Bundesstraße 15

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Dieser Artikel beschreibt die Bundesstraße 15 in Deutschland. Zur gleichnamigen Straße in Österreich siehe Mannersdorfer Straße.

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Bundesstraße 15 in Deutschland
Bundesstraße 15
Karte
Verlauf der B 15
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Leupoldsgrün
(50° 18′ N, 11° 49′ O50.29175311.811347)
Straßenende: Raubling
(47° 46′ N, 12° 6′ O47.76150812.105822)
Gesamtlänge: ca. 380 km

Bundesland:

Ausbauzustand: zweistreifig[1]
rot: Bundesstraßeblau: durch Autobahn ersetzt
rot: Bundesstraße
blau: durch Autobahn ersetzt

Die Bundesstraße 15 (Abkürzung: B 15) ist eine Bundesstraße in Deutschland. Sie liegt vollständig in Bayern, verläuft fast perfekt in Nord-Süd-Richtung und führt von der A 9 nördlich von Hof ins Inntal.

Verlauf[Bearbeiten]

Nördliches Teilstück: Zwischen der A 9 bei Hof und der A 93 bei Rehau[Bearbeiten]

Die B 15 beginnt westlich von Hof an der Anschlussstelle Hof-West der A 9 und führt zunächst fast in Ost-West-Richtung nach Hof und zur A 93.

Ab ihrem Beginn an der A 9 an der Anschlussstelle Hof-West bei Leupoldsgrün bis etwa einen Kilometer ins Hofer Stadtgebiet hinein ist die B 15 vierstreifig und ohne Mittelleitplanke ausgebaut. Nach einem etwa 500 m langen zweistreifigen Abschnitt mündet sie in die vierstreifige Ernst-Reuter-Straße.

Im Süden der Stadt Hof folgt dann ein zwei Kilometer langer autobahnähnlich ausgebauter, vierstreifiger Abschnitt, in dem sich zwei niveaufrei gehaltene Anschlussstellen befinden. Dieser Abschnitt befindet sich vollständig innerhalb des Stadtgebietes Hof, ist jedoch als außerhalb des Stadtgebietes befindlich ausgeschildert, und besaß zeitweise keine Geschwindigkeitsbeschränkung auf unterhalb von 100 km/h.

Nach der zweiten niveaufrei ausgeführten Anschlussstelle im Hofer Stadtteil Moschendorf wird das Gebiet der Stadt Hof verlassen. An der Anschlussstelle verengt sich die Fahrbahn von vierstreifigem Autobahnstandard auf zweistreifigen Ausbaustandard. Anschließend folgt die Saalebrücke. Der restliche Abschnitt bis zur A 93 ist zweistreifig ausgeführt, alle Brücken über die B 15 sind jedoch bereits für eine vierstreifige, autobahnähnliche Straße ausgelegt, so dass ein Ausbau problemlos möglich wäre. Der zweistreifige Abschnitt hat eine Länge von sieben Kilometer, führt zunächst durch das Gemeindegebiet von Döhlau und mündet dann nach Durchquerung des nördlichen Rehauer Stadtgebietes an der Anschlussstelle Hof-Süd in die A 93.

Teilstück von Rehau über Schönwald nach Selb und von Selb nach Höchstädt/Thierstein[Bearbeiten]

Zwischen den Anschlussstellen Hof-Süd und Mitterteich-Nord wurde die B 15 teilweise durch die A 93 ersetzt.

Im südlichen Teil Rehaus, nahe der Anschlussstelle Rehau-Süd, zweigt die B 15 von der B 289 ab und führt zunächst über Heinersberg in Richtung Neuhausen/Deutsch-Tschechische Grenze. Dieses Stück soll künftig fortlaufend bis nach Neuhausen als Teilstück der B 289 ausgebaut werden. Hinter der Autobahnunterführung Heinersberg zweigt die B 15 nun von der St 2192 ab und verläuft über ein altes Teilstück entlang der A 93 vorbei an Eulenhammer. Ab Eulenhammer schließt die Bundesstraße zudem bis zur Anschlussstelle Schönwald die Bahnstrecke Cheb–Oberkotzau ein, die zeitweise sichtbar ist und auch zwischen der Autobahnbrücke und der Autobahnauffahrt Richtung Hof die Bundesstraße überquert. Ab Eulenhammer trifft die die B 15 auf den entgegenfließenden Bachlauf des Perlenbaches, der die Bundesstraße bis Sophienreuth begleitet. Vorher überschreitet die B 15 bereits bei Perlenhaus die Grenze zum Landkreis Wunsiedel. Nach der Anschlussstelle Schönwald erreicht die B 15 Schönwald, welches sie als Rehauer- und schließlich Selber Straße in einer breiten Bauweise durchläuft. Hier führt sie längs der Porzellanfabrik durch den Ort. An der B 15 befindet sich auf Höhe der Selber Straße auch die einzige Ampel Schönwalds, eine Fußgängerampel. Nach der Kirche und dem Abzweig der WUN 15 über Brunn und Steinselb auf die St 2179 Selb-Marktleuthen, führt die B 15 weiter vorbei am Abzweig Vielitz und an Grünfleck, bei dem sie abermals die A 93 überquert. Nach der Brücke über die Autobahn und dem Abzweig nach Vielitz-Siedlung verläuft die Bundesstraße weiter zwischen der Bahnstrecke Oberkotzau–Franzensbad, die nun für kurze Zeit auf der linken Seite liegt, und der Lärmschutzwand der A 93, vorbei am Selber Ortsteil Vielitz-Siedlung. Nachdem die Bahnstrecke die B 15 wieder in Richtung Bhf. Selb-Plößberg verlassen hat, stößt die Bundesstraße nach der Einfahrt des Industriemuseums Selb-Plößberg und weiterem Fortlauf entlang der linken Seite der A 93 in Richtung Regensburg auf den Kreisverkehr, an dem die Bundesstraße im nördlichen Teil Selbs endet.

Dieser Kreisverkehr verbindet die B 15 mit der Anschlussstelle Selb-Nord, der Zufahrt in den Selber Stadtteil Kappel, der St 2179 Hofer Straße in Richtung der Selber Innenstadt und der St 2179 Christian-Höfer-Ring in Richtung Schirnding und der Umgehungsstraße St 2179 vorbei an Selb-Plößberg, Erkersreuth und Wildenau nach Asch in der Tschechischen Republik.

Kurz vor der Anschlussstelle Selb-West beginnt die B 15 nun wieder ab der St 2179 Selb-Marktleuthen. Nach einem kurzen neugebauten Stück geht sie nach der Unterführung der A 93 in ein kurzes altes Teilstück über, welches eingeschlossen, zwischen dem Selber Ortsteil Unterweißenbach auf der rechten Seite und der Lärmschutzwand und der Einhausung der A 93 auf der linken Seite, verläuft. Unmittelbar hinter Unterweißenbach überquert die Bundesstraße die A 93 über die Einhausung wieder und lässt die Autobahn rechts liegen.

Das nun folgende Stück besteht größtenteils aus der alten B 15, die in diesem Verlauf nicht der Autobahn weichen musste. Hier liegt die B 15 durchweg an der A 93 und überquert auf Höhe Schwarzenhammer die Eger, in welche hier zudem der von Unterweißenbach bis Schwarzenhammer auf linken Seite der Bundesstraße fließende Selbbach mündet. Weiterhin lässt die B 15 auf der linken Seite Hendelhammer hinter sich, bevor sie kurz vor Thierstein das überwiegend bewaldete Gebiet verlässt und einen Blick auf die Burg Thierstein bietet. Nach dem Abzweig nach Kaiserhammer auf der rechten Seite und dem Abzweig nach Thierstein auf der linken Seite verläuft sie unterhalb der Burg Thierstein und des Ortes, den sie zusammen mit der A 93 eingrenzt. Letztlich endet sie an der Kreuzung der Anschlussstelle Höchstädt und verläuft geradeaus nach Thierstein.

Mittleres Teilstück: Zwischen der A 93 bei Mitterteich und der A 93 bei Altenstadt an der Waldnaab[Bearbeiten]

An der Anschlussstelle Mitterteich-Nord zweigt die B 15 wieder von der A 93 ab, um Tirschenreuth zu erreichen und weiter südlich in Altenstadt an der Waldnaab an der gleichnamigen Autobahnanschlussstelle wieder in A 93 zu münden. Das Teilstück durch Neustadt an der Waldnaab und Altenstadt an der Waldnaab wurde durch eine Umgehungsstraße entlastet, die die B 15 nördlich von Neustadt durch einen knapp 400 Meter langen Tunnel mit der A 93 (Anschlussstelle Neustadt an der Waldnaab) verbindet. Die Eröffnung der Umgehung für den Verkehr erfolgte im Herbst 2005.

Zwischen den Anschlussstellen Altenstadt an der Waldnaab und Schwandorf-Nord wurde die B 15 durch die A 93 ersetzt.

Südliches Teilstück: Zwischen der B 85 und der A 93 im Inntal[Bearbeiten]

Erst nördlich von Schwandorf beginnt die B 15 etwa vier Kilometer westlich der Anschlussstelle Schwandorf-Nord der A 93 an der B 85 wieder und durchquert zunächst das Stadtgebiet von Schwandorf. In der Folge verläuft die B 15 weitgehend parallel zur A 93 über Teublitz, Burglengenfeld und das Gemeindegebiet von Maxhütte-Haidhof zur Anschlussstelle Ponholz an die A 93. Kurz darauf wird Regenstauf erreicht, ab hier verläuft die B 15 stets parallel zum Regen an dessen Ostufer über Zeitlarn nach Regensburg. Kurz vor der Stadt wird die B 16 unterquert - auch hier besteht Anschluss zur A 93. Anschließend führt die B 15 weitgehend in Nord-Süd-Richtung durch die östliche Stadtteile Regensburg. Dabei kreuzt sie die B 8 - eine Verbindung zwischen Nürnberg und Passau parallel zur A 3 - und quert die Donau auf der 2004 wieder eröffneten Nibelungenbrücke. Zwischen den Anschlussstellen Regensburg-Burgweinting und Regensburg-Ost erfährt die B 15 einen kurzen Versatz durch die A 3.

In der Folge geht es über Obertraubling, Köfering, Alteglofsheim und Hagelstadt nach Schierling, wo erstmals Anschluss an die B 15 neu besteht, die einmal von Saalhaupt südlich Regensburg (an der A 93) nach Rosenheim führen soll. Über Neufahrn und Ergoldsbach, wo sich ebenfalls Anschlussstelle an die B 15 neu befinden, sowie Essenbach erreicht man die Anschlussstelle Landshut/Essenbach an die A 92. Ab hier verläuft die B 15 gemeinsam mit der B 11 an Ergolding vorbei nach Landshut, wo die B 299 gekreuzt und die Isar gequert wird, bevor die B 15 von der B 11 wieder abzweigt.

Nach der Stadtgrenze durchquert man Kumhausen, kurz darauf ist die B 15 an einem Anstieg dreistreifig mit Überholstreifen in südliche Richtung ausgebaut. Weiter geht es durch die Gemeinden Vilsheim und Altfraunhofen in den Landkreis Erding. Hier wird Hohenpolding tangiert, Taufkirchen mit der B 388 durchquert und schließlich Dorfen erreicht, wo ab 2018 die A 94 kreuzen soll. In der Folge erreicht man bald die B 12 nördlich von Haag, folgt ihr ein Stück ostwärts (Umfahrung von Haag), bevor die B 15 wieder südwärts schwenkt und über Soyen nach Wasserburg führt, wo die B 304 unterquert wird. Kurz nach Wasserburg ist die Bundesstraße wieder kurzzeitig dreistreifig ausgebaut - allerdings mit Zusatzfahrstreifen Richtung Norden. Hinter Wasserburg folgen die Gemeinden Rechtmehring, Rott am Inn und Schechen, bevor Rosenheim erreicht wird. Auf dem Gebiet von Schechen soll in naher Zukunft die Westtangente Rosenheim abzweigen, die die Stadt vom starken Durchgangsverkehr im Zuge der B 15 entlasten wird. Später könnte die vierspurige Westtangente auch als letztes Teilstück der B 15 neu dienen. Nach der Durchfahrt durch Rosenheim mit Querung der Mangfall verläuft die B 15 zunächst vierspurig zur A 8 östlich des Inntaldreicks, bevor über Pfraundorf, Raubling und Reischenhart der Anschluss an die A 93 erreicht wird, wo die B 15 endet.

B 15 neu[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bundesstraße 15n

In den nächsten Jahren soll zwischen Saalhaupt bei Regensburg und Rosenheim die B 15 neu komplett neu gebaut werden, um den Autobahnring um München zu entlasten. Bereits 2009 wurde das erste Teilstück bis Neufahrn eröffnet, 2013 das Teilstück bis Ergoldsbach. Bis 2018/2019 soll der Anschluss an die A 92 bei Essenbach hergestellt werden. Der Weiterbau um Landshut herum, zur in Bau befindlichen A 94 bzw. zur A 8 bei Rosenheim ist äußerst umstritten. Momentan ist unklar, ob die B 15 neu überhaupt über die A 92 hinaus weitergebaut werden soll.

Geschichte[Bearbeiten]

Frühere Strecken und Bezeichnungen[Bearbeiten]

Die Bundesstraße 15 ging 1949 teilweise aus der Reichsstraße 15 (R 15) hervor. Die Reichsstraßen wurden 1934 einheitlich für das Deutsche Reich festgelegt. Die R 15 begann in Gera und führte über Schleiz, Hof, Wunsiedel und Marktredwitz nach Mitterteich. Ab Mitterteich folgte sie dem heutigen Verlauf bis zum Anschluss an die Inntalautobahn nahe Rosenheim. Von dort führte die R 15 über Brannenburg und Oberaudorf an die Reichsgrenze bei Kiefersfelden. Nach dem Anschluss Österreichs 1938 wurde die R 15 über Kufstein nach Wörgl verlängert. In Kufstein zweigte die R 15a ab und führte zur R 31 nahe Ellmau.

1941 wurde die Streckenführung nördlich von Mitterteich geändert. Die R 15 begann nun im böhmischen Karlsbad und führte über Falkenau (Sokolov), Eger (Cheb) und Waldsassen nach Mitterteich und dann weiter wie bisher. Das Streckenstück Gera–Hof wurde der R 2 zugeschlagen, die Strecke von Hof bis Mitterteich als R 303 bezeichnet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Straßenführung nochmals geändert. Nun begann die B 15 in Hof und führte über Selb und Marktredwitz nach Mitterteich und wie zuvor weiter nach Süden zur österreichischen Grenze. Das bei Deutschland verbliebene Straßenstück der alten Strecke zwischen Eger nach Mitterteich wurde Teil der Bundesstraße 299.

(Quellen unter[2])

Ersetzungen[Bearbeiten]

Durch die Bundesautobahn 93 wurden folgende Strecken der B 15 ersetzt:[3]

  • 1965: Brannenburg - Kiefersfelden
  • 1968: Kiefersfelden - Grenzübergang Kiefersfelden
  • 1971: Nabburg - Schwandorf
  • 1996: Ortsumfahrung Rehau
  • 1997: Schönwald - Selb
  • 1998: Rehau - Schönwald
  • 1999: Ortsumfahrung Marktredwitz
  • 2000: Marktredwitz - Mitterteich

Weiterer Ausbau[Bearbeiten]

  • Westtangente Rosenheim (im Bau, vordringlicher Bedarf)
  • vierstreifiger Ausbau südlich von Rosenheim zur A 8 (AS Rosenheim)
  • Begradigung südlich von Hagelstadt (Neubau geplant, weiterer Bedarf)
  • Ortsumgehung südwestlich von Hof (Neubau geplant, weiterer Bedarf)
  • Spange zur B 12 südöstlich von Haag, Netzergänzung und Vorleistung zur B 15n (Neubau geplant, weiterer Bedarf)

Weitgehend parallel zur B 15 war ursprünglich die A 93 geplant, die die B 15 auch bereits teilweise ersetzt hat. Das noch fehlende Stück der A 93 zwischen Regensburg und Rosenheim ist – mittlerweile als „gelbe Autobahn“ B 15n – weiterhin geplant und teilweise im Bau, wird aber in größerem Abstand westlich zur B 15 verlaufen und diese daher nicht ersetzen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bundesstraße 15 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Westlich von Hof vierstreifig; in Hof, im Raum Regensburg, nördöstlich von Landshut und südlich von Rosenheim vierstreifig mit Trennstreifen
  2. Die Bundes- und ehemaligen Reichsstraßen in Deutschland. Carsten Wasow, abgerufen am 9. Dezember 2011 (private Webseite).
  3. Geschichte. In: autobahn-online.de. Henning Maruhn, abgerufen am 9. Dezember 2011 (private Webseite).
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