Břehov

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Dieser Artikel beschreibt die tschechische Gemeinde Břehov. Für die slowakische Gemeinde siehe Brehov.
Břehov
Wappen von ????
Břehov (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Jihočeský kraj
Bezirk: České Budějovice
Fläche: 1011 ha
Geographische Lage: 49° 1′ N, 14° 20′ O49.02111111111114.329166666667403Koordinaten: 49° 1′ 16″ N, 14° 19′ 45″ O
Höhe: 403 m n.m.
Einwohner: 140 (1. Jan. 2014) [1]
Postleitzahl: 373 46
Kfz-Kennzeichen: C
Verkehr
Straße: Němčice - Čejkovice
Nächster int. Flughafen: Flughafen České Budějovice
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 1
Verwaltung
Bürgermeister: Josef Koupal (Stand: 2012)
Adresse: Břehov 20
373 41 Hluboká nad Vltavou
Gemeindenummer: 536059
Website: www.brehov.cz
Lageplan
Lage von Břehov im Bezirk České Budějovice
Karte
Kapelle St. Josef
Gehöft Nr. 13 am Dorfteich
Alte Schmiede

Břehov (deutsch Schwiehalm, früher auch Břehow) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt zwölf Kilometer nordwestlich von České Budějovice in Südböhmen und gehört zum Okres České Budějovice.

Geographie[Bearbeiten]

Břehov befindet sich rechtsseitig des Baches Břehovský potok im Budweiser Becken. Südwestlich liegt der Teich Dehtář, im Osten der Podmůstek. Gegen Südwesten erheben der Vosí vrch (441 m) und der Na Středním (441 m).

Nachbarorte sind Pištín und Suchá im Norden, Češnovice im Nordosten, Picina und Dasný im Osten, Čejkovice, Haklovy Dvory und Jaronice im Südosten, Na Drahách und Žabovřesky im Süden, Dehtáře und Strýčice im Südwesten, Radošovice und Tupesy im Westen sowie Malé Chrášťany im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste schriftliche Erwähnung des Dorfes Břehov erfolgte 1378 als Teil der Kronherrschaft Protivín. Im 15. Jahrhundert war größtenteils das Dorf an die Vladiken Kunasch von Machowitz (Kunášové z Machovic) verpfändet und der Feste Machowitz (Machovice) untertänig. Ein weiterer Anteil gehörte zur Herrschaft Frauenberg, dieser umfasste nach dem Frauenberger Urbar von 1490 14 Untertanen. Wilhelm II. von Pernstein kaufte 1491 den Machowitzer Anteil von Břehov auf und schlug ihn Frauenberg zu. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde in der Umgebung des Dorfes Eisenerz abgebaut. Der Fasangarten beim Jägerhaus Picina wurde 1818 aufgehoben. Im Jahre 1840 bestand Břehow aus 27 Häusern mit 188 Einwohnern. Im Dorf bestand ein Wirtshaus. Pfarrort war Pištín[2]. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts blieb das Dorf immer der Herrschaft Frauenberg untertänig.

Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete Břehov / Břehow bzw. Schwiehalm ab 1850 mit den Ortsteilen Tupesy und Malé Chrášťany eine Gemeinde im Bezirk Budweis. 1910 lebten in der Gemeinde 417 tschechischsprachige Einwohner, der Ortsteil Břehov hatte 230 Eunwohner[3]. Tupesy und Malé Chrášťany lösten sich im August 1919 los und bildeten eigene Gemeinden. Am 12. Juni 1960 erfolgte die Eingemeindung nach Žabovřesky. Nach einem Referendum löste sich Břehov zum 24. November 1990 wieder von Žabovřesky los.[4] Seit historische Ortskern wurde 1995 zum ländlichen Denkmalschutzgebiet erklärt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Für die Gemeinde Břehov sind keine Ortsteile ausgewiesen. Zu Břehov gehören die Ansiedlung Suchá (Sucherhof) und die Feriensiedlung Picina (Pitzina).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Neoromanische Kapelle des hl. Josef, erbaut 1861 auf dem Dorfplatz
  • Giebelhöfe im südböhmischen Bauernbarock
  • ehemalige Dorfschmiede, Dorfwaage und Spritzhaus auf dem Dorfplatz
  • Gut Suchá, im 17. Jahrhundert wurden am Platz einer alten Feste der Meierhof Suchenhof und eine Schäferei angelegt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2014 (PDF; 504 KiB)
  2. Johann Gottfried Sommer Das Königreich Böhmen, Bd. 9 Budweiser Kreis, 1840, S. 48
  3. http://jihogen.wz.cz/brehov.jpg
  4. http://jihogen.wz.cz/b.htm#breh

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Břehov – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien