Büdesheim (Bingen am Rhein)

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49.9497222222227.912222222222293Koordinaten: 49° 56′ 59″ N, 7° 54′ 44″ O

Büdesheim
Höhe: 91–112 m
Einwohner: 7058 (1. Sep. 2011)
Eingemeindung: 1929
Postleitzahl: 55411
Vorwahl: 06721

Büdesheim (rhein-hessisch: "Biddessem") ist ein Stadtteil von Bingen im Landkreis Mainz-Bingen und liegt an der Nahe.

Geographie[Bearbeiten]

Luftaufnahme von Büdesheim

Der Stadtteil Büdesheim liegt im südlichen Teil Bingens, am Scharlachberg, einem Teil des Rochusberges. Vor der Eingemeindung nach Bingen trug es daher den Namen „Büdesheim am Scharlachberg“.

Geschichte[Bearbeiten]

Bodenfunde aus Kelten- und Römerzeit belegen bereits menschliche Siedlungen auf heutigen Büdesheimer Gebiet. Büdesheim, der Name -heim zeugt von einer fränkischer Besiedlung im 5. Jahrhundert. In einer Urkunde von 779 n. Chr. schenkte König Karl der Große der Abtei Kloster Fulda mehrere Weinberge in Büdesheim. 843 n. Chr. im Vertrag von Verdun erhielt Ludwig der Deutsche neben Bingen auch Büdesheim. 983 kam Büdesheim m Rahmen der Veroneser Schenkung unter die Oberhoheit des Erzbischofs von Mainz, als Kaiser Otto II. dem heiligen Willigis Bingen samt umliegenden Ortschaften schenkte. Es steht fest, dass das Stift St. Alban vor Mainz bereits 1154 in Büdesheim „Butinsheim“ begütert war. 1158 wird das Kloster Rupertsberg und 1190 auch das Kloster Eberbach als Eigentümer von Grundstücken in Büdesheim erwähnt. 1222 wurde vom St.Albans Stift dem St.Stephans Stift das Einkommen gewisser Güter in Büdesheim überlassen. 800 Jahre stand Büdesheim unter der Verwaltung des Mainzer Klerus bis es 1792 in die Hände der Franzosen fiel. 1797 wurden die Mainzer und Kurmainzer Hoheitsrechte aufgehoben und Büdesheim in die Französische Republik eingegliedert. Büdesheim wurde für 17 Jahre eine Mairie (Bürgermeisterei) im Departement Donnersberg, alsdann 1814 Büdesheim wieder Deutsch wurde. 1816 im Wiener Kongress wurde die Neuverteilung der französischen Gebiete endgültig geregelt und Büdesheim gehörte fortan zum Großherzogtum Hessen. Über 100 Jahre war Büdesheim nun eine selbstständige Landgemeinde, ehe es am 1. April 1929 in die Kreisstadt Bingen eingemeindet wurde.[1]

Kultur und Sehenswertes[Bearbeiten]

Katholische Pfarrkirche St. Aureus und St. Justina
Altes Rathaus
  • Evangelische Kirche
  • Katholische Kirche St.Aureus und Justina
  • Rathaus von Büdesheim
  • Geburtshaus von Stefan George
  • "Haus der 100 Fenster"
  • Büdesheimer Weinlagen: Bubenstück, Osterberg, Scharlachberg, Schelmenstück, Schwarzenberg, Schlossberg Schwätzerchen
  • Weinlehrpfad
  • Büdesheimer Nachtumzug

Bildung[Bearbeiten]

Im Stadtteil Büdesheim gibt es eine Grundschule, die Rochusrealschule, die Realschule am Scharlachberg und die Förderschule Rhein-Nahe-Schule Bingen. Auch der Neubau der FH Bingen ist hier angesiedelt.

Söhne und Töchter von Büdesheim[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

  • Hassia Bingen
  • Büdesheim aktiv
  • Evangelische Singgemeinschaft der Christuskirchengemeinde
  • Freiwillige Feuerwehr Bingen-Büdesheim
  • Förderverein Soziale Arbeit
  • Heimatfreunde "Die Byrtze"
  • Katholische Kirchenmusik
  • Kerbeclub Büdesheim
  • Kirchenchor "Cäcilia"
  • Kolpingsfamilie
  • Rheinlandseiche Büdesheim
  • Schutz-und Gebrauchshunde Sportverein
  • SV Rotamint
  • TUS 1861 e.V. Bingen-Büdesheim
  • DJK Grün-Weiß Bingen-Büdesheim 1927 e.V.
  • Verein der Sportfischer 1964
  • Woschtsupp

Verkehr[Bearbeiten]

Büdesheim liegt verkehrsgünstig an der Bundesautobahn 60, der Bundesautobahn 61, der Bundesstraße 9 , sowie der L 417, die nach Sponsheim führt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]


Weblinks[Bearbeiten]

  1. Der große Brockhaus in 20 Bänden. Leipzig 1935. Seite 150 books.google