BFC Dynamo

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BFC Dynamo
Vereinswappen des BFC Dynamo
Voller Name Berliner Fussball Club
Dynamo e.V.
Ort Berlin
Gegründet 15. Januar 1966
Vereinsfarben weinrot-weiß
Stadion Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark
Plätze 19.000
Präsident Norbert Uhlig
Trainer Volkan Uluc
Homepage www.bfcdynamo.biz
Liga Regionalliga Nordost
2013/14 1. Platz (Oberliga Nordost)
Heim
Auswärts

Der BFC Dynamo (offiziell: Berliner Fussball Club Dynamo e. V.) ist ein Berliner Fußballclub, der 1966 gegründet wurde.

In der Zeit der DDR war der BFC mit zehn Meistertiteln in Folge von 1979 bis 1988 einer der erfolgreichsten Fußballvereine der DDR-Oberliga und deren Rekordmeister.

Nach dem Aufstieg in der Saison 2013/14 spielt der BFC nach langer Abstinenz wieder in der Regionalliga Nordost.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Historischen Logos des Vereins von links nach rechts: als SC Dynamo Berlin (1954–1966), zwei Mal als FC Berlin (1990–1999 und März bis Mai 1990) sowie als BFC Dynamo (1966–1990 und 1999–2009)

Dynamo Berlin – Vor Gründung des BFC (1953–1966)[Bearbeiten]

Wie jeder Verein unter der Oberbezeichnung „Dynamo“ gehörte der BFC Dynamo bis 1989 zur übergeordneten Sportvereinigung Dynamo.

Der Ursprung des BFC Dynamo geht auf die 1954 erfolgte Versetzung des Großteils der Oberliga-Mannschaft von Dynamo Dresden nach Berlin zurück. Diese Dresdner Mannschaft war 1950 um das von der SG Volkspolizei Potsdam nach Dresden delegierte Potsdamer Trio Herbert Schoen, Günter Schröter und Johannes Matzen gebildet worden, um in Dresden den Oberliga-Platz der SG Friedrichstadt, zuvor Dresdner SC, einzunehmen, deren Spieler die DDR verlassen hatten. 1954 war nunmehr der Wunsch der politischen Funktionäre, endlich eine spielstarke Fußballmannschaft in Ost-Berlin zu etablieren.[1]

In ihrer ersten Spielzeit unter dem Namen SC Dynamo Berlin belegte die Mannschaft den siebten Platz. Damit ließ man den anderen Hauptstadtklub ASK Vorwärts Berlin, welcher ein Jahr zuvor von Leipzig (ASG Vorwärts Leipzig) nach Berlin verlegt wurde, hinter sich. Vor dem Umzug der Mannschaft aus Dresden betrieb die SV Dynamo in Berlin mit der SG Dynamo Berlin bereits eine Sportgemeinschaft, die darauf in Dynamo Berlin-Mitte umbenannt wurde. Im Jahr 1957 wurde diese Mannschaft mit der zweiten Vertretung des SC Dynamo Berlin zusammengelegt und spielte in der Folgezeit unter dem Namen SG Dynamo Hohenschönhausen in der DDR-Liga.

Aufstieg des BFC Dynamo (1966–1989)[Bearbeiten]

