Bad Grund (Harz)

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen Ortsteil, der ehemals freien Bergstadt siehe Bergstadt Bad Grund (Harz)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bad Grund (Harz)
Bad Grund (Harz)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bad Grund (Harz) hervorgehoben
51.81138888888910.238333333333295Koordinaten: 51° 49′ N, 10° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Osterode am Harz
Höhe: 295 m ü. NHN
Fläche: 41,18 km²
Einwohner: 8851 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 215 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37539
Vorwahlen: 05327, 05522
Kfz-Kennzeichen: OHA
Gemeindeschlüssel: 03 1 56 017
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile, 5 Siedlungen
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
An der Mühlenwiese 1
37539 Bad Grund (Harz), Ortsteil Windhausen
Webpräsenz: www.gemeinde-bad-grund.de
Bürgermeister: Manfred von Daak (SPD)
Lage der Gemeinde Bad Grund (Harz) im Landkreis Osterode am Harz
Bad Grund (Harz) Bad Grund (Harz) Bad Grund (Harz) Bad Grund (Harz) Bad Grund (Harz) Bad Lauterberg im Harz Bad Sachsa Elbingerode Hattorf am Harz Hattorf am Harz Herzberg Hörden am Harz Osterode am Harz Walkenried Wieda Wulften am Harz Zorge Harz (Landkreis Osterode am Harz) Landkreis Osterode am Harz Niedersachsen Thüringen Landkreis Göttingen Landkreis Northeim Landkreis Goslar Sachsen-AnhaltKarte
Über dieses Bild

Bad Grund (Harz) ist eine Gemeinde im westlichen Harz im Landkreis Osterode am Harz, Niedersachsen.

Geographische Lage

Bad Grund liegt im Naturpark Harz zwischen Seesen im Nordnordwesten, Clausthal-Zellerfeld im Osten und Osterode am Harz im Süden. Nördlich befindet sich an der Bundesstraße 242 der Hübichenstein und nordnordöstlich dieser Straße der Iberg. Durch Bad Grund führt der Harzer Försterstieg.

Geschichte[Bearbeiten]

Zum 1. März 2013 schlossen sich die Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Bad Grund (Harz) zur neuen Einheitsgemeinde Bad Grund (Harz) zusammen.

Ortsteile[Bearbeiten]

Die sechs Ortsteile mit den dazugehörigen Siedlungen und ihre Einwohnerzahl am 30. Juni 2013[2]:

Ortsteil Einwohnerzahl
Bad Grund* 2.398
Gittelde** 1.888
Badenhausen*** 1.882
Eisdorf 1.345
Windhausen 994
Willensen 317
Gemeinde Bad Grund 8.824

* mit Laubhütte und Taubenborn

** mit Teichhütte

*** mit Neuhütte und Oberhütte


Ortsname[Bearbeiten]

Frühere Ortsnamen von Grund waren in den Jahren 1317 Fundo, 1321 Grunt, 1322 Grunt, 1405 Grund, 1504 Grunde, 1505 Grunde, 1505 Grunde und 1519 Grunde. Zugrunde liegt dem Ortsnamen der Grund im Sinne von Niederung. Im Hoch- wie im Niederdeutschen ist dies gleichermaßen bezeugt, zum Beispiel althochdeutsch "grunt", altsächsisch "grund" für "Grund, Boden". In Nordwestsachsen bezeichnet das Wort einen "tiefen, allmählich auslaufenden Geländeeinschnitt". Mittelniederdeutsch ist es als "grunt", also "Tiefe, Tal, Talgrund, Talsohle" bekannt. Norddeutsch bedeutet "grund" "eine Niederung zwischen Bergen, ein kleines Tal".[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeindewahl 2013[4]
Wahlbeteiligung: 60,18 %
 %
50
40
30
20
10
0
49,91 %
29,96 %
10,29 %
5,56 %
2,28 %
2,00 %

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Bad Grund setzt sich aus 22 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 20. Januar 2013)


Religionen[Bearbeiten]

St.-Antonius-Kirche

Die evangelisch-lutherische St.-Antonius-Kirche befindet sich im Zentrum des Ortes am Markt, die Kirchengemeinde gehört zum Kirchenkreis Clausthal-Zellerfeld. In der ab den 1950er Jahren errichteten Siedlung Taubenborn wurde am 12. Juni 1960 die Kapelle am Taubenborn (Am Rösteberg) geweiht.

Die katholische St.-Barbara-Kirche wurde 1961/62 an der Danziger Straße erbaut. Zur Pfarrgemeinde gehörten auch die Orte Lautenthal und Wildemann. Am 6. Februar 2010 erfolgte die Profanierung. Heute befindet sich die nächstgelegene katholische Kirche im acht Kilometer entfernten Badenhausen.

Die neuapostolische Kirche im Hübichweg 12 wurde 2007 geschlossen. Das Kirchengebäude wurde verkauft und wird als Wohngebäude genutzt. Die nächstgelegene neuapostolische Kirche befindet sich im neun Kilometer entfernten Gittelde.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Bergbaumuseum Bad Grund
  • Bergbau-Museum
  • Uhren-Museum
  • Höhlen-Erlebnis-Zentrum

Musik[Bearbeiten]

  • regelmäßig Heimatabend (Harzer Folklore)

Bauwerke[Bearbeiten]

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Osterfeuer am Karsamstag, Teich in Flammen am Taubenborn, Walpurgisnacht-Feier am 30. April

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Blick vom Iberger Kaffeehaus, 1907

Bad Grund war bis 1992 vor allem durch den Erzbergbau geprägt.

Verkehr[Bearbeiten]

Über die Landstraße 524 hat Bad Grund Anschluss an die Bundesstraße 243 nach Osterode am Harz und die Bundesstraße 242 nach Clausthal-Zellerfeld und Seesen und damit die Autobahn 7. Bad Grund ist mit Bussen des ÖPNV zu erreichen.

Bis 1971 hielten hier auch Züge der Bahnstrecke Gittelde–Bad Grund.


Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bad Grund – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Bad Grund (Harz) – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. http://www.gemeinde-bad-grund.de/magazin/artikel.php?artikel=943&type=&menuid=116&topmenu=116 gemeinde-bad-grund.de
  3. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph
  4. http://wahlen.kds.de/2013grg/Daten/156401_000036/index.html