Bürgerstiftung Bremen

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Bürgerstiftung Bremen
Rechtsform: Rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts
Zweck: Gemeinnützige und mildtätige Zwecke
Vorsitz: Sabina Schoefer
Bestehen: seit 24. April 2002
Stifter: Stadtgemeinde Bremen
und Zustifter
Stiftungskapital: ~ 440.000 EUR (Ende 2008)
Sitz: Bremen
Website: www.buergerstiftung-bremen.de

Die Bürgerstiftung Bremen ist eine rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts. Der Senat der Freien Hansestadt Bremen errichtete sie – für die Stadtgemeinde Bremen handelnd[1] – am 24. April 2002.[2][3][4]

Zweck[Bearbeiten]

Die Bürgerstiftung Bremen verbindet Menschen, die aktiv etwas für das Zusammenleben in Bremen tun wollen. Sie bietet eine Plattform mit Know-how, Netzwerken, Beratung, Projekten und – soweit die Kräfte reichen – auch Geld für die Ideen der Bürger.

Der Stiftungszweck ist nach der Satzung weit gespannt und betrifft die Förderung und Entwicklung von Projekten in den Bereichen Bildung und Erziehung, Jugend- und Altenhilfe, Kultur und Kunst, Wissenschaft und Forschung, Umwelt- und Naturschutz, Landschafts- und Denkmalschutz, Sport, öffentliches Gesundheitswesen, Völkerverständigung, Förderung des demokratischen Staatswesens und mildtätige Zwecke, soweit die Stadtgemeinde Bremen nicht zu diesen Aufgaben gesetzlich verpflichtet ist. Die Maßnahmen können durch die Stiftung selbst durchgeführt oder bei Dritten gefördert werden.[4] Wesentlich bei der Förderung soll sein, dass die Projekte überwiegend von bürgerschaftlichem Engagement/Ehrenamtlichkeit geprägt sind.

Unter dem Motto: „Bremen gemeinsam bewegen“ haben sich Vorstand und Stiftungsrat bis auf Weiteres für folgende Schwerpunkte entschieden:

  • Chancen für Kinder und Jugendliche
  • Austausch zwischen Generationen und Kulturen
  • Zivilcourage (u.a. Bürgerbeteiligung) und Mut im Alltag

Organisation[Bearbeiten]

Die Organe der Stiftung sind Vorstand, Stiftungsrat, Stifterversammlung und Fachausschüsse.[4]

  • Der Vorstand wird vom Stiftungsrat gewählt. Er führt und verwaltet die Stiftung.
  • Der Stiftungsrat besteht aus 12 bis 15 Personen und wird durch Kooptation ergänzt. Er berät und beaufsichtigt den Vorstand.
  • Die Stifterversammlung besteht aus den Stiftern; sie gehören ihr auf Lebenszeit an. Die Stifterversammlung ist über die wesentliche Arbeit der Stiftung zu unterrichten. Sie berät den Vorstand und den Stiftungsrat und spricht Empfehlungen für deren Zusammensetzung aus.
  • Fachausschüsse können vom Vorstand eingerichtet werden. Ihre Aufgaben sind insbesondere die Beratung der Stiftungsgremien, die Verwendung des zugewiesenen Budgets und die Durchführung von stiftungseigenen Projekten.

Die Bürgerstiftung Bremen entspricht den Kriterien für eine Bürgerstiftung und hat das Gütesiegel für Bürgerstiftungen des Bundesverbands Deutscher Stiftungen erhalten.[5]

Aktivitäten[Bearbeiten]

Aufbau und Verwendung des Stiftungsvermögens[Bearbeiten]

Der Aufforderung zur Zustiftung sind bisher 32 Personen sowie Bremer Unternehmen mit Zustiftungen von rd. 100.000 Euro gefolgt. Das Stiftungsvermögen beläuft sich mittlerweile auf rund 440.000 Euro. Neben den genannten Zustiftungen wurden gut 900.000 Euro an Spenden und Zuschüssen eingeworben, darunter 3 zweckgebundene Großspenden. Rund 460.000 Euro sind seither in 75 Projekte zum Wohle Bremer Bürgerinnen und Bürger gegangen.[6]

