ARD-alpha

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ARD-alpha
Senderlogo
ARD alpha.svg
Allgemeine Informationen
Empfang: Analog: Kabel
Digital: DVB-C, DVB-S, DVB-T, IPTV
Sitz: München, Deutschland
Sendeanstalt: Bayerischer Rundfunk
Intendant: Ulrich Wilhelm
Sendebeginn: 7. Januar 1998
Rechtsform: Öffentlich-rechtlich
Programmtyp: Spartenprogramm
Website: ARD-alpha
Liste von Fernsehsendern

ARD-alpha ist ein deutscher Fernseh-Bildungskanal, der am 7. Januar 1998 unter Federführung des Bayerischen Rundfunks als BR-alpha auf Sendung ging. Am 29. Juni 2014 wurde er in ARD-alpha umbenannt.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Fernseh-Bildungskanal BR-alpha startete als 24-Stunden-Angebot am 7. Januar 1998. Ausgestrahlt wurde der Sender analog über Astra und in diversen Kabelnetzen. Der Schwerpunkt des Spartenprogramms wurde auf die Bereiche Bildung, Information und Service gelegt. Im Sommer 1998 begann auch die digitale Ausstrahlung über Astra.[1] Am 28. November 2000 unterzeichneten die Intendanten der Landesrundfunkanstalten erstmals eine Verwaltungsvereinbarung über die Zusammenarbeit mit dem BR-Bildungskanal BR-alpha.[2]

Am 30. September 2002 startete Planet Wissen, die gemeinsame Wissensendung von BR-alpha, WDR und SWR, die auch ein umfangreiches Internetangebot anbietet. Mit dem Start des digitalen Antennenfernsehens in Bayern am 30. Mai 2005 begann auch BR-alpha seine Ausstrahlung über DVB-T.[3]

Zum 10-jährigen Bestehen wurde am 16. Februar 2008 das Programmschema überarbeitet. Neben Beiträgen zum Thema Berufsorientierung, startete das Jugendmagazin freiraum und die Sendungen W wie Wissen und Faszination Wissen wurden übernommen.[4]

Am 9. August 2009 wechselte die Jugendsendung on3-südwild vom Bayerischen Fernsehen zu BR-alpha.[5] Am 27. Juni 2010 erhielt Andreas Höfer für die BR-alpha-Filmproduktion Empathie – Stumme Schreie den Deutschen Kamerapreis in der Kategorie Fernsehfilm/Dokudrama.[6] Verantwortlicher Leiter von ARD-alpha ist Werner Reuß.

Umbenennung in ARD-alpha[Bearbeiten]

Damit der Sender auch außerhalb des BR-Sendegebiets wahrgenommen wird, wurde der Sender zum 29. Juni 2014 in ARD-alpha umbenannt. Eine Schema-Umstellung fand bereits am 28. Juni 2014 statt. Die Finanzierung sowie rundfunkrechtliche Verantwortung für den Sender liegen weiterhin in der Hand des BR, jedoch erhofft man sich, auch Beiträge aus anderen ARD-Anstalten für ARD-alpha gewinnen zu können.[7][8][9] Im Zuge der nationalen Ausrichtung wird seit der Namensänderung statt der BR-Rundschau die Tagesschau aus Hamburg ins Programm genommen. Die Kooperation mit dem österreichischen ORF wird fortgesetzt, die hier produzierten Inhalte werden statt am Vorabend nun nach 22 Uhr ausgestrahlt. Laut dem Branchendienst DWDL.de gibt es nach wie vor grundsätzliche Überlegungen zum Fortbestand von ARD-Alpha: „Fand BR-alpha in den vergangenen Jahren in der öffentlichen Wahrnehmung kaum Beachtung, stellt sich nun durchaus die Frage, was die ARD mit dem Bildungssender überhaupt möchte“.[9]

Zuschauerakzeptanz[Bearbeiten]

Der Marktanteil von ARD-alpha bewegt sich im Zehntelprozentbereich und liegt in Bayern weit unter arte und dem Kinderkanal KIKA. 2007 lag der Marktanteil von damals BR-alpha bei 0,1 %. Die letzte Funkanalyse Bayern 2014 von TNS Infratest Media Research weist für ARD-alpha einen Marktanteil von 0,3 % aus.[10]

Programm[Bearbeiten]

Das 24-Stunden-Programm von ARD-alpha besteht aus Eigenproduktionen sowie Sendungen anderer ARD-Anstalten und des ORF.

Neben Sprachkursen, Weiterbildungssendungen des Telekollegs sowie Hochschul- und Wissenschaftssendungen umfasst das Programmangebot auch die Bereiche Religion, Musik (insbesondere Mitschnitte der Jazzwoche Burghausen, die seit 2005 in Dolby Digital 5.1 ausgestrahlt werden), Philosophie, Literatur, Kunst und Kultur.

Hauptartikel: Liste der ARD-alpha-Sendungen

Senderlogos[Bearbeiten]

Empfang[Bearbeiten]

ARD-alpha ist in Bayern flächendeckend analog und bundesweit digital über das Kabelnetz zu empfangen. Über Satellit (ASTRA 1M digital[12]) ist ARD-alpha europaweit zu sehen. Zudem wird der Kanal in Bayern über DVB-T (ebenfalls in Dolby Digital 5.1) verbreitet. Ein Empfang über das Internet ist z. B. über die Plattform Telekom Entertain möglich.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ARD-Chronik: BR startet TV-Bildungskanal
  2. ARD-Chronik: Verwaltungsvereinbarungen überarbeitet
  3. ARD-Chronik: Digitales Antennenfernsehen startet auch in Bayern
  4. ARD-Chronik: BR-alpha mit modifizertem Programmschema
  5. ARD-Chronik: Bayerisches Fernsehen modifiziert Programm
  6. ARD-Chronik: 20. Deutscher Kamerapreis verliehen
  7. Alexander Krei: Neuer Name: Wird aus BR alpha bald ARD alpha? In: DWDL.de. 31. Oktober 2013, abgerufen am 3. November 2013.
  8. Manuel Nunez Sanchez: BR-alpha wird zu ARD-alpha. In: Quotenmeter.de. 27. Mai 2014, abgerufen am 27. Mai 2014.
  9. a b DWDL.de: Neuer Name: BR-Bildungskanal wird zu ARD-alpha, 27. Mai 2014
  10. Funkanalyse Bayern 2014 abgerufen am 2. September 2014
  11. Logo in Deutsches Patent- und Markenamt abgerufen am 12. August 2014
  12. Lyngsat: Astra 1M