Bad Berneck im Fichtelgebirge

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bad Berneck i.Fichtelgebirge
Bad Berneck im Fichtelgebirge
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bad Berneck i.Fichtelgebirge hervorgehoben
50.04777777777811.672222222222393Koordinaten: 50° 3′ N, 11° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bayreuth
Höhe: 393 m ü. NHN
Fläche: 33,58 km²
Einwohner: 4261 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 127 Einwohner je km²
Postleitzahl: 95460
Vorwahl: 09273
Kfz-Kennzeichen: BT, EBS, ESB, KEM, MÜB, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 4 72 116
Stadtgliederung: 38 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Bahnhofstraße 77
95460 Bad Berneck i.Fichtelgebirge
Webpräsenz: www.bad-berneck.com
Bürgermeister: Jürgen Zinnert (SPD)
Lage der Stadt Bad Berneck i.Fichtelgebirge im Landkreis Bayreuth
Landkreis Nürnberger Land Bayreuth Bayreuth Landkreis Hof Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Kulmbach Landkreis Lichtenfels Landkreis Bamberg Landkreis Forchheim Landkreis Tirschenreuth Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Amberg-Sulzbach Prüll Warmensteinacher Forst-Nord Waidacher Forst Waidacher Forst Veldensteiner Forst Neubauer Forst-Nord Waischenfeld Lindenhardter Forst-Südost Lindenhardter Forst-Nordwest Langweiler Wald Bayreuth Heinersreuther Forst Goldkronacher Forst Glashüttener Forst Forst Neustädtlein am Forst Gemeindefreies Gebiet Fichtelberg Emtmannsberg Haag (Oberfranken) Seybothenreuth Creußen Warmensteinach Weidenberg Schnabelwaid Prebitz Plech Mistelgau Mistelbach (Oberfranken) Hummeltal Hummeltal Heinersreuth Goldkronach Glashütten (Oberfranken) Gesees Gefrees Eckersdorf Bischofsgrün Bischofsgrün Bindlach Betzenstein Bad Berneck im Fichtelgebirge Speichersdorf Kirchenpingarten Waischenfeld Plankenfels Pegnitz (Stadt) Mehlmeisel Hollfeld Fichtelberg (Oberfranken) Aufseß Ahorntal Bischofsgrüner Forst Pottenstein (Oberfranken)Karte
Über dieses Bild

Bad Berneck im Fichtelgebirge (amtlich: Bad Berneck i.Fichtelgebirge) ist eine Stadt im Norden des oberfränkischen Landkreises Bayreuth. Bad Berneck ist seit 1857 ein Kurort, zuerst Molken- und Luftkurort, seit 1930 Kneippkurort und seit 1950 Kneippsches Heilbad.

Wappen am Rathaus
Die älteste Stadtansicht von 1767 mit dem Alten Schloss, der Hohenberneck und der Marienkapelle
Marktplatz mit Schlossturm des Alten Schlosses
Blick vom Schloßturm auf die Stadt mit der Dreifaltigkeitskirche
Kurpark mit den neuen Kolonnaden
Palas der Burgruine Hohenberneck
Marienkapelle, unterhalb die alte Trasse der via imperii
Notgeld von 1921: Gutschein über 10 Pfennig

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt liegt am Westrand des Fichtelgebirges, umgeben von sieben bewaldeten Bergen, die es gegen raue Nord- und Ostwinde schützen, im Tal der Ölschnitz, die unterhalb der Altstadt in den Weißen Main mündet,im Übergang zum weitgeschwungenen Kronachtal und dem sanftwelligen Bayreuther Hügelland. Der Mainberg mit 624 m ü. NN und der Wolfenberg mit 598 m ü. NN sind die höchsten Erhebungen im Gemeindegebiet.

Geologie[Bearbeiten]

Bad Berneck liegt an der Abzweigung zweier Bruchzonen, der Fränkischen Linie und der Bernecker Störung. Hier treffen vier sehr unterschiedliche geologische Formationen aufeinander: Das fränkische Schichtstufenland mit Sedimenten aus dem Trias, metamorphe Gesteine der Münchberger Masse, vulkanische und Sedimentgesteine aus dem Devon der Berneck-Regnitzlosauer Mulde und die Gesteine des Fichtelgebirges aus dem Ordovizium.

Die anstehenden Pillow-Basalte, auch Diabas genannt, gelten als die mächtigste vulkanische Schicht aus dem Devon in Deutschland. Im Bereich der Münchberger Masse befindet sich auf dem Gemeindegebiet ein inverser, fünffacher Deckenstapel mit metamorphen Gesteinen in ca. drei Kilometer Entfernung, die bei der Entstehung zwischen 3 und 60 Kilometer tief unter der Erdoberfläche lagen.

Geprägt ist Bad Berneck durch die Kerbtäler des oberen Weißen Mains und seiner Zuflüsse. Durch die abwechslungsreiche Geologie wurden bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts in bis zu 40 kleineren Bergwerken Gold, Silber, Kupfer, Blei, Eisen und Alaunschiefer gefördert. Das Bergwerk Beständiges Glück war wahrscheinlich mit über 350 Jahren im Fichtelgebirge am längsten durchgängig in Betrieb. Heute werden in zwei großen Steinbrüchen Schotter und andere technische Steine aus Diabas und Phyllit gewonnen.

Geotope[Bearbeiten]

  • Straßenabschnitt Königsstuhl in Bad Berneck (Geotop-Nummer 472A001)
  • Sägewerksprofil Hohenknoden (Geotop-Nummer 472A002)
  • Ehemaliger Steinbruch Hohenknoden-Entenhügel (Geotop-Nummer 472A005)
  • Felsenkeller Bad Berneck (Geotop-Nummer 472A018)

Klima[Bearbeiten]

Bad Berneck befindet sich im Übergang vom Mittelgebirgstyp zum kontinentalen Typ der Klimazonen. Die geschützte Lage der Stadt mildert Klimaextreme.


Klimatabelle
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2 4 9 14 19 22 24 23 20 13 8 3 Ø 13,5
Min. Temperatur (°C) −4 −3 0 3 7 12 11 12 9 5 1 −2 Ø 4,3
Sonnenstunden (h/d) 2 3 4 6 7 7 8 7 6 4 1 1 Ø 4,7
Regentage (d) 10 9 9 10 11 11 10 9 8 7 10 10 Σ 114
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Quelle: Klima.org

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden (im Uhrzeigersinn) sind Stadt Gefrees, Stadt Goldkronach, Bindlach, Harsdorf, Himmelkron und Marktschorgast. Die kreisfreie Stadt Bayreuth ist etwa 13 km von Bad Berneck entfernt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Bad Berneck besteht aus insgesamt 38 Stadtteilen[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Die Vorgeschichte ist im Bereich der Stadt kaum belegt. Lediglich bei Neudorf/Nenntmannsreuth wurde ein verzierter früh-latènezeitlicher Gürtelhaken gefunden, der sich im Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte befindet.[3]

Mittelalter[Bearbeiten]

