Bad Feilnbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bad Feilnbach
Bad Feilnbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bad Feilnbach hervorgehoben
47.77333333333312.009444444444512Koordinaten: 47° 46′ N, 12° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Rosenheim
Höhe: 512 m ü. NHN
Fläche: 57,48 km²
Einwohner: 7690 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 134 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83075
Vorwahlen: 08066 und 08064 (Au b. Bad Aibling, Dettendorf, Gottschalling)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: RO, AIB, WS
Gemeindeschlüssel: 09 1 87 129
Gemeindegliederung: 77 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathaus
Bahnhofstraße 5
83075 Bad Feilnbach
Webpräsenz: www.bad-feilnbach.de
Bürgermeister: Hans Hofer (FW)
Lage der Gemeinde Bad Feilnbach im Landkreis Rosenheim
Chiemsee (Gemeinde) Chiemsee (Gemeinde) Chiemsee Österreich Landkreis Altötting Landkreis Ebersberg Landkreis Erding Landkreis Miesbach Landkreis München Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Traunstein Rosenheim Rotter Forst-Süd Rotter Forst-Nord Albaching Amerang Aschau im Chiemgau Babensham Bad Aibling Bad Endorf Bad Feilnbach Bernau am Chiemsee Brannenburg Breitbrunn am Chiemsee Bruckmühl Edling Eggstätt Eiselfing Feldkirchen-Westerham Flintsbach am Inn Frasdorf Griesstätt Großkarolinenfeld Gstadt am Chiemsee Halfing Höslwang Kiefersfelden Kolbermoor Neubeuern Nußdorf am Inn Oberaudorf Pfaffing (Landkreis Rosenheim) Prien am Chiemsee Prutting Ramerberg Raubling Riedering Rimsting Rohrdorf (am Inn) Rott am Inn Samerberg Schechen Schonstett Söchtenau Soyen Stephanskirchen Tuntenhausen Vogtareuth Wasserburg am InnKarte
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Bad Feilnbach ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim am Fuße des Wendelsteins. Als bekanntes Moorheilbad wurde die Gemeinde bereits im Jahr 1973 mit dem Prädikat „Bad“ ausgezeichnet. Seit dem 19. Jahrhundert waren die Moorvorkommen die Grundlage für einen kontinuierlichen Ausbau der Kur- und Gesundheitseinrichtungen. Die anerkannten Heilerfolge des „schwarzen Goldes“ bei den verschiedensten Krankheiten waren die Basis für die Entwicklung zu einer bekannten Kur- und Fremdenverkehrsgemeinde. Aufgrund seiner waldreichen Umgebung und des milden Klimas wird Feilnbach als das „Bayerische Meran“ bezeichnet. Als Heilkurort ist das gesamte Gemeindegebiet anerkannt mit Ausnahme der Gemeindeteile der ehemaligen Gemeinde Dettendorf.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Bad Feilnbach liegt unmittelbar am nördlichen Rand der Bayerischen Alpen, am Fuß des 1.838 m hohen Wendelstein. Die Ortschaft befindet sich rund 17 km östlich von Miesbach, 10 km südlich von Bad Aibling, 15 km südwestlich von Rosenheim und 33 km von Kufstein entfernt. Zur Bundesautobahn 8 (Anschlussstelle Bad Aibling) sind es 5 km, zur Bundesautobahn 93 (Anschlussstelle Reischenhart) 9 km und zu den nächstgelegenen Bahnstationen in Bad Aibling und Raubling rund 10 km.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Bad Feilnbach hat 77 amtlich benannte Ortsteile:[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Feilnbach wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbstständige politische Gemeinde.

Vom 27. Mai 1897 bis 1973 war Feilnbach Endpunkt der Lokalbahn Bad Aibling–Feilnbach.

Am 1. Januar 1966 wurden die Gemeinden Feilnbach und Wiechs zur neuen Gemeinde Feilnbach-Wiechs zusammengeschlossen, deren Namen am 28. Dezember 1971 in Feilnbach geändert wurde.[3] Au bei Bad Aibling wurde im Zuge der Gemeindegebietsreform am 1. Januar 1972 eingemeindet. Dettendorf folgte am 1. Februar 1972.[3] Am 22. Oktober 1973 erhielt die Gemeinde den Zusatz Bad. Schließlich wurde am 1. Mai 1978 die Gemeinde Litzldorf in Bad Feilnbach eingegliedert.[4]

Am 1. Juli 1972 wurde das zuvor zum Landkreis Bad Aibling gehörige Bad Feilnbach dem Landkreis Rosenheim zugeschlagen.

