BRM P351

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Der BRM P351, auch als B.R.M. P351 bezeichnet, war ein Gruppe-C- und IMSA-GTP-Prototyp aus dem Jahre 1992.

Der P351 geht auf eine kleine Gruppe ehemaliger B.R.M.-Mitarbeiter zurück, die 15 Jahre nach dem Ende des Formel-1-Teams der Marke neues Leben geben wollten. Sie konstruierten einen Gruppe-C-Sportwagen, der auch bei den Rennen der IMSA-Serie in den USA zum Einsatz kommen sollte. Beim Motor griff man auf den letzten B.R.M.-Formel-1-Motor zurück, der 1977 im BRM P207 lief. Das 12-Zylinder-Aggregat wurde auf 3,5-Liter Hubraum aufgebohrt und bekam den damals gängigsten Stand der Motortechnik.

Sein Debüt gab der P351 beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1992. Das Fahrzeug war der einzige V12-Rennwagen in Feld und schon im Training häuften sich die Probleme. Das Getriebe war der Schwachpunkt des Wagens und Wayne Taylor konnte nur sechs Runden fahren. Da Harri Toivonen und Richard Jones überhaupt nicht zum Fahren kamen, durften sie am Rennen nicht teilnahmen. B.R.M. hatte aber Glück, der ACO erteilte dem Fahrzeug dennoch die Starterlaubnis. Einerseits waren 1992 nur 28 Rennwagen an der Sarthe am Start und die Veranstalter gaben dem Wagen keine Chance über die Distanz zu kommen. B.R.M. stellte damit das einzige Einfahrer-Team, das in den Startlisten von Le Mans steht. Tatsächlich hatte der Südafrikaner vom Start weg Schaltprobleme und musste den Wagen nach nur 20 Runden abstellen.

Danka, der Sponsor des Teams, finanzierte auch den IMSA-Einsatz in Watkins Glen. Wieder war Wayne Taylor der Fahrer. Diesmal waren es Elektrikprobleme die den P351 stoppten. Schon nach fünf Runden musste Taylor aufgeben. Der Rennwagen wurde zurück nach Europa gebracht und nie mehr in einem Rennen eingesetzt.

Literatur[Bearbeiten]

  • J. A. Martin und Ken Welles: Prototypes – the History of the IMSA GTP Series. Bull Publishing, Phoenix 2000, ISBN 1-893618-01-3.

Weblinks[Bearbeiten]