner das Dorf. Nach dem Zweiten Weltkrieg profitierte die Region wirtschaftlich durch die BKB, deren Braunkohlekraftwerk Offleben und später Buschhaus sowie mehrere Tagebaue sich zum Teil auf dem Gemeindegebiet befanden. Der relative Wohlstand erlaubte die Errichtung großzügiger öffentlicher Einrichtungen, wie der Erich Kästner Schule Büddenstedt mit Sportanlagen und beheiztem Schwimmbad. Die Bevölkerungszahl stieg schnell an, zum Teil auch infolge Zuzug von Vertriebenen z.B. aus dem Sudetenland. Ausgekohlte Tagebaue wurden ab 1970 als Wälder oder Seen rekultiviert, wodurch abwechslungsreiche Naherholungsgebiete entstanden, z.B. in den ehemaligen Tagebauen Wulfersdorf, Alversdorf, Anna Nord und Anna Süd. Im ehemaligen Tagebau Helmstedt nördlich von Neu-Büddenstedt soll ein großer Badesee durch Zulauf von Grundwasser ab 2005 entstehen, was voraussichtlich jedoch mehrere Jahrzehnte in Anspruch nehmen wird.

Mit dem Versiegen der Kohlevorkommen ging in den 1990er Jahren auch die wirtschaftlich gute Lage der Gemeinde zu Ende, was durch den Wegfall der Zonenrandförderung noch verschärft wurde. Am 9. August 2002 wurde das Kraftwerk Offleben stillgelegt, was mit dem Verlust zahlreicher Arbeitsplätze und schwindenden Steuereinnahmen für die Gemeinde verbunden war. Bis 2011 werden die Kraftwerksanlagen des ehemaligen Kraftwerks Offleben vollständig zurückgebaut und es entsteht auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände eine Gewerbefläche für neue Ansiedlungen von Industrie- und Gewerbebetrieben. Bei dieser Gewerbefläche handelt es sich um die größte ausgewiesene Gewerbefläche im Landkreis Helmstedt. Verblieben sind darüber hinaus wenige größere Arbeitgeber wie zum Beispiel die Plastal GmbH. Durch aktuelle Maßnahmen zur Verbesserung der Wohn- und Umweltqualität, ist der Wandel der Gemeinde Büddenstedt von einer reinen „Industriegemeinde“ zu einer Wohngemeinde im „Grünen“ derzeit in vollem Gange.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die Gemeinde wurde am 1. März 1974 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Neu-Büddenstedt, Offleben und Reinsdorf gebildet. Bereits am 1. April 1971 erhielten diese drei Gemeinden kleine Gebietsteile der wegen des Braunkohletagebaus aufgelösten Gemeinde Alversdorf.[2]

Politik[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Büddenstedt besteht aus zwölf Ratsfrauen und Ratsherren und dem hauptamtlichen Bürgermeister Frank Neddermeier.

  • SPD 5 Sitze
  • CDU 3 Sitze
  • UWG 3 Sitze
  • Grüne 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011)

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museum[Bearbeiten]

Die Gemeinde Büddenstedt unterhält in seinem Ortsteil Reinsdorf ein Heimatmuseum.

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

  • Zwischen den drei Ortsteilen befindet sich der rekultivierte Tagebau Wulfersdorf, der zahlreiche Wanderwege durch abwechslungsreiche Wald-, Seen- und Hügellandschaft bietet.

Sport[Bearbeiten]

  • Im Ortsteil Neu-Büddenstedt befinden sich ein beheiztes Schwimmbad, ein Tennisplatz, eine Kegelbahn und zwei Sportplätze und eine Turnhalle.
  • Im Ortsteil Offleben befinden sich ein Tennisplatz, eine Kegelbahn, eine Bocciabahn und zwei Sportplätze.
  • Im Ortsteil Reinsdorf befindet sich der Schießstand der Gemeinde Büddenstedt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

  • Kraftwerk Buschhaus im Westen des Gemeindegebietes
  • Faurecia Exteriors GmbH (Kunststoffverarbeitung) südlich von Reinsdorf
  • Mehrere Handels- und Handwerksunternehmen

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Rathaus im Ortsteil Neu-Büddenstedt
  • Dorfgemeinschaftshaus im Ortsteil Offleben
  • Gemeinschaftsraum in Reinsdorf

Bildung[Bearbeiten]

  • Grundschule im Ortsteil Offleben
  • Kindertagesstätten in den Ortsteilen Neu-Büddenstedt und Offleben

Religionen[Bearbeiten]

Martin-Luther-Kirche

Die evangelisch-lutherische Martin-Luther-Kirche befindet sich in Neu Büddenstedt am Martin-Luther-Platz, 1955 wurde sie eingeweiht. Im ehemaligen Dorf Büddenstedt, das in den 1940er Jahren dem Kohletagebau weichen musste, stand bereits eine evangelisch-lutherische Kirche. Am Karfreitag 1943 wurde sie gesprengt. Die Ortsteile Offleben und Reinsdorf verfügen über je eine weitere evangelisch-lutherische Kirche, in Hohnsleben existiert keine Kirche mehr. Diese drei Kirchen gehören zum Pfarrverband Offleben.

Die katholische St.-Barbara-Kirche von 1951, benannt nach der Schutzpatronin der Bergleute, befindet sich in Neu Büddenstedt. Der Ortsteil Offleben verfügt mit der Kirche Heilige Familie über eine weitere katholische Kirche. Beide Kirchen gehören heute zur Pfarrgemeinde Maria Hilfe der Christen in Schöningen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hermann Wesemann: Verschwundene Dörfer Büddenstedt und Wulfersdorf in Kreisbuch 2013 des Landkreises Helmstedt

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Büddenstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 271 und 272.