Schon zur Römerzeit sind die einzelnen Siedlungen entstanden, urkundlich erwähnt wird Feilnbach erstmals im Jahr 980 als „Fulinpah“, was sich von „fauler Bach“ ableitet und ein träges oder langsam dahin fließendes Gewässer bezeichnet. Im Gegensatz dazu steht der „jähe Bach“, der heutige Jenbach, der wild und ungestüm fließt und dem auch ein Ortsteil seinen Namen verdankt. Das Gemeindegebiet reicht von den Vorbergen des Wendelsteinmassivs weit in das Filz- und Moorgebiet des Rosenheimer Beckens hinein und umfasst ca. 5800 ha.

Wappengeschichte[Bearbeiten]

Der silberne Wellenbalken ist ein Symbol für Bach und steht für den Hauptort Feilnbach, dieser Name wurde vom "faulen Bach" (Fulinpah) abgeleitet. Die silberne Kirche ist ursprünglich übernommen aus dem Wappen der Edlen von Diepertskirchen. Diese Edelleute hatten von Beginn des 11. bis Ende des 15. Jahrhunderts im Ort Lippertskirchen einen Sitz inne. Das Wappen wurde 1957 von der Gemeinde Feilnbach übernommen und 1966 geändert. Im Jahr 1973 wurde die Gemeinde mit dem Prädikat "Bad" ausgezeichnet und führt seitdem den Namen Bad Feilnbach. Damit unterstreicht der Ort seine Bedeutung als Moorheilbad und Natur-Heil-Dorf. (Vgl. Haus der Bayerischen Geschichte)


Einwohnerentwicklung (jeweils zum 31. Dezember)[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung Bad Feilnbach
  • 2001: 7.096
  • 2002: 7.205
  • 2003: 7.203
  • 2004: 7.187
  • 2005: 7.224
  • 2006: 7.262
  • 2007: 7.359
  • 2008: 7.435
  • 2009: 7.450
  • 2010: 7.535
  • 2011: 7.597
  • 2012: 7.749

Quelle: Gemeinde Bad Feilnbach

Wirtschaft, Tourismus und Infrastruktur[Bearbeiten]

Mehrere große Kur- und Rehabilitationseinrichtungen befinden sich in Bad Feilnbach. Eine Grundlage für die Behandlung in diesen Häuser bildet der Badetorf als traditionelles Kurmittel.
Da die Gemeinde Bad Feilnbach seit 1973 ein prädikatisiertes Heilbad ist, haben sich mehrere Badeärzte und Heilpraktiker in Bad Feilnbach niedergelassen, die sich auch mit alternativen Heilmethoden beschäftigen. (TCM, Homöopathie, Kräutermedizin, Ayurveda, Naturheilkunde…)
Der 4 Sterne Kaiser Camping Outdoor Resort Bad Feilnbach mit ca. 800 Stellplätzen ist seit 1968 fester Bestandteil des touristischen Angebotes von Bad Feilnbach.

Bildung und soziale Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Grund- und Hauptschule Bad Feilnbach
  • Grundschule Au
  • vier Gemeindekindergärten und zwei Katholische Kindergärten
  • Alten- und Pflegeheim St. Martin
  • Pflege-, Therapie- und Wellnesszentrum St. Lukas
  • Ökumenische Nachbarschaftshilfe Bad Feilnbach e.V.
  • Deutscher Orden Rehabilitationszentrum

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Gemeinde mit Kur- und Gästeinformation
  • Reisedienst der Kur- und Gästeinformation
  • Volkshochschule Bad Feilnbach
  • Schwimmbad in Bad Feilnbach (beheizt)
  • Schwimmbad in Au
  • Erlebnisspielplatz "Burg Altenwaldeck" in Au
  • Erlebnisspielplatz "Alter Bahnhof" in Bad Feilnbach
  • Kirchliche und gemeindliche Bibliothek

Kur- und Gesundheit[Bearbeiten]

Es sind mehrere Kur- und Rehabilitationskliniken sowie Gesundheitskliniken am Ort.

  • klinik+more Reithofpark
  • klinik+more Blumenhof
  • Ambulantes Kurmittelhaus Bad Feilnbach

Naturerlebnisse und Freizeiterlebniseinrichtungen[Bearbeiten]

  • Jenbachtal und Jenbachwasserfälle
  • Naturschutzgebiet Auer Weitmoos
  • Moorerlebnisstation "Sterntaler Filze"
  • Themenweg „Auf Gottes Spuren“
  • Wassererlebnis „Jenbachparadies“
  • Pferderegion Oberbayern/Tirol mit Fernreitwegen
  • Industriedenkmal „Altes Zementwerk“ in Litzldorf

Parks[Bearbeiten]

Bad Feilnbach verfügt über mehrere „Natur“-Parks im Gemeindegebiet und entlang des Jenbachtals. Im oberen Teil des Jenbachtals zieht sich der Erlebnisweg „Jenbachwasser“ entlang an den Wasserfällen und dem Brechries vom oberen Parkplatz und den Almen im Jenbachtal bis zum Ortsrand. Im weiteren Verlauf des Erlebnisweges gelangt man in den Naturpark entlang des unteren Jenbachs. Dort befindet sich der Themenweg „Auf Gottes Spuren“ und das Wassererlebnis „Jenbachparadies“ mit dem Wasserspielplatz. Direkt am Rathaus und am Haus des Gastes befindet sich der kleine Kurpark mit dem Pavillon für Kurkonzerte und Veranstaltungen sowie der Naturteich. Die Themenwege „Auf Gottes Spuren“, das „Moorerlebnis Sterntaler Filze“ und das „Jenbachparadies“ wurden alle über das EU-LEADER-Programm gefördert.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Wahl vom 16. März 2014:
Amtszeit vom 1. Mai 2014 bis 30. April 2020

  • CSU: 10 Sitze; davon zweiter Bürgermeister Vitus Gasteiger und dritte Bürgermeisterin Ursula Hilz
  • SPD: 3 Sitze
  • FW: 7 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten]

  1. Bürgermeister der Gemeinde Bad Feilnbach ist Hans Hofer (FW)
  2. Bürgermeister der Gemeinde Bad Feilnbach ist Vitus Gasteiger (CSU)
  3. Bürgermeisterin der Gemeinde Bad Feilnbach ist Ursula Hilz (CSU)

Sport[Bearbeiten]

  • SV Bad Feilnbach e.V.
  • Tennisclub Bad Feilnbach e.V.
  • SG Wendelstein e.V. (Schützenverein)
  • Minigolfclub Bad Feilnbach e.V. - 18 Bahnen Minigolfplatz (Betonbahnen)
  • ASV Au
  • Ski-Club Au e.V.
  • EC Bad Feilnbach Eisstockschützen

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Weibamarkt (April und November)
  • Wendelsteinrundfahrt jeweils im August (Au)
  • Rossererfest (drittes Augustwochenende)
  • Bäderlauf (September)
  • Bayerns größter Apfelmarkt mit Gewerbeschau, drei Tage (zweiter Freitag, Samstag und Sonntag im Oktober)
  • Zwetschgenfest (3. September-Sonntag, Aumanwirt, Altofing)
  • Leonhardiritt in Lippertskirchen (erster oder zweiter Sonntag im November)
  • Grama-Schupfenfest in Lengendorf, Koal Schupf, zweites Wochenende im Juni
  • Moos-Prost in Dettendorf, jährlich zu Pfingsten
  • Nachtflohmarkt und Straßenfest der Freiwilligen Feuerwehr Bad Feilnbach (Juni)
  • Chorwoche des Bayerischen Sängerbundes
  • Kurkonzerte und Heimatabende
  • Sommerfest im Naturpark (Juni)
  • Weihnachtsmarkt im Naturpark (Dezember)
  • Weihnachtscup / Hallenturnier des SV Bad Feilnbach

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Fotos von Bad Feilnbacher Kirchen[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111022/172115&attr=OBJ&val=503
  3. a b  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 425.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 588.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bad Feilnbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Bad Feilnbach – Reiseführer