Bürgermeisterei

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Die Bürgermeisterei war ein in der preußischen Rheinprovinz und der Provinz Westfalen aus mehreren Gemeinden zusammengesetzter Kommunalverband. Derselbe stand unter einem von der Regierung ernannten Bürgermeister, welcher von der Bürgermeisterei honoriert wurde, und dem die Bürgermeistereiversammlung als Organ des Verbandes zur Seite stand.

Nach dem Frieden von Tilsit (9. Februar 1807) musste Preußen seine Gebiete links der Elbe opfern. Napoléon I. führte dort das in Frankreich bestehende, straff organisierte Präfektentum ein, welches das Land in Départements, Arrondissements und Kantone einteilte. Mit dieser Einteilung wurden auch die Gemeinden neu geordnet. Es wurden Munizipalitätsbezirke gegründet, die aus einer oder mehreren kleinen Ortschaften bestanden. An der Spitze stand jeweils der Maire.

Nach der Niederlage Napoléons (Wiener Kongress im Jahre 1815), behielt man in der preußischen Rheinprovinz und der Provinz Westfalen das Verwaltungssystem bei. Aus dem Munizipalitätsbezirk wurde die Bürgermeisterei und aus dem Maire der Bürgermeister. Die in den beiden Provinzen bestehenden Bürgermeistereien entsprachen den Ämtern in den übrigen preußischen Provinzen.

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