Bad Füssing

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bad Füssing
Bad Füssing
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bad Füssing hervorgehoben
48.3513.3320Koordinaten: 48° 21′ N, 13° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Passau
Höhe: 320 m ü. NN
Fläche: 55,04 km²
Einwohner: 6729 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 122 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94072
Vorwahl: 08531
Kfz-Kennzeichen: PA
Gemeindeschlüssel: 09 2 75 116
Adresse der Gemeindeverwaltung: Rathausstraße 6
94972 Bad Füssing
Webpräsenz:
Bürgermeister: Alois Brundobler (CSU)

Bad Füssing ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Passau und ein Kurort im Niederbayerischen Bäderdreieck. Das Thermalbad Füssing ist der wirtschaftliche Mittelpunkt der 1971 aus den Gemeinden Safferstetten, Egglfing am Inn, Würding und Aigen neu gebildeten Gemeinde Bad Füssing.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Bad Füssing liegt im südlichen Landkreis Passau in der flachen Pockinger Heide und am Inn, über den eine Brücke ins österreichische Obernberg am Inn führt. Ortsteile sind Aigen, Egglfing, Gögging, Riedenburg, Safferstetten und Würding.

Gemeinsam mit Bad Birnbach und Bad Griesbach im Rottal bildet Bad Füssing das niederbayerische Bäderdreieck.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 2. März 2008 wie folgt zusammen:

[Bearbeiten] Bürgermeister

Erster Bürgermeister ist Alois Brunndobler (CSU), der am 2. März 2008 ohne Gegenkandidaten mit 94,73 % der Stimmen wiedergewählt wurde.

[Bearbeiten] Partnerschaft

Mit Abano Terme, einem Heilbad in Italien, bestehen partnerschaftliche Beziehungen.

[Bearbeiten] Geschichte

Im Jahr 735 verschenkte Bayernherzog Hugibert das Gut Saferstetten an das Erzstift Salzburg. 1441 tauschte das Chorherrenkapitel zu Mattighofen mit dem Passauer Bischof Leonhard von Laiming die Hofmark Safferstetten gegen die Hofmark Reding ein.

Der Ortsteil Aigen am Inn wird um das Jahr 1010 erstmals in historischen Urkunden erwähnt und ist auch für seine Leonhardifahrt bekannt, die jährlich am ersten Sonntag im November Reiter aus Bayern und den Alpenländern anzieht. Bereits seit dem Mittelalter ist die Verehrung des hl. Leonhard in Aigen bezeugt. Die Ortschaft gilt als Keim der in Niederbayern weit verbreiteten Verehrung dieses Heiligen.

Bis zum Reichsdeputationshauptschluss im Jahr 1803, mit dem die seit 1175 passauische Herrschaft Riedenburg sowie das gesamte Hochstift Passau an das Kurfürstentum und spätere Königreich Bayern kamen, gehörte vom Gemeindegebiet nur der Weiler Füssing dem Kurfürstentum Bayern an, der Rest war passauisch. Mit dem bayerischen Gemeindeedikt von 1818 entstanden die politischen Gemeinden Safferstetten, Egglfing am Inn, Würding und Aigen.

Nachdem 1938 – bei der Suche nach Öl – Thermalquellen im damaligen Safferstettener Ortsteil Füssing gefunden wurden, begann in den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts der Kurbetrieb. 1969 wurde dem Ortsteil Füssing der Titel Bad verliehen. Mit der Gebietsreform in Bayern wurde 1971/72 aus den Gemeinden Safferstetten, Egglfing am Inn, Würding und Aigen die Gemeinde Bad Füssing neu gebildet. 1999 eröffnete in Bad Füssing eine konzessionierte Spielbank.

Bad Füssing entwickelte sich binnen weniger Jahrzehnte mit ca. 3.000.000 Übernachtungen pro Jahr zu einem bedeutenden Kurort.

Brunnen in Bad Füssing

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Die Gemeinde ist über die Autobahn 3 (Ausfahrt Pocking), die B 12 und die Bahnstation in Pocking (Bahnlinie Mühldorf-Passau) ans Verkehrsnetz angebunden. Bad Füssing befindet sich rund 30 km südlich von Passau, 20 km von Schärding, 22 km westlich von Ried im Innkreis, 25 km von Simbach am Inn und etwa 150 km östlich der Landeshauptstadt München.

[Bearbeiten] Entwicklung des Fremdenverkehrs

1947 hatte Safferstetten 80 landwirtschaftliche Anwesen, der Weiler Füssing bestand aus sechs Gehöften.

Entwicklung des Fremdenverkehrs (bis 1965 Safferstetten, dann Bad Füssing)
Jahr Einwohner Betten Übernachtungen
1947 476
1957 707 230 14.060
1960 708 730 113.800
1965 806 1530 306.949
1975 6.056 1.565.000
1985 6.423 11.800 2.600.000
2004 6.463 14.985 2.600.000

Die Marke von zwei Millionen Übernachtungen pro Jahr erreichte Bad Füssing erstmals 1979.

[Bearbeiten] Kureinrichtungen

Das 56 Grad warme Thermalwasser hilft unter anderem bei Arthritis, Wirbelsäulenleiden, Stoffwechselkrankheiten wie Gicht und Osteoporose. Auch für die Nachbehandlung von chirurgischen Eingriffen und zur Rehabilitation nach einem Herzinfarkt werden Kuraufenthalte in Bad Füssing empfohlen.

Es gibt folgende Kureinrichtungen:

  • Therme I
  • Europa Therme
  • Johannesbad
  • Saunahof

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche Heilig Geist (kath.) in Bad Füssing
  • Christuskirche (ev.) in Bad Füssing
  • Spielbank Bad Füssing
  • Haslinger Hof (Erlebnispark)
  • Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt zu St. Leonhard in Aigen
  • Leonhardi-Museum in Aigen - Heimatmuseum u.a. zur Geschichte der Leonhardi-Wallfahrt

[Bearbeiten] Ehrenbürger

  • 1976: Karl Freiherr von Moreau
  • 1984: Max Frankenberger
  • 1997: Sebastian Schenk
  • 1997: Alfred Hanel

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Bad Füssing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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