Bürener Land

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Als Bürener Land bezeichnet man das Umland von Büren in Nordrhein-Westfalen. Es umfasst den ehemaligen Kreis Büren und grenzt im Norden an das Paderborner Land. Im Süden des Bürener Landes befindet sich der Hochsauerlandkreis.

Touristisch wird das Bürener Land bisweilen auch als Teil des Paderborner Landes vermarktet, so von der "Touristikzentrale Paderborner Land" mit Sitz in Büren.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Landschaft

Zentraler Bestandteil ist die Paderborner Hochfläche. Gegliedert wird das Gebiet der Hochfläche durch die Flusstäler Alme, Afte, Altenau und Sauer. Eingerahmt wird die Paderborner Hochfläche und die ganze Region von zwei waldreichen Gebieten: dem Höhenzug des Eggegebirges im Osten und dem Alme-Afte-Bergland als Teil des Sauerlands im Süden.

[Bearbeiten] Geschichte

Die Geschichte des Bürener Landes spiegelt sich in der Geschichte des Kreises Büren wider. Aber auch schon vor Einrichtung des Kreises Büren prägte die Auseinandersetzung um die Selbständigkeit des Bürener Landes gegenüber der mächtigen Domstadt Paderborn die Region. Erst fochten die Edelherren von Büren, dann die Grafen von Westphalen in Fürstenberg und schließlich das Kloster Dalheim ihre territorialen Ansprüche gegen den Fürstbischof von Paderborn aus.

1816 wurde der Kreis Büren eingerichtet, der 1975 durch das Sauerland/Paderborn-Gesetz aufgelöst wurde. Dabei wurde das Bürener Land zu den Kreisen Paderborn, Hochsauerlandkreis und Soest geschlagen.

[Bearbeiten] Bürener Land heute

Trotz Versuchen des Kreises Paderborn, das Bürener Land auf Büren und seine elf Stadtteile zu beschränken und es in die Bezeichnung Paderborner Land mit einfließen zu lassen, sehen sich viele Menschen in den heutigen Städten Bad Wünnenberg, Büren, Lichtenau und Salzkotten sowie in den am 1. Januar 1975 dem Hochsauerlandkreis zugeschlagenen Ortschaften (Essentho, Meerhof, Oesdorf und Westheim) als Bewohner des Bürener Landes. Dies wird unter anderem durch den Sportkreis Büren und einem gemeinsamen Lokalteil in den Zeitungen deutlich. Lokalpatriotismus zeigt sich auch in dem gemeinsam veranstalteten Kreisschützenfest des Kreisschützenbundes Büren 1957 e.V.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten im Bürener Land sind das heute zu Lichtenau gehörende Kloster Dalheim und das Jesuitenkolleg (Mauritius-Gymnasium) in Büren. Darüber hinaus sind unter anderem noch die Mittelmühle Büren und die Niedermühle Büren, die ein Kulturzentrum beherbergt, von touristischem Interesse.

Als inoffizielles Wahrzeichen des Bürener Landes kann die Wewelsburg angesehen werden, die einzige Dreiecksburg in Europa.

[Bearbeiten] Schützenwesen

Im Jahr 1958 gründete sich aus initiative des Schützenvereins Haaren der Kreisschützenbund Büren, bei dem alle Vereine des Altkreises Büren beitrittsfahig sind und den Kreisschützenvogel abschießen dürfen. Der Ort, der den König stellt, richtet auch das nächste Kreisschützenfest aus.

Im Bürener Land tragen die Schützen außerdem beim Ausmarsch ein Gewehr und es dürfen den Vereinen keine Frauen beitreten. Nach der Marschordnung dürfen Tambourcorps und Musikvereine Frauen im Verein aufnehmen, Spielmannszüge jedoch nicht. Nimmt ein Spielmannszug eine Frau auf, so muss er sich ab dann Tambourcorps nennen.


[Bearbeiten] Weblinks

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