Bad Kreuznach
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Bad Kreuznach | |
| Höhe: | 104 m ü. NN | |
| Fläche: | 46,1 km² | |
| Einwohner: |
43.703 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 948 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 55543, 55545 | |
| Vorwahlen: | 0671, 06727 (Ippesheim) |
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| Kfz-Kennzeichen: | KH | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 33 006 | |
| Stadtgliederung: | 4 Ortsbezirke | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Hochstraße 48 55545 Bad Kreuznach |
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| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeisterin: | Heike Kaster-Meurer (SPD) | |
| Lage der Stadt Bad Kreuznach im Landkreis Bad Kreuznach | ||
Bad Kreuznach ist eine Kurstadt und die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises in Rheinland-Pfalz. Als Mittelzentrum mit Teilfunktionen eines Oberzentrums ist sie administratives, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum einer Region mit mehr als 150.000 Einwohnern. Bad Kreuznach ist Sitz der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach, der sie als große kreisangehörige Stadt aber nicht angehört, sowie einer Bundes- und mehrerer Landesbehörden und eines Amts-, Land- und Arbeitsgerichtes. Bad Kreuznach ist darüber hinaus Sitz der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Geographische Lage
Bad Kreuznach befindet sich zwischen Hunsrück, Rheinhessen und Nordpfälzer Bergland etwa 14 km (Luftlinie) südsüdwestlich von Bingen. Es liegt an der Einmündung des Ellerbachs in den Unterlauf der Nahe.
[Bearbeiten] Ortsbezirke
Die vier Ortsbezirke bzw. Stadtteile sind Bosenheim, Ippesheim, Planig und Winzenheim.
[Bearbeiten] Klima
Der Jahresniederschlag beträgt 517 mm. Nur 5 % der Messorte des Deutschen Wetterdienstes zeigen niedrigere Werte an; der Niederschlag liegt somit im unteren Drittel. Der trockenste Monat ist der Januar. Im niederschlagreichsten Monat fällt ca. 80 % mehr Regen als im trockensten Monat. Am meisten regnet es im Juni. Die jahreszeitlichen Niederschlagschwankungen liegen im unteren Drittel. In nur 7 % aller Orte schwankt der monatliche Niederschlag weniger.
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Bad Kreuznach
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[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Vorgeschichte und Römerzeit
Bereits im 5. Jhd v. Chr. ist auf der heutigen Gemarkung die Existenz einer keltischen Siedlung belegt. Um das Jahr 58 v. Chr. wurde das Gebiet Bestandteil des römischen Reiches, es entstand ein römischer Vicus, der Sage nach benannt nach dem Kelten Cruciniac, der den Römern einen Teil seines Landes für die zu errichtende Versorgungsstation zwischen Mainz (Mogontiacum) und Trier (Augusta Treverorum) überließ. Kreuznach lag an der Römerstraße, die von Metz (Divodurum) über den Saarübergang bei Dillingen-Pachten (Contiomagus) und den Vicus Wareswald bei Tholey nach Bingen (Bingium) führte[2].
Um das Jahr 250 erfolgte der Bau eines gigantischen, in seinen Abmessungen von 81 m × 71 m nördlich der Alpen einzigartigen und ebenso luxuriösen Palastes im Stil einer Peristylvilla, welche alleine im Erdgeschoss 50 Räume umfasste.
Im Zuge von Grenzsicherungsmaßnahmen gegen die immer wieder von jenseits des Limes in das römische Reich einfallenden germanischen Stämme der Alemannen errichtete man 370 ein Auxiliarkastell unter Kaiser Valentinian I.
[Bearbeiten] Mittelalter
Nach dem Zerfall des römischen Reiches wurde Kreuznach im Jahr 500 Königshof und Reichsdorf des sich neu entwickelnden fränkischen Reiches. Es folgte der Bau einer ersten Kirche in den Mauern des römischen Kastells, die zuerst dem Hl. Martin, später dem Hl. Kilian geweiht war und 1590 abgebrochen wurde. Von St. Kilian wird zudem berichtet, dass dort Bernhard von Clairvaux am Dreikönigstag 1147 ein Heilungswunder wirkte.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Kreuznach in den Annales Regni Francorum aus dem Jahre 819. Ludwig der Fromme (822, 839), Ludwig der Deutsche (839), Karl III. „der Dicke“ (882), Arnulf von Kärnten (889) und Heinrich I. (923) erwähnen Kreuznach in ihren Urkunden[3]. „Crucinaha“ in Urkunden Kaiser Otto III. aus dem Jahr 1000 (Verleihung eines Jahrmarktes; Münzrecht)[4] wird dagegen heute eher auf das luxemburgische Christnach (Ortsteil von Waldbillig) bezogen.[5] 1065 schenkt König Heinrich IV. den Ort Kreuznach der Kirche in Speyer[6].
1183 brannte die Hälfte des alten fränkischen Dorfes Kreuznach am ehemaligen Römerkastell ab. Von den 21 Familien siedelten danach 11 in das Gebiet der heutigen Altstadt über. In den Jahren 1206 bis 1230 ließ Graf Gottfried von Sponheim trotz des Verbots durch König Philipp von Schwaben die Kauzenburg bauen. Mit diesem Burgbau einher ging der Aufbau der auf dem nördlichen Naheufer gelegenen Neustadt.
1235 beziehungsweise 1270 bekam Kreuznach die Stadt-, Markt-, Steuer- und Zollrechte unter der Herrschaft des Grafengeschlechts derer von Sponheim verliehen, welche 1290 durch König Rudolf I. von Habsburg nochmals bestätigt wurden.
1279 in der Schlacht bei Sprendlingen entstand die Legende des Michel Mort. Der Kreuznacher Metzger soll auf Seiten der Sponheimer Truppen gegen die Truppen des Erzbischofs von Mainz gekämpft haben. Als Graf Johann I. von Sponheim in Bedrängnis geriet, zog Michel Mort die Lanzen der Feinde auf sich und rettete so den Grafen.
Aufgrund des Aussterbens der vorderen Linie des Hauses Sponheim 1414 wurde die Herrschaft über Kreuznach zwischen den Grafen von Veldenz, den Markgrafen von Baden und der Pfalzgrafschaft Pfalz-Simmern aufgeteilt.
1457, als es in vielen oberdeutschen Städten zu einer Kinderwallfahrts-Bewegung kam, zogen auch 120 Kinder aus Kreuznach auf ihrem Weg zum Mont-Saint-Michel durch Wissembourg[7].
[Bearbeiten] Stadtbefestigung
Im 13. Jahrhundert war Kreuznach eine befestigte Stadt[8] und widerstand 1320 einer Belagerung durch den Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg (um 1285–1354) in einer Fehde mit Simon II. von Sponheim (um 1270–1336).
Die 1247 erstmals erwähnte Stadtmauer bildete im der Altstadt im Grundriß ungefähr ein Quadrat, das einige Meter vor dem Verlauf der heutigen Straßen Wilhelmstraße – Salinenstraße – Schloßstraße und vor dem Mühlenteich verlief. Als Stadttore dienten im Norden das Kilians- oder Mühlentor (1866 abgebrochen), im Südosten das Hackenheimer Tor (später Mannheimer Tor; 1866 abgebrochen) und im Süden das – oft zum Schutz zugemauerte – St. Peterspförtchen am Ende der Rossstraße.
In der Neustadt zog sich die Stadtmauer vom „Butterfass“ (dem späteren Gefängnisturm) am Naheufer bis zum Übergang von der Wilhelmstraße zum Brückes auf der B48, wo sich im Nordwesten die Löhrpforte (auch Lehrtor oder Binger Tor; um 1837 abgebrochen) befand. Dann verlief sie im Bogen zwischen Hofgartenstraße und Hochstraße bis zum Rüdesheimer Tor im Südwesten am Beginn der Gerbergasse, deren Verlauf sie bis zur Ellerbach und der Nahe entlang als Ufermauer folgte. In diesem Abschnitt enthielt die Stadtmauer die Fischer- oder Ellerpforte als Wassertor und im Süden die „Große Pforte“ an der Nahebrücke.
Zur Befestigungsanlage der Kautzenburg auf dem der Neustadt gegenüberliegenden Ufer der Ellerbach, dem Burgfrieden, gehörten das Klappertor und ein Zwinger, von dem sich der Straßenname „Zwingel“ erhalten hat. Auf der Brücke zum Wörth zwischen beiden Stadtteilen befand sich das „Brückentor“.
Zur Verteidigung der Stadt bestand neben den Burgmannen der Burg eine Art Bürgerwehr bzw. Schützengilde. Aus dem Jahre 1487 ist eine von Peter Schöffer (um 1425–1503) in Mainz gedruckte Einladung von Bürgermeister und Rat der Stadt „un[d] gemeyn schießgesellen der armbrost schutze[n] da selbst“ zu einem Schießwettbewerb am 23. September als Inkunabeldruck erhalten[9].
[Bearbeiten] Klöster
Vor dem Dreißigjährigen Krieg gab es in Kreuznach bei etwa 8.000 Einwohnern sieben Klöster. Im Mittelalter und der Frühen Neuzeit werden erwähnt[10]:
- St. Marien-Kloster (Klostereigenschaft legendenhaft) bzw. St. Marien-Kirche auf dem Wörth, angeblich von König Dagobert I. († 639) am Ort der heutigen Pauluskirche gestiftet
- Kloster St. Kilian (alte Pfarrkirche; Klostereigenschaft unsicher), in der „Osterburg“ (altes Römerkastell, Pfalz Karls des Großen) an der „Heidenmauer“ an die Stelle der 745 erstmals erwähnten, 883 von den Normannen zerstörten konstantinischen St. Martins-Kirche[11] erbaut, 1310 mit einem Hospital verbunden, im 14. Jh. Beginen-Klause mit Bethaus, um 1590 abgebrochen. Die Patrozinien von St. Martin und St. Kilian wurden anschließend der St. Marienkirche auf dem Wörth zusätzlich beigelegt.
- Augustinerinnen-Kloster St. Peter, um 1140 gestiftet von Rheingraf Wolfram I. (III.) vom Stein († um 1179)[12], 1566/68 aufgehoben, die 15 vertriebenen Nonnen siedelten sich in der Abtei St. Hildegard bei Eibingen an. 1624 scheiterte der Versuch einer Wiederbesiedlung mit Augustinern, 1636 von Jesuiten besiedelt und ihnen 1648 vertraglich zugesprochen, heute „Oranienhof“
- Kloster der Karmeliten an St. Nikolaus, sogenanntes „Schwarz-Kloster“, 1281 von der Sponheimer Grafenfamilie gestiftet, 1290 bestätigt durch Erzbischof Gerhard II. von Eppstein (um 1230–1305) von Mainz, 1802 aufgehoben
- Die Beginen-Klause wurde von Graf Walram von Sponheim (um 1305–1380) von St. Kilian in das Innere der Stadt an die St. Antonius-und-St. Katharinen-Kapelle (sogenannte „Bubenkapelle“) am Eingang der Mühlengasse verlegt, die dem Schwabenheimer Augustiner-Kloster gehörte. 1437 verlassen, 1491 bis 1495 wiederbesiedelt, dann in das St. Peters-Kloster versetzt.
- Franziskanerkloster St. Wolfgang, 1472 gestiftet von Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz (1425–1476) und Pfalzgraf Friedrich I. von Pfalz-Simmern (1417–1480), bestätigt durch Papst Sixtus IV. (1414–1484), 1802 aufgehoben, heute Gymnasium an der Stadtmauer
- St. Vinzent-Kloster, Lage unsicher.
Im Dreißigjährigen Krieg und danach
- Jesuiten Niederlassung um 1623, 1625 bis 1632 und 1636 bis 1652 im Chor der Wörthkirche (Brückenkirche, heute Pauluskirche), erhielten 1631 von Kaiser Ferdinand II. (1578–1637) das St. Peter-Kloster und nahmen 1636 davon Besitz.
[Bearbeiten] Neuzeit
1507 trat Magister Faust die durch Franz von Sickingen vermittelte Stelle des Rektors an der Kreuznacher Lateinschule an. Aufgrund von Vorwürfen der Unzucht floh er nur kurze Zeit später aus der Stadt. Belegt ist dies durch einen Brief[13] des Johannes Trithemius an Johannes Virdung, in dem Virdung vor Faust gewarnt wird.
Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Stadt wechselseitig eingenommen
- von kaiserlich-spanischen Truppen des Generals Marqués Ambrosio Spinola (1569–1630) unter Wilhelm Ferdinand von Effern († um 1628) am 31. August 1620; als Generalgouverneure der Unterpfalz residierten Wilhelm Graf de Verdugo, Freiherr zu Böhmisch-Mascha und Tuppau (1578–1629), Don Phelippe de Sylva und Louis de la Tour in Kreuznach,
- von schwedischen und sachsen-weimarischen Truppen unter König Gustav II. Adolf (1594–1632) am 20. Februarjul./ 1. März 1632greg. (die Burg kapitulierte am 23. Februarjul./ 4. März 1632greg.); Kommandanten wurden die Schotten Oberst Alexander Ramsay († 1634) und Oberst (später General und Feldmarschall) Robert Douglas (1611–1662, 1654 zum Grafen erhoben); im Juli 1635, am 2. August und am 19. September 1635 auf ihrem Rückzug kamen verbündete sachsen-weimarische und französische Truppen unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604–1639) und Kardinal Louis la Valette (1593–1639) durch Kreuznach; der letzte schwedische Kommandant war Oberst Johann Georg Stauff (1603–1683; 1661 geadelt) aus Dirmstein,
- von kaiserlich-spanischen Truppen unter General Matthias Gallas (1588–1647) im Mai 1636, als neutraler Ort unter gemeinschaftliche Regierung von Baden und Pfalz-Simmern gestellt,
- von französischen und sachsen-weimarischen Truppen unter dem Herzog Henri II. d’Orléans-Longueville (1595–1663) am 21. November 1639, nachdem der Kommandant der Stadt zu ihnen übergelaufen war,
- von kaiserlich-bayerischen und -spanischen Truppen unter dem „Schillerhaas“ Generalfeldwachtmeister Gilles de Haes (1597–1657) – nachdem ein Angriff im März noch abgeschlagen worden war – von Mai bis zum 12. Juni 1641,
- von den Franzosen unter Marschall Henri de Turenne (1611–1675) vom 17. Mai bis 2. Juni 1644, übergeben an Pfalz-Simmern.
Die Stadt wurde dabei schwer in Mitleidenschaft gezogen, die Bevölkerung verringerte sich von ehemals ca. 8.000 auf ca. 3.500 Einwohner. Im pfälzischen Erbfolgekrieg wurden die Stadtbefestigung und die Kauzenburg im Mai 1689 durch französische Truppen unter Brigadier Ezéchiel de Mélac (um 1630–1704) bzw. Generalleutnant Nicolas du Blé, Marquis d’Huxelles (1652–1730)[14] geschleift und die Stadt weitgehend zerstört. Am 18. Oktober wurden die Kreuznacher Kirchen niedergebrannt.
Ab 1708 gehörte Kreuznach vollständig zur Kurpfalz.
Unter Kurfürst Karl Philipp von der Pfalz (1661–1742) wurde 1729 die Saline Karlshalle zur Salzgewinnung gebaut, unter Kurfürst Karl Theodor (1724–1799) 1743 die Theodorshalle. Beide Salinen, die 1808 von Napoleon Bonaparte seiner Lieblingsschwester Pauline geschenkt wurden, waren von 1816 bis 1897 großherzoglich hessische Domänen auf preußischem Boden.
Am 13. Mai 1725 wurde Kreuznach nach einem Wolkenbruch und Hagelgewitter von einem extremen Hochwasser heimgesucht, bei dem 31 Menschen ums Leben kamen, 300 bis 400 Stück Vieh ertranken, 2 Häuser völlig zerstört, viele beschädigt und Teile der Stadtmauer eingerissen wurden[15]. Auch am 27./28. Februar 1784 wurde die Stadt durch Eisgang und Hochwasser schwer beschädigt; der Apotheker Johann Daniel Riem kam beim Einsturz seines Hauses „Zum weißen Schwan“ in den Fluten um[16].
Im Verlauf der Revolutionskriege (1792–1814) wurde Kreuznach französisch (1797 mit den linksrheinischen Gebieten annektiert, bestätigt 1801 im Frieden von Lunéville). Die Stadtteile südlich der Nahe wurden dem Département du Mont-Tonnerre (Donnersberg), die nördlichen Stadtteile dem Département de Rhin-et-Moselle (Rhein und Mosel) zugeordnet. Die anschließenden Befreiungskriege beendeten die französische Herrschaft. Bis zur endgültigen Neuordnung durch den Wiener Kongress war das Gebiet südlich der Mosel unter gemeinsamer bayerisch-österreichischer Verwaltung mit Sitz in Kreuznach. Als Folge des Wiener Kongresses kam Kreuznach 1815 zum Königreich Preußen und gehörte von 1816 an zum Regierungsbezirk Koblenz in der Provinz Großherzogtum Niederrhein (ab 1822 Rheinprovinz) und war Grenzstadt zum Großherzogtum Hessen-Darmstadt im Osten und zur bayerischen Pfalz im Süden.
1817 eröffnete Johann Erhard Prieger die erste Badestube mit solehaltigem Wasser und bildete die Grundlage für den schnell wachsenden Kurbetrieb.
Im Jahre 1843 heiratete Karl Marx in Kreuznach, vermutlich in der Wilhelmskirche, Jenny von Westphalen.
Durch den Bau der Nahetalbahn von Bingerbrück nach Saarbrücken 1858/60 wurde die Grundlage zur Industrialisierung der Stadt geschaffen. Dies führte, zusammen mit dem immer stärker aufkommenden Kurbetrieb, nach Jahren der Stagnation zu einem Entwicklungsschub für die Stadt. Allerdings wurde die Bahn nicht nur der Industrie und des Kurbetriebs wegen gebaut, sondern auch als Nachschubstrecke für einen erwarteten Krieg mit Frankreich. Zuvor standen sicb aber 1866 an Kreuznachs Stadtgrenze Preußen und Bayern noch einmal feindlich gegenüber. Davon nicht beeinflusste Überlegungen führten dazu, daß noch vor dem ersten Weltkrieg eine zweite Bahnlinie, die "strategische Bahn" von Bad Münster über Staudernheim, Meisenheim,Lauterecken und Kusel nach Westen geführt wurde und Bad Kreuznach damit zu einem bedeutenden Verteiler für Transporte nach Westen machte. Erst um 1950 wurde diese Strecke in Teilen abgebaut und schließlich stillgelegt. Heute dient sie zwischen Staudernheim und Kusel einer touristischen Attraktion, der Draisinenbahn.
1891 ließen sich drei Ordensbrüder der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz in Kreuznach nieder. Sie übernahmen 1893 das Krankenhaus Kiskys-Wörth, welches seit 1905 den Namen St. Marienwörth trägt. Seit 1948 führen sie dies gemeinsam mit den Schwestern der Kongregation der Mägde Mariens von der Unbefleckten Empfängnis, heute als Krankenhaus der Regelversorgung. Karl Aschoff führte 1906 die Radontherapie ein.
Im Ersten Weltkrieg wurde sowohl das Kreuznacher Kurhaus wie auch weitere Hotels und Villen seit dem 2. Januar 1917 zum Sitz des Großen Hauptquartiers von Kaiser Wilhelm II. Im Kurhaus nahm der Kaiser seinen Wohnsitz. Als Generalstabsgebäude wurde der Oranienhof genutzt. Im Kurhaus trafen sich am 19. Dezember 1917 General Mustafa Kemal Pascha, besser bekannt als Atatürk („Vater der Türken“) und späterer Präsident einer streng laizistischen Türkei, Kaiser Wilhelm II., Hindenburg und Ludendorff zu Gesprächen. Erst ein extremes winterliches Hochwasser an der Nahe im Januar 1918 führte zur Verlegung der Obersten Heeresleitung in das belgische Spa.
Nach dem Ende des Krieges besetzten französische Truppen bis 1930 das Rheinland und auch die Stadt, deren große Hotels danach mehrheitlich dem Abbruch verfielen.
Seit 1924 darf Kreuznach die Bezeichnung Bad führen.
Nach der NS-Machtübernahme 1933 organisierte unter anderem der Gewerkschafter Hugo Salzmann Widerstand gegen die Nationalsozialisten. Trotz Inhaftierung überlebte Salzmann die Nazi-Zeit und saß nach 1945 für die KPD im Stadtrat. Die nach Kriegsbeginn noch verbliebenen Juden aus dem Kreis Kreuznach wurden 1942 auf Anweisung der Kreisleitung ins frühere Kolpinghaus gebracht und am 27. Juli von dort nach Theresienstadt deportiert.
Bad Kreuznach, dessen Kuranlagen und verbliebene Hotels von 1939 bis 1940 erneut zum Sitz eines Armeeoberkommandos wurden, war im Kriegsverlauf aufgrund der Wehrmachts-Kasernen in der Bosenheimer, der Alzeyer und der Franziska-Puricelli-Straße sowie der strategisch wichtigen Bahnstrecke Berlin-Paris, die damals durch die Stadt führte, immer wieder Ziel alliierter Bombenangriffe. Der letzte Stadtkommandant, Oberstleutnant Johannes Kaup, bewahrte Bad Kreuznach vor noch größerer Zerstörung, als er den vorrückenden Verbänden der US Army keinen Widerstand mehr leistete und die Stadt am 16. März 1945 weitgehend kampflos den Amerikanern überließ. Kurz zuvor hatten deutsche Truppen noch einen Teil der alten Nahebrücke gesprengt und dabei Wohngebäude in der Nähe der Brückenköpfe zerstört.