Die Meistermannschaft von 1979

Im Zuge der landesweiten Herauslösung der Fußballsektionen aus den Sportklubs wurde 1966 der BFC Dynamo als Fußballclub gegründet. Zeitgleich wurde die SG Dynamo Hohenschönhausen, welche sich die ganze Zeit über vorrangig aus ausgemusterten Spielern bzw. jungen Talenten des SC Dynamo Berlin zusammensetzte, aufgelöst und fortan als zweite Mannschaft des BFC Dynamo geführt. Spätestens ab diesem Zeitpunkt galt der Verein aufgrund der offenen Unterstützung seines Ehrenvorsitzenden, des Stasi-Chefs und Vorsitzenden der SV Dynamo Erich Mielke, als „Stasi-Club“. Darüber hinaus profitierte der BFC Dynamo als Leistungszentrum wie auch beispielsweise Vorwärts Frankfurt/Oder oder Dynamo Dresden von der im DDR-Fußball üblichen Verfahrensweise der Spielertransfers. Diese wurden nicht über Finanzmittel getätigt, sondern im Zuge der Leistungskonzentration und mit (sport-)politisch begründeter Notwendigkeit abgewickelt. Der BFC nahm gegenüber den anderen großen Oberligavereinen eine besondere Rolle ein, da er – allerdings gegen Widerstände der Polit-Funktionäre beispielsweise in Dresden und Leipzig – zum Aushängeschild des DDR-Fußballs entwickelt werden sollte. Dabei kam es im Spielbetrieb vereinzelt zu unverständlichen Schiedsrichterentscheidungen zugunsten des BFC, welche Spekulationen aufkommen ließen, dass die jahrelange Dominanz des Hauptstadtklubs nicht allein auf die sportliche Leistung zurückzuführen war[Anmerkung 1][2]. Besonders umstritten war eine Entscheidung des Schiedsrichters Bernd Stumpf im Jahr 1986, auch als „Schand-Elfmeter von Leipzig“ bekannt. Beim Großteil der Fußballfans in der DDR war der Verein aus der Hauptstadt trotz oder gerade wegen seiner Erfolge unbeliebt.

Im Viertelfinale des Landesmeister-Cup 1980 gewann der BFC mit 1:0 beim späteren Titelverteidiger Nottingham Forest unter Trainer Brian Clough, schied jedoch durch eine Rückspielniederlage (1:3) noch aus. Der 1:0-Sieg in Nottingham war der erste Sieg einer deutschen Mannschaft im Landesmeisterpokal (heute UEFA Champions League) in England.

Der Club war Mitte der Achtziger Jahre 36 Spieltage in der DDR-Oberliga ungeschlagen, was einem nicht mehr erreichten Rekord entsprach. Erst nach anderthalbjähriger Dominanz gelang es dem FC Karl-Marx-Stadt in der Spielzeit 1983/84, den Rekordmeister zu schlagen. Obwohl die Gerüchte über Spielmanipulationen zugunsten des DDR-Rekordmeisters nie vollständig ausgeräumt werden konnten, ist es Tatsache, dass der BFC Dynamo seine sportlichen Erfolge auch auf Basis einer bis heute anerkannten Jugendarbeit erreichte.

Mit den Erfolgen des BFC und den Auftritten im Europapokal der Landesmeister kam es in den 1980er Jahren zu Konflikten zwischen BFC-Fans und DDR-Politfunktionären. Eintrittskarten für die deutsch-deutschen Europapokal-Duelle gegen den Hamburger SV (1982) sowie gegen den SV Werder Bremen (1988) wurden auf Weisung der DDR-Führung bis auf ein kleines Kontingent nicht an Fans verkauft, sondern an Polit-Funktionäre in der gesamten DDR verteilt. Die Enttäuschung vieler Fans hierüber führte Mitte der 1980er Jahre zu einem Zuschauerrückgang bei Heimspielen des BFC.

Niedergang, Epoche FC Berlin und Insolvenz (1989–2001)[Bearbeiten]

Nach 1989 konnte der Verein zunächst nicht mehr an seine sportlichen Erfolge anknüpfen. Die rasante sportliche Talfahrt ist u. a. darauf zurückzuführen, dass der BFC zur Wendezeit Teile seiner Infrastruktur und die finanzielle und personelle Unterstützung aus der Politik einbüßte. Gleichzeitig wechselten viele Leistungsträger in die finanziell attraktiveren Ligen nach Westeuropa. Während der Winterpause der Saison 1989/90 nannte sich der BFC in „FC Berlin“ um und trat unter diesem Namen erstmals am 24. Februar 1990 in Erfurt an. Am Ende der darauffolgenden Saison erreichte der BFC nur den elften Platz und verpasste die Qualifikation sowohl für die 1. als auch die 2. Bundesliga.

