B Jumbo
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BLS B Jumbo Prototyp (B6) in Langnau BE |
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| Betrieb | |
|---|---|
| Baujahr | 2003–2007 |
| Betriebsnummern | 600–625 |
| Anzahl | 16 |
| Einsatzgebiet | S-Bahn Bern und RE Lötschberg |
| Masse und Gewicht | |
| Länge über Puffer | 39'350 mm |
| Gewicht | 55 t |
| Einstiegshöhe | 550 mm |
| Ausstattung | |
| Sitzplätze 2. Klasse | 131 |
| Stehplätze | 90 |
Ein sogenannter B Jumbo ist ein aus alten vierachsigen Einheitswagen umgebauter, sechsachsiger und teilweise niederfluriger Reisezugwagen, der in der Schweiz erstmals für die BLS Lötschbergbahn gebaut wurde.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Beschaffungskriterien
Weil die BLS Lötschbergbahn ab Dezember 2004 die Leitung der S-Bahn Bern übernommen hat, brauchte sie für diesen Zeitpunkt zusätzliches Rollmaterial um die BLS RBDe 565-Züge für den S-Bahn-Verkehr aufzuwerten. Diese Züge haben noch eine Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren, deshalb wurden sie mit einem Niederflur-Zwischenwagen ausgestattet, der ebenfalls auf diese Dauer ausgelegt ist.
Die Kriterien waren Kostengünstigkeit, Stauraum, Heizung, Lüftung, ein geschlossenes Toilettensystem und Behindertengerechtigkeit. Durch diese Vorzüge können sich die Züge an das BLS RABe 525-Komfortniveau annähern.
Durch die Verwendung von nicht mehr benötigten, lärmsanierten Drehgestellen der Einheitswagen I konnten Kosten gespart werden. Der Preis des Prototyp-Wagens hat ca. Fr. 1,2 Millionen betragen.
Damit der Wagen nicht komplett neu gebaut werden muss, wurden an beiden Enden der Zwischenwagen je eine Hälfte eines Einheitswagen I verbaut.
[Bearbeiten] Prototyp
Der Prototyp mit der Betriebsnummer 50 63 22-33 600-5 wurde im Jahr 2003 in Betrieb genommen, der Unterschied zu der Serienausführung besteht in der geringfügig anderen Lackierung und der Dachform, die dadurch bedingt ist, dass das Niederflurabteil aus einem tiefer gesetzten Kastenteil eines EW I besteht. Nur das Gelenk mit Jakobsdrehgestell wurde neu gebaut. Dementsprechend wurden zwei EW I für den Bau benötigt (B 50 63 20-33 891 und 895), für die Serienausführung reicht ein EW I.
[Bearbeiten] Merkmale
- Engergieversorgung über Bordnetzumrichter
- Schwenkschiebetüren von Bode, analog BLS RABe 525
- Heizung über vertikale Seitenkanäle in der Wand mit Luftaustritt auf Sitzhöhe
- Lüftung für minimal 50-fachen Luftwechsel über den Deckenkanal
- Übergang, Gelenk und Übergangsbrücke analog BLS RABe 525, doppelter Faltenbalg mit Schallisolation
- Beleuchtung mittels zwei Leuchtenbändern an der Decke
- Übergangstüren als Drehtüren für beste Schallisolation
- Bestuhlung analog BLS RABe 525
- geschlossenes WC
[Bearbeiten] Serienausführung
In den Jahren 2003 und 2004 konnten die restlichen 15 Serienzwischenwagen ausgeliefert werden, die die meisten EW I-Wagen in den BLS RBDe 565-Pendelzügen ablösten. Für einen besonders gut frequentierten Umlauf der S3 wurden anfänglich zwei dieser Zwischenwagen in eine Komposition eingeordnet. Seit Fahrplanwechsel 2007 bestehen nun alle 5 Kompositionen der S3 Mo-Fr aus RBDe - B-Lego - B-Jumbo - ABt. Weil sich diese Wagen bewährt haben, hat die BLS weitere 10 Wagen (616-625) nachbestellt, die ab Juni 2007 in Betrieb gingen. Diese Wagen sind klimatisiert. Als Prototyp erhielt vorgängig der erste Serienwagen (601) dieselbe Klimaanlage aufs Dach gesetzt.
[Bearbeiten] Variationen
Auch andere Bahnen haben die Idee dieser Niederflur-Zwischenwagen aufgenommen und solche bestellt. Die fünf Wagen des Regionalverkehr Mittelland (RM) gehören inzwischen durch Fusion ebenfalls der BLS. Auch die Transports Régionaux Neuchâtelois (TRN) hat einen solchen Zwischenwagen beschafft.
[Bearbeiten] Quellen
- Kunz Christoph, Stöckli Josef, Der Niederflur-Mittelwagen Jumbo der BLS Lötschbergbahn. In: Schweizer Eisenbahn-Revue (SER) 7/2003, Seite 318ff, desgl. Eisenbahn-Revue international und Eisenbahn Österreich.
- Ergänzungen zu Artikel SER 7/2003 in SER 10/2003, 1/2004, 10/2004, 1/2005, 7/2005, 8/2005, 1/2006.