[Bearbeiten] Nach 1945
Vereinbarungsgemäß wurde die Stadt Teil der französischen Besatzungszone. Die Rheinwiesenlager für deutsche Kriegsgefangene und Internierte befanden sich nahe Bad Kreuznach.
In Bad Kreuznach einigten sich im Jahre 1958 der französische Staatspräsident Charles de Gaulle und der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer auf eine Institutionalisierung der besonderen Beziehungen beider Länder, was 1963 in den Élysée-Vertrag mündete.
Am 1. April 1960 wurde die Stadt Bad Kreuznach auf ihren Antrag hin von der Landesregierung zur großen kreisangehörigen Stadt erklärt.[17]
Seit Ende der 1940er Jahre waren wiederum Einheiten der US-Streitkräfte in der Stadt stationiert. Bis Mitte 2001 unterhielten die amerikanischen Streitkräfte vier Kasernen, ein Raketenlager, einen Schießstand, einen kleinen Flugplatz und einen Standortübungsplatz. Zuletzt waren in Bad Kreuznach Teile der 1. US-Panzerdivision (genannt Old Ironsides) stationiert.
[Bearbeiten] Eingemeindungen
Im Zuge einer Verwaltungsreform in Rheinland-Pfalz wurden am 7. Juni 1969 die bis dahin selbstständigen Gemeinden Bosenheim, Planig, Ippesheim (alle drei bis dahin zum Landkreis Bingen gehörend) und Winzenheim eingemeindet.[18] Darüber hinaus sollte auch noch Rüdesheim (Nahe) eingemeindet werden, welches sich aber gerichtlich dagegen wehrte und selbstständig blieb.
Im Zuge der Bundestagswahl 2009 wurde eine Bürgerbefragung zum Thema „Zusammenschluss von Bad Kreuznach und Bad Münster am Stein-Ebernburg“ durchgeführt. 68,3 % der befragten Bad Kreuznacher Bürger sprachen sich für Verhandlungen der beiden Städte aus.[19]
Am 25. Mai 2009 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Stadtrat
Der Stadtrat von Bad Kreuznach besteht aus 44 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern und der hauptamtlichen Oberbürgermeisterin als Vorsitzende.
In Bad Kreuznach regierte nach der Wahl 2004 eine große Koalition aus CDU und SPD mit insgesamt 28 Sitzen, was einer Mehrheit von 12 Sitzen entspricht. Der Stadtrat wurde zuletzt bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 gewählt und setzt sich wie folgt zusammen:[20]
| Parteien | 2009 | 2004 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anteil | Sitze | ±Anteil | ±Sitze | Anteil | Sitze | |
| CDU | 33,1 % | 14 | −3,2 % | −2 | 36,3 % | 16 |
| SPD | 27,3 % | 12 | +0,1 % | ±0 | 27,2 % | 12 |
| FDP | 13,5 % | 6 | +2,6 % | +1 | 10,9 % | 5 |
| GRÜNE | 10,5 % | 5 | −0,2 % | ±0 | 10,7 % | 5 |
| LINKE | 4,1 % | 2 | +4,1 % | +2 | – | – |
| Faires Bad Kreuznach / Bürgerliste / FWG | 11,5 % | 5 | −3,5 % | −1 | 15,0 % | 6 |
| Wahlbeteiligung | 37 % | −5 % | 42 % | |||
Die prozentualen Ergebnisse der Gemeinderatswahlen sind als „gewichtete Ergebnisse“ ausgewiesen.[20]
[Bearbeiten] Bürgermeister
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[Bearbeiten] Wappen
Bad Kreuznach erhielt das Recht zur Führung eines Wappens durch die Gemeindeordnung des Landes Rheinland-Pfalz.
Das Stadtwappen wird heute auf silbernem oder weißem Grund mit einem zweireihig im Schachbrettmuster gehaltenen Balken in den Farben Blau und Gold dargestellt. Die drei schwarzen, am Ende etwas verdickten Kreuze erinnern an den Namen der Stadt „Kreuznach“. Fälschlicherweise wird hier oft eine Verbindung zu dem christlichen Symbol gesehen. Tatsächlich entwickelte sich der Name „Kreuznach“ aus dem keltisch-lateinischen Wort „Cruciniacum“ und bedeutet „Heim des Crucinius“, wobei dies ein latinisierter keltischer Eigenname ist, dem man in römischer Zeit die Endsilbe „acum“ anhängte, was für „fließendes Wasser“ steht. Ein Zusammenhang zur durch Bad Kreuznach fließenden Nahe kann angenommen werden.
Das Wappen findet sich in dieser Form erstmals im Schlussstein der Kirche St. Nikolaus im späten 13. Jahrhundert.
Die Mauerkrone tauchte erst um 1800 unter der Herrschaft der Franzosen auf. Als Stadtmauer mit drei Türmen wurde sie ursprünglich rotbraun, heute vorwiegend in Gold dargestellt.
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
- Bourg-en-Bresse (Département Ain), seit 1963
- Neuruppin (Brandenburg), seit 1990
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Die Brückenhäuser aus dem 15. Jahrhundert auf der Alten Nahebrücke, das Wahrzeichen der Stadt Bad Kreuznach
- Burgruine Kauzenburg (1206)
- Nikolauskirche
- Pauluskirche mit gotischer Pauluskapelle (Grabkapelle der Sponheimer Grafen von der Kauzenburg und der Rheingrafen) in unmittelbarer Nachbarschaft der Brückenhäuser.
- Die Heilig-Kreuz-Kirche, erbaut durch Ludwig Becker, ist eine katholische Kirche, welche direkt zu sehen ist, wenn man mit dem Auto aus Richtung Bad Münster kommend auf der Salinenstraße ins Stadtzentrum fährt. Auffallend ist vor allem die Farbe der Steine, aus der sie gebaut wurde, diese erstrahlen in einem dunklen Rotton.
- Crucenia-Therme (Thermalbad)
- Kurhaus (1912–1913 von Emanuel von Seidl)
- In der Nähe des Bahnhofes ein älteres Wohngebiet (Bereich Sprendlinger Gasse) mit Kopfsteinpflaster (sog. „Pariser Viertel“)
- Bäderhaus: Das Bäderhaus ist eine der größten Wellness- und Saunaanlagen Deutschlands.
- Salinental: Das Salinental mit seinen zehn mächtigen, acht Meter hohen Gradierwerken bildet auf 1100 m Länge das größte natürliche Freiluftinhalatorium Europas. Sicher haben schon die Kelten aus den salzhaltigen Quellen der Gegend Salz gewonnen. Im Salinental wurde mit Hilfe von Gradierwerken seit 1732 in einem aufwendigen Verfahren Salz produziert.
- Römerhalle: Die Römerhalle zeigt u. a. die Funde der Ausgrabungen einer römischen Palastvilla aus dem 3. Jahrhundert. Die Villa war im Besitz eines vermutlichen Großgrundbesitzers resp. Politikers. Die Ausmaße der Villa sind gewaltig. Allerdings wurde in den 1950er Jahren eine Straße mitten durch die Ausgrabungsstätte gebaut. Besonders sehenswert sind die beiden großflächigen in Bad Kreuznach gefundenen Steinteppich-Mosaike, die in die dafür errichtete Römerhalle überführt wurden. Sie gehören zu den bedeutendsten römischen Mosaikbodenfunde nördlich der Alpen und sind wegen ihrer Qualität weltberühmt. Jedoch wurde ein kleines Stück falsch rekonstruiert.[21]
- Schlossparkmuseum (u. a. Stadtgeschichte Bad Kreuznachs). Besonders erwähnenswert ist die Dauerausstellung über die Bildhauerdynastie Cauer, die europäischen künstlerischen Rang besitzt.
- Dr.-Faust-Haus (1507)
- „Klein Venedig“, ehemaliges Gerberviertel, das am Zusammenfluss von Nahe und Ellerbach gelegen ist und aufgrund der beiden Wasserarme sowie der kleinen, alten Häuser sehr malerisch wirkt.
- Das 2005 neu eröffnete Museum für Puppentheaterkultur: Ausgestellt wird die Sammlung von Karl-Heinz Rother (1928–2010), die heute Eigentum des Landes Rheinland-Pfalz ist sowie weitere Meisterwerke des Figurentheaters (PuK-Sammlung).
- Die Volkssternwarte Bad Kreuznach auf dem Kuhberg.
- Die Bad Kreuznacher Neustadt, das mittelalterlich geprägte Viertel der Stadt am Fuße der Kauzenburg auf dem westlichen Naheufer mit seinen vielen Gaststätten, das heute die ältesten noch bewohnten Bauten der Stadt beherbergt.
- Schanzenkopf, eine bewaldete Erhebung westlich der Stadt
- „Hungriger Wolf“, eine Erhebung nördlich der Stadt an der ehemaligen Heerstrasse nach Stromberg und zum Rhein mit 360° Rundumsicht, zu napoleonischer Zeit Standort eines von französischen Beamten bedienten Semaphors der optischen Telegrafenlinie Paris − Metz – Mainz.
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Bad Kreuznach
[Bearbeiten] Musikvereinigungen und Chöre
- Capella Nicolai
- Chor Cantamus
- Chor Reinhard (neu gegründeter, christlicher Männerchor)
- Chor Mosaik
- Gospelchor Grenzenlos
- Kantorei der Pauluskirche
- Konzertgesellschaft Bad Kreuznach
- Kreuznacher-Diakonie-Kantorei
- Musikverein „Musikfreunde Winzenheim“ e. V.
- MC Harmonie 1845 Planig e.V
- Pop- und Gospelchor ReJOYSing, Planig
[Bearbeiten] Regelmäßige Feste und Veranstaltungen
- Wochenmarkt auf dem Kornmarkt: Dienstag und Freitag, 7 bis 13 Uhr
- Altweiberfastnacht im „Narrenkäfig“ auf dem Kornmarkt: Fastnachtsdonnerstag
- Kreuznacher Narrenfahrt: Fastnachtssamstag
- Nahetal-Turnier der Fußball-Junioren: immer an Pfingsten Freitag bis Montag
- Drachenfest auf dem Kuhberg: Mitte bis Ende April
- Internationales Osterhockeyturnier Kreuznacher Hockey Club
- Automobilsalon: Größte Automobilausstellung in Rheinland-Pfalz, letztes Wochenende im April
- Eiermarktfest: Mitte Juli
- Kreuznacher Jahrmarkt: (seit 1810) Mitte August
- Fischerstechen: 1. Wochenende im September
- Herbst-Kanuslalom des RKV im Salinental: letztes Wochenende im September
- Nikolausmarkt: bis 2008 immer auf dem Eiermarkt, Zukunft noch ungeklärt
- Festival „marionettissimo“/Die Kunst des Spiels am Faden im November im Museum für PuppentheaterKultur
- Französischer Markt: einmal im Jahr richten Händler der französischen Partnergemeinde Bourg en Bresse einen französischen Markt auf dem Kornmarkt aus.
[Bearbeiten] Kulturpreis der Stadt Bad Kreuznach
Der Kulturpreis der Stadt Bad Kreuznach ist ein Förderpreis der Stadt Bad Kreuznach, der jährlich abwechselnd in den Sparten Musik, bildende Kunst und Literatur vergeben wird.
[Bearbeiten] Sport
[Bearbeiten] Sportvereine
In Bad Kreuznach gibt es zahlreiche Vereine, die auf nationaler Ebene Erfolge vorweisen können. Im Trampolinturnen sowie Kanuslalom ist die Stadt Bundesstützpunkt, Landesleistungszentren bestehen für die Bereiche Sportschießen und Boccia.
Größter Verein ist der VfL 1848 Bad Kreuznach, in dem 1935 die erste Basketballabteilung in Deutschland gegründet wurde.[22] Auch nach dem Zweiten Weltkrieg brachte der Verein zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten hervor, darunter mehrere Nationalspieler.[23] Daneben ist die Hockey-Abteilung des Vereins von Bedeutung, die zeitweise in der Damen-Bundesliga vertreten war. Die erste Hockey-Abteilung in der Stadt hatte indes der Kreuznacher HC inne, der 1960 im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft stand und bis heute das traditionsreiche Osterhockeyturnier veranstaltet.
Im Fußball ist die Eintracht Bad Kreuznach der erfolgreichste Verein der Stadt. Sie spielte u.a. in der Oberliga, als diese die höchste Spielklasse in Deutschland darstellte, sowie später in der Zweiten Bundesliga. Die meisten Titelgewinne hat der MTV Bad Kreuznach vorzuweisen, im Trampolinturnen gehört er zu den erfolgreichsten Vereinen Deutschlands. Kanusport, insbesondere Kanuslalom, wird vom RKV Bad Kreuznach betrieben. Im Rudern weist der Creuznacher RV eine lange Tradition auf. Von Bedeutung sind auch die Schießsport-Vereine SG Bad Kreuznach 1847 und BSC Bad Kreuznach. Im Behindertensport sind die Sportfreunde Diakonie vor allem im Boccia erfolgreich. Seit 2009 bietet der Kampfkunstverein Cheong Do als erster Verein in Rheinland-Pfalz die koreanische Schwertkampfkunst Haidong Gumdo an.
[Bearbeiten] Sportplakette der Stadