BSH Bosch und Siemens Hausgeräte
| BSH Bosch und Siemens Hausgeräte | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 1967 |
| Sitz | München, Deutschland |
| Leitung | Kurt-Ludwig Gutberlet, Vorsitzender der Geschäftsführung |
| Mitarbeiter | 45.620 (2011)[1] |
| Umsatz | 9,654 Mrd. Euro (2011)[1] |
| Branche | Haushaltsgeräte |
| Website | www.bsh-group.de |
BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH mit Sitz in München ist der größte Hausgerätehersteller in Europa und gehört zu den weltweit führenden Unternehmen der Branche. Der Konzern entstand 1967 als Gemeinschaftsunternehmen der Robert Bosch GmbH und der Siemens AG und erzielte 2010 einen Umsatz von 9,073 Mrd. Euro. Die BSH hat 41 Fabriken in 13 Ländern in Europa, USA, Lateinamerika und Asien. Zusammen mit einem Netz von Vertriebs- und Kundendienstgesellschaften sind rund 70 Gesellschaften in 46 Ländern mit rund 43.000 Mitarbeitern für die BSH tätig.
Inhaltsverzeichnis |
Marken[Bearbeiten]
Sie vertreibt neben den Hauptmarken Bosch und Siemens auch eine Reihe an Spezialmarken: Gaggenau, Neff, Thermador, Constructa, Viva, Ufesa und Junker. Ebenso vertreibt die BSH in verschiedenen Ländern Regionalmarken. Die Regionalmarken der BSH sind Pitsos, Coldex, Balay, Profilo und Zelmer.
Entwicklung der BSH[Bearbeiten]
Die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte (damals Bosch-Siemens Hausgeräte GmbH - BSHG) wurde 1967 als Joint-Venture der Robert Bosch GmbH und der Siemens AG gegründet. Zu diesem Zeitpunkt hatte die BSH Fabriken in Berlin, Giengen und Traunreut. 1976 beteiligte sich die BSH an Pitsos A.E., Athen in Griechenland (BSH Ikiakes Syskeveses A.B.E.) und erweiterte die Anzahl der Produktionsstandorte um die Fabriken Dillingen und Athen.
1982 übernahm BSH die Marke Neff und gründete die Neff GmbH in München. Die Fabrikstandorte wurden um das Werk in Bretten erweitert. In Spanien beteiligte sich BSH 1988/89 an Balay, S.A., Zaragoza und erwarb Safel, S.A., Pamplona und damit die Fabriken in Estella, Pamplona, Santander und Saragossa.
Im Bereich der kleinen Hausgeräte erweiterte sich die BSH im Jahre 1993 mit der Übernahme der Kleingerätefabrik, MGA Mali Gospodinski Aparati d.o.o., Nazarje in Slowenien. 1994 gründete die BSH in China die BSW Household Appliances Co., Ltd., als Joint-Venture mit der 'Wuxi Little Swan'-Gruppe und begann mit der Fertigung und dem Vertrieb von Waschmaschinen in Wuxi. Zudem wurde die Gaggenau Hausgeräte GmbH in Deutschland akquiriert. In Brasilien übernahm BSH in diesem Jahr auch das stimmberechtigte Kapital des brasilianischen Hausgeräteherstellers Continental 2001 S/A, São Paulo, heute BSH Continental Eletrodomésticos Ltda. Die Fabriken wurden somit um die in Mexiko-Stadt, Recife, São Paulo und Wuxi erweitert.
1995 übernahm BSH die Mehrheit der türkischen PEG Profilo Elektrikli Gereçler Sanayii A.Ş. in Istanbul. Hierdurch kam ein weiterer Produktionsstandort in der Türkei (Çerkezköy) zum Portfolio. In Deutschland kam die Fabrik in Nauen (Brandenburg) hinzu.
1996 wurde in China die BSY Cooling Appliances Co., Ltd, gegründet; heute heißt sie BSH Home Appliances Co., Ltd.. In Chuzhou in China wurden Kältegeräte gefertigt und vertrieben. In Peru wurde in diesem Jahr der Hausgerätehersteller Coldex, S.A., Lima mehrheitlich übernommen. Die Fertigungsstandorte Chuzhou (China), Lima (Peru) und Bad Neustadt (Deutschland) kamen hinzu.
1997/98 expandierte BSH vorwiegend in den USA. Es wurde die BSH Home Appliances Ltd. Partnership in New Bern, die heutige BSH Home Appliances Corporation, damals Huntington Beach, seit 2012 Irvine, gegründet. Somit kam der Fertigungsstandort New Bern zu den Fabriken hinzu. Die Übernahme des amerikanischen Wärmegeräteherstellers Thermador in Huntington Beach folgte 1998. In Regensburg/Michalovce wurde 'EDS Electronics, Drives and Systems' übernommen. In Spanien wurde Ufesa, ein Hersteller kleiner Hausgeräte, übernommen. Weitere Fabrikstandorte in Polen (Łódź), Russland (Tschernogolowka), Slowakei (Michalovce), Spanien (Vitoria, Echarri-Aranaz) und USA (La Follette, Vernon) folgten.
2001 wurde in Thailand die BHST Washing Appliances Ltd., Kabinburi, als Joint-Venture mit der Hitachi-Gruppe gegründet. 2002 wurde in Thailand die Fabrik eröffnet. In New Bern (USA) wurde für ein neues Waschmaschinenwerk der Grundstein gelegt und in Polen (Łódź) eine neue Produktionsstätte für Geschirrspüler eröffnet.
2003 konnte die Herdeproduktion in den USA beginnen, ebenso die Produktion von Waschmaschinen und Trocknern. Außerdem bezog BSH eine neue Konzernzentrale in München-Neuperlach. 2004 wurden Anteile von Fedders bei der Produktion von Raum-Klimageräten in Spanien (Estella) übernommen. Für eine Trocknerfabrik in Polen (Łódź) wurde in diesem Jahr der Grundstein gelegt.
2005 kaufte BSH in Russland (Strelna bei Sankt Petersburg) ein Grundstück für eine Kältegerätefabrik. Ebenso wurde in China (Nanjing) der Grundstein für den Appliance Park gelegt und die neue Trocknerfabrik in Polen (Łódź) eröffnet. 2006 lief in der Türkei (Çerkezköy) die Produktion von Geschirrspülern an. 2007 wurde eine Kältegerätefabrik eröffnet und es erfolgte die Grundsteinlegung für eine Waschmaschinenfabrik in Russland (Sankt Petersburg).
2011 wurde das neu erbaute Technologiezentrum in Berlin (Technopark) eröffnet. Das Technologiezentrum ersetzt den Standort in Berlin-Gartenfeld. Im November 2012 gab BSH die Absicht bekannt, den polnischen Hausgerätehersteller Zelmer durch ein öffentliches Übernahmeangebot übernehmen zu wollen. Die Transaktion wurde im März 2013 nach einem öffentlichen Übernahmeangebot mit der erfolgreichen Erwerbs von über 97% des Kapitals an Zelmer abgeschlossen.[2]
Innovation[Bearbeiten]
2010 hat das Unternehmen 283 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung investiert. Im Patent-Ranking 2010 des Deutschen Patent- und Markenamts belegt die BSH mit mehr als 900 neuen Patentanmeldungen den 6. Platz (Vorjahr: 7. Platz). 2009 gewann die BSH den Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU) in der Kategorie "Produkt- und Dienstleistungsinnovationen für den Klimaschutz" für den Zeolith-Geschirrspüler, der im Vergleich zu bisherigen Geschirrspülern 20% weniger Strom verbraucht.[3]
Siehe auch[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ a b Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger, Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011. Abgerufen am 4. Januar 2013.
- ↑ BSH übernimmt Mehrheit am Hausgerätehersteller Zelmer. Presseerklärung von BSH vom 25. März 2013. Abgerufen am 28. März 2013 (pdf).
- ↑ IKU: Preisträger 2009. Website des Innovationspreises für Klima und Umwelt IKU, abgerufen am 17. Januar 2013
48.08861111111111.643888888889Koordinaten: 48° 5′ 19″ N, 11° 38′ 38″ O