Im Jahr 1999 erfolgte die Rückbenennung in BFC Dynamo. Der Verein versäumte es allerdings, sich im Zuge der Rückbenennung die Rechte am alten Emblem (mit dem traditionellen Dynamo-D und der Abkürzung BFC) zu sichern. Stattdessen gehörten diese Rechte seit 1998 zunächst Peter Mager, Gründer der Fanvereinigung Hertha-Frösche und Fanartikelhändler. Sportlich hatte der Verein zunächst keinen Erfolg und stieg 2000 aus der Regionalliga Nordost in die Oberliga Nordost (Staffel Nord) ab. Der Wiederaufstieg in der Folgesaison misslang, als der BFC in der Aufstiegsrelegation am Meister der Südstaffel 1. FC Magdeburg scheiterte. In der Folge verstärkten sich die wirtschaftlichen Probleme, sodass Dynamo Ende des Jahres 2001 Insolvenz anmeldete und die Spielberechtigung für die Oberliga verlor.

Konsolidierung (2001–2010)[Bearbeiten]

Der umstrittene erste Entwurf des neuen Logos

Nach erfolgreich überstandenem Insolvenzverfahren (November 2004) und der Berliner Meisterschaft in der Saison 2003/04 kehrte der BFC in die Oberliga Nordost zurück. Präsident ist seit dem 11. Oktober 2008 Norbert Uhlig. Der Hauptsponsor ist die Berliner Immobiliengesellschaft INFINITY, daneben ist die UNITEC GmbH, die vor allem Fassadensanierungs- und Malerarbeiten ausführt, weiterer Hauptsponsor. Trikotsponsor ist seit der Saison 2011/12 die DWB-Bau GmbH.

Im Jahr 2009 wurde ein neues Logo entworfen, da sich das ursprüngliche Emblem weiterhin im Fremdbesitz befand und das Geld fehlte, dieses zurückzukaufen. Die Schreibweise des Vereinsnamens im neuen Logo löste eine Diskussion aus, vor allem die Schreibweise des Wortes Fußball mit einem Doppel-S (nicht nur in der Schweiz und in Liechtenstein ist diese Schreibweise üblich, auch der Deutsche Fußball Bund e.V. nutzt diese Schreibweise für Logos und Schriftzüge). Im Zusammenhang mit der verwendeten Frakturschrift kam die Vermutung auf, der Verein wolle dabei mit nationaler Symbolik kokettieren. Präsident Uhlig wies diesbezüglich darauf hin, dass diese Schreibweise seit jeher bei Fanartikeln benutzt werde.[3] Trotzdem wurde das Logo wenig später überarbeitet, so erscheint der Vereinsname nun in Versalien.

Wiederaufstieg und Gegenwart (seit 2010)[Bearbeiten]

Sportlich belegte der BFC Dynamo in der Saison 2010/11 den 7. Platz in der Oberliga Nordost/Nord und qualifizierte sich durch den Gewinn des Berliner Landespokals für den DFB-Pokal 2011/12. In der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals traf der BFC auf den 1. FC Kaiserslautern. Die Partie endete 0:3. Nach dem Spiel kam es zu Ausschreitungen, als 250 bis 300 Hooligans aus dem Lager des BFC in den Gästeblock eindrangen.[4] Der DFB ahndete diesen Vorfall mit einer Geldstrafe von 12.000 Euro und einer Platzsperre für zwei Spiele.[5]

Im Mai 2012 übernahm der türkischstämmige Berliner Fußballlehrer Volkan Uluc die Trainer-Position beim BFC Dynamo. Uluc hatte den BFC schon 2007 bis 2009 trainiert und nur knapp den Aufstieg verfehlt. Zudem erfolgten im Sommer 2012 personelle Umstellungen im Management des BFC. Unter Uluc erreichte der BFC in der Saison 2012/13 erneut das Finale des Berlin-Pokals. Dort gewann man mit 1:0 gegen den SV Lichtenberg 47 und qualifizierte sich erneut für den DFB-Pokal. Die im Finale anwesenden 6381 Zuschauer bedeuteten dabei einen Zuschauerrekord des seit 1992 für Gesamtberlin ausgetragenen Pokalwettbewerbs.

In der 1. Runde des DFB-Pokals traf der BFC Dynamo am 4. August 2013 im Jahnsportpark vor 9227 Zuschauern auf den VfB Stuttgart und unterlag durch zwei Treffer von Vedad Ibišević in der 40. und 76. Spielminute (Foulelfmeter) mit 0:2.

Die Oberliga-Saison 2013/14 begann für den BFC Dynamo überaus erfolgreich. Von den ersten 16 Spielen wurden 15 gewonnen, bei nur einem Unentschieden gegen SV Lichtenberg 47. Zu diesem Zeitpunkt (3. März 2014) stellte der Punktekoeffizient des BFC Dynamo den besten Wert aller Vereine der fünf obersten deutschen Spielklassen dar. Der FC Bayern München hatte zum gleichen Zeitpunkt zwei Unentschieden (aus allerdings 23 Partien) zu verzeichnen.[6] Auch die nachfolgenden Partien wurden gewonnen, so dass der BFC neun Spieltage vor Saisonende bereits einen Vorsprung von 25 Punkten auf den Zweitplatzierten herausgearbeitet und den Regionalliga-Aufstieg fast sicher erreicht hatte. Zu diesem Zeitpunkt (5. April 2014) hatte der BFC seit November 2013 kein einziges Gegentor in Pflicht- und Freundschaftsspielen mehr kassiert. Alle Freundschaftsspiele in der Winterpause 2013/14 waren ohne Gegentreffer gewonnen worden, beispielsweise beim FC Carl Zeiss Jena mit 2:0 und gegen die TSG Neustrelitz mit 3:0.[7] Am 13. April 2014 konnte der BFC Dynamo den Aufstieg in die Regionalliga Nordost feiern. Der Verfolger Brandenburger SC Süd 05 spielte unentschieden, so dass der Aufstieg bereits am 22. Spieltag feststand.[8] Die Saison wurde schließlich mit 34 Punkten (und 66 Toren) Vorsprung auf den Zweitplatzierten abgeschlossen.

Das gesamte Trainer-Team sowie alle Stammspieler verlängerten im März/April 2014 ihre Verträge für die Regionalliga-Saison 2014/15.[9] Die Mannschaft wurde punktuell ergänzt, beispielsweise durch Andis Shala vom Ligakonkurrenten FC Carl Zeiss Jena, der bereits bei Dundee United in Schottland Erstligaerfahrung gesammelt hatte.[10]

Stadion[Bearbeiten]

Das Trainingsgelände und die Heimstätte des BFC ist das Sportforum Hohenschönhausen, ein zu DDR-Zeiten angelegter Sportstättenkomplex, welcher auch heute noch einzigartig in Europa ist. Neben dem Stadion befinden sich auf dem Gelände Sportstätten für Vereine aus den verschiedensten Sportarten (u. a. Eishockeymannschaft der Eisbären Berlin, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Schwimmen, Leichtathletik, Radsport, Judo). Jedoch lässt heutzutage der bauliche Zustand nur teilweise die Bedeutung des Geländes als Schwerpunkt für den deutschen Leistungssport erkennen.

Das Stadion diente dem BFC bzw. dem SC Dynamo bereits seit 1961 als Heimat. Zuvor hatte der SC Dynamo das Stadion der Weltjugend für Heimspiele genutzt. Das Stadion im Sportforum war in den ersten Jahren ein einfacher Rasenplatz, der nur wenigen Zuschauern Platz bot. Daher zog es den BFC bei „großen“ Spielen regelmäßig in den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, wo der FC Vorwärts Berlin seine Heimspiele austrug. 1970 wurde schließlich die Zuschauerkapazität des Sportforums auf 20.000 (davon 10.000 Sitzplätze) Plätze erweitert. Trotzdem zog der BFC Dynamo für die nächsten zwanzig Jahre dauerhaft in den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, nachdem der Armeesportklub FC Vorwärts im Jahre 1971 nach Frankfurt (Oder) umzog. Das Sportforum diente fortan nur noch als Trainingsstätte. Die Saison 1986/87, als der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark renoviert wurde, spielte der BFC an seiner alten Wirkungsstätte im Sportforum.

Im Jahre 1992 kehrte der vorübergehend in FC Berlin umbenannte DDR-Rekordmeister ins Sportforum zurück. Zum Jahreswechsel 2005/06 wurde das Stadion den Sicherheitsstandards für Spiele mit höherem Gästefan-Zuspruch angepasst. Es wurden neue Trennzäune zwischen den BFC-Fanblocks und dem Gästeblock sowie ein Spielertunnel, der das Spielfeld mit den Umkleidekabinen verbindet, errichtet. Brisante Spiele und Spiele mit hohem Zuschaueraufkommen wurden aus Sicherheitsgründen weiterhin im traditionsreichen Jahnsportpark im Prenzlauer Berg ausgetragen.

Mit dem erreichten Regionalligaaufstieg 2014 und wegen des einhergehenden höheren Medien- und Zuschauerinteresses kehrte der BFC zur Saison 2014/15 in den Jahnsportpark nahe dem Mauerpark und der Max-Schmeling-Halle zurück.

Fans und Fankultur[Bearbeiten]

BFC-Fans gedenken Mike Polley mit einem Transparent (1990)

In den 1990er Jahren erwarben sich Teile der Fangemeinde des BFC den Ruf, besonders gewaltbereit zu sein. Einer der Höhepunkte von Gewalt waren die Ausschreitungen am 3. November 1990 am Rande des Gastspiels des BFC Dynamo bei Sachsen Leipzig. Bei diesen wurde der Berliner Fußballfan Mike Polley von einer Polizeikugel tödlich getroffen. Während der Ereignisse wurden weitere fünf Personen durch die Polizei verletzt. Die Ereignisse waren der Höhepunkt einer Reihe von Krawallen durch Fangruppen verschiedener Vereine, denen die Polizei nicht gewachsen war. Die Ermittlungsverfahren gegen zehn beteiligte Polizisten wurden 1991 eingestellt.[11][12] Mit dem jährlichen Fan-Fußballturnier (Mike-Polley-Turnier) erinnern die BFC-Fans an den Tod von Mike Polley.

In der BFC-Fanszene sind verschiedene Subkulturen anzutreffen. Teilen der Fanszene des BFC wird ein hohes, mitunter auch rechtsextremes, Hooligan-Potential nachgesagt. Laut Polizeiangaben besteht der harte Kern der Szene aus 75 Personen, welche der „Kategorie C“ zugerechnet werden, sowie 350 Personen der Kategorie B.[13] Andererseits haben sich seit den 2000er Jahren mehrere Ultra-Gruppen innerhalb der BFC-Fanszene gebildet.

Rivalitäten pflegt der BFC Dynamo zum 1. FC Union Berlin sowie zu Dynamo Dresden. Freundschaftliche Beziehungen bestehen zum VfL Bochum, FC Aberdeen, West Ham United, Lazio Rom und teilweise zu Eintracht Braunschweig.

Als bekanntestes BFC-Buch dürfte der Erzählband "Der BFC war schuld am Mauerbau" von Andreas Gläser gelten, welcher die Ostberliner Fußballszene der späten 1970er Jahre beschreibt.[14]

Musiker der Gruppe Renft komponierten 1999 eine Hymne für den BFC[15], die jedoch in der Fanszene wenig Anklang findet.

Der Rap-Musiker Joe Rilla widmete dem BFC 2008 eine von weiten Teilen der Fanszene abgelehnte „Straßenhymne“.[16]

Meisterstern-Diskussion[Bearbeiten]

Am 18. März 2005 entschied der DFB, dass zehn Meistertitel den Verein berechtigen, auf den Trikots drei Meistersterne zu tragen. Damit ist der BFC Dynamo neben dem FC Bayern München die einzige deutsche Mannschaft, der dieses Recht zusteht. Allerdings darf der BFC Dynamo auf Intervention der DFL nur einen Stern tragen, in dessen Mitte die 10 für die zehn errungenen Meisterschaften steht.

Erfolge[Bearbeiten]

BFC Dynamo in Europa[Bearbeiten]

  • H = Heimspiel
  • A = Auswärtsspiel

(alle Ergebnisse aus Sicht des Vereins)

