Bündelangebot

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Unter einem Bündelangebot versteht man das Angebot mehrerer Produkte oder Dienstleistungen durch einen Anbieter, wobei dem Kunden üblicherweise ein Preisvorteil gegenüber der Abnahme der einzelnen Produkte bzw. Dienstleistungen gewährt wird. Häufig findet sich die Kombination von Kaufgeschäften mit Dauerschuldverhältnissen.

Abzugrenzen ist diese Form des Angebotes vom Naturalrabatt.

Die Bezeichnung findet insbesondere im Telekommunikationssektor häufig Verwendung (Beispielsweise in Verbindung mit Komplettanschlüsse, Triple Play und Quadruple Play) und kann daher als Verkehrssitte angesehen werden.

Gegensatz: Entbündelung

Problematik[Bearbeiten]

Das aus dem Bündelangebot resultierende Vertragsverhältnis kann sowohl als "monolithischer" Vertrag betrachtet werden als auch als Summe von Einzelverträgen. Bei Verbraucherverträgen ist üblicherweise von letzterem auszugehen (Angebot gilt bei gleichzigem Abschluss eines...), da anderenfalls durch das Abschließen von typenfreien Verträgen Verbraucherschutzrechte leicht umgangen werden könnten. Diese Konstellation bietet jedoch den Nachteil, dass einzelne Teilverträge mit Gestaltungsrechten (z.B. Tariferhöhungen) behaftet sein können, wodurch sich für den Verbraucher die wirtschaftliche Gesamtsituation in überraschender Weise deutlich verschlechtern kann. Zusätzliche Nachteile, insbesondere bei der Durchsetzung der Vertragserfüllung, können entstehen, wenn die Vertragspartner der Teilverträge nicht identisch sind.

Bei einzelvertraglichen Angeboten im gewerblichen Bereich kann ein Rahmenvertragsverhältnis angenommen werden, welches die Möglichkeit zu Haftungsausschlüssen zulässt. Entscheidend ist hier die Form der Auslobung.