Bad Endorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen von Bad Endorf
Bad Endorf
Deutschlandkarte, Position von Bad Endorf hervorgehoben
47.912.3522Koordinaten: 47° 54′ N, 12° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Rosenheim
Höhe: 522 m ü. NN
Fläche: 40,11 km²
Einwohner: 7744 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 193 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83093
Vorwahl: 08053
Kfz-Kennzeichen: RO
Gemeindeschlüssel: 09 1 87 128
Adresse der Marktverwaltung: Bahnhofstraße 6
83093 Bad Endorf
Webpräsenz:
Bürgermeisterin: Gudrun Unverdorben (Überp.Wgem.Freie Wähler e.V.)

Bad Endorf (bis 1987 amtlich: Endorf i.OB) ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Rosenheim, der 1987 als Heilbad staatlich anerkannt wurde und seit 1988 die Bezeichnung „Bad“ im Ortsnamen führt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Der Markt befindet sich rund 15 km nordöstlich von Rosenheim, 20 km südlich von Wasserburg am Inn, 30 km westlich von Traunstein, 8 km nördlich von Prien am Chiemsee und 13 km von der Bundesautobahn 8 (Anschlussstelle Bernau am Chiemsee) entfernt. Des Weiteren besitzt Bad Endorf einen bedeutenden Bahnhof an der Eisenbahnstrecke München - Salzburg.

[Bearbeiten] Geschichte

In der Zeit der römischen Herrschaft (Provinz Raetia) führte eine Römerstraße von Salzburg nach Augsburg über das heutige Gemeindegebiet. 924 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung in den Archiven des Erzbischofs von Salzburg mit der Schreibweise „Zennidorf“. Endorf war lange Zeit ein Amt der Herrschaft Wildenwart, die zusammen mit der Herrschaft Hohenaschau mit der Hochgerichtsbarkeit ausgestattet war. Bad Endorf wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern nach 1803 eine selbständige politische Gemeinde. Hirnsberg wird um 1100 erstmalig erwähnt.

1860 wurde Endorf an die Bahnstrecke München–Salzburg angeschlossen. Am 15. Oktober 1908 wurde eine Nebenbahn von Endorf nach Obing (Chiemgauer Lokalbahn) eröffnet, in den 90er Jahren geschlossen und im Sommer 2006 wiedereröffnet. Im Jahre 1963 wurde in 4848 m Tiefe das iodhaltige Heilwasser durch Zufall bei einer Erdölbohrung entdeckt. Danach begann der Aufbau des Heilbades.

1971 erfolgte die Eingemeindung von Mauerkirchen/Antwort, 1972 die von Hirnsberg, 1973 die Erhebung Endorfs zum Markt. 1978 wurde Hemhof eingemeindet. Seit 1988, nach der Anerkennung als Heilbad 1987, hat sich Endorf dafür entschieden, die Bezeichnung „Bad“ im Ortsnamen zu führen.

[Bearbeiten] Politik

20 ehrenamtliche Gemeinderäte bilden zusammen mit der hauptamtlichen Bürgermeisterin den Gemeinderat von Bad Endorf. Nach der Wahl vom 2. März 2008 setzt er sich so zusammen:[1]

Partei Sitze
CSU 7
ÜWG 6
EFL 4
SPD 3

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen

Gesundheitswelt Chiemgau AG:(Abk. GWC, Holding seit 1998, Aktienmehrheit im Besitz der Marktgemeinde) mit den Tochterunternehmen:

[Bearbeiten] Staatliche Einrichtungen

Die Bundespolizeisportschule Bad Endorf ist das Leistungszentrum der Bundespolizei für die Wintersportarten Ski alpin, Nordische Kombination, Skilanglauf, Skispringen, Biathlon, Eisschnelllauf, Short Track, das seit 1998 auch Bob und Rennrodeln anbietet. Die Ausbildung erfolgt im sogenannten „Bad Endorfer Modell“, das heißt die Ausbildung zum Polizeivollzugsbeamten und im Leistungssport erfolgt parallel.

[Bearbeiten] Entwicklung des Ortsgebiets, Ortsteile

Auf dem Gebiet der Altgemeinde Bad Endorf (offiziell bis 1987 Endorf i.OB) lagen bis zur bayerischen Gemeindegebietsreform neben dem Hauptort Endorf noch Dorfbach, Stock, Anzing, Patersdorf, Hemberg, Engling, Kurf, Unterkurf, Stockham, Teisenham, Stötten, Eisenbartling, Hofham, Bergham, Landing und Jolling. Zur Gemarkung der Altgemeinde Mauerkirchen-Antwort (selbständig bis 1971) gehören Mauerkirchen, Antwort, Rachenthal (im Volksmund Rauhetal) und Ströbing. Durch die Eingemeindung der Altgemeinde Hirnsberg (selbständig bis 1972) kamen die Ortsteile Hirnsberg, Holzberg, Thalkirchen, Letten, Kreuzbichl, Achthal, Unterachthal, Ulperting, Stauden, See (am Simssee), Moos, Anger, Rain, Gries, Holzen, Kronlohe und Asbichl zur Gemeinde Bad Endorf. Zum Gebiet der Altgemeinde Hemhof (selbständig bis 1978) gehören die Ortsteile Hemhof, Stephanskirchen, Bach, Hartmannsberg, Rankham, Schlicht, Pelham, Gaben, Thal, Batterberg, Daumberg und Lemberg.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Theater

Die Theatergesellschaft Endorf hat eine über 200-jährige Tradition.

[Bearbeiten] Bauwerke

Ortsmotiv mit Jakobuskirche
  • Pfarrkirche St. Jakobus aus dem Jahr 1857.
  • Schloss Hartmannsberg zwischen Schloßsee und Langbürgner See.

[Bearbeiten] Tourismus

[Bearbeiten] Partnerorte

[Bearbeiten] Verdiente Bürgerinnen und Bürger

Wolfgang Clemen (* 1909, † 1990) war ein bedeutender Anglist und hat sich besonders um die Shakespeare-Forschung verdient gemacht. Er gilt als Neubegründer des Englischen Seminars der Universität München nach dem Weltkrieg. Die Universitäten Birmingham (1964), Rouen (1967) und Uppsala (1977) haben ihm die Ehrendoktorwürde verliehen. Zum Commander of the Order of the British Empire wurde er 1972 ernannt; 1981 folgte die Wahl in den Orden Pour le mérite für Wissenschaften und Künste. Außerdem war er Träger des Bayerischen Maximiliansordens für Wissenschaft und Kunst, des Bayerischer Verdienstordens und des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern.

Walter Kindermann (* 1936) war von 1984 bis 2002 Bürgermeister. Der Ehrenbürger der Marktgemeinde ist 2007 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden.

Maria Stadler (* 1914, † 1994) wurde 1988 mit dem Bundesfilmband in Gold (Bundesfilmpreis, heute Deutscher Filmpreis) für ihre besonderen Verdienste um das deutsche Kino ausgezeichnet. Die Regisseurin Doris Dörrie hat ihr, der “Kino Maria”, mit ihrem Erstlingswerk „Ob's stürmt oder schneit“ ein filmisch-dokumentarisches Denkmal gesetzt.


[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.bad-endorf.de/buergerservice/mgde_rat.htm

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Bad Endorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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