Die Entstehung, die Siedlungslage und die hohe Burgendichte von Bad Berneck sind durch seine strategische Lage verständlich. Bad Berneck befand sich schon in frühester Zeit in einer Grenzlage in mehrfachem Sinne: Politisch an der Gaugrenze zwischen Radenz- und Nordgau, kirchlich an der Bistumsgrenze zwischen Regensburg und Würzburg, nach der Gründung des Bistums Bamberg 1007 an dessen Grenze. Gelegen an der Fränkischen Linie, die das siedlungsgünstige Obermainische Bruchschollenland vom Hohen Fichtelgebirge scheidet, war das Ortsgebiet für lange Zeit auch die Grenze des fränkischen Siedlungslandes. Berneck lag aber auch an der vermutlich schon zu karolingischen Zeiten bestehenden[4], bedeutenden Reichs- und Handelsstraße via imperii, die Rom mit der Ostsee verband. Vor dem Jahr 1000 dürfte die Gründung der heutigen Ortsteile Gothendorf und Micheldorf mit der Endung -dorf liegen. Mit dem Würzburger Altzehnt belegt und damit ebenfalls vor 1000 zu datieren sind die Ortsteile Bärnreuth, Gesees und Binnig [5]. Die letztgenannte Ortschaft lag am Zusammenfluss der Ölschnitz und des Weißen Mains. Es ist anzunehmen, dass die Abschnittsbefestigung auf der Hohen Warte die Handelsstraße via imperii sicherte.

Als erste Herrschaftsträger sind die Walpoten zu nennen, die wahrscheinlich Anfang des 11. Jahrhunderts die Turmburg Alt-Berneck errichteten[6]. Zu dieser Burg gehörte eine Siedlung, die durch die Flurlage Alt-Berneck erkennbar wird (gelegen auf der Höhe oberhalb der Turmburg gegen Bärnreuth). Mitte des 12. Jahrhunderts wurden Burg und Siedlung von der ursprünglichen Lage bei Bärnreuth an den Zusammenfluss der Ölschnitz mit dem Knodenbach verlegt, der heutigen Ortslage von Bad Berneck[7]. Auf dem über dem Ort gelegenen Bauplatz dieser Burg steht heute die im Spätmittelalter errichtete Burgruine Hohenberneck[8]. Nach dem Walpotenburg genannten Vorgängerbau benannte sich 1168 Ulrich II. Walpoto, dies ist auch die Erstnennung von Berneck. Die zweite Nennung erfolgte 1177, als Ulrich die von ihm widerrechtlich auf kirchlichem Grund errichtete Burg von dem Bischof Otto II, einem Andechs-Meranier, zu Lehen nehmen musste[8].

1203 benannte sich mit Ulrich III. der letzte Walpote nach Berneck. Da sich 1248 eine weitere Burg (das Alte Schloss) und der Ort in der Erbmasse der Andechs-Meranier befand, muss zwischen diesen Jahren sowohl der Besitzübergang von den Walpoten zu den Andechs-Meraniern als auch der Burgenbau stattgefunden haben[5]. Nach langen Erbstreitigkeiten, die erst 1260 durch den Langenstadter Vertrag beendet wurden, findet sich Berneck – Ort und Burg – im Besitz der Grafen von Orlamünde. Die alte Walpotenburg war zu jener Zeit bereits abgegangen[8].

Durch Erbfall und Kauf erwarben 1340 und 1341 die Burggrafen von Nürnberg, die späteren Markgrafen, Ort und Burg. Unter diesen erlebte Berneck einen weiteren Aufschwung. Der erste Nachweis der Stadtrechtsverleihung stammt vom 18. November 1357, die Stadterhebung erfolgte zwischen 1350 und 1357 [9]. Im Zusammenhang damit ist auch die Gründung der Pfarrei Berneck 1365 zu sehen. Zu dieser Pfarrstelle wurden die heutigen Ortsteile Bärnreuth, Micheldorf, Hohenknoden, Rimlas und Heinersreuth gezogen. An die Stelle der Nikolauskapelle trat ein Kirchenbau. Im Jahre 1375 brannte Berneck fast gänzlich ab, 1431 hatte es unter den Hussiteneinfällen durch Prokop Rasa und 1462 und 1467 unter Pestjahren zu leiden[10].

