Babaef (Wesir)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Babaef in Hieroglyphen
E10 bA f

Babaef / Chnumbaef
b3b3.f / ẖnm.w b3.f[1]

Babaef (nach anderer Lesart Chnumbaef[1] genannt) war ein altägyptischer Prinz der 4. Dynastie während des Alten Reiches. Er war wahrscheinlich ein Sohn des Duaenre und somit ein Enkel von König (Pharao) Chephren. Während der Regierungszeit von Schepseskaf, dem letzten Herrscher der 4. Dynastie, hatte er das Amt des Wesirs inne und war somit der höchste Beamte nach dem König.

Sein Grab[Bearbeiten]

Vorderansicht, Grundriss und Querschnitte des Grabes G 5230 nach Lepsius

Babaef gehört die Mastaba G 5230 auf dem westlichen Gräberfeld der Cheops-Pyramide. Sie scheint nie dekoriert worden zu sein, enthielt aber mindestens dreizehn Statuen und mehrere Statuetten des Verstorbenen, die teils vollständig, teils in Bruchstücken aufgefunden wurden. Die Statuen wurden aus Schwarzem Granit, Rosengranit, Alabaster und Kalkstein gefertigt. Sie befinden sich heute im Museum of Fine Arts in Boston, im Metropolitan Museum of Art in New York und im Kunsthistorischen Museum in Wien.[2] Auch ein Sarkophag aus Rosengranit, der sich heute im Ägyptischen Museum in Kairo befindet, scheint ursprünglich von hier zu stammen.[3]

Literatur[Bearbeiten]

  • Aidan Dodson, Dyan Hilton: The Complete Royal Families of Ancient Egypt. The American University in Cairo Press, London 2004, S. 52–61, ISBN 977-424-878-3
  • Karl Richard Lepsius: Denkmaeler aus Aegypten und Aethiopien. Text I, S. 66–69 (PDF; 19 MB)
  • Berta Porter, Rosalind L. B. Moss: Topographical Bibliography of Ancient Egyptian Hieroglyphic Texts, Reliefs and Paintings. III. Memphis. 2. Auflage. Oxford University Press, Oxford 1974, S. 155–157 (PDF 30,5 MB)
  • George Andrew Reisner: A History of the Giza Necropolis. Volume I. Harvard University Press, Harvard 1942, S. 248, Fig. 153 (PDF; 249,8 MB)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b so Hermann Ranke: Die ägyptischen Personennamen. Bd. 1, Glückstadt 1935, S. 275, Nr. 12.
  2. Porter/Moss, Band 3, S. 156–157
  3. Porter/Moss, Band 3, S. 156