Fantasia (Schiff)

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Fantasia
Die BUGA Koblenz 2011 in Koblenz

Die BUGA Koblenz 2011 in Koblenz

p1
Schiffsdaten
Flagge DeutschlandDeutschland Deutschland
andere Schiffsnamen
  • BUGA Koblenz 2011
  • Jeverland (bis 2009)
  • Warsteiner Queen (bis 2002)
Schiffstyp Tagesausflugsschiff
Heimathafen Hamburg
Eigner Rainer Abicht Elbreederei
Bauwerft St. Barbara, Maasmechelen, Belgien
Baukosten 4,5 Mio DM
Stapellauf 1995
Indienststellung 1. September 1995[1]
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
52,00 m (Lüa)
Breite 11,40 m
Tiefgang max. 1,20 m
Maschine
Maschine 2 × Caterpillar-Dieselmotor, je 331 kW
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
662 kW (900 PS)
Propeller 2 × Festpropeller
1 × Schottel-Bugstrahlruder, 46 kW
Transportkapazitäten
Zugelassene Passagierzahl 250
Sonstiges
Registrier-
nummern

ENI 04032950

Die Fantasia ist ein Fahrgastschiff der Rainer Abicht Elbreederei, das für Veranstaltungs- und Rundfahrten im Hamburger Hafen eingesetzt wird. Bis Februar 2013 wurde sie als BUGA Koblenz 2011 im Auftrag der Köln-Düsseldorfer vorwiegend auf der Mosel eingesetzt. Sie ist das Schwesterschiff der auf dem Niederrhein verkehrenden Warsteiner.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Jeverland auf der Mosel in Koblenz

Nachdem die Reederei seit 1994 die Warsteiner auf dem Rhein betrieb, schloss sie Anfang 1995 einen Chartervertrag mit der Reederei HADAG Seetouristik und Fährdienst AG in Hamburg über eine Dauer von sieben Jahren für ein weiteres Schiff. Sie beauftragte die Nieuwe Scheepswerfen Sint Barbara in Maasmechelen, die bereits das Schwesterschiff fertigte, mit dem Bau des Schiffs. Am 1. September 1995 erfolgte an den St. Pauli-Landungsbrücken die feierliche Taufe auf den Namen Warsteiner Queen. Anschließend setzte die HADAG sie für Rundfahrten im Hamburger Hafen und als Partyschiff ein.[2] Da die Warsteiner Brauerei den Werbevertrag nicht mehr verlängerte schloss die Reederei ab Januar 2002 einen Vertrag mit der Dortmunder Brau-&-Brunnen-Gruppe und benannte es ab dem 26. Januar 2002 in Jeverland um. Als die Hamburger Reederei Ende 2002 den Chartervertrag nicht verlängerte, bekundete die Köln-Düsseldorfer Interesse an der Jeverland, denn sie benötigte für den Planverkehr auf der Mosel ein Fahrgastschiff mit geringerem Tiefgang als das bisher eingesetzte Ausflugsschiff Treis-Karden hatte. Im Februar 2003 überführte der Eigner das Schiff nach Köln, wo ein Chartervertrag mit einer Laufzeit von sieben Jahren mit einer Option für weitere drei Jahre mit der KD abgeschlossen wurde.[3] Ab 26. März 2003 setzte die Köln-Düsseldorfer das Schiff auf der Strecke von Koblenz nach Cochem ein.[1] Im Rahmen der Werbekampagne für die Bundesgartenschau 2011 erhielt das Schiff 2009 eine Lackierung im offiziellen Design der Großveranstaltung und wurde am 21. April 2009 in BUGA Koblenz 2011 umbenannt.[4] Die Köln-Düsseldorfer verlängerte den Chartervertrag 2010 optional bis 2013. Am 28. Februar 2013 beendete Personenschiffahrt Allard den Chartervertrag mit der Köln-Düsseldorfer und verkaufte das Schiff an die Rainer Abicht Elbreederei nach Hamburg. Im März wurde das Schiff zur Behrens-Werft auf Finkenwerder überführt. Sie wurde dort in den Farben des neuen Eigners lackiert. Am 26. April 2013 taufte Alida Gundlach das Schiff an den Landungsbrücken auf den neuen Namen Fantasia.[5][6].

Ausstattung und Technik[Bearbeiten]

Auf der Mosel bei Cochem

Die Fantasia ist ein Zweideck-Fahrgastschiff mit einem Salon im geschlossenen Hauptdeck. Die Nutzfläche des Schiffes beträgt zirka 360 m², die Deckenhöhe 2,20 m. Im zweiteiligen Fahrgastraum des im Mittelschiff nach unten abgesenkten Hauptdecks finden bis zu 234 Fahrgäste Platz. Achtern liegen die Toilettenanlagen und eine Garderobe, an die sich Personalkabinen anschließen. Das offene Sonnendeck ist für bis zu 120 Personen geeignet. Im Unterdeck liegt im Bug neben dem Bugstrahlruderraum ein Lagerraum, an den sich im niedrigen Zwischenboden unter dem Hauptdeck ein Ballast- und ein Fäkalientank anschließen. Im Achterdeck liegen ein Kühlraum, der Trinkwasser- und der Kraftstofftank. Das im Hauptdeck für Rollstuhlfahrer geeignete Schiff ist für maximal 250 Fahrgäste zugelassen.[1][7]

Die Fantasia wird von zwei 8-Zylinder-Dieselmotoren des Herstellers Caterpillar, Typ 3408 DI-TA mit jeweils 331 kW über zwei Schottel-Ruderpropeller vom Typ SRP 170 angetrieben. Das Bugstrahlruder verfügt über einen elektrischen Antrieb mit 60 kW. Das Schiff ist 52 m lang, 11,40 m breit und 6,80 m hoch. Der Tiefgang wird mit maximal 1,20 m angegeben.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Georg Fischbach: Die Schiffe der Köln-Düsseldorfer 1826–2004. Eigenverlag, Köln 2004, ISBN 3-00-016046-9.
  • Stephan Nuding: 175 Jahre Köln-Düsseldorfer Rheinschiffahrtsgesellschaft. Eine historische Darstellung in Bild und Text. Schardt, Oldenburg 2001, ISBN 3-89841-035-8.

Weblinks[Bearbeiten]

Die Fantasia am 13. Juni 2013 vor Queen Mary 2 im Hamburger Hafen
 Commons: BUGA Koblenz 2011/Jeverland – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Georg Fischbach: Die Schiffe der Köln-Düsseldorfer 1826–2004., S. 922
  2. Bild der Warsteiner Queen in Hamburg auf www.shipphotos.co.uk
  3. Geschäftsbericht 2003 der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt, S. 10 (PDF; 1,4 MB)
  4. Geschäftsbericht 2009 der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt, S. 18 (PDF; 14,7 MB)
  5. Fotos vom Werftaufenthalt März/April 2013
  6. Video der Taufe auf Hamburg 1
  7. Seite über die BUGA Koblenz 2011 im Webauftritt der Köln-Düsseldorfer