Bad Frankenhausen/Kyffhäuser

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bad Frankenhausen/Kyffhäuser
Bad Frankenhausen/Kyffhäuser
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bad Frankenhausen/Kyffhäuser hervorgehoben
51.35583333333311.101111111111132Koordinaten: 51° 21′ N, 11° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Kyffhäuserkreis
Höhe: 132 m ü. NHN
Fläche: 65,85 km²
Einwohner: 8672 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 132 Einwohner je km²
Postleitzahl: 06567
Vorwahl: 034671
Kfz-Kennzeichen: KYF, ART, SDH
Gemeindeschlüssel: 16 0 65 003
Stadtgliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1, 06567
Bad Frankenhausen
Webpräsenz: www.bad-frankenhausen.de
Bürgermeister: Matthias Strejc (SPD)
Lage der Stadt Bad Frankenhausen/Kyffhäuser im Kyffhäuserkreis
Thüringen Abtsbessingen Artern/Unstrut Bad Frankenhausen/Kyffhäuser Kyffhäuserland Bellstedt Kyffhäuserland Clingen Borxleben Bretleben Donndorf Ebeleben Etzleben Freienbessingen Gehofen Kyffhäuserland Gorsleben Greußen Großenehrich Kyffhäuserland Kyffhäuserland Hauteroda Helbedündorf Heldrungen Hemleben Heygendorf Holzsußra Ichstedt Kalbsrieth Mönchpfiffel-Nikolausrieth Nausitz Niederbösa Oberbösa Oberheldrungen Oldisleben Reinsdorf Ringleben Rockstedt Roßleben Kyffhäuserland Kyffhäuserland Sondershausen Kyffhäuserland Thüringenhausen Topfstedt Trebra Voigtstedt Wasserthaleben Westgreußen Wiehe WolferschwendaKarte
Über dieses Bild

Bad Frankenhausen/Kyffhäuser ist eine Kur- und Erholungsstadt im thüringischen Kyffhäuserkreis. Die Kleinstadt hat etwa 8.700 Einwohner.

Panorama Museum

Geografie[Bearbeiten]

Die Kleinstadt liegt am Südhang des Kyffhäusergebirges, auf Sedimenten des Zechstein, in einer Höhe zwischen 130 und 190 m ü. NN, über der lössbedeckten Diamantenen Aue. Der Zechsteinuntergrund enthält auch Kali- und Steinsalze. In der Frankenhäuser Solequelle wurden täglich 250 Tonnen Steinsalz gefördert. Zu Bad Frankenhausen gehören die Ortsteile Seehausen (im Süden), Esperstedt (im Osten) und Udersleben (im Nordosten).

Geschichte[Bearbeiten]

Vorgeschichtliche Zeit[Bearbeiten]

Durch Ausgrabungen wurden erste Besiedlungen in der Talaue zwischen Kyffhäuser und Hainleite vor etwa 10.000 Jahren nachgewiesen. Mit der Kattenburg schützten sich die Bewohner etwa zwei Kilometer nordwestlich vor Frankenhausen am Südrand des Kyffhäusergebirges in Ernstfällen.[2]

Einer der bemerkenswertesten vorgeschichtlichen Kultplätze Thüringens, die Schuchardshöhlen auf dem Kosackenberg, befindet sich etwa zwei Kilometer nordwestlich der Stadt. Um 1950 wurden die Höhlen archäologisch untersucht. Die Opfergaben wurden in schwer zugänglichen Felsspalten deponiert. Diese Opferstätte wurde über vier prähistorische Epochen von der Jungsteinzeit bis zur älteren Eisenzeit genutzt.[3]

Fränkische Siedlungszeit bis Mittelalter[Bearbeiten]

Der Ort Frankenhausen wird erstmals im 9. Jahrhundert in Urkunden des Fuldaer Klosters als fränkische Siedlung genannt. Im Südosten der Unterstadt stand die Wasserburg Frankenhausen und sicherte die Stadt zum Vorland ab. Es wird angenommen, dass vorher ein befestigter fränkischer Hof (Franconhus) den Platz einnahm, denn der Hof ist 998 in einer Königsurkunde erwähnt worden. Reste der Burg haben sich im Terrassenbau des folgenden Schlosses erhalten. Der Wohnturm mit integriertem Rundturm der Oberburg, genannt Hausmannsturm, war geschickt in die Stadtmauer einbezogen. Diese Oberburg soll im 12. Jahrhundert errichtet worden sein. Mit der Burg sollten die Salzquellen gesichert werden.[4]

