Büren an der Aare
| Büren an der Aare | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | Schweiz |
| Kanton: | Bern (BE) |
| Verwaltungskreis: | Seeland |
| BFS-Nr.: | 0383 |
| Postleitzahl: | 3294 |
| Koordinaten: | 594964 / 22103647.1402827.372237443Koordinaten: 47° 8′ 25″ N, 7° 22′ 20″ O; CH1903: 594964 / 221036 |
| Höhe: | 443 m ü. M. |
| Fläche: | 12,70 km² |
| Einwohner: | 3314 (31. Dezember 2011)[1] |
| Einwohnerdichte: | 261 Einw. pro km² |
| Website: | www.bueren.ch |
|
Holzbrücke |
|
| Karte | |
Büren an der Aare ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Seeland des Kanton Bern in der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Büren grenzt an Meienried, Safnern, Meinisberg, Rüti bei Büren, Lengnau BE, Grenchen, Oberwil bei Büren, Schnottwil, Diessbach bei Büren und Dotzigen.
Im Südwesten von Büren gibt es einen kleinen Berg, dessen höchster Punkt von 596 m ü. M. auf Gemeindegebiet liegt. Die Bürener sprechen von Stedtiberg, während er für die Bewohner von Dotzigen auf der "Hinterseite" der Dotzigenberg ist.
Geschichte[Bearbeiten]
Büren wurde im 12. Jahrhundert von den Freiherren von Strassberg gegründet. Die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1185 zurück. 1260 erhielt der Ort das Stadtrecht, das 1288 noch einmal bestätigt wurde.[2] 1398 eroberte Bern das Städtchen.
1911 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Reiben mit Büren an der Aare fusioniert. In den Jahren 1940 bis 1946 befand sich in Büren an der Aare das grösste Internierungslager der Schweiz, das als Folge der deutschen Besetzung Südfrankreichs für die Angehörigen einer polnischen Division des 45 französischen Armeekorps eingerichtet wurde. Das Internierungslager Büren an der Aare war für 5.000 bis 6.000 Insassen ausgeleget. Es war von allen Seiten von der Aare umflossen und lag abseits des Städtchen. Das Lager mit seinen 120 Baracken, einer Kommandantur, Lagerbüros, Materialmagazinen sowie Unterkünften für das Bewachungs- und Betreuungspersonal war von einem Stacheldrahtzaun und maschinengewehrbestückten Wachturmen eingefasst. Im März 1942 wurde das Lager als militärisches Internierungslager aufgegeben, in der Folge wurden dort jüdische Flüchtlinge, italienische Militärflüchtlinge und später entflohene sowjetische Zwangsarbeiter untergebracht
Bevölkerung[Bearbeiten]
| Bevölkerungsentwicklung | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | 1764 | 1850 | 1880 | 1900 | 1930 | 1950 | 1980 | 1990 | 2000 |
| Einwohner | 579 | 1419 | 1643 | 1963 | 2119 | 2171 | 2761 | 3125 | 3077 |
Politik[Bearbeiten]
Nebst der Politischen Gemeinde gibt es in Büren auch eine Burgergemeinde mit den Familien Stotzer, Sutter, Kocher, Kuster, Maeschi, Witschi, Gribi, Chiti, Schmalz und Scheurer (nicht abschliessend). 15 % aller Wahlberechtigten in der politischen Gemeinde sind auch Burger.
In Büren gibt es eine Gemeindeversammlung.
Die Wähleranteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2011 betrugen: SVP 28.7 %, BDP 19.1 %, SP 18.4 %, FDP 9.5 %, GPS 7.0 %, glp 6.5 %, EVP 4.0 %, EDU 2.5 %, CVP 1.4 %.[3]
Verkehr[Bearbeiten]
Büren an der Aare liegt an der Bahnstrecke Busswil–Solothurn. 1994 wurde auf dem Streckenteil Büren an der Aare-Solothurn der Bahnverkehr eingestellt bzw. auf einen Busverkehr umgestellt. Von Büren an der Aare aus gibt es im Stundentakt Züge Richtung Busswil BE-Lyss, wo es gute Anschlüsse nach Biel/Bienne und Bern gibt. Die Züge fahren weiter über Aarberg nach Kerzers.
Ab Büren an der Aare gibt es auch stündliche Postautoverbindungen in Richtung Schnottwil-Münchenbuchsee-Zollikofen und Solothurn.
