Bülent Ceylan

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Bülent Ceylan auf dem Deutschen Comedypreis 2013
Bülent Ceylan (2014)

Bülent Ceylan (* 4. Januar 1976 in Mannheim) ist ein deutscher Komiker.

Werdegang[Bearbeiten]

Bülent Ceylans Mutter Hilde ist Deutsche, sein Vater Ahmet Ceylan († 29. Oktober 2012) war Türke. Er hat drei ältere Geschwister.[1]

Ceylan besuchte in Mannheim die Friedrich-Ebert-Grundschule auf dem Waldhof und das Ludwig-Frank-Gymnasium. Am Gymnasium trat er in der 11. Klasse zum ersten mal mit einer Boris Becker-Parodie mit großem Erfolg bei Lehrern und Schülern auf. Beim Abi-Ball 1998 wiederholte er den Erfolg, indem er als Helmut Kohl auftrat.[2]

Nach dem Abitur im Jahr 1995 absolvierte er beim Sender VIVA und beim Rheinland-Pfälzischen Radiosender RPR1 ein Praktikum. Dort traf er auf den Comedy-Autor der Morningshow Roland Junghans, der für ihn anschließend Ende 1998 das erste Programm Produzier’ mich net! entwickelte und bis heute mit ihm zusammenarbeitet. Ceylan hatte die ersten Auftritte auf kleinen Bühnen, studierte anschließend ab 1998 Philosophie und Politikwissenschaft, gab das Studium aber zugunsten seiner Bühnenkarriere auf.

Es folgten 1999 das nächste Programm der beiden, Nou Mässitsch!, weitere Auftritte bei Wettbewerben und die ersten Kontakte zu Thomas Hermanns und der Köln Comedy Schule. Ceylan war damals bundesweit unterwegs und das mit einem „Best Of“ seiner bisherigen Programme, wieder unter dem Titel Produzier’ mich net!. Im November 2002 startete das erfolgreiche Programm: Döner for one, mit dem Ceylan (erstmals unter der Regie von Geriet Schieske) den bundesweiten Durchbruch schaffte.

Die Premiere seines Programms halb getürkt (zusätzlich mit Textbeiträgen des Kabarettisten Frederic Hormuth) war am 8. Oktober 2005; es wurde im Juli 2006 auch vom ZDF gesendet. 2007 folgt dann: Kebabbel net, das Programm, das RTL später in der Mannheimer SAP-Arena aufzeichnete und im September 2009 ausstrahlte. Daraufhin erhielt Bülent Ceylan im Oktober 2009 den Deutschen Comedypreis in der Sparte Newcomer und den CIVIS-Medienpreis für Integration im Mai 2010. Gleichzeitig konnte Ceylan dann mit seinem Programm Ganz schön turbülent Premiere feiern und erhielt 2010 den Deutschen Comedypreis als bester Comedian. 2011 startete das erfolgreiche Programm Wilde Kreatürken, das im Sommer 2012 auch live für RTL gezeichnet wurde. Die Premieren des nächsten Programms, mit dem Titel HAARDROCK sind für 13.-15. Januar 2014 in Heidelberg terminiert.

Bülent Ceylan trat in der Fernsehsendung Quatsch Comedy Club und zahlreichen anderen Fernsehsendungen (u.a. Ottis Schlachthof) auf. Als Schauspieler trat Ceylan als Mustafa in einigen Folgen der Serie Hausmeister Krause auf; danach war er als Jonny einer der festen Darsteller in der Sitcom Bewegte Männer nach Sönke Wortmanns Film. Am 6. Juni 2008 trat er in Stefan Raabs Autoball-EM für die Türkei an. Am 12. Mai 2009 saß er in der Jury der Sendung Mascerade – Deutschland verbiegt sich. Am 21. August 2010 trat Ceylan als erster Komiker auf dem Metal-Festival Summer Breeze auf. Am 19. Februar 2011 erhielt Bülent Ceylan seine eigene RTL-Show Die Bülent Ceylan Show, deren erste Staffel sechs Folgen umfasste und bis zum 9. April gesendet wurde.[3][4] Er trat im August 2011 und im Juli 2014 auf dem Wacken Open Air[5] und im Juni 2012 vor 40.000 Zuschauern in der Commerzbank-Arena in Frankfurt auf.

In seinen Programmen nimmt Ceylan in verschiedenen Rollen vor allem die Marotten von Deutsch-Türken und Mannheimern aufs Korn. Er entlarvt Vorurteile und Absurditäten im Umgang der verschiedenen Kulturen untereinander und prangert diese an oder macht sie lächerlich.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

  • In der Zeit zwischen September 2005 und Januar 2006 spielte Bülent Ceylan die Rolle Schürke im Badesalz-Film „Das Baby mit dem Goldzahn“.

Privates[Bearbeiten]

  • Er setzt sich für die Mannheimer Aidshilfe, das dortige Kinderhospiz Sterntaler sowie für verschiedene Anti-Rassismus-Projekte ein, wie beispielsweise Alle Kids sind VIPs[8] und Respekt! Kein Platz für Rassismus.[9]
  • Als Lesebotschafter der Stiftung Lesen wirbt er unter anderem in Fernsehspots für das Lesen.[10]

Programme[Bearbeiten]

  • Produzier’ mich net (Premiere November 1998 Opera Buffa, Mannheim)
  • Nou Mässitsch (Premiere November 1999 Opera Buffa, Mannheim)
  • Best of: „Produzier’ mich net!“ (ab 2000)
  • Döner for one – mit alles (Premiere: 8. November 2002, Capitol, Mannheim)
  • Halb getürkt (Premiere: 8. Oktober 2005, Rosengarten, Mannheim)
  • Kebabbel net (Premiere: 19. September 2007, Capitol Mannheim)
  • Ganz schön turbülent! (Premiere: 8. Oktober 2009, Capitol Mannheim)
  • Wilde Kreatürken (Beginn: 5. Oktober 2011, Capitol Mannheim)
  • Haardrock (Beginn: 17. Februar 2014, Capitol Mannheim)

DVD[Bearbeiten]

Werbung für Bülent Ceylans DVD auf einer Mannheimer Straßenbahn
  • Halb getürkt, WortArt, Köln 2006
  • Bülent Ceylan – live, Mannheim (18. September 2009)
  • Bülent Ceylan – Ganz schön turbülent (22. Oktober 2010)
  • Bülent Ceylan – Die Bülent Ceylan Show (2012)
  • Bülent Ceylan – Live Doppelbox (Live und Ganz schön turbülent) (2012)
  • Bülent Ceylan – Wilde Kreatürken, Frankfurt (Juni 2012)
  • Bülent Ceylan – Haardrock, Open Air Mannheim (Juli 2014)

Audio-CD[Bearbeiten]

  • Produzier’ mich net!, 2000 (Eigenproduktion)
  • Döner for one, Berlin: Blue Cat Print und Music, 2003
  • Halb getürkt, Köln: WortArt, 2006
  • Kebabbel net, 2008
  • Ganz schön Turbülent, 2010
  • Nichts Besonderes, Ceylan Records, 2014

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Bülent macht Mama Hilde zum TV-Star", express.de
  2. SR: Bülent Ceylan. Der Monnemer Türk in MEIER, Oktober 2011, Klappentext rechts S. 35
  3. Die Bülent Ceylan Show, mediabolo.de
  4. Der Comedian mit Rockerherz:Bülent Ceylan, wz-newsline.de
  5. S' Türkle macht Späßle in Aalen, schwaebische-post.de
  6. http://www.civismedia.eu/tv/civis/02wettbewerbe67.phtml#02
  7. Bericht in der Stuttgarter Zeitung
  8. Bülent Ceylan in der Penne, n-tv.de
  9. Botschafter Bülent Ceylan, respekt.tv (abgerufen am 22. August 2011‎ )
  10. Die Macht der Worte, stiftunglesen.de