B. P. Schulberg

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Benjamin Percival „B. P.“ Schulberg (* 19. Januar 1892 in Bridgeport, Connecticut; † 25. Februar 1957 in Key Biscayne, Florida) war ein US-amerikanischer Filmproduzent.

Leben[Bearbeiten]

B. P. Schulberg wurde 1892 in Bridgeport, Connecticut, geboren. Nach dem Besuch des City College in New York City, das er jedoch ohne Abschluss verließ, arbeitete Schulberg ab 1909 als Zeitungsreporter für die New York Mail. Zwei Jahre später war er Mitherausgeber von Film Reports, einem Magazin für unabhängige Produzenten und Filmverleiher.[1] Mit 19 Jahren ging er schließlich nach Hollywood und wurde Drehbuchautor und PR-Agent für Rex Films, einem kleinen Filmstudio, das später von Universal Pictures aufgekauft wurde. Daraufhin stieß er zu Adolph Zukors Produktionsfirma Famous Players, dem Vorläufer von Paramount Pictures, und gründete Anfang der 1920er Jahre seine eigene Firma namens B. P. Schulberg Productions, die ihre Filme über Famous Players und später Paramount vertrieb.

Schulberg war entscheidend für den Aufstieg Clara Bows zu einem der zugkräftigsten Stars an der Kinokasse verantwortlich. Er produzierte einige ihrer größten Erfolge, darunter die Stummfilmkomödie Das gewisse Etwas (It, 1927) und William A. Wellmans Kriegsfilm Wings (1927), der 1929 den ersten Oscar als Bester Film gewann. 1928 wurde Schulberg Chefproduzent von Paramount, als der er unter anderem Cary Grant, William Powell, Gary Cooper und Fredric March zu Starruhm verhalf.[2] Ab 1931 förderte er vor allem die Bühnenschauspielerin Sylvia Sidney, der er viele Rollen gab, die ursprünglich für Clara Bow vorgesehen waren, wie z. B. die weibliche Hauptrolle in Straßen der Großstadt (City Streets, 1931), einem Gangsterfilm mit Gary Cooper unter der Regie von Rouben Mamoulian.[3] 1932 machte sich Schulberg wieder selbstständig, bevor er mit seiner eigenen B-Film-Abteilung zu Paramount zurückkehrte. Später verließ er das Studio erneut und produzierte fortan B-Filme wie Meet Nero Wolfe mit Edward Arnold für Columbia Pictures. 1943 zog er sich aus dem Filmgeschäft zurück.

Aus seiner ersten Ehe mit Adeline Jaffe stammten seine zwei Söhne, Produzent Stuart Schulberg und Schriftsteller Budd Schulberg, der auch als Drehbuchautor in Hollywood tätig war. Von 1939 bis zu seinem Tod war B. P. Schulberg mit Helen McHale Keebler verheiratet. Er starb 1957 im Alter von 65 Jahren in seinem Haus in Key Biscayne, Florida. Ihm zu Ehren gibt es einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame (1500 Vine Street).

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. William A. Wellman: The Man And His Wings. Greenwood Publishing Group, 2006, ISBN 0-275-98541-5, S. 96.
  2. Mary Melton: B. P. Schulberg. In: Los Angeles Times, 27. Februar 1957.
  3. John Douglas Eames: The Paramount Story. Littlehampton Book Services Ltd., 1985, ISBN 0-706-42057-8, S. 77.