BMW V12 LMR

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BMW V12 LMR

BMW V12 LMR

BMW V12 LMR
Produktionszeitraum: 1999–2000
Klasse: Rennwagen
Karosserieversionen: Roadster
Motoren: Ottomotor:
6,1 Liter (467 kW)
Länge: 4650 mm
Breite: 2000 mm
Höhe: 1020 mm
Radstand: 2790 mm
Leergewicht: 915 kg
Vorgängermodell: BMW V12 LM
Nachfolgemodell: keines

Der BMW V12 LMR (Abkürzung für Le Mans Roadster) ist ein für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans und der Langstreckenmeisterschaft entwickelter Sportwagenprototyp. Der Rennwagen wurde bei Sportwagenrennen von 1999 bis 2000 eingesetzt und war Nachfolger des bis 1998 verwendeten BMW V12 LM.

Fahrzeugkonzept[Bearbeiten]

Der BMW V12 LMR basierte auf einer kompletten Neuentwicklung, die jedoch auf den Motor des bis 1998 verwendeten BMW V12 LM verwendete. Das Fahrzeug ist besonders auf Haltbarkeit ausgelegt.[1]. Entwicklungsvorgabe war das Bestehen der doppelten Le Mans-Distanz. Entwicklungsziel war es, die Renndistanz schadensfrei durchzufahren, und Komponentenwechsel zu vermeiden.

Die Chassisentwicklung erfolgte unter BMW Verantwortung in einer BMW Facility in der Nähe von Oxford. Die Entwicklung erfolgte unabhängig von den Vorbereitungen der Formel-1-Zusammenarbeit zwischen BMW und Williams. Als Motor kam im BMW V12 LMR der bewährte BMW S70-6,1 Liter-V12 aus dem McLaren F1 zur Verwendung, der bereits 1995 das Gesamtklassement der 24 Stunden von Le Mans gewonnen hatte.[2]

Einsätze[Bearbeiten]

Der Einsatz des BMW V12 LM bei den 24 Stunden von Le Mans 1998 endete früh mit Radlagerschäden. Daraufhin wurde der Wagen komplett umgebaut, die Nase wurde schlanker und es kam ein einzelner Überrollbügel zum Einsatz.

Eingesetzt vom Team Schnitzer Motorsport gewann der Sportwagen Anfang 1999 das 12-Stunden-Rennen von Sebring und im Juni 1999 mit den Fahrern Joachim Winkelhock, Pierluigi Martini und Yannick Dalmas die 24 Stunden von Le Mans. Grundperformance, Zuverlässigkeit und günstiger Verbrauch gaben den Ausschlag dafür, dass der BMW V12 LMR nach 365 Runden als Erster abgewunken wurde.[2]

Aufgrund von Unterluft an der Frontachse überschlug sich Bill Auberlen in Road Atlanta 2000 beim überfahren eines Hügels direkt hinter dem zur Überrundung anstehenden Lola von Team Rafanelli SRL.

Auf Basis des BMW V12 LMR gestaltete die Künstlerin Jenny Holzer das fünfzehnte BMW Art Car mit kurzen Sprüchen aus ihrer 'Truisms and Survival'-Serie, wie etwa „You are so complex you don't respond to danger“. Den Rennwagen mit der Startnummer 16 und der dominierenden Aufschrift „Protect me from what I want“ präsentierte der Däne Tom Kristensen im Training der 24 Stunden von Le Mans 1999.[2]

Im Jahr 2000 wurde der BMW V12 LMR in der American Le Mans Series eingesetzt, wo er allerdings gegen den neu eingeführten Audi R8 chancenlos war.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. BMW 24h von Le Mans-Chef Dr. Ulrich W. Schiefer wurde seinerzeit in den Medien des Öfteren zitiert: "Technik, die man nicht im Auto hat, kann auch nicht kaputtgehen." In: rallye racing. rennsport - test - tuning. 7/99, S. 34.
  2. a b c  Erich Kahnt: „Emotional unbeschreiblich...“ – Gesamtsieg in Le Mans 1999. In: powerslide – Historischer Motorsport. Sonderheft 40 Jahre BMW M Power. Petrolpics, Bonn, September 2012, ISSN 2190-0701, S. 90–91.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: BMW V12 LMR – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien