Bad Kleinen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bad Kleinen
Bad Kleinen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bad Kleinen hervorgehoben
53.76666666666711.46666666666755Koordinaten: 53° 46′ N, 11° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Nordwestmecklenburg
Amt: Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen
Höhe: 55 m ü. NHN
Fläche: 23,43 km²
Einwohner: 3652 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 156 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23996
Vorwahl: 038423
Kfz-Kennzeichen: NWM, GDB, GVM, WIS
Gemeindeschlüssel: 13 0 74 002
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Am Wehberg 17
23972 Dorf Mecklenburg
Webpräsenz: www.mein-bad-kleinen.de
Bürgermeister: Hans Kreher (FDP)
Lage der Gemeinde Bad Kleinen im Landkreis Nordwestmecklenburg
Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein Schwerin Landkreis Rostock Landkreis Rostock Landkreis Ludwigslust-Parchim Landkreis Ludwigslust-Parchim Bad Kleinen Barnekow Bobitz Dorf Mecklenburg Groß Stieten Hohen Viecheln Lübow Metelsdorf Ventschow Dragun Gadebusch Kneese Krembz Mühlen Eichsen Rögnitz Roggendorf (Mecklenburg) Veelböken Bernstorf Gägelow Stepenitztal Stepenitztal Stepenitztal Plüschow Roggenstorf Rüting Testorf-Steinfort Upahl Warnow (bei Grevesmühlen) Damshagen Hohenkirchen (Mecklenburg) Kalkhorst Klütz Zierow Alt Meteln Bad Kleinen Brüsewitz Cramonshagen Dalberg-Wendelstorf Gottesgabe (bei Schwerin) Grambow (bei Schwerin) Klein Trebbow Lübstorf Lützow (Mecklenburg) Perlin Pingelshagen Pokrent Schildetal Seehof (Mecklenburg) Zickhusen Benz (bei Wismar) Blowatz Boiensdorf Hornstorf Krusenhagen Neuburg (Mecklenburg) Bibow Glasin Jesendorf Jesendorf Lübberstorf Neukloster Passee Warin Züsow Zurow Carlow (Mecklenburg) Dechow Groß Molzahn Holdorf (Mecklenburg) Königsfeld (Mecklenburg) Rehna Rehna Rehna Rieps Schlagsdorf Thandorf Utecht Wedendorfersee Dassow Grieben (Mecklenburg) Groß Siemz Lockwisch Lüdersdorf Menzendorf Niendorf (Amt Schönberger Land) Roduchelstorf Schönberg (Mecklenburg) Selmsdorf Boltenhagen Grevesmühlen Insel Poel Poel WismarKarte
Über dieses Bild

Bad Kleinen (bis 1915 Kleinen) ist eine Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern am Nordufer des Schweriner Sees. Sie wird vom Amt Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen mit Sitz in der Gemeinde Dorf Mecklenburg verwaltet.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am Nordufer des Schweriner Sees, des viertgrößten Sees Deutschlands, etwa auf halbem Wege zwischen der Landeshauptstadt Schwerin und der Hansestadt Wismar. Westlich von Bad Kleinen erhebt sich ein Endmoränenbogen entlang des Schweriner Sees, der den Seespiegel bis zu 40 m überragt. Über den westlich des Ortsteiles Losten gelegenen Lostener See ist der Schweriner See durch den Wallensteingraben (der durch das Gemeindegebiet führt) mit der Wismarer Bucht verbunden. Ein weiterer See liegt zwischen den Ortsteilen Niendorf und Hoppenrade.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile

  • Bad Kleinen
  • Fichtenhusen
  • Gallentin
  • Glashagen
  • Hoppenrade
  • Losten
  • Niendorf
  • Wendisch Rambow[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Kleinen wurde im Jahr 1178 in einer Urkunde des Papstes Alexander III. das erste Mal erwähnt. Bedeutung erlangte der Ort als Eisenbahnknotenpunkt. Bereits 1848 bekam Kleinen einen Bahnanschluss. Der Arzt Armin Steyerthal eröffnete 1895 die Wasserheilanstalt am Schweriner See. 1915 bekam der Ort den Namenszusatz „Bad“ verliehen.

Am 27. Juni 1993 wurde bei einem Polizeieinsatz in Bad Kleinen versucht, die RAF-Mitglieder Birgit Hogefeld und Wolfgang Grams festzunehmen. Im Verlauf der Aktion kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der GSG-9-Beamte Michael Newrzella und Wolfgang Grams tödlich getroffen wurden.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2009[3]
Wahlbeteiligung: 47,9 % (2004: 47,9 %)
 %
30
20
10
0
29,1 %
22,4 %
22,3 %
19,0 %
7,2 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+1,8 %p
-4,2 %p
+5,4 %p
-2,8 %p
-0,2 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
c 2004: PDS

Nach der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 setzt sich die Gemeindevertretung folgendermaßen zusammen:

  • SPD: 4 Sitze
  • FDP: 3 Sitze
  • LINKE: 3 Sitze
  • CDU: 3 Sitze
  • Einzelbewerber: 1 Sitz

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Geteilt durch einen Wellenschnitt; oben in Blau drei goldene Ähren balkenweise; unten in Gold ein grünes Flügelrad mit offenem Flug.“[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Bad Kleinen

  • Der Eiertunnel ist ein Fußgängertunnel von 1896, der die Bahnstrecken Schwerin-Bad Kleinen und Lübeck–Bad Kleinen unterquert und einen Zugang zum Ufer des Schweriner Sees herstellt.
  • Die Schwedenschanze liegt Nordöstlich des Ortes, in der Nähe des Schweriner Sees und ist eine sternförmige Wehranlage aus dem 17. Jahrhundert.
  • Der Bahnhof wurde 1993 bekannt bei einem Polizeieinsatz gegen die RAF-Mitglieder Hogefeld und Grams.
  • Gutshaus (Herrenhaus, Schloss) in Hoppenrade: Ein zweigeschossiger, differenzierter Backsteinbau der Neorenaissance von 1853 mit Turm und teilweise mit Mezzaningeschoss; von 1928 bis 1997 Alten- und Pflegeheim, nach 1997 Wohnhaus und Ferienwohnungen.
  • Gutshaus in Niendorf: Zweigeschossiger verklinkerter Bau von um 1860 mit übergiebeltem Mittelrisalit. Joachim Freiherr von Brandenstein, von 1924 bis 1926 auch Ministerpräsident des Freistaates Mecklenburg-Schwerin, lebte hier von 1918 bis 1941.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Bahnhof in Bad Kleinen

Bad Kleinen liegt in Reichweite der Autobahn A 20 (LübeckStettin) und des nördlichen Teilstückes der A 14 (Dreieck SchwerinWismar). Von Süden (aus Richtung Schwerin) und von Norden (aus Richtung Wismar) ist der Ort über die Bundesstraße 106 erreichbar.

Der Bahnhof Bad Kleinen ist seit der Friedrich-Franz-Eisenbahn einer der wichtigsten Eisenbahnknoten Mecklenburgs. Hier kreuzen sich die Eisenbahnlinien von und nach Rostock (Bahnstrecke Hagenow–Rostock), Schwerin, Wismar (Bahnstrecke Ludwigslust–Wismar) und Lübeck (Lübeck-Kleinener Eisenbahn); die Strecken nach Wismar, Rostock und Schwerin sind elektrifiziert. Die Bedeutung der Eisenbahn (z. B. mit Bahnbetriebswerk und anderen Dienststellen) für Bad Kleinen kann man auch heute noch am ausgedehnten Bahngelände und dem repräsentativen Bahnhofsgebäude erkennen. Das Ortswappen enthält das Flügelrad, ein Symbol für die Eisenbahn.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bad Kleinen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Bad Kleinen – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2012 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b § 1 der Hauptsatzung der Gemeinde
  3. http://service.mvnet.de/statmv/daten_stam_berichte/e-bibointerth90/wahlen/b731__/b731g__/daten/b731g-2009-01.pdf#page=120