Seit dem 11. Jahrhundert unterstand die Herrschaft dem Haus Weimar-Orlamünde, seit Anfang des 13. Jahrhunderts übten die Grafen von Beichlingen die Herrschaft aus. 1340 erwarb der Graf von Schwarzburg die seit 1282 mit Stadtrechten versehene Ortschaft. Durch Erbteilung bedingt wurde Frankenhausen von 1571 bis 1594 Sitz der Linie Schwarzburg-Frankenhausen. 1599 kam die Herrschaft durch Erbfall an die Grafen von Schwarzburg-Rudolstadt und wurde bis 1918 Hauptort der zuletzt als Landratsamtsbezirk bezeichneten Unterherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt.[5]

Schauplatz des Deutschen Bauernkrieges[Bearbeiten]

1525 fand auf dem so genannten Schlachtberg am Nordrand der Stadt als die letzte große Schlacht des Deutschen Bauernkrieges die Schlacht bei Frankenhausen statt. Der revolutionäre Theologe Thomas Müntzer war der geistige Anführer und priesterliche Beistand der Bauern und wurde nach deren Niederlage gefangen genommen. Die Bauern hatten 6000 Todesopfer zu beklagen. Der Weg hinauf zum Schlachtberg heißt noch heute „Blutrinne“. Das sogenannte Bauernkriegspanorama, entstanden von 1976 bis 1989, erinnert an die Ereignisse.

17.–19. Jahrhundert[Bearbeiten]

Franckenhausen auf einem Merian-Stich von 1650

1650 wurde zum ersten Mal eine Neigung des Turms der im 14. Jahrhundert gebauten Oberkirche erwähnt. 1701 ließen sich in Frankenhausen die ersten Knopfmacher nieder. 1799 eröffnete Wilhelm Gottlieb Manniske das erste Krankenhaus. 1818 wurde das erste Kurhaus Manniskes gebaut, in dem die seit 998 zur Salzgewinnung genutzte Solquelle für Heilzwecke genutzt wurde. 1831 wurde die erste Fabrik für Perlmuttknöpfe durch August Zierfuß gegründet und damit eine Grundlage für die weitere industrielle Entwicklung geschaffen. Zu dieser Zeit hatte die Stadt etwa 4200 Einwohner. 1879 eröffnete Minna Hankel das erste Kinderkurheim an der Kleinen Wipper.

Am Ende des 19. Jahrhunderts erhielt die Stadt Bahnanschluss, zunächst 1894 nach Bretleben und 1898 nach Sondershausen. Mit dem Bahnanschluss bekam die Solebadekur – in hölzernen Badezubern – Auftrieb und am 5. April 1927 erhielt die Stadt die offizielle Bezeichnung Bad Frankenhausen (Kyffh.).

20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Frankenhausen um 1900
Frankenhausen heute

1938 wurde dort das erste Solefreibad in Thüringen eröffnet.[6] Mitte der 1930er Jahre wurden Eisenringe um den schiefen Turm der Oberkirche gelegt und am Kirchenschiff verankert. Besonders verdient machte sich um diese Arbeiten der Dresdener Statik-Professor Georg Rüth, der bei den Bombenangriffen auf Dresden 1945 ums Leben kam.

In der Zeit des Nationalsozialismus waren im Wilhelmstift behinderte Menschen untergebracht. 1940 wurden 50 und 1941 noch einmal 35 im Rahmen des Euthanasie-Tötungsprogramms abtransportiert. Zum Andenken an die in die östlichen Vernichtungslager deportierten Juden ließ die Stadt 1970 im Napptal einen Gedenkstein errichten. Während des Zweiten Weltkrieges mussten hunderte Kriegsgefangene sowie Frauen und Männer aus den besetzten Ländern Zwangsarbeit leisten und zwar auf dem Staatsgut Georg Dehmels, in der Rosenmühle, bei Schuhmachermeister Th. Wachsmuth, in den Feinmechanischen Werkstätten Rusch & Co. und auf Bauernhöfen in Udersleben. 17 infolge der Zwangsarbeit Verstorbene wurden später nach Sondershausen umgebettet. Nur noch ein Grab auf dem Friedhof am Uderslebener Weg erinnert an sie.[7]

Beim Anrücken der amerikanischen Truppen auf Bad Frankenhausen am 11. April 1945 wurde ein US-Panzer von der Panzerfaust eines Volkssturmmanns getroffen und der Kommandeur schwer verwundet. Daraufhin wurden vierzehn Volkssturmmänner im Kampf, auf der Flucht oder beim Versuch, sich zu ergeben, erschossen. Sie ruhen in einem am 18. April angelegten Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhof der Stadt, gemeinsam mit 8 gefallenen Soldaten und später zugebetteten vier erschossenen Deserteuren.[8]

Anfang Juli 1945 übergaben die US-Truppen die Stadt, wie ganz Thüringen, an die Rote Armee. Damit wurde Bad Frankenhausen Teil der SBZ und ab 1949 der DDR.

1972 wurde Bad Frankenhausen Garnisonsstadt. In der dortigen, 1968 ursprünglich für die NVA erbauten, Kyffhäuser-Kaserne sind das Standortsanitätszentrum Bad Frankenhausen, das Logistikbataillon 131 und die nichtaktiven Verbände Panzergrenadierbataillon 382 und Panzerbataillon 384 stationiert. Die DDR-Zeit (1949–1990) hat in der Stadt ansonsten wenig Spuren hinterlassen, sieht man von den üblichen Verfallserscheinungen an der alten Bausubstanz im Ortskern ab; die Baulücken wurden inzwischen mit maßstäblicher Architektur weitgehend geschlossen.

1000 Jahre Bad Frankenhausen: Briefmarke von 1998

Nach der Wende gründete sich wieder ein Förderverein Oberkirche zur Stabilisierung des Turms.

Mit der Einstellung des Verkehrs auf der Kyffhäuserbahn zwischen Bretleben und Sondershausen verlor die Stadt im Dezember 2006 ihren Bahnanschluss. Am 1. Dezember 2007 wurde Esperstedt mit seinen 648 Einwohnern nach Bad Frankenhausen eingemeindet.[9]

Einwohnerentwicklung seit 1994[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):[10]

  • 1994: 9730
  • 1995: 9834
  • 1996: 9768
  • 1997: 9661
  • 1998: 9542
  • 1999: 9472
  • 2000: 9432
  • 2001: 9233
  • 2002: 9132
  • 2003: 8978
  • 2004: 8809
  • 2005: 8775
  • 2006: 8706
  • 2007: 9292
  • 2008: 9097
  • 2009: 9000
  • 2010: 8962
  • 2011: 8844

Politik[Bearbeiten]

Das Rathaus

Stadtrat[Bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 mit einer Wahlbeteiligung von 48,4 % setzt sich der Stadtrat Frankenhausens wie folgt zusammen:

Partei / Liste CDU Linke SPD ProF* Gesamt
Sitze 5 Sitze 4 Sitze 9 Sitze 2 Sitze 20 Sitze
Stimmenanteil** 22,5 % 20,2 % 46,1 % 11,2 % 100 %

* Pro Frankenhausen     ** der abgegebenen gültigen Stimmen

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot eine goldene Burg mit breitem Torturm und zwei kleinen Mauertürmen, die goldbeknauften Dächer gold-rot quergestreift; der Hauptturm mit offenem Tor und über dem Torbogen ein hochgezogenes Fallgatter; in der Toröffnung schwebend ein blauer Schild mit goldenem Löwen.“

Das Wappen von Bad Frankenhausen ist in dieser Form bereits auf dem ältesten SIGILLVM CIVITATIS FRANKENHUSENSIS an einer Urkunde aus dem Jahre 1384 zu sehen. Der Schwarzburger Löwe lässt die Erinnerung an die Schwarzburger Herrschaft fortleben. Nachdem Frankenhausen ungefähr 130 Jahre grafenbeichlingisch gewesen war, verkauften die Grafen von Beichlingen beider Linien am 29. Dezember 1340 Frankenhausen, d. h. Burg und Stadt mit allen Zubehörungen und Gerechtsamen, an die Grafen Günther XXI. und Heinrich XII. zu Schwarzburg. Der Kaufpreis betrug 6.500 Mark lötigen Silbers Erfurter Gewichts.[11]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Die Stadt pflegt seit 1990 eine Partnerschaft zu Bad Sooden-Allendorf.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Bad Frankenhausen war früher bekannt durch seine Knopfindustrie. Aktuell ist die Kleinindustrie vorherrschend. Schwerpunkt ist aber der Tourismus. Nicht nur das Kyffhäusergebirge mit seinen Wäldern, sondern vor allem die Solequellen sind Voraussetzung für einen intensiven Kurbetrieb in Bad Frankenhausen.

