BHF-Bank

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
BHF-BANK Aktiengesellschaft
Logo der BHF-BANK Aktiengesellschaft
Staat Deutschland
Sitz Frankfurt am Main
Rechtsform Aktiengesellschaft
Bankleitzahl 500 202 00[1]
BIC BHFB DEFF 500[1]
Gründung 1854
Website www.bhf-bank.com
Geschäftsdaten 2012[2]
Bilanzsumme 7,367 Mrd. EUR
Mitarbeiter 1.261
Leitung
Vorstand Björn H. Robens (Sprecher),
Frank Behrends,
Franz Herrlein
Aufsichtsrat Leonhard Fischer (Vorsitzender)
BHF-Bank-Hochhaus (Zentrale) in Frankfurt am Main

Die BHF-BANK Aktiengesellschaft ist eine in Frankfurt am Main ansässige Privatbank die 1970 aus der Fusion der Berliner Handels-Gesellschaft mit der Frankfurter Bank zur Berliner Handels- und Frankfurter Bank entstand.

An 12 Standorten in Deutschland unterhält die BHF-Bank Niederlassungen. International ist sie in Luxemburg, der Schweiz, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Vietnam und Ägypten präsent.

Die Aktivitäten der Bank sind in den Geschäftsbereichen Private Banking & Asset-Management sowie Financial Markets & Corporates zusammengefasst.

Geschichte[Bearbeiten]

Die BHF-BANK entstand zum 1. Januar 1970 als Berliner Handels- und Frankfurter Bank aus dem Zusammenschluss der 1854 gegründeten Frankfurter Bank und der 1856 eingerichteten Berliner Handels-Gesellschaft. Es war damals der größte Bankenzusammenschluss in Deutschland seit der Vereinigung von Deutscher Bank und Disconto-Gesellschaft im Jahre 1929.

Die Umfirmierung zur BHF-BANK KGaA erfolgte 1975. Als Kommanditgesellschaft auf Aktien mit einem breit gestreuten Aktionärskreis wurde die Bank von persönlich haftenden Gesellschaftern geleitet, die gemeinsam mit den Kommanditaktionären die Gesellschaft bildeten. Die BHF-BANK zählte in den Siebziger- und Achtzigerjahren im Emissionsgeschäft zu den drei bis fünf führenden Häusern der Bundesrepublik Deutschland und konnte auch im Devisenhandel sowie im kommerziellen Auslandsgeschäft im westdeutschen Bankwesen eine Spitzenposition einnehmen. Zudem verfügte sie über umfangreiche Industriebeteiligungen. Ihr früherer Seniorpartner Dr. Hanns Christian Schroeder-Hohenwarth war von 1983 bis 1987 Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken.

Im Jahr 1995 wurde der Wechsel von der KGaA zur Aktiengesellschaft vollzogen.

1999 wurde die Bank von der niederländischen ING-Gruppe übernommen und firmierte 2002 um zu ING BHF-BANK. Im Jahr 2002 endete die Börsennotierung durch squeeze-out der verbliebenen Einzelaktionäre.

Im Jahr 2004 wurde die ING BHF-BANK in zwei Teile gespalten. Der größte Teil des Geschäftes, der Betriebsorte und Beteiligungen wurde in die neu gegründete BHF-BANK Aktiengesellschaft integriert, den das Bankhaus Sal. Oppenheim dann als Alleinaktionär übernahm. Die Konzernobergesellschaft der BHF-BANK, die Sal. Oppenheim jr. & Cie. S.C.A. in Luxemburg, wurde im März 2010 von der Deutschen Bank übernommen. Diese plant, die BHF-BANK zu verkaufen. Ende 2010/Anfang 2011 verhandelte die Deutsche Bank mit der LGT Group.[3] Der Verkauf der BHF-Bank kam jedoch nicht zustande.[4]

Die BHF-BANK hat im Oktober 2011 ein Sparprogramm angekündigt, das die Streichung von etwa einem Fünftel der Stellen bis Anfang 2015 vorsieht.[5]

Am 20. September 2012 gab die Deutsche Bank den Verkauf der BHF-Bank zu einem Preis von 384 Mio. Euro an die Kleinwort Benson Group, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des Finanzdienstleistungsunternehmens RHJ International bekannt.[6] Die BaFin als deutsche Aufsichtsbehörde soll dem Verkauf im Februar 2014 zugstimmt haben.[7]

Gesellschaftliches Engagement[Bearbeiten]

Die gemeinnützige BHF-BANK-Stiftung vergibt seit 2002 alle zwei Jahre den Brücke-Berlin-Preis.

Senkenbergmuseum Frankfurt: Die Bank unterstützt das Museum beim Erwerb neuer Exponate.

Deutsches Rotes Kreuz Frankfurt: Die BHF-BANK steht dem DRK Frankfurt mit der Bereitstellung von Rettungsmitteln zur Seite. Dietmar Schmid unterstützt ehrenamtlich als Schatzmeister das DRK Frankfurt.

Mitglieder des Vorstands[Bearbeiten]

  • Björn H. Robens (Sprecher des Vorstands) - Private Banking, Asset Management, Corporates, Financial Markets, Volkswirtschaft, Zentralsekretariat
  • Frank Behrends - Kreditrisiko, IT, Operations, Personal
  • Franz Herrlein - Finance, Revision, Compliance

Architektur[Bearbeiten]

Errichtet wurde das BHF-Bank-Hochhaus 1970 von dem deutschen Architekten Professor Sep Ruf, damals war es das höchste Hochhaus der Finanzmetropole.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Jahresabschluss des Konzerns zum 31. Dezember 2012 im eBundesanzeiger
  3. Deutsche Bank und LGT Group über Eckpunkte des Verkaufs der BHF-Bank einig. Deutsche Bank, 23. Dezember 2010, abgerufen am 23. Februar 2014 (Pressemitteilung).
  4. Verkauf geplatzt - Deutsche Bank behält die BHF-Bank. Reuters, 18. April 2011, abgerufen am 23. Februar 2014.
  5. Peter Köhler und Robert Landgraf: Zwist um Abfindungen bei BHF-Bank. In: Handelsblatt. 28. Dezember 2011, abgerufen am 23. Februar 2014.
  6. Deutsche Bank und Kleinwort Benson Group erzielen Einigung über den möglichen Verkauf der BHF-BANK. Deutsche Bank, 20. September 2012, abgerufen am 23. Februar 2014 (Pressemitteilung).
  7. Markus Frühauf: Grünes Licht für Verkauf Die Deutsche Bank wird die BHF-Bank los. In: FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung. 21. Februar 2014, abgerufen am 23. Februar 2014.

50.1162588.66846Koordinaten: 50° 6′ 59″ N, 8° 40′ 6″ O