Backerbse
Backerbsen[1], vor allem früher gebackene Erbsen, in der Schweiz auch Suppenperlen[2], in Deutschland auch (gebackene) Mehlerbsen[3] sind eine traditionelle[4] Suppeneinlage der deutschen, österreichischen und Schweizer Küche.
Zur Zubereitung wird ein flüssiger Teig aus Mehl, Eiern, Milch und Speisesalz, eventuell noch Öl hergestellt und durch z. B. eine flache Küchenreibe in siedendes Fett getropft. Die entstehenden erbsengroßen Kügelchen werden darin goldgelb frittiert und anschließend abgetropft.
Backerbsen werden erst unmittelbar vor dem Servieren in die Suppe, meist Rinderbrühe o. ä. gegeben. Sie werden auch pur als Knabbergebäck verzehrt.
Gebackene Erbsen, früher in Schmalz gebacken, waren eine Suppeneinlage der Oberschicht.[5] Heute sind fertige Backerbsen auch als Handelsware erhältlich. Angeboten wurden sie erstmals 1953 von der Vorarlberger Firma Ölz.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Ludwig Heck: Heiter-ernste Lebensbeichte, Im Deutschen Verlag, 1938, S. 118 (eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche) Ein Berliner schreibt über Wien und die Küche, wie sehr sie ihm mundet. Backerbsen, Hirnschöberln und Palatschinken sind unter Anführungszeichen.
- ↑ Mitteilungen aus dem Gebiete der Lebensmitteluntersuchung und Hygiene, Bände 58-59, Schweizerische Gesellschaft für Analytische und Angewandte Chemie, 1967, S 309, „Suppenperlen“
Mitteilungen aus dem Gebiete der Lebensmitteluntersuchung und Hygiene, Bände 78-79, Eidgenössisches Gesundheitsamt, 1987, S. 71, „Backerbsen“ - ↑ Sophie Wilhelmine Scheibler: Allgemeines Deutsches Kochbuch für alle Stände, oder gründliche Anweisung alle Arten Speisen und Backwerke auf die wohlfeilste und schmackhafteste Art zuzubereiten, 17. Auflage, C.F. Amelang, Leipzig & Berlin1866, S. 64, „156. Suppe mit gebackenen Mehlerbsen“, (Online in der Google Buchsuche)
- ↑ Eleonora Maria Rosalia (Herzogin zu Troppau und Jägerndorf), Georg Adam Seelig: Freywillig aufgesprungener Granat-Apffel des Christlichen Samariters. Oder: Aus Christlicher Liebe des Nächsten eröffnete Geheimnisse vieler vortrefflicher bewährter Artzneyen […] Wie auch einem neuen Koch-Buch, Band 1, Schmidt, Nürnberg 1739, S. 299, „294. Gebackene Erbsen“ (Online in der Google Buchsuche)
- ↑ Verein für Volkskunde in Wien: Österreichische Zeitschrift für Volkskunde, Band 34, Österreichischer Bundesverlag für Unterricht, Wissenschaft und Kunst, 1980, S. 90