Saison Wettbewerb Runde Land1 Club Hinspiel Rückspiel
1971/72 Europapokal der Pokalsieger 1.Runde WalesWales Wales Cardiff City 1:1 (H) 1:1 n. V., 5:4 i. E. (A)
Achtelfinale BelgienBelgien Belgien K. Beerschot V.A.V. Antwerpen 3:1 (A) 3:1 (H)
Viertelfinale SchwedenSchweden Schweden Åtvidabergs FF 2:0 (A) 2:2 (H)
Halbfinale Sowjetunion 1955Sowjetunion Sowjetunion FK Dynamo Moskau 1:1 (H) 1:1 n. V., 1:4 i. E. (A)
1972/73 UEFA-Pokal 1.Runde FrankreichFrankreich Frankreich Angers SCO 1:1 (A) 2:1 (H)
2.Runde Bulgarien 1971Bulgarien Bulgarien Lewski Sofia 3:0 (H) 0:2 (A)
Achtelfinale EnglandEngland England FC Liverpool 0:0 (H) 1:3 (A)
1976/77 UEFA-Pokal 1.Runde Sowjetunion 1955Sowjetunion Sowjetunion Schachtar Donezk 0:3 (A) 1:1 (H)
1978/79 UEFA-Pokal 1.Runde Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien FK Roter Stern Belgrad 5:2 (H) 1:4 (A)2
1979/80 Europapokal der Landesmeister 1.Runde PolenPolen Polen Ruch Chorzów 4:1 (H) 0:0 (A)
Achtelfinale SchweizSchweiz Schweiz Servette FC Genf 2:1 (H) 2:2 (A)
Viertelfinale EnglandEngland England Nottingham Forest 1:0 (A) 1:3 (H)
1980/81 Europapokal der Landesmeister 1.Runde Zypern RepublikRepublik Zypern Zypern APOEL Nikosia 3:0 (H) 1:2 (A)
Achtelfinale TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei Baník Ostrava 0:0 (A) 1:1 (H)2
1981/82 Europapokal der Landesmeister Qualifikation FrankreichFrankreich Frankreich AS Saint-Étienne 1:1 (A) 2:0 (H)
1.Runde SchweizSchweiz Schweiz FC Zürich 2:0 (H) 1:3 (A)3
Achtelfinale EnglandEngland England Aston Villa 1:2 (H) 1:0 (A)2
1982/83 Europapokal der Landesmeister 1.Runde Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Bundesrepublik Deutschland Hamburger SV 1:1 (H) 0:2 (A)
1983/84 Europapokal der Landesmeister 1.Runde LuxemburgLuxemburg Luxemburg Jeunesse Esch 4:1 (H) 2:0 (A)
Achtelfinale Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien FK Partizan Belgrad 2:0 (H) 0:1 (A)
Viertelfinale ItalienItalien Italien AS Rom 0:3 (A) 2:1 (H)
1984/85 Europapokal der Landesmeister 1.Runde SchottlandSchottland Schottland Aberdeen FC 1:2 (A) 2:1 n. V., 5:4 i. E. (H)
Achtelfinale OsterreichÖsterreich Österreich FK Austria Wien 3:3 (H) 1:2 (A)
1985/86 Europapokal der Landesmeister 1.Runde OsterreichÖsterreich Österreich FK Austria Wien 0:2 (H) 1:2 (A)
1986/87 Europapokal der Landesmeister 1.Runde SchwedenSchweden Schweden Örgryte IS Göteborg 3:2 (A) 4:1 (H)
Achtelfinale DanemarkDänemark Dänemark Brøndby IF Kopenhagen 1:2 (A) 1:1 (H)
1987/88 Europapokal der Landesmeister 1.Runde FrankreichFrankreich Frankreich Girondins de Bordeaux 0:2 (A) 0:2 (H)
1988/89 Europapokal der Landesmeister 1.Runde Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Bundesrepublik Deutschland Werder Bremen 3:0 (H) 0:5 (A)
1989/90 Europapokal der Pokalsieger 1.Runde IslandIsland Island Valur Reykjavík 2:1 (A) 2:1 (H)
Achtelfinale FrankreichFrankreich Frankreich AS Monaco 0:0 (A) 1:1 n. V. (H)2

1Land, für dessen Fußballverband der gegnerische Verein startete
2aufgrund der weniger erzielten Auswärtstore ausgeschieden
3aufgrund der mehr erzielten Auswärtstore weitergekommen
(siehe auch Auswärtstorregel)

Mannschaftskader[Bearbeiten]

Aktueller Kader 2014/15[Bearbeiten]

Stand: 8. August 2014

Nr. Spieler Nat. Geburtsdatum Beim BFC seit letzter Verein
Torhüter
1 Stephan Flauder DeutschlandDeutschland 30.05.1986 Sommer 2013 FC Erzgebirge Aue
12 Nico Hinz DeutschlandDeutschland 01.02.1986 Sommer 2012 Lichterfelder FC
27 Niko Varrelmann DeutschlandDeutschland 14.05.1994 Sommer 2014 Energie Cottbus II
Abwehr
2 Lukáš Novy TschechienTschechien 17.12.1990 Sommer 2014 TSG Neustrelitz
3 Ronald Wolf DeutschlandDeutschland 23.04.1987 Sommer 2013 FC Carl Zeiss Jena
4 Philipp Haastrup DeutschlandDeutschland NigeriaNigeria 05.03.1982 Sommer 2013 Willem II Tilburg
5 Patrick Brendel DeutschlandDeutschland 06.12.1987 Sommer 2012 ZFC Meuselwitz
8 Richard Ohlow DeutschlandDeutschland 11.06.1993 Sommer 2012 Eigene Jugend
16 Philip Saalbach DeutschlandDeutschland 02.09.1988 Sommer 2012 Germania Halberstadt
19 Robin Mannsfeld DeutschlandDeutschland 10.02.1995 Sommer 2014 Hertha BSC II
22 Christof Köhne DeutschlandDeutschland 26.11.1988 Sommer 2012 1. FC Magdeburg
Mittelfeld
6 Pablo Iles Cruz KolumbienKolumbien 29.01.1994 Sommer 2014 FC Energie Cottbus II
7 Kevin Gutsche DeutschlandDeutschland 17.04.1991 Sommer 2010 Reinickendorfer Füchse U19
13 Martin Zurawsky DeutschlandDeutschland 12.08.1990 Winter 2013 VfB Auerbach
14 Tobias Scharlau DeutschlandDeutschland 15.12.1987 Winter 2012 1. FC Magdeburg
15 Rico Steinhauer DeutschlandDeutschland 15.01.1993 Sommer 2014 Germania Halberstadt
17 Lukas Rehbein DeutschlandDeutschland 30.09.1993 Sommer 2013 SV Lichtenberg 47
23 Björn Brunnemann (C)Kapitän der Mannschaft DeutschlandDeutschland 06.08.1980 Sommer 2012 Berliner AK 07
26 Joshua Putze DeutschlandDeutschland 02.12.1994 Sommer 2014 FC Energie Cottbus
Sturm
9 Christian Preiss DeutschlandDeutschland 13.04.1987 Sommer 2012 Torgelower FC Greif
11 Djibril N´Diaye SenegalSenegal FrankreichFrankreich 12.12.1989 Sommer 2013 Torgelower FC Greif
20 Andis Shala DeutschlandDeutschland AlbanienAlbanien 15.11.1988 Sommer 2014 FC Carl Zeiss Jena
24 Christopher Massamba Mandiangu DeutschlandDeutschland Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo 08.02.1992 Sommer 2014 TSG Neustrelitz

Trainerteam[Bearbeiten]

Funktion Name Nat. Geburtsdatum Beim BFC seit letzter Verein
Chef-Trainer Volkan Uluc TurkeiTürkei 01.01.1970 Sommer 2012 1. FC Lok Stendal
Co-Trainer Martino Gatti ItalienItalien 23.10.1971 Sommer 2013 SV Lichtenberg 47
Torwart-Trainer Marco Sejna DeutschlandDeutschland 20.03.1972 Winter 2012 SFC Stern 1900 U19

Funktionsteam[Bearbeiten]

Name Nation Funktion
Jörn Lenz DeutschlandDeutschland Leiter Organisation
David Sakic DeutschlandDeutschland Physiotherapeut
Bernd Brillat DeutschlandDeutschland Zeugwart
Frank Radicke DeutschlandDeutschland Zeugwart

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

In Klammern: Zeit der Vereinszugehörigkeit als Spieler

Trainer[Bearbeiten]