Unter den Markgrafen konnten die von Wallenrode eine kleine Herrschaft aufbauen. Sie sind 1397 als Amtmänner im Alten Schloss nachzuweisen. 1478 wurde Veit von Wallenrode mit dem Burgstall der Walpotenburg belehnt unter der Auflage dort eine neue Burg zu errichten. Diese Burg, Neuwallenrode genannt, wurde 1501 an die Markgrafen verkauft, die diese in Hohenberneck umbenannten und seit 1553 wiederum die von Wallenrode mit dieser Burg belehnten[5]. Zeitgleich mit der Burg erbaute Veit von Wallenrode auch die wehrhaften Marienkapelle, von der damals, einem in Jerusalem geleisteten Gelöbnis entsprechend, ein Kreuzweg bis ins Tal des Weißen Mains führte. Im gleichen Jahr begann in der Eisenleite der Abbau von Eisenerz. 1495 hatte die Stadt 204 Einwohner in 76 Haushaltungen. Die Reformation wurde 1528 eingeführt.

Neuzeit[Bearbeiten]

Mitten im Dreißigjährigen Krieg brannte der Ort 1632 erneut nieder. Das Gleiche geschah am 13. Mai 1692, nur fünf Häuser und eine Mühle blieben verschont.

1724 wurden 15 Zigeunerinnen gehängt und unter der Zigeunereiche begraben. Die Männer waren geflohen. Die Überlebenden jagte man über die Grenze. Die Zigeunerbrücke in der Blumenau erinnert an diesen Vorfall.

Markgraf Georg Friedrich Carl ließ 1732 in der Ölschnitz Perlmuscheln einsetzen, wohl um die Staatsfinanzen aufzubessern. Im Jahr 1751 war die Stadt in der glücklichen Lage, ihren wertvollsten Besitz, die sieben Berge, käuflich zu erwerben.

In den Kriegen von 1796 bis 1815 musste der kleine Ort mehrmals Kontributionen leisten und Einquartierungen erdulden. 1806 weilte Blücher in Berneck. Ihm zu Ehren wurde im Eisen-Bergwerk Bergmanns Glück ein Fest abgehalten und diese Stätte Blüchersruhe genannt. Das ehemalige Amt des seit 1792 preußischen Fürstentums Bayreuth lag ab 1500 im Fränkischen Reichskreis. Es fiel im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich und kam 1810 zu Bayern. Um 1830 kam der erste Kurbetrieb (Molkenkur) auf. In Bayern war Berneck zunächst Sitz eines Landgerichts, später eines Bezirksamts. Das Gebiet des Bezirksamtes wurde den benachbarten Bezirksämtern Bayreuth, Kulmbach und Münchberg angegliedert. Der Großteil des Amtsgebietes fiel an das Bezirksamt Bayreuth. Am 28. Dezember 1896 wurde die Bahnstrecke Neuenmarkt – Berneck eröffnet. An den Pfingstfeiertagen 1986 befuhr letztmals ein Triebwagenzug mit mehreren Personenwagen die Strecke. Seit 1928 wird am Berg Zottasche und am Schafberg das vulkanische Gestein Diabas abgebaut. Jährlich verlassen rund 85.000 Tonnen den Steinbruch vor allem für Straßen-, Eisenbahnbau und Gartensteine. Am 1. Oktober 1929 wurde das Bezirksamt Berneck aufgelöst. In den 1930ern übernachtete zu den Festspielen in Bayreuth Adolf Hitler mehrmals im damals mondänen Hotel Bube.

Gegenwart[Bearbeiten]

Infolge von staatlichen Zentralisierungsmaßnahmen verlor die Stadt mehrere öffentliche Einrichtungen: 1961 wurden die Landpolizei-Station, das Kreis- und Bezirkskrankenhaus und 1969 die letzte Behörde des früheren Bezirks Berneck, das Amtsgericht, aufgelöst.

