Bad Bodenteich

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bad Bodenteich
Bad Bodenteich
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bad Bodenteich hervorgehoben
52.83444444444410.68222222222255Koordinaten: 52° 50′ N, 10° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Uelzen
Samtgemeinde: Aue
Höhe: 55 m ü. NHN
Fläche: 49,88 km²
Einwohner: 3786 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 76 Einwohner je km²
Postleitzahl: 29389
Vorwahl: 05824
Kfz-Kennzeichen: UE
Gemeindeschlüssel: 03 3 60 005
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 23
29389 Bad Bodenteich
Webpräsenz: www.samtgemeinde-aue.de
Bürgermeister: Edgar Staßar (seit 6. Nov. 2007) (CDU)
Lage der Gemeinde Bad Bodenteich im Landkreis Uelzen
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Bad Bodenteich ist ein Flecken in der Lüneburger Heide im Landkreis Uelzen, Niedersachsen (Deutschland) und war bis zu ihrer Auflösung am 31. Oktober 2011 Verwaltungssitz der Samtgemeinde Bodenteich. Seither gehört die Gemeinde zur Samtgemeinde Aue mit Sitz in Wrestedt. Diese unterhält im früheren Verwaltungsgebäude ein Bürgerbüro.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Bad Bodenteich ist seit 1973 staatlich anerkannter Luftkurort, und bietet seit 1985 als Kneippkurort Schrothkuren an. Seit dem 1. Oktober 1998 trägt der Flecken den Zusatz Bad.[2]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Der Flecken Bad Bodenteich besteht aus dem Kernort Bad Bodenteich und den Ortsteilen Abbendorf, Bomke, Flinten, Häcklingen, Kuckstorf, Overstedt, Schafwedel und Schostorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Bomke, Flinten, Häcklingen, Schafwedel und Schostorf eingegliedert.[3]

Ortsname[Bearbeiten]

Frühere Ortsnamen von Bodenteich waren Bodendieck, Bodendik, Bodendyk; Badendieck, Bodendike. Das Wort "Boden", mittelhochdeutsch "bōdem, bōden", mittelniederdeutsch "bōdem(e), boddem, bodden" und mittelniederländisch "bōdem" ("Erdboden, Grund") hatte bis ins 17. Jahrhundert die Nebenform "Bodem". In den niederdeutschen Mundarten wurde "-d-" zwischen Vokalen nur schwach artikuliert und schwand häufig, übrig blieb ein leichter Zwielaut oder ein lang gesprochener Vokal. "Bodenteich" lautet im Niederdeutschen "Boden-dik" und bedeutet "unten gelegener, liegender Teich, See".[4]

Politik[Bearbeiten]

Rat des Fleckens Bad Bodenteich[Bearbeiten]

Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011[5]

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Das Wappen zeigt in silbernem Schild über schwarz-silbernen Wellenlinien (Bodenteicher See) einen aufspringenden Hirsch (Zehnender), der auf dem Rücken eine rote Decke mit silbernem gezähnten Balken trägt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

  • Der Ort ist über die Bundesstraße 4 und die Landesstraßen 265, 266 und 270 zu erreichen.
  • Bad Bodenteich hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Braunschweig–Uelzen.
  • Der Elbe-Seitenkanal durchzieht das Gemeindegebiet in Nord-Südrichtung. Der Elbe-Seitenkanal-Anleger bietet Liegeplätze für Sportboote und Frachtschiffe.

Religionen[Bearbeiten]

Zur evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde gehört die St. Petri-Kirche von 1836 (Turm von 1894), daneben noch die St. Bartholomäus-Kirche in Lüder und die Christuskapelle in Soltendieck. Die Kirchengemeinde gehört zur Region Süd-Ost des Kirchenkreises Uelzen im Sprengel Lüneburg.

Die katholische St.-Bonifatius-Kirche wurde 1960/61 erbaut und gehört seit 2006 zur Pfarrgemeinde Zum Göttlichen Erlöser in Uelzen. Zuvor bestand bereits seit 1948 in einem Lagerschuppen auf dem Gelände einer ehemaligen Munitionsanstalt, ab 1949 "Bodenteich-Heide" genannt, eine ebenfalls nach Bonifatius benannte Kapelle.

Die neuapostolische Gemeinde wurde 2001 aufgegeben und der Gemeinde Wittingen angeschlossen.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinrich Schäfer: Chronik des Kneipp-Kurortes. Bodenteich, Burg – Amt – Flecken. Selbstverlag Flecken Bodenteich, Bad Bodenteich 1985.
  • Ernst Andreas Friedrich: Die Burg Bodenteich. In: Ernst Andreas Friedrich: Wenn Steine reden könnten. Aus Niedersachsens Geschichte. Band 4. Landbuch-Verlag, Hannover 1998, ISBN 3-7842-0558-5, S. 162–164.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bad Bodenteich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1998
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 238.
  4. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen Recherche Jürgen Udolph
  5. Ergebnis Kommunalwahl 2011