In Klammern: Zeit der Vereinszugehörigkeit als Trainer

  • Nico Thomaschewski/Jörn Lenz (Spielertrainer)
  • Ingo Rentzsch
  • Volkan Uluc (2007–2009)
  • Hakan Pinar (2009-2009)
  • Christian Backs (2009 bis März 2010)
  • Heiko Bonan (29. März 2010 bis 26. August 2011)
  • Rene Gritschke (26. August bis 5. September 2011)
  • Igor Lazić (5. September bis 5. Dezember 2011)
  • Rene Gritschke (5. Dezember 2011 bis 22. Mai 2012)
  • Volkan Uluc (seit 22. Mai 2012)

Literatur[Bearbeiten]

  •  Andreas Gläser: Der BFC ist schuld am Mauerbau!. Aufbau Taschenbuch Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-7466-1861-4.
  •  Jörn Luther, Frank Willmann: BFC Dynamo – Der Meisterclub. Das Neue Berlin, Berlin 2003, ISBN 3-360-01227-5.
  •  Hanns Leske: Erich Mielke, die Stasi und das runde Leder: Der Einfluß der SED und des Ministeriums für Staatssicherheit auf den Fußballsport in der DDR. Die Werkstatt, Göttingen 2004, ISBN 3-89533-448-0.
  •  Paul Bach (Hrsg.): Ostblock - Das BFC Fanzine. Eigenverlag, Berlin 2006.
  •  Holger Stark: Das Hooligan-Kartell. In: Der Tagesspiegel. 18. November 1999 (Artikel über organisierte Kriminalität und Bezüge zur 1990er-Fanszene des BFC Dynamo).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: BFC Dynamo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Der Berliner Politologe Hanns Leske schildert dies in seinem Buch, stellt aber darüber hinaus Schiedsrichtermanipulationen als Interpretationen dar, da diese bis heute jeglicher Beweisführung entbehren.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Jörn Luther/Frank Willmann, Der Meisterclub, 2. Auflage Berlin 2004, S. 18ff.
  2. Hanns Leske: Foul von höchster Stelle. In: Der Tagesspiegel. 22. März 2006
  3. Der Tagesspiegel"BFC Dynamo: Umstrittenes neues Logo" 12. Juni 2009
  4. Der Spiegel „Hunderte Hooligans stürmen Gästeblock“ vom 30. Juli 2011
  5. "BFC Dynamo zwei Partien ohne Zuschauer", RP Online vom 28. August 2011.
  6. http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/spieltag/1-bundesliga/2013-14/spieltag.html
  7. http://www.triosfussballseite.de/gesamt2013-14.html Gesamtstatistik Saison 2013/14, Trios Fussballseite, abgerufen am 12. April 2014.
  8. BFC Dynamo steigt auf Tagesspiegel online.
  9. http://www.triosfussballseite.de/spieler2014-15.html Übersicht Reagionalligateam mit Vertragsverlängerungen und Neuzugängen, Trios Fussballseite, abgerufen am 18. Mai 2014.
  10. http://www.berliner-kurier.de/fussball/angreifer-shala-tauscht-jenas-paradies-gegen-bfc-dynamo,7168900,27151868.html Shala tauscht Jenas Paradies gegen BFC Dynamo, Berliner Kurier, abgerufen am 18. Mai 2014.
  11. "Politikum Polizei", Studie zur Macht und Funktion der Polizei, S. 267
  12. Artikel im Tagesspiegel vom 18. November 1999
  13. Dr. Ehrhart Körting: Die Dritte Halbzeit - Problemfans im Berliner Fußball. In: www.parlament-berlin.de. Berliner Abgeordnetenhaus, 3. März 2011, abgerufen am 24. Februar 2012 (PDF; 40 kB).
  14. http://www.amazon.de/Der-BFC-war-schuld-Mauerbau/dp/3746618614 Darstellung des Titels beim Versandhändler Amazon, abgerufen am 12. April 2014.
  15. http://www.berliner-zeitung.de/newsticker/mit-musik-zum-derby-eine-hymne-fuer-den-bfc-dynamo,10917074,9716896.html Eine Hymne für den BFC Dynamo, Berliner Zeitung vom 2. Oktober 1999.
  16. http://www.youtube.com/watch?v=sB6fWeNhLjI Joe Rilla - Heb die Faust hoch, abgerufen am 11. April 2014.