Die DRK gemeinnützige Krankenhausgesellschaft Thüringen Brandenburg mbH betreibt mit dem Manniske-Krankenhaus eine Akutklinik, die bis 1994 den Landkreis Artern als Träger besaß. Zudem gibt es das Reha-Zentrum Bad Frankenhausen als Einrichtung der Deutschen Rentenversicherung Bund und die Reha-Klinik am Kyffhäuser für Kinder und Jugendliche (Träger: Klinik GmbH & Co. Sophienheilstätte KG).

Der Flugplatz Bad Frankenhausen liegt drei Kilometer östlich von Bad Frankenhausen.

Neben dem Kurbetrieb und den Tourismusbetrieben ist die Bundeswehr in der Kyffhäuser-Kaserne außerhalb der Stadt ein wichtiger Arbeitgeber in der Region.

Bildung[Bearbeiten]

Im Stadtteil Rathsfeld wurden in der DDR-Zeit in den Räumen des einstigen Jagdschlosses Lehrlinge der Forstwirtschaft ausgebildet. Heute wird das Rathsfeld als ein Jugend-Waldheim genutzt und dient zugleich als Walderlebnis-Schule.[12]

In Bad Frankenhausen, Am Anger, existierte die Oberschule Thomas Müntzer. Ihr Leiter war Dankwart Schröder, seine Schwester Ortrun war Lehrerin am gleichen Institut. Die Schule verfügte über einen sprachlichen und einen naturwissenschaftlichen Bildungszweig. In der Bahnhofstraße nahmen getrennte Internatsgebäude Jungen und Mädchen auf, die aus umliegenden Ortschaften stammten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Blick auf das Bad Frankenhäuser Schloss
Der schiefe Turm der Oberkirche, zweitschiefster Turm in Deutschland, Mai 2010
Hausmannsturm
Unterkirche St. Marien
  • Eine Besonderheit ist der sich seit Jahrhunderten durch geologische Prozesse neigende Turm der im 14. Jahrhundert errichteten Oberkirche (Unser Lieben Frauen am Berge). 25 Meter unter dem Turm fließt die Elisabeth-Quelle. Die Spitze ist inzwischen bei 4,45 Metern außerhalb des Lots. Der Turm ist damit nach dem schiefen Turm in Suurhusen der zweitschiefste Turm in Deutschland. In seine Sanierung sind seit der Wende 1,3 Millionen Euro geflossen. Das Dach des Kirchenschiffs wurde mit der Begründung eines Hausschwamm-Befalls 1962 abgetragen, seitdem wurde es zur Ruine.
  • In der Alten Kirchgasse befindet sich die romanische Altstädter Kirche auch bekannt als St. Petri Kirche. Man deutet die Ruine (mit westlichem Fachwerkvorbau ergänzt) als Teil einer nie fertiggestellten dreischiffigen Basilika, deren Chorraum mit Apsis erhalten blieb. In der Apsiskuppel sind im 14. Jahrhundert geschaffene Fresken mit Szenen des Jüngsten Gerichts dargestellt, die aber im 19. Jahrhundert durch den damaligen Kirchenmaler Wernicke verändert wurde, er bereicherte das Wandbild um die ursprünglich nicht vorhandene “Höllenszene” am rechten Bildrand. Die letzte Sanierung erfolgte 1996.[13][14]
  • Der Friedhof der ehemaligen Jüdischen Gemeinde in einem Waldgebiet im Napptal wurde 1933 von den Nationalsozialisten zerstört. Mitte der 1970er Jahre ließ der Rat der Stadt dort einen Gedenkstein errichten.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Thomas Müntzer auf der 5-DDR-Mark-Banknote
  • Thomas Müntzer (1489–1525), Theologe und Bauernführer im Bauernkrieg
  • Johann Thölde (1565–1614), Alchemist und Salinenfachmann, Rats- und Pfannherr in Frankenhausen
  • Sethus Calvisius (1556–1615), Komponist, ging in Frankenhausen zur Schule
  • Philipp Ernst Förster (1618–1658), Beamter, zeitweise Syndikus von Frankenhausen
  • Johann Arnold Zeitfuchs (1671–1742), Theologe und Schriftsteller, ging in Frankenhausen zur Schule
  • August Wilhelm Reinhart (1697–1770), Pastor in Frankenhausen
  • Julius Strobel (1814–1884), Orgelbauer, lebte ab 1842 in Frankenhausen
  • Anna Ritter (1865–1921), Schriftstellerin, lebte einige Zeit in Frankenhausen
  • Alfred Berg (1876–1945), Lehrer, Gründungsdirektor des Kreisheimatmuseums
  • Leonhard Schrickel (1876–1931), Schriftsteller, starb in Frankenhausen
  • Fritz Brather (1880–1945), 1916–1945 Direktor des Realgymnasiums und Schriftsteller
  • Carl Wilhelm Witterstätter (1884–1964), Flugpionier, Dozent am Technikum in Frankenhausen
  • Hermann Groine (1897–1941), Politiker (NSDAP), studierte am Technikum in Frankenhausen
  • Alf Teichs (1904–1992), Filmproduzent, zeitweise Leiter der Thomas-Müntzer-Festspiele in Frankenhausen
  • Martin Gottfried Weiß (1905–1946), SS-Mitglied, Leiter verschiedener Konzentrationslager, studierte am Technikum in Frankenhausen Elektrotechnik
  • Ludwig Elsbett (1913–2003), Erfinder, studierte am Technikum in Frankenhausen
  • Christa Wolf (1929–2011), Schriftstellerin, Abitur in Bad Frankenhausen (1949)
  • Susanne Melior (* 1958), Politikerin (SPD), arbeitete zwischen 1984 und 1986 im Krankenhaus in Bad Frankenhausen