Hilde-Adolf-Preis[Bearbeiten]

Seit 2005 lobt die Bürgerstiftung Bremen jährlich den nach der 2002 tödlich verunglückten Senatorin Hilde Adolf benannten Preis aus. Er ist durch Unternehmens-Spenden getragen und besteht aus einer Skulptur der Namensgeberin und einem Preisgeld. Mit dem Preis werden vorbildliche Initiativen mit Freiwilligenarbeit und bürgerschaftlichem Engagement ausgezeichnet und gefördert.
Bisherige Preisträger waren:

  • 2005 das Zentrum für trauernde Kinder und die Freiwilligenagentur
  • 2006 das Projekt Nachtwanderer Bremen-Nord
  • 2007 der Elternverein für psychomotorische Entwicklungsförderung e.V.
  • 2008 die Grohner Singpaten im KTH Haus Windeck Bremen-Grohn
  • 2009 der Elternverein für Bildungsförderung e.V. in Bremen-Marßel
  • 2010 der Crazy Run e.V., Freizeitinitiative von behinderten und nicht behinderten Menschen
  • 2011 der Garten der Kulturen, Integrationsprojekt[7]
  • 2012 der Martinsclub Bremen, für das Projekt „Inklusive Stadt Bremen“[8]
  • 2013 der Fluchtraum Bremen e.V für das Projekt „Sommerpatenschaften“, eine Ferienbetreuung für traumatisierte Flüchtlingskinder[9]
  • 2014 das Bremer Aktionsbündnis „Menschenrecht auf Wohnen“, für den besonders mutigen und fantasievollen Einsatz gegen Wohnungsnot[10]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Klarstellung wegen der Doppelfunktion des Senats für Stadt und Land Bremen
  2. "Bürgerstiftung Bremen“ nimmt konkrete Formen an - Senat beschließt Satzung. senatspressestelle.bremen.de. 16. April 2002. Abgerufen am 3. Juli 2011.
  3. Stiftungsdatenbank: Bürgerstiftung Bremen. buergerstiftungen.de. Abgerufen am 3. Juli 2011.
  4. a b c Satzung (PDF) buergerstiftung-bremen.de. Abgerufen am 3. Juli 2011.
  5. Bürgerstiftung Bremen erhält das Gütesiegel der Bürgerstiftungen im Bundesverband Deutscher Stiftungen (PDF) buergerstiftung-bremen.de. 17. Oktober 2008. Abgerufen am 3. Juli 2011.
  6. Senatspressestelle - Bürgerstiftung Bremen schließt Spendenaktion Rhododendronpark ab. senatspressestelle.bremen.de, 11. Juni 2009, abgerufen am 21. Oktober 2011.
  7. Engagiert für das Gemeinwohl ihrer Stadt. Bürgerstiftung Bremen ehrt die Trägerinnendes Hilde Adolf Preises 2011. senatspressestelle.bremen.de, 21. Oktober 2011, abgerufen am 21. Oktober 2011.
  8. Ein Jahrzehnt im Einsatz mit und für Bremens Bürgerinnen und Bürger. Zwei Preisverleihungen, ein Programm zum 10. Geburtstag der Bürgerstiftung Bremen. senatspressestelle.bremen.de, 17. September 2012, abgerufen am 17. September 2012.
  9. Zwei Preisverleihungen, ein Ziel. senatspressestelle.bremen.de, 27. September 2013, abgerufen am 28. September 2013.
  10. Antje Stürmann: Gemeinsam gegen Wohnungsnot. Aktionsbündnis „Menschenrecht auf Wohnen“ gewinnt in diesem Jahr den Hilde-Adolf-Preis. In: Weser-Kurier vom 14. Oktober 2014, S. 8 (online auf www.weser-kurier.de).