BCJR-Algorithmus

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Der BCJR-Algorithmus, die Bezeichnung leitet sich von den Initialen der Entwickler L. Bahl, J. Cocke, F. Jelinek und J. Raviv ab, wurde 1974 zur Dekodierung von Block- und Faltungscodes entwickelt[1]. Er ist der im Sinne der minimalen Symbolfehlerwahrscheinlichkeit optimale Dekodieralgorithmus (maximum a posteriori probability, MAP) und wird insbesondere bei der iterativen Dekodierung von parallel oder seriell verketteten Faltungs- oder Blockcodes wie den Turbo-Codes eingesetzt.

Der Vorteil des BCJR-Algorithmus zur Dekodierung von Faltungscodes mittels so genannter Soft-Decision besteht in der effizienten Ausnutzung der Information über die Verbundwahrscheinlichkeiten von aufeinander folgenden Codesymbolen, auch als Markow-Ketten bezeichnet. Er kann ebenso wie der Viterbi-Algorithmus in Form eines Trellis-Diagrammes grafisch dargestellt werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. L. Bahl, J. Cocke, F. Jelinek, und J. Raviv: Optimal Decoding of Linear Codes for minimizing symbol error rate, erschienen in IEEE Transactions on Information Theory, Ausgabe IT-20(2), Seite 284 bis 287, März 1974.

Weblinks[Bearbeiten]