BVZ ABDeh 8/8

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ABDeh 8/8
BVZ ABDeh 2043 2002 Kalter Boden.jpg
Nummerierung: 2041, 2042, 2043
Anzahl: 3
Baujahr(e): 1965
Ausmusterung: bis 2014
Achsformel: Bo' Bo' + Bo' Bo'
Spurweite: 1000 mm (Meterspur)
Länge über Puffer: 35'100 mm
Dienstmasse: 92 t
Höchstgeschwindigkeit: 55 km/h (Adhäsion)
30 km/h (Zahnstange)
Stundenleistung: 1176 kW
Zahnradsystem: Abt
Stromsystem: 11 kV 16,7 Hz ~
Kupplungstyp: Schraubenkupplung
Sitzplätze: 12 (1. Klasse)
96 (2. Klasse)
Klassen: 1. und 2. Klasse

Die ABDeh 8/8 waren Zahnrad-Elektrotriebwagen der Brig-Visp-Zermatt-Bahn (BVZ) bzw. der Nachfolgerin Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB).

ABDeh 6/6 2041 in neuer MGB-Lackierung (vorne)

Die Doppeltriebwagen sind eine Weiterentwicklung der 1960 in Betrieb genommenen Gelenktriebwagen ABDeh 6/6, die aufgrund eines Verkehrzuwachses Ende der Fünfziger Jahre bestellt wurden und ein Zuggewicht von von 132 t befördern konnten. Dank dem vierten Triebdrehgestell konnten die ABDeh 8/8 sogar ein Zuggewicht von 175 t befördern. Ausserdem unterscheiden sie sich von ihren Vorgängern im Aufbau: Die zwei kurzgekuppelte Wagenkästen sitzen auf jeweils zwei Drehgestellen, auf den beiden Aussendrehgestellen über je zwei Seitenstützen und auf den beiden Innendrehgestellen über je zwei Mittelstützen. Bei den ABDeh 8/8 schliessen sich wie bei den ABDeh 6/6 auf Zermatter Seite ein Gepäckabteil und auf Briger Seite ein 1.-Klasse-Abteil an, allerdings folgt dann schon zur Mitte hin die Einstiegsplattform und danach erst die Toilette und der Apparateraum. In der Mitte befinden sich, wie bei den Vorgängern, die beiden Zweite-Klasse-Abteile. Ausserdem haben sie ebenfalls Kardanwelle und Winkelachsgetriebe. Der Transformator allerdings liegt nicht mehr über der Einstiegsplattform, sondern unter dem Wagenboden.

1980 wurden die alternden Gummi-Federungen, die für häufige Entgleisungen verantwortlich waren, durch neue Flexicoil-Federungen ersetzt.

Die 2002 bis 2014 gelieferten Stadler Triebzüge 2051–54, 2011–14 und 2021–28 erlaubten den sukzessiven Rückzug der drei Doppeltriebwagen und 2014 wurde der letzte abgestellt.

Quellen[Bearbeiten]

  •  Hans-Bernhard-Schönborn: Schweizer Triebfahrzeuge. GeraMond, 2004, ISBN 3-7654-7176-3, S. 86–87.
  •  Wolfgang Finke, Hans Schweers: Die Fahrzeuge der Furka-Oberalp-Bahn 1913–1999. Brig-Furka-Disentis. Schöllenenbahn. Furka-Oberalp-Bahn. Schweers + Wall, Aachen 1999, ISBN 978-3894941116.