Babimost

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Babimost
Wappen von Babimost
Babimost (Polen)
Babimost
Babimost
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Lebus
Landkreis: Zielona Góra
Fläche: 3,62 km²
Geographische Lage: 52° 9′ N, 15° 50′ O52.1515.833333333333Koordinaten: 52° 9′ 0″ N, 15° 50′ 0″ O
Einwohner: 4037
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 66-110
Kfz-Kennzeichen: FZI
Wirtschaft und Verkehr
Straße: WolsztynŚwiebodzin
Schienenweg: Zielona Góra–Poznań
Nächster int. Flughafen: Zielona Góra-Babimost
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 12 Ortschaften
Fläche: 92,75 km²
Einwohner: 6333
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 68 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0809013
Verwaltung (Stand: 2013)
Bürgermeister: Bernard Radny
Adresse: Rynek 3
66-110 Babimost
Webpräsenz: www.babimost.pl

Babimost [baˈbʲimɔst] (deutsch Bomst) ist eine Kleinstadt im Westen Polens. Sie ist Sitz der gleichnamigen Stadt- und Landgemeinde im Powiat Zielonogórski, Woiwodschaft Lebus.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt liegt im Westen Polens am östlichen Rand der Woiwodschaft Lebus. Etwa 80 Kilometer entfernt befindet sich die Staatsgrenzen zu Deutschland, 75 Kilometer östlich liegt Posen.

Geschichte[Bearbeiten]

Bomst entstand vermutlich um 1000 an einer Furt durch die Faule Obra als Siedlung um eine Befestigungsanlage. Von 1257 bis 1307 gehörte der Ort, der auf einer Flussinsel angelegt war, dem Zisterzienser-Kloster Obra, das die umgebenden Weinberge versorgte. Im Jahre 1319 kam die Stadt zu Brandenburg, 1329 wieder an das schlesische Herzogtum Glogau. Unter Kasimir III. dem Großen kam es 1335 wieder zu Polen und wurde Immediatstadt. Władysław II. Jagiełło, polnischer König seit 1386, gab ihr vor 1397 Magdeburger Recht. 1530 erneuerte Sigismund der Alte die Stadtrechte nach dem Vorbild der Stadt Posen. Neben der regelmäßigen Altstadt wurde 1652 durch schlesische Exulanten die Neustadt gegründet, die schnell zum größten Stadtteil anwuchs. Im Zweiten Nordischen Krieg 1656 von einem schwedischen Heer ausgeraubt und zerstört. Die Schweden verbrannten den Pfarrer und den Vikar auf einem Scheiterhaufen. Im 18. Jahrhundert wurde die Synagoge wieder errichtet. 1762 wurde Jan Gładysz, ein bekannter polnischer Maler, in Babimost geboren. 1782 wurde die erste protestantische Kirche errichtet. Im Jahre 1793 kam Bomst zu Preußen. 1871 lebten 2272 Menschen im Ort. Davon waren 1042 katholisch, meist Polen, 1070 evangelisch, meist Deutsche, und 160 jüdisch. Die Einwohner lebten von der Tuch- und Schuhmacherei und vor allem vom Hopfen- und Weinanbau.

Zwischen 1818 und 1938 war Bomst (mit Unterbrechungen) Sitz des Landkreises Bomst.

1939 lebten 1950 Menschen im Ort, davon 600 Polen.

1945 war der Ort zu 35 Prozent zerstört. Die bisherigen Einwohner flohen vor der Roten Armee oder wurden später gewaltsam vertrieben.

1945 bis 1950 war der Ort wieder Kreisstadt. Die Einwohnerzahl erhöhte sich nach dem Krieg: 1946 lebten 1284 Menschen hier, 1957 waren es schon 2100.

Partnerschaften[Bearbeiten]

  • Neuruppin, Deutschland
  • Amt Döbern-Land, Spree-Neiße-Kreis in Deutschland
  • Die Stadt- und Landgemeinde unterhält eine Partnerschaft mit der brandenburgischen Gemeinde Felixsee.

Gemeinde[Bearbeiten]

Babimost bildet eine Stadt- und Landgemeinde mit 6500 Bewohnern auf 93 km². Neben der Stadt Babimost liegen auf dem Gemeindegebiet noch folgende Dörfer:

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Babimost – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 3. Juli 2014.