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinz Stoob: Bad Frankenhausen. Stadtmappe. Deutscher Städteatlas. Bd 4. Teilband 2. Acta Collegii Historiae Urbanae Societatis Historicorum Internationalis. Serie C. GSV Städteatlas Verl., Dortmund-Altenbeken 1989. ISBN 3-89115-032-6
  •  Liselotte Pflaumbaum: Beitrag zur Frankenhäuser Stadtgeschichte. In: Kreisheimatmuseum Bad Frankenhausen (Hrsg.): Veröffentlichungen des Kreisheimatmuseums Bad Frankenhausen. Heft 1, Druckerei Möbius (Artern), Bad Frankenhausen 1977, S. 50.
  • Claus Peter Müller: Der Pisa-Test. In Bad Frankenhausen neigt sich der Kirchturm gefährlich. Fast alle wollen den schiefen Turm von Thüringen erhalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. Februar 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bad Frankenhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Bad Frankenhausen – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag, 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 153.
  3. Michael Köhler: Heidnische Heiligtümer. Jenzig-Verlag, 2007, ISBN 978-3-910141-85-8, S. 190–192.
  4. Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag, 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 102 und 130.
  5. Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder. Die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Verlag C. H. Beck München, 2007, ISBN 978-3-406-54986-1, S. 648.
  6.  Hans Joachim Kessler, Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen (Hrsg.): Heilendes Wasser und sprudelnde Quellen. Begegnungen mit historischen Bädern in Thüringen. E. Reinhold Verlag, Altenburg 2001, ISBN 3-910166-44-X, Bad Frankenhausen, S. 61–69.
  7. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Heimatgeschichtliche Wegweiser. Bd. 8. Thüringen. Erfurt 2003, S. 167f. ISBN 3-88864-343-0
  8. Jürgen Möller: Der Kampf um Nordthüringen im April 1945. Rockstuhl-Verlag, Bad Langensalza 2010. S. 118–120. ISBN 978-3-86777-212-9
  9. Destatis.de: Gebietsänderungen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 (Jahr) (XLS-Datei; 364 KiB)
  10. Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik
  11. Neues Thüringer Wappenbuch Band 2 Seite 23; Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft Thüringen e. V. 1998 ISBN 3-9804487-2-X
  12. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatWaldpädagogik und Jugendwaldheime (Thüringen). In: Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Onlinemagazin. Abgerufen am 16. Juni 2010.
  13. Altstädter Kirche. In: Kyffnet.de. Abgerufen am 12. Juli 2012.
  14.  Ingrid Scheuermann, Katja Hofmann, Deutsche Stiftung Denkmalschutz (Hrsg.): Förderprojekte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Bd. 1 (Sakralbauten), Monumente, Bonn 2012, ISBN 3-935208-10-3, S. 313.