Bad Füssing
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Niederbayern | |
| Landkreis: | Passau | |
| Höhe: | 320 m ü. NN | |
| Fläche: | 55,04 km² | |
| Einwohner: | 6729 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 122 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 94072 | |
| Vorwahl: | 08531 | |
| Kfz-Kennzeichen: | PA | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 2 75 116 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Rathausstraße 6 94972 Bad Füssing |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Alois Brundobler (CSU) | |
Bad Füssing ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Passau und ein Kurort im Niederbayerischen Bäderdreieck. Das Thermalbad Füssing ist der wirtschaftliche Mittelpunkt der 1971 aus den Gemeinden Safferstetten, Egglfing am Inn, Würding und Aigen neu gebildeten Gemeinde Bad Füssing.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Bad Füssing liegt im südlichen Landkreis Passau in der flachen Pockinger Heide und am Inn, über den eine Brücke ins österreichische Obernberg am Inn führt. Ortsteile sind Aigen, Egglfing, Gögging, Riedenburg, Safferstetten und Würding.
Gemeinsam mit Bad Birnbach und Bad Griesbach im Rottal bildet Bad Füssing das niederbayerische Bäderdreieck.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 2. März 2008 wie folgt zusammen:
- CSU: 7 Sitze (29,3 % der Stimmen)
- Bürgerliche Einigkeit Würding: 3 Sitze (16,2 % der Stimmen)
- Wählergruppe Aigen: 3 Sitze (13,0 % der Stimmen)
- Einigkeit Egglfing: 2 Sitze (12,4 % der Stimmen)
- UBG: 2 Sitze (8,3 % der Stimmen)
- WG Einigkeit Bad Füssing-Safferstetten: 1 Sitz (6,7 % der Stimmen)
- WG Irching: 1 Sitz (5,7 % der Stimmen)
- SPD: 1 Sitz (4,5 % der Stimmen)
[Bearbeiten] Bürgermeister
Erster Bürgermeister ist Alois Brunndobler (CSU), der am 2. März 2008 ohne Gegenkandidaten mit 94,73 % der Stimmen wiedergewählt wurde.
[Bearbeiten] Partnerschaft
Mit Abano Terme, einem Heilbad in Italien, bestehen partnerschaftliche Beziehungen.
[Bearbeiten] Geschichte
Im Jahr 735 verschenkte Bayernherzog Hugibert das Gut Saferstetten an das Erzstift Salzburg. 1441 tauschte das Chorherrenkapitel zu Mattighofen mit dem Passauer Bischof Leonhard von Laiming die Hofmark Safferstetten gegen die Hofmark Reding ein.
Der Ortsteil Aigen am Inn wird um das Jahr 1010 erstmals in historischen Urkunden erwähnt und ist auch für seine Leonhardifahrt bekannt, die jährlich am ersten Sonntag im November Reiter aus Bayern und den Alpenländern anzieht. Bereits seit dem Mittelalter ist die Verehrung des hl. Leonhard in Aigen bezeugt. Die Ortschaft gilt als Keim der in Niederbayern weit verbreiteten Verehrung dieses Heiligen.
Bis zum Reichsdeputationshauptschluss im Jahr 1803, mit dem die seit 1175 passauische Herrschaft Riedenburg sowie das gesamte Hochstift Passau an das Kurfürstentum und spätere Königreich Bayern kamen, gehörte vom Gemeindegebiet nur der Weiler Füssing dem Kurfürstentum Bayern an, der Rest war passauisch. Mit dem bayerischen Gemeindeedikt von 1818 entstanden die politischen Gemeinden Safferstetten, Egglfing am Inn, Würding und Aigen.
Nachdem 1938 – bei der Suche nach Öl – Thermalquellen im damaligen Safferstettener Ortsteil Füssing gefunden wurden, begann in den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts der Kurbetrieb. 1969 wurde dem Ortsteil Füssing der Titel Bad verliehen. Mit der Gebietsreform in Bayern wurde 1971/72 aus den Gemeinden Safferstetten, Egglfing am Inn, Würding und Aigen die Gemeinde Bad Füssing neu gebildet. 1999 eröffnete in Bad Füssing eine konzessionierte Spielbank.
Bad Füssing entwickelte sich binnen weniger Jahrzehnte mit ca. 3.000.000 Übernachtungen pro Jahr zu einem bedeutenden Kurort.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Die Gemeinde ist über die Autobahn 3 (Ausfahrt Pocking), die B 12 und die Bahnstation in Pocking (Bahnlinie Mühldorf-Passau) ans Verkehrsnetz angebunden. Bad Füssing befindet sich rund 30 km südlich von Passau, 20 km von Schärding, 22 km westlich von Ried im Innkreis, 25 km von Simbach am Inn und etwa 150 km östlich der Landeshauptstadt München.
[Bearbeiten] Entwicklung des Fremdenverkehrs
1947 hatte Safferstetten 80 landwirtschaftliche Anwesen, der Weiler Füssing bestand aus sechs Gehöften.
| Jahr | Einwohner | Betten | Übernachtungen |
|---|---|---|---|
| 1947 | 476 | — | — |
| 1957 | 707 | 230 | 14.060 |
| 1960 | 708 | 730 | 113.800 |
| 1965 | 806 | 1530 | 306.949 |
| 1975 | 6.056 | — | 1.565.000 |
| 1985 | 6.423 | 11.800 | 2.600.000 |
| 2004 | 6.463 | 14.985 | 2.600.000 |
Die Marke von zwei Millionen Übernachtungen pro Jahr erreichte Bad Füssing erstmals 1979.
[Bearbeiten] Kureinrichtungen
Das 56 Grad warme Thermalwasser hilft unter anderem bei Arthritis, Wirbelsäulenleiden, Stoffwechselkrankheiten wie Gicht und Osteoporose. Auch für die Nachbehandlung von chirurgischen Eingriffen und zur Rehabilitation nach einem Herzinfarkt werden Kuraufenthalte in Bad Füssing empfohlen.
Es gibt folgende Kureinrichtungen:
- Therme I
- Europa Therme
- Johannesbad
- Saunahof
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Pfarrkirche Heilig Geist (kath.) in Bad Füssing
- Christuskirche (ev.) in Bad Füssing
- Spielbank Bad Füssing
- Haslinger Hof (Erlebnispark)
- Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt zu St. Leonhard in Aigen
- Leonhardi-Museum in Aigen - Heimatmuseum u.a. zur Geschichte der Leonhardi-Wallfahrt
[Bearbeiten] Ehrenbürger
- 1976: Karl Freiherr von Moreau
- 1984: Max Frankenberger
- 1997: Sebastian Schenk
- 1997: Alfred Hanel
[Bearbeiten] Weblinks
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