Die Stadt wurde 1973 Unterzentrum. Im Oktober 1990 wurde der erste Recyclinghof des Landkreises Bayreuth in Bad Berneck eröffnet. Am Ostersonntag 1991 konnte nach monatelangen Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten das Gotteshaus am Kirchenring, ein Schmuckstück der Altstadt, wieder geweiht werden. In der Blumenau ab der Zigeunerbrücke westwärts wird eines der größten Biotope in Oberfranken geschaffen. Auf der ehemaligen Bahntrasse von Röhrenhof nach Bischofsgrün wurde ein Rad- und Wanderweg eingerichtet. Im August 1998 wurde nach Abriss des alten Bahnhofsgebäudes die neue Ortsdurchfahrt der B 303 eröffnet und im September 2001 die mit 7,3 Millionen Mark generalsanierte Sebastian-Kneipp-Volksschule eingeweiht. Im Februar 2007 wurde eine Bürgerinitiative für die Eindämmung des Verkehrsaufkommens im Schwerlastbereich, insbesondere auf der B 303, gegründet. Im April 2008 diente die Kulisse der Rotherstraße als Drehort für die Rosenmüller-Verfilmung Die Perlmutterfarbe. Im Verbund Nordic Parc Fichtelgebirge wurden im letzten Jahr insgesamt sieben Nordic-Walking-Strecken im Bereich Bad Berneck konzipiert und ausgeschildert; über 150 Richtungsschilder weisen den Weg.

Seit 1930 wurden Kneippkuren durchgeführt; die Anerkennung als Bad kam am 30. November 1950.[11] Es folgte eine Blütezeit als mondäner Kurort, Gäste für Kneipp- und Molkekuren kamen bis aus den arabischen Ländern. Infolge der verschiedenen Gesundheitsreformen und eines veränderten Reiseverhaltens ging der Betrieb ab Ende der 80er Jahre stetig zurück, mit der Schließung des Siemens-Kurheims 2004 gab es schließlich keine Einrichtung für stationäre Kuren mehr, dafür wurden durch die Stadtverwaltung mit dem Kurmittelhaus und die ortsansässigen Vermieter erste Konzepte umgesetzt, um die Stadt für ambulante Kurgäste und Selbstzahler wieder zu einem attraktiven Reiseziel zu machen.

Heute spezialisiert sich Bad Berneck mit seinem Kur- und Gesundheitsangebot auf den Bereich der Prävention.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Ortsteil Einwohner
(1970)
Eingemeindungsdatum
Bärnreuth 218 1. Januar 1971[11]
Escherlich 978 1. Mai 1978[12]
Goldmühl 240 1. Januar 1978[12]
Neudorf 220 1. April 1972[11]
Rimlas 172 1. Januar 1978[12]
Wasserknoden 264 1. Juli 1972[11]

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat hat 16 Mitglieder. Sitzverteilung (Stand Juli 2014):[13]

Bürgermeister ist Jürgen Zinnert (SPD), Zweiter Bürgermeister Alexander Popp von der FWG.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Es besteht eine Städtepartnerschaft mit Habartov (Tschechien)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kultur[Bearbeiten]

  • Fränkischer Theatersommer: Theater, Chansons, Kabarett, Literatur und anderes in den Sommermonaten an wechselnden Veranstaltungsorten
  • KuKuK: Kunst und Kultur im alten Kindergarten. Wechselnde Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt Brauchtum im Fichtelgebirge.
  • Kunststraße: In den Sommermonaten wechselnde Ausstellungen in den Schaufenstern der Stadt
  • Brezenwochen: Von Mitte Januar bis Anfang März gibt es abwechselnd bei den sechs Brezenwirten fränkische Spezialitäten und auch international exotische Gerichte.
Feste und Veranstaltungen
  • Stadelkerwa Rimlas
  • Westernfest Escherlich
  • Sommernachtsfest
  • Burgenfest

