Bülowstraße

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Die Bülowstraße mit dem gleichnamigen Hochbahnhof und der Lutherkirche im Hintergrund

Die Bülowstraße im Berliner Ortsteil Schöneberg ist Teil des sogenannten „Generalszugs“. Den Namen erhielt sie 1864 in Erinnerung an die Befreiungskriege gegen Napoléon im Jahr 1813. Namensgeber ist Friedrich Wilhelm Bülow von Dennewitz, preußischer General, der vor allem in der Schlacht bei Großbeeren am 23. August 1813 und in der Schlacht bei Dennewitz am 6. September 1813 in Erscheinung trat.

Entlang der Bülowstraße verkehrt die dort oberirdisch geführte Stammstrecke (heute die Linie U2 der Berliner U-Bahn). An der Kreuzung zur Potsdamer Straße liegt die Station Bülowstraße, die 1902 im Jugendstil vom Architekten Bruno Möhring entworfen wurde. Am östlichen Ende der Bülowstraße liegt der (ebenfalls zu Ehren Bülows benannte) Dennewitzplatz. Dort wurde die Hochbahnstrecke durch ein Mietshaus geführt; unter der Durchfahrt befanden sich die Akademischen Bierhallen, ein seinerzeit populäres Bierlokal.

In der Bülowstraße 52 und 54 stehen ehemals besetzte Häuser, die 1984 legalisiert wurden. Heute verwalten sie sich selbst. Es gab weitere besetzte Häuser in der Bülowstraße 55 und 89. Das Haus Bülowstraße 55 wurde kurz vor Weihnachten 1984 geräumt, das Haus Nummer 89 am 22. September 1981. Nach der Räumung wurden die Demonstranten in den laufenden Verkehr der Potsdamer Straße getrieben. Dabei kam Klaus Jürgen Rattay unter die Räder eines BVG-Busses und starb.

Deutschlandweit bekannt wurde die Straße durch die ARD-Vorabendserie Praxis Bülowbogen mit Günter Pfitzmann. Mit Berlin, Bülowstraße 80a ist sie auch titelgebender Schauplatz eines historischen Jugendromans von Gabriele Beyerlein, der im Berlin des ausgehenden 19. Jahrhunderts spielt.

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52.49416666666713.3675Koordinaten: 52° 29′ 39″ N, 13° 22′ 3″ O

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