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Büren besitzt eine mit Ausnahme der im 18. Jahrhundert abgebrochenen Stadtbefestigung gut erhaltene Altstadt. An der Hauptgasse liegt das ehemalige Schloss der Berner Landvögte, heute Sitz der Bezirksverwaltung.
Die 1821 erbaute gedeckte Holzbrücke über die Aare wurde 1991 nach einem Brandanschlag im Jahre 1989 wieder aufgebaut.
Bilder[Bearbeiten]
Brauchtum[Bearbeiten]
Büre-Nöijoor jeweils am 1./2. Januar: über 400 Jahre alter, dauernd sich wandelnder Brauch, eine der ersten Fasnachten in der Schweiz mit «Chesslete» und kostümiertem Umzug der «jungen Knaben»; am 2. Januar wird die Figur des «Nimmerselig», Symbol für den Winter, auf dem Marktplatz verbrannt.
Literatur[Bearbeiten]
- Hornerblätter, der Vereinigung für Heimatpflege Büren, ZDB-ID 2363985-4.
- Max Gribi: Büren an der Aare. Kleinstadt im Seeland. Haupt, Bern 1988, ISBN 3-258-03963-1 (Berner Heimatbücher 138).
Weblinks[Bearbeiten]
- Offizielle Website der Gemeinde Büren an der Aare
- Büren an der Aare im Historischen Lexikon der Schweiz
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter
- ↑ Ernst Theodor Gaupp. Deutsche Stadtrechte im Mittelalter, mit rechtgeschichtlichen Erläuterungen. Zweiter Band, Breslau 1852, S. 116, online.
- ↑ http://www.nawa.apps.be.ch/nawa/action/NAWAInternetAction.do?method=read&sprache=d&typ=21&gem=383 abgerufen am 1. Februar 2012
Aarberg | Arch | Bangerten | Bargen | Brüttelen | Büetigen | Bühl | Büren an der Aare | Diessbach bei Büren | Dotzigen | Epsach | Erlach | Finsterhennen | Gals | Gampelen | Grossaffoltern | Hagneck | Hermrigen | Ins | Jens | Kallnach | Kappelen | Leuzigen | Lüscherz | Lyss | Meienried | Merzligen | Müntschemier | Oberwil bei Büren | Radelfingen | Rapperswil | Rüti bei Büren | Schüpfen | Seedorf | Siselen | Studen (BE) | Täuffelen | Treiten | Tschugg | Vinelz | Walperswil | Wengi | Worben
Ehemalige Gemeinden: Busswil bei Büren | Niederried bei Kallnach | Ruppoldsried
Kanton Bern | Verwaltungskreise des Kantons Bern | Gemeinden des Kantons Bern
Vier Kirchspiele: Bolligen | Vechigen | Stettlen | Muri
Landgerichte: Seftigen | Sternenberg | Konolfingen | Zollikofen
Ämter: Thun | Zofingen | Aarau | Lenzburg | Brugg | Burgdorf | Büren | Unterseen | Wiedlisbach | Obersimmental | Niedersimmental | Frutigen | Oberhofen | Aigle | Hasli | Trachselwald | Bipp | Aarwangen | Wangen | Landshut | Lenzburg (Amt) | Schenkenberg | Aarberg | Nidau | Erlach | Laupen | Signau | Biberstein | Aarburg | Saanen | Brandis | Interlaken | Königsfelden | Thorberg | Fraubrunnen | Zofingen (Stift) | Frienisberg | St. Johannsen | Gottstatt | Buchsee | Sumiswald | Roche (Saline) | Köniz | Kasteln | Hettiswil
Ämter im Waadtland: Avenches | Moudon | Yverdon | Lausanne | Morges | Nyon | Vevey | Romainmôtier | Oron | Payerne | Bonmont | Aubonne
Gemeine Herrschaften mit Freiburg: Schwarzenburg | Murten | Grandson | Echallens
Gemeineidgenössische Herrschaften: Baden | Thurgau | Freie Ämter | Rheintal | Sargans | Locarno | Lugano | Mendrisio | Valle Maggia
Ämter und Dienste in der Stadt Bern: Bauamt | Salzdirektion | Mushafen | Stift | Kornamt | Grosser Spital | Inselspital
