BMW E46

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BMW
BMW 3er Limousine (1998–2001)

BMW 3er Limousine (1998–2001)

E46
Verkaufsbezeichnung: 3er
Produktionszeitraum: 1998–2007
Klasse: Mittelklasse, Kompaktklasse
Karosserieversionen: Limousine, Kombilimousine, Kombi, Coupé, Cabriolet
Motoren: Ottomotoren:
1,8–4,0 Liter
(77–265 kW)
Dieselmotoren:
2,0–3,0 Liter
(85–150 kW)
Länge: 4262–4492 mm
Breite: 1739–1780 mm
Höhe: 1369–1434 mm
Radstand: 2725–2730 mm
Leergewicht: 1360–1790 kg
Vorgängermodell: BMW E36
Nachfolgemodell: BMW E90
(für Compact E46/5: BMW E81)
Sterne im Euro-NCAP-Crashtest (2001)[1] Crashtest-Stern 4.svg

Die Baureihe E46 ist die vierte 3er-Reihe des Automobilherstellers BMW. Die Mittelklasse-Baureihe wurde im März 1998 als Nachfolger der Baureihe E36 vorgestellt, die letzten Modelle waren 2007 erhältlich.

Die Produktion der E46-Modelle fand im Stammwerk München-Milbertshofen und den Werken Leipzig, Regensburg sowie Rosslyn (Südafrika) statt. Weitere Hersteller waren die Brilliance Motors in Shenyang (China), die Bavarian Auto Group in der Stadt des 6. Oktobers (Ägypten) und die Avtotor in Kaliningrad (Russland).

Modellgeschichte[править]

Der E46 erschien Ende April 1998 wie bei BMW üblich zunächst nur als Limousine, mit überarbeiteten Sechszylinder- (M52TU) und Vierzylinder-Benzinern (M43TU). Mit dem M47-Dieselmotor verkaufte BMW erstmals einen Direkteinspritzer. Die Sicherheitsausstattung umfasste in allen Modellen serienmäßig ABS, die Traktionskontrolle ASC+T, Cornering Brake Control, Elektronische Bremskraftverteilung und sechs Airbags. DSC war anfangs nur gegen 1.800 DM Aufpreis für den 328i erhältlich, später optional für alle Modelle, schließlich serienmäßig. Ab Modelljahr 2001 war auch ein Bremsassistent Serie.

Der E46 wurde seit dem Erscheinen mit einem serienmäßigen 5-Gang-Schaltgetriebe ausgerüstet. Erst ab dem Modelljahr 2003 wurden die Dieselmodelle ab 320d sowie der 330i mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe ausgeliefert. Auf Wunsch gab es eine 4-Stufen-Automatik bei den Vierzylindermodellen und eine 5-Stufen-Steptronic (Automatik) bei den Sechszylindermodellen. Für den 325Ci und 330Ci gab es auch noch zusätzlich ein optionales sequenzielles manuelles 5-Gang-Schaltgetriebe mit dem Kurznamen SMG, welches eine Besonderheit von BMW ist. Dabei handelt es sich um ein klassisches automatisiertes Schaltgetriebe, welches sich sowohl manuell über Wählhebel und Schaltwippen als auch automatisiert schalten lässt.

Im April 1999 schob man das Coupé sowie kurz darauf den Sechszylinder-Dieselmotor M57 nach, der zunächst nur in der Limousine sowie in dem im Oktober 1999 erschienenen und bei BMW traditionell Touring genannten Kombi erhältlich war. Erst mit dem „Facelift“ (Modellpflege) des Coupés und des Cabrios im Jahre 2003 war auch bei diesen Modellen dieser Dieselmotor lieferbar.

Im April 2000 folgte das Cabriolet. Im Juni 2000 erschien mit dem 330i der erste M54-Motor, im Herbst wurden auch die anderen M52TU-Sechszylinder von leistungsstärkeren M54-Versionen abgelöst. Zusammen mit den M54-Motoren kamen auch die Allradmodelle, welche die Zusatzbezeichnung xi (Benziner) oder xd (Diesel) bekamen.

Im Juni 2001 wurde der Compact auf Basis der E46-Reihe aufgelegt. Erstmals wurden Motoren mit der neuen Valvetronic verbaut, die zum wenige Monate später beginnenden neuen Modelljahr auch in den anderen E46-Varianten erschienen. Optisch unterscheidet sich der Compact naturgemäß am Heck und diesmal auch deutlich an der Front von den anderen Bauformen.

Der BMW E46 ist eines der meistverkauften Fahrzeuge der letzten zehn Jahre. Mit ihm wurden zudem bei BMW die modernen direkteinspritzenden Dieselmotoren eingeführt, die zum damaligen Zeitpunkt Maßstäbe in Bezug auf Leistung und Laufkultur setzten. Im Vergleich zu seinem Vorgänger (E36) wurde die Fahrgastzelle wesentlich steifer ausgelegt und somit die Unfallsicherheit erhöht.

Produktionszeiträume[править]

  • Limousine (E46/4):
März 1998 bis Februar 2005
  • Coupé (E46/2):
April 1999 bis Juni 2006
  • Touring (E46/3):
Oktober 1999 bis Juni 2005
  • Cabrio (E46/2C):
März 2000 bis Februar 2007
  • Compact (E46/5):
Juni 2001 bis Dezember 2004
  • M3 Coupé (E46/2):
Juni 2000 bis Mai 2006
  • M3 Cabrio (E46/2CS):
April 2001 bis Juni 2006

Modellpflege[править]

Im September 2001 erhielten die Limousine und der Touring ein Facelift, das die Optik an die des ein Jahr zuvor modifizierten 5er anlehnte, jedoch noch nicht über Standlichtringe verfügte. Außerdem erschien eine neue Vierzylinder-Motoren-Generation mit der variablen Ventilsteuerung Valvetronic. Erkennbar ist die geliftete Version äußerlich vor allem an anders geformten Front- und Heckleuchten, den flacheren, breiteren und oben eckigeren BMW-Nieren, dem jetzt nach außen laufenden Falz auf der Motorhaube, sowie an den seitlichen Blinkern der Frontleuchten, deren auslaufenden Konturen von der Gürtellinie auf die Schulterlinie des Fahrzeuges hochversetzt wurde.

Eine weitere wichtige, äußerlich jedoch nicht auf den ersten Blick sichtbare Überarbeitung betraf die Befestigung der Hinterachse an der Karosserie. Hier kam es – vor allem bei Fahrzeugen mit Sechszylindermotor aus den ersten Produktionsjahren – gehäuft zu Rissbildungen, die eine sehr aufwendige (vollständige Demontage des Heckbereichs und Austausch eines großen Karosserieteils) und teure Instandsetzung erforderten. Als Vorbeugemaßnahme und Alternative zur Komplettreparatur bei noch nicht weit fortgeschrittener Rissbildung bot BMW eine Zeitlang das gezielte Verkleben der rissgefährdeten Bleche mit einem Spezialharz an.

Ein ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) gab es nun ab September 2001 in allen Modellen serienmäßig.

Im März 2003 wurden Coupé und Cabriolet überarbeitet, ließen sich dennoch optisch leicht von der Limousine unterscheiden. Für die Modelle M3 und M3 CSL gab es während der gesamten Bauzeit kein Facelift. Allein die Heckleuchten wurden gegen leicht veränderte Leuchten mit LED-Technik getauscht.

Im Zuge der Überarbeitungsmaßnahmen beim 3er wurden ab März 2003 auch die folgenden Modelle auf manuelle 6-Gangschaltung umgestellt, anstatt vorher nur 5-Gang-Getriebe: 320d, 330d, 330i. Dies betraf alle Modelle, also sowohl Coupé, Cabrio und Limousine.

Die Preise aus dem Jahr 2004 reichten vom 21.500 Euro teuren 3er Compact bis hin zum 85.000 Euro teuren M3 CSL.

Auch der Compact kam im März 2003 in den Genuss einer optischen Auffrischung. Sie sollte die ungewöhnlichen Klarglas-Rücklichter durch komplett rote Rücklichter entschärfen. Zusätzlich gab es nach außen hin gewölbte Seitenschweller und eine zusätzliche Sicke im Kofferraumdeckel.

Dennoch konnte der Compact der Baureihe E46 den Erfolg seines Vorgängers nicht wiederholen und wurde zum Flop. Seine Produktion wurde im Dezember 2004 nach nur etwas über drei Jahren Bauzeit eingestellt. BMW lernte später aus den Fehlern in der Marktpositionierung und entwickelte als Nachfolger den BMW 1er, eine eigenständige Baureihe, welche gegen Audi A3 und VW Golf in der Kompaktklasse bestehen soll.

Im März 2005 wurde der Nachfolger der Limousine (E90) eingeführt. Der Touring (E91) folgte im September 2005. Das Coupé (E92) kam im September 2006 und das Cabrio (E93) im März 2007 auf den Markt.

Neben den genannten Versionen gibt es den bei der BMW M GmbH in München leistungsgesteigerten Sportwagen M3. Im E46 Coupé und Cabriolet schöpft der M3 252 kW (343 PS) aus einem Sechszylinder-Reihenmotor mit Einzeldrosselklappeneinspritzung. In der gewichtsreduzierten, limitierten Version M3 CSL stehen 265 kW (360 PS) zur Verfügung.

Der BMW-Tuner Alpina setzte dagegen mit seinen E46-Versionen Alpina B3 und B3S (3,3/3,4-l-Hubraum, 206/224 kW) auf eine mehr komfortorientierte Sportlichkeit. Der Motor basiert auf dem der E46 US-M3-Version (S50USB30 und S52USB32 = gusseiserner Motorblock, Aluminium-Zylinderkopf mit zwei obenliegenden Nockenwellen und Vanos, eine Drosselklappe) der u.a. mit Alpina-Kurbeltrieb und anderen Kolben modifiziert wurde. Diese Modelle waren auch als Limousine, Touring, Cabrio und Allrad lieferbar und sind nicht bei 250 km/h abgeregelt, sondern erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 270 km/h.

Innenraumvarianten[править]

Schwachstellen[править]

Wie jedes Fahrzeug hat auch der BMW E46 gewisse Schwachstellen bei der Konstruktion, wobei die meisten Probleme im Laufe der Jahre von BMW schrittweise verbessert und behoben wurden. Diese Schwachstellen sind unter anderem:

  • Das Differential ist bei manchen Gebrauchtfahrzeugen undicht und neigt dann im Schiebebetrieb zum Heulen.
  • Die Dieselmotoren des E46 sind zwar grundsätzlich sehr standfest, haben aber teilweise Probleme im Bereich des Turboladers und an den Common-Rail-Einspritzpumpen (330d).
  • Der 320d fällt mit häufig defekten Luftmassemessern auf.
  • Das Fahrwerk zeigt auf schlechten Straßen hohen Verschleiß an Federbeinlagern, Traggelenken, Querlenkerlagern und der Hinterachsaufhängung. Standfestere Bauteile gibt es im Ersatzteilhandel.
  • Die Elektronik „spinnt“ gelegentlich im Bereich der Wegfahrsperre, auch Navigationssysteme und Telefone verursachen öfter Störungen.
  • Die Bremsanlage zeigt abhängig von der Fahrweise teilweise einen hohen Verschleiß.[2]

Viele Kunden klagen laut Auto Bild des Weiteren über ein schüttelndes Lenkrad beim Bremsen sowie auf unebenen Strecken. Schuld daran sind jedoch angeblich weder eine defekte Lenkung noch die Bremsanlage, sondern die weiche Lagerung der vorderen Querlenker und die zu direkte Übersetzung der Lenkung.[2]

Die Ingenieure der Prüfstelle Dekra ermitteln bei den Hauptuntersuchungen bei vier- bis fünfjährigen Fahrzeugen des E46 häufige Ausfälle der Feststellbremse. Die Ursache dafür ist, dass sich die Seilzüge längen und dann schwächeln. Überdurchschnittlich oft werden auch Probleme an der Radaufhängung bemängelt. „Günstig ist der Kauf eines gebrauchten 3er-BMW nicht. Doch dafür kommt der Gebrauchtwagenkäufer in den Genuss typischer BMW-Vorzüge: Die Ausstattung fällt reichhaltig aus, die Qualität der Extras wie Lederpolster, Audioanlage und Dichtheit des Glasschiebedachs bleibt auch nach Jahren beanstandungsfrei und die Elektronik erweist sich als stets zuverlässig. Sie fiel weder den Pannendiensten noch den kritischen Blicken der Dekra-Prüfingenieure als ausfallträchtig auf.“[3]

Die Vorderachse der Vierzylindermodelle fiel auch laut der Auto Zeitung beim Bremsen oft in leichte Schüttelbewegungen. Dieses Problem konnte BMW jedoch durch eine konstruktive Änderung an den Radlenkern und Kugelköpfen beheben.

Sicherheitsrelevante Probleme fielen am Bremspedal des BMW E46 auf. So versagte beispielsweise bei einem Testwagen der Auto Zeitung im Jahre 1999 das Pedalwerk. Durch eine fehlende Federklemme rutschte ein Bolzen aus seiner Führung und ließ somit das Bremspedal aushaken. Da dies kein Einzelfall war, reagierte BMW deshalb mit einer Rückrufaktion und besserte alle betroffenen Fahrzeuge nach.

Die Bremswirkung an sich gilt beim 3er als gut. Allerdings werden Gebrauchtwagenkäufern häufig Bremstests empfohlen, um anhand rubbelnder Geräusche von der Bremsanlage verzogene Bremsscheiben zu erkennen. Diese meist durch Überhitzung unbrauchbar gewordenen Scheiben müssen dann getauscht werden.[3]

Alle Triebwerke des E46 erweisen sich als robust und langlebig. Einige Probleme wegen des kräftigen Anfahrdrehmoments gab es bei den in den ersten beiden Produktionsjahren ausgelieferten 320d. Das hohe Drehmoment überforderte die Kupplung, ließ sie beim Einkuppeln rupfen und deshalb schnell verschleißen.[3]

Bei den Benzinern registriert der ADAC häufiger Ausfälle auf Grund defekter Kühler, die meist durch Steinschlag beschädigt werden und leck werden können. Ein zu geringer Kühlmittelstand kann zudem zu Ausfällen wegen durchgebrannter Zylinderkopfdichtungen führen. Eventuelle Startprobleme durch feuchte Zündkerzen wurden ab dem Modelljahr 1999 korrigiert, indem eine neue Generation von Zündkerzen eingebaut wurde.[3]

Ein Gutachter des TÜV SÜD fasst die Schwachstellen des BMW E46 folgendermaßen zusammen: „Die Schwächen des Fahrwerks führen auch in unserer Statistik zu einem unterdurchschnittlichen Abschneiden des E 46. Schade, denn in den meisten anderen Bereichen ist der 3er top. Davon ausnehmen müssen wir nur die Handbremse, die gelegentlich Wirkung vermissen läßt, vor allem aber oft ungleichmäßig zieht. Großes Lob hingegen für die Scheinwerfer, die deutlich seltener als beim Vorgänger Grund zur Beanstandung geben“.

Rückrufe[править]

Am 1. Januar 2008 gab das Kraftfahrtbundesamt einen Rückruf zur 3er-Baureihe bekannt. Betroffen sind die Baujahre 2002 bis 2005. Begründet wird dies mit der möglichen Korrosion im Steuergerät des Lüfters, das zum Kurzschluss führen kann und im ungünstigsten Fall zu einem Fahrzeugbrand führt.

Am 17. Mai 2013 gab BMW einen Rückruf zur 3er-Baureihe des Baujahres Dezember 2001 bis März 2003. Betroffen sind weltweit rund 220.000 Fahrzeuge. Aufgrund des Alters der Fahrzeuge rechnet BMW weltweit mit nur noch 180.000 Fahrzeugen. Grund für den Rückruf ist ein Fehler im Gasgenerator des Beifahrerairbags des japanischen Zulieferers Takata und führt bei Airbagauslösung zu unkontrollierter Entfaltung.[4]

Am 16. Juli 2014 ruft BMW weltweit rund 1,6 Mio. Fahrzeuge (Deutschland: ca. 450.000 betroffene Fahrzeuge) der Baujahre Mai 1999 bis Dezember 2006 zurück. Grund hierfür ist wie in der Rückrufaktion 2013 ein Fehler im Gasgenerator des Beifahrerairbags. Es handelt sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, die freiwillig ist.

Motorisierungen[править]

Fahrleistungen und Verbrauch[править]

Einzelnachweise[править]

  1. Der BMW E46 im Euro-NCAP-Crashtest (PDF; 270 kB)
  2. a b http://www.autobild.de/artikel/bmw-3er-1998-2005--51704.html
  3. a b c d http://www.autozeitung.de/gebrauchtwagentest/gebrauchtwagen-bmw-3er-reihe-e-46
  4. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/bmw-ruft-220-000-3er-modelle-wegen-defekter-airbags-zurueck-a-898547.html
  5. a b c d e f Der neue BMW 3er touring 1999
  6. a b c d e f g h i j k l Das neue BMW 3er Coupé. 1999, Seite 39

Weblinks[править]

 Commons: Übersicht über Karosserieversionen und Modelle – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien