Bad Boys – Harte Jungs
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel | Bad Boys – Harte Jungs |
| Originaltitel | Bad Boys |
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1995 |
| Länge | 114 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| Stab | |
| Regie | Michael Bay |
| Drehbuch | Michael Barrie Jim Mulholland Doug Richardson |
| Produktion | Jerry Bruckheimer Don Simpson |
| Musik | Yafeu Fula Mark Mancina |
| Kamera | Howard Atherton |
| Schnitt | Christian Wagner |
| Besetzung | |
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Bad Boys – Harte Jungs ist ein Actionfilm des US-amerikanischen Regisseurs Michael Bay aus dem Jahr 1995. Der Film wurde im Jahr 2003 durch Bad Boys II fortgesetzt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Handlung
Mike Lowrey und Marcus Burnett sind Drogenfahnder der Polizei von Miami. Sie sind Partner und Freunde, ansonsten aber grundverschiedene Typen. Während Marcus mit Ehefrau Theresa und seinen Kindern ein geordnetes Familiendasein in einem beschaulichen Eigenheim führt, lebt der aus reichem Hause stammende Draufgänger Mike das Leben eines Playboys.
Gerade hat das ungleiche Duo den Coup seines Lebens gemacht und Heroin im Marktwert von knapp 100 Millionen US-Dollar beschlagnahmt, da wird dieses auch schon aus der Asservatenkammer gestohlen. Mikes und Marcus Vorgesetzter Captain Howard ist entsetzt und bekommt zudem Ärger von der internen Ermittlungsbehörde, die glaubt, ein Insider habe den Einbruch ermöglicht. Mike und Marcus bekommen 72 Stunden Zeit, den Diebstahl aufzuklären, bevor die Behörde ihr Department schließt.
Tatsächlich ist der französische Gangster Fouchet für die Aktion verantwortlich, die Informationen holte er sich von einer erpressten Department-Sekretärin. Einer von Fouchets Leuten lässt heimlich ein Drogenpaket mitgehen, um damit ein Happening mit ein paar Prostituierten zu veranstalten. Doch Fouchet kommt dahinter und richtet seinen Verräter hin. Der Mord wird von der anwesenden Julie beobachtet, die jedoch flüchten kann. Da unter den Toten auch eine Freundin von Mike Lowrey war, wendet sie sich verzweifelt an diesen.
Da Mike jedoch nicht anwesend ist und sie die Spur zu ihren Drogen nicht verlieren wollen, gibt sich Marcus kurzerhand als Mike aus und gewinnt Julies Vertrauen – dies allerdings ohne das Wissen seiner Familie und Mikes. Das Chaos wird perfekt, als Mike dazustößt und nun notgedrungen Marcus' Rolle als biederer Familienvater spielen muss.
Der Rollentausch wird mit der Zeit schwierig für Mike und Marcus – genauso wie für Theresa und die Kinder und Julie, der immer mehr Zweifel kommen. Als der Schwindel auffliegt, kommt es zum Schusswechsel mit Fouchets Gangstern, die Julie kidnappen. Mike und Marcus folgen den Angreifern und gelangen zu einem verlassenen Hangar auf einem Flughafen. Hier will Fouchet das Heroin bei einem kolumbianischen Drogenhändler gegen Geld tauschen. Lowrey und Burnett stürmen die Szenerie, verhindern die Übergabe, töten einige Gangster und befreien Julie. Fouchet kann mit einem Auto flüchten, doch das Trio verfolgt ihn in Mikes Sportwagen. Fouchet hat einen Unfall und muss zu Fuß flüchten. Mike schießt ihm daraufhin ins Bein. Fouchet versucht, als er am Boden liegt, Marcus mit einer Pistole zu erschießen. Mike erschießt Fouchet notgedrungen.
[Bearbeiten] Entstehung
Das Drehbuch dieses Filmes hieß anfangs Bulletproof Hearts und stammte von George Gallo.
Es wurde 1986 von den Produzenten Don Simpson und Jerry Bruckheimer gekauft, die den Film Paramount Pictures und Disney Pictures vorstellten. Diese lehnten die Zusammenarbeit jedoch ab. Die Hauptrollen sollten mit Jon Lovitz und Dana Carvey besetzt werden. Letztlich kam der Film doch zu Disney, die das Drehbuch wiederum für 2.000.000 $ an Sony verkauften. Der Film durfte auf Sonys Anweisung nicht mehr als 15 Millionen US-$ an Produktionskosten nach sich ziehen und wurde daher zur Low-Budget-Produktion.
Als diese ebenfalls ablehnten, ließen die beiden Produzenten das Drehbuch von Michael Barrie, Jim Mulholland und Doug Richardson überarbeiten (jetzt Bad Boys).
Die überarbeitete Version mit Will Smith und Martin Lawrence in den Hauptrollen stellten sie Columbia Pictures vor, die den Film 1995 produzierten.
[Bearbeiten] Kritiken
„Actionkomödie um zwei US-Comedy-Stars, die harten Thrill und wortlastige Verwechslungskomödie vereinen soll. Ein mißglückter Versuch, der das Dilemma eines ganzen Genres offenbart, zwischen irrwitzig schnellen Action-Teilen viel Handlungszeit überbrücken zu müssen.“ (Lexikon des Internationalen Films[1])
„Fazit: Kein Charakterkrimi, aber saucoole Action“ (Cinema[2])
[Bearbeiten] Hintergrund
- Nur Martin Lawrence war bereits fest für den Film eingeplant. Will Smith (bis dahin mehr bekannt aus Der Prinz von Bel Air) wurde für eine niedrige Gage eingestellt, um so dem Film neben Lawrence mehr Tiefe und Humor zu verleihen (auch aufgrund des niedrigen Budgets). Der Film wurde besonders durch die Einspielergebnisse in Europa (8-fach zu den Herstellungskosten) für Will Smith zum Sprungbrett einer grandiosen Erfolgskarriere.
- Eine Szene des Films spielt auf den Film Passagier 57 mit Wesley Snipes an: „Wesley Snipes! Passagier 57! So, und jetzt hätte ich gern mal mein Erfrischungstuch!“
- Der im Film gezeigte Porsche von Mike Lowrey ist ein Porsche 911 Turbo 3.6 und gehört im wahren Leben Regisseur Michael Bay. Bei Fouchets Sportwagen, mit dem sich der Porsche im Finale misst, handelt es sich um eine Shelby Cobra mit einem V8-Motor.
[Bearbeiten] Auszeichnungen
- BMI Film Music Award (1995): Gewonnen (Mark Mancina)
- Grammy (1996): Nominiert für Best Song Written Specifically for a Motion Picture or for Television
- MTV Movie Awards (1996): 2 Nominierungen, unter anderem für Best On-Screen Duo (Will Smith und Martin Lawrence)
[Bearbeiten] Weblinks
- Bad Boys in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
- Sammlung von Kritiken zu Bad Boys – Harte Jungs bei Rotten Tomatoes (englisch)
- Bad Boys in der Online-Filmdatenbank
- Vergleich der Schnittfassungen ORF 1 - FSK 18, FSK 16 - FSK 18 von Bad Boys - Harte Jungs bei Schnittberichte.com
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Kritik zu Bad Boys im Lexikon des Internationalen Films
- ↑ Kritik zu Bad Boys auf cinema.de
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