BMW R 1200 RT

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
BMW
R1200rt-blue.jpg
Baureihe K26, Werkscode 0368/0430
R 1200 RT
Hersteller: BMW
Produktionszeitraum 2005 bis 2013
Klasse Motorrad
Bauart Tourer
Motordaten
Luft-/ölgekühlter Zweizylinder-Viertakt-Boxermotor
Hubraum (cm³) 1170 cm³
Leistung (kW/PS) 81 kW (110 PS) bei 7500 min-1
Drehmoment (N m) 120 Nm bei 6000 min-1
Höchstgeschwin-
digkeit
 (km/h)
223 km/h
Getriebe 6 Gang
Antrieb Kardanantrieb
Bremsen Doppelscheibenbremse, schwimmend gelagerte Bremsscheiben, Durchmesser 320 mm, 4-Kolben-Festsattel
Radstand (mm) 1485 mm
Sitzhöhe (cm) 82 cm
Leergewicht (kg) 229 kg (fahrfertig)
259 kg (vollgetankt)
Vorgängermodell BMW R 1150 RT
Nachfolgemodell BMW R 1200 RT K52

Die BMW R 1200 RT ist ein Motorrad des Fahrzeugherstellers BMW. Der Tourer[1] wurde am 2. Dezember 2004 auf der Bologna Motorshow[2] präsentiert und wird seit dem Frühjahr 2005 als Nachfolger der BMW R 1150 RT vertrieben. Wie alle Modelle der R-Reihe wird das Motorrad von einem Boxermotor angetrieben und im BMW-Werk Berlin in Spandau hergestellt.

Als Behördenfahrzeug wird das Motorrad auch mit einem kleineren Motor als R 900 RT angeboten. Seit 2014 wird mit der Baureihe K52 von BMW unter der gleichen Verkaufsbezeichnung eine neukonstruierte Nachfolgerin angeboten.[3]

Technik[Bearbeiten]

Der Zweizylindermotor erzeugt eine Nennleistung von 81 kW (110 PS). Das Motorrad beschleunigt in 3,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h[4] und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 223 km/h. Der luft- und ölgekühlte Viertakt-Boxermotor hat einen Hubraum von 1170 cm3, bei einer Bohrung von 101 mm, einem Hub von 73 mm und einer Verdichtung von 12,0:1.

Das Fahrwerk besteht aus Vorder- und Heckrahmen mit mittragender Motor-Getriebe-Einheit. Die Fahrwerkseinstellung kann elektronisch über die Federvorspannung und Dämpfung in neun Stufen verändert werden. Das serienmäßige teilintegrale Antiblockiersystem steuert das Bremsverhalten in kritischen Situation.

Die zwei Seitenkoffer haben ein Stauvolumen von 32 Litern. Fahrtfertig und vollgetankt wiegt die R 1200 RT 259 kg. Die maximale Zuladung beträgt 236 kg. Der Kraftstofftank fasst 25 Liter, von dem ca. 4 Liter Reserve sind und ermöglicht bei einem Verbrauch von etwa 5 Litern pro 100 km eine maximale Reichweite von über 500 Kilometern. Je nach Fahrweise verbraucht die R 1200 RT zwischen 4,5 und 7,5 Litern auf 100 km. Der Hersteller empfiehlt Superplus/Super mit 98/95 Oktan zu tanken. Die Radaufhängung wurde vorne durch eine Telelever und hinten über eine Paralever realisiert. Die Bereifung hat vorn die Maße 120/70 ZR 17 und hinten 180/55 ZR 17.

Der Tourer ist technisch weitgehend identisch mit dem Sporttourer BMW R 1200 ST, jedoch serienmäßig mit einer Vollverkleidung und Koffern ausgestattet.

Motorräder mit vergleichbarer Charakteristik sind Ducati ST3, Honda ST 1300 Pan European, Moto Guzzi Norge 1200, Triumph Sprint ST und Yamaha FJR 1300.

Polizeimotorrad BMW R 900 RT, Niedersachsen

Kritik[Bearbeiten]

K 1600 und RT haben Gemeinsamkeiten. Sie fahren nicht so, wie sie aussehen, nämlich leichtfüßiger, wendiger als zu vermuten – die RT noch mehr als die 1600er. Der Reiseboxer ist mit 274 Kilo für diese Kategorie Motorrad recht leicht, mit dem neuen Fahrwerk nach unserem ersten Eindruck noch handlicher als die Vorgängerin und zugleich stabil.“

Walter Wille: Frankfurter Allgemeine Zeitung[5]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: BMW R1200 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thilo Kozik: Toller Tourer mit Schönheitsfehlern. In: Süddeutsche Zeitung. 1. April 2014, abgerufen am 11. Oktober 2014.
  2. BMW R1200RT Motorcycle. In: webBikeWorld. Abgerufen am 11. Oktober 2014 (englisch).
  3. Ulf Böhringer: Fürs Reisen und Rasen. In: Handelsblatt. 26. Mai 2014, abgerufen am 11. Oktober 2014.
  4.  Guido Salinger: Neuer Maßstab. In: Motorradfahrer. Nr. 09, 2014, ISSN 0935-7645, S. 36.
  5. Walter Wille: Sexy Touring. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 9. Februar 2014, abgerufen am 12. April 2014.