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Größter Arbeitgeber der Stadt sind die Frenzelit-Werke GmbH mit weltweit rund 450 Mitarbeitern. Die Firma ist im Besitz der Familie Wagner und produziert Dichtungsmaterialien, technische Textilien und Kompensatoren. Zweitgrößter Arbeitgeber ist die Reitz-Gruppe mit rund 200 Mitarbeitern in Bad Berneck (rund 500 Mitarbeiter gesamt). Die Reitz-Gruppe mit ihren Marken Popp, düwi und Schwaiger produziert Elektroartikel. Die Reitz-Gruppe stellte am 18. Februar 2009 Insolvenzantrag. Wichtiger Wirtschaftsfaktor ist der Wander- und Gesundheitstourismus. Ein ausgedehntes Wander- und Radwegenetz mit Anschluss an überregionale Strecken wie den Fränkischen Gebirgsweg, den Burgenweg, den Main- und den Saale-Radwanderweg ist Basis für einen sanften Wandertourismus.

Verkehr[Bearbeiten]

Der am 31. Dezember 1993 endgültig stillgelegte Bahnhof Bad Berneck, 1987

Individualverkehr[Bearbeiten]

Bad Berneck liegt an der Kreuzung der Bundesstraßen 2 (Hof – Bayreuth) und 303 (Kronach – Eger). Über den Anschluss Bad Berneck/Himmelkron (Entfernung 5 km) ist Bad Berneck an das Autobahnnetz angebunden (Bundesautobahnen 9 und 70).

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten]

Die Stadt ist eingebunden in das Verkehrsnetz der Metropolregion Nürnberg. Der Zentrale Busbahnhof befindet sich an der Kreuzung der Bundesstraßen B 2 und B 303. Der Personenverkehr auf der durch den Ort führenden Bahnstrecke Neuenmarkt-Wirsberg–Bischofsgrün wurde 1974 eingestellt, der Güterverkehr endete 1992. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Marktschorgast, Neuenmarkt und Bayreuth.

Bildung[Bearbeiten]

In Bad Berneck befinden sich die Sebastian-Kneipp-Volksschule (Grund- und Mittelschule), die zum dritten Mal in Folge (2010/11/12) für ihr Engagement in der Umweltbildung mit dem Titel „Umweltschule in Europa“ ausgezeichnet worden ist. Des Weiteren gibt es eine Volkshochschule, zwei Kindergärten, eine Kinderkrippe und ein Kinderhort. Das Kneipp- und Gesundheitshaus bietet als Mitglied des Kneipp-Bundes eine Ausbildung zum Kneipp’schen Gesundheitsberater an.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in Bad Berneck gelebt und gewirkt haben[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111029/225901&attr=OBJ&val=1143
  3. Ortsakten des Bayerischen Landesamtes für Denkmalschutz Bamberg
  4. Wilhelm Müller: Bayreuth – Die Anfänge einer oberfränkischen Stadt, Heimatbeilage zum oberfränkischen Schulanzeiger Nr. 22, Mai 1966
  5. a b c Richard Winkler: Historischer Atlas von Bayern - Bayreuth, München 1999
  6. Burgen in Mitteleuropa, Band 2, Stuttgart 1999, Seite 182,183
  7. Otto Schoerrig: Berneck, seine Entwicklung bis zur Stadterhebung in: Geschichte der Stadt Bad Berneck i.F., Bad Berneck 1957
  8. a b c Burgen in Oberfranken, Teil 2: Die Burgen der edelfreien Geschlechter im Obermaingebiet, Kulmbach 1955
  9. Michel Hofmann: Die Stadterhebung in: Geschichte der Stadt Bad Berneck i.F., Bad Berneck 1957
  10. Emil Wachter: Gemeindeleben und Zeitereignisse in: Geschichte der Stadt Bad Berneck i.F., Bad Berneck 1957
  11. a b c d  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 432.
  12. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 676.
  13. http://www.bad-berneck.com/sta.html
  14. Ulrike Meinhof, das brave Schulkind bei frankenpost.de vom 25. November 2009, abgerufen am 3. September 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bad Berneck im Fichtelgebirge – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien