BHF-Bank
| BHF-BANK Aktiengesellschaft | |
|---|---|
| Staat | Deutschland |
| Sitz | Frankfurt am Main |
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Bankleitzahl | 500 202 00[1] |
| BIC | BHFB DEFF 500[1] |
| Gründung | 1854 |
| Website | www.bhf-bank.com |
| Geschäftsdaten 2011[2] | |
| Bilanzsumme | 9,3 Mrd. EUR |
| Einlagen | 5,0 Mrd. EUR |
| Kundenkredite | 1,6 Mrd. EUR |
| Mitarbeiter | 1.218 |
| Leitung | |
| Vorstand | Björn H. Robens (Sprecher), Frank Behrends, Rolf Friedhofen |
| Aufsichtsrat | Stefan Krause (Vorsitzender) |
Die BHF-BANK Aktiengesellschaft ist eine Privatbank. Die Zentrale der Bank befindet sich in Frankfurt am Main. An 12 Standorten in Deutschland unterhält die BHF-BANK Niederlassungen. International ist sie in Luxemburg, der Schweiz, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Vietnam und Ägypten präsent.
Die Aktivitäten der Bank sind in den Geschäftsbereichen Private Banking & Asset-Management sowie Financial Markets & Corporates zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Die BHF-BANK entstand zum 1. Januar 1970 als Berliner Handels- und Frankfurter Bank aus dem Zusammenschluss der 1854 gegründeten Frankfurter Bank und der 1856 eingerichteten Berliner Handels-Gesellschaft. Es war damals der größte Bankenzusammenschluss in Deutschland seit der Vereinigung von Deutscher Bank und Disconto-Gesellschaft im Jahre 1929.
Die Umfirmierung zur BHF-BANK KGaA erfolgte 1975. Als Kommanditgesellschaft auf Aktien mit einem breit gestreuten Aktionärskreis wurde die Bank von persönlich haftenden Gesellschaftern geleitet, die gemeinsam mit den Kommanditaktionären die Gesellschaft bildeten. Die BHF-BANK zählte in den Siebziger- und Achtzigerjahren im Emissionsgeschäft zu den drei bis fünf führenden Häusern der Bundesrepublik Deutschland und konnte auch im Devisenhandel sowie im kommerziellen Auslandsgeschäft im westdeutschen Bankwesen eine Spitzenposition einnehmen. Zudem verfügte sie über umfangreiche Industriebeteiligungen. Ihr früherer Seniorpartner Dr. Hanns Christian Schroeder-Hohenwarth war von 1983 bis 1987 Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken.
Im Jahr 1995 wurde der Wechsel von der KGaA zur Aktiengesellschaft vollzogen.
1999 wurde die Bank von der niederländischen ING-Gruppe übernommen und firmierte 2002 um zu ING BHF-BANK. Im Jahr 2002 endete die Börsennotierung durch squeeze-out der verbliebenen Einzelaktionäre.
Im Jahr 2004 wurde die ING BHF-BANK in zwei Teile gespalten. Der größte Teil des Geschäftes, der Betriebsorte und Beteiligungen wurde in die neu gegründete BHF-BANK Aktiengesellschaft integriert, den das Bankhaus Sal. Oppenheim dann als Alleinaktionär übernahm. Die Konzernobergesellschaft der BHF-BANK, die Sal. Oppenheim jr. & Cie. S.C.A. in Luxemburg, wurde im März 2010 von der Deutschen Bank übernommen. Diese plant, die BHF-BANK zu verkaufen. Ende 2010/Anfang 2011 verhandelte die Deutsche Bank mit der LGT Group.[3] Der Verkauf der BHF-Bank kam jedoch nicht zustande. [4]
Die BHF-BANK hat im Oktober 2011 ein Sparprogramm angekündigt, das die Streichung von etwa einem Fünftel der Stellen bis Anfang 2015 vorsieht.[5]
Am 20. September 2012 gab die Deutsche Bank den Verkauf der BHF-Bank zu einem Preis von 384 Mio. Euro an die Kleinwort Benson Group, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des Finanzdienstleistungsunternehmens RHJ International bekannt. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Aufsichtsbehörden.[6]
Gesellschaftliches Engagement [Bearbeiten]
Die gemeinnützige BHF-BANK-Stiftung vergibt seit 2002 alle zwei Jahre den Brücke Berlin-Preis.
Big Brothers Big Sisters Deutschland hilft Kindern ihr Potenzial zu entfalten. Als Vorbilder und Mutmacher schenken Mentoren Zeit und Aufmerksamkeit, sie geben Anregungen für Bildung und Ausbildung und fördern die sozialen Kompetenzen. Finanziert wird das Projekt durch Spenden von Stiftungen und Unternehmen.
Senkenbergmuseum Frankfurt Die Bank unterstützt das Museum beim Erwerb neuer Exponate.
Deutsches Rotes Kreuz Frankfurt Die BHF-BANK steht dem DRK Frankfurt mit der Bereitstellung von Rettungsmitteln zur Seite. Dietmar Schmid unterstützt ehrenamtlich als Schatzmeister das DRK Frankfurt.
Mitglieder des Vorstands [Bearbeiten]
- Björn H. Robens (Sprecher des Vorstands) - Private Banking, Corporate Banking und Asset Management, Zentralsekretariat
- Frank Behrends - Kreditrisiko, Bankbetrieb und IT, Verwaltung, Compliance und Prozesse
- Rolf Friedhofen - Finance, Revision, Recht, Personal[7]
Architektur [Bearbeiten]
Errichtet wurde das BHF-Bank-Hochhaus 1970 von dem deutschen Architekten Professor Sep Ruf, damals war es das höchste Hochhaus der Finazmetropole.
Weblinks [Bearbeiten]
- Website der BHF-BANK Aktiengesellschaft
- BHF-Bank in der Unternehmensdatenbank der BaFin
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
- ↑ Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 im eBundesanzeiger
- ↑ Deutsche Bank und LGT Group über Eckpunkte des Verkaufs der BHF-Bank einig, abgerufen am 20. November 2012
- ↑ Verkauf geplatzt - Deutsche Bank behält die BHF-Bank, abgerufen am 20. November 2012
- ↑ enthält keinen Inhalt als Nachweis, abgerufen am 20. November 2012
- ↑ Deutsche Bank und Kleinwort Benson Group erzielen Einigung über den möglichen Verkauf der BHF-BANK, abgerufen am 20. November 2012
- ↑ Björn H. Robens zum neuen Sprecher des Vorstands der BHF-BANK ernannt (PDF; 20 kB), abgerufen am 20. November 2012
50.1162588.66846Koordinaten: 50° 6′ 59″ N, 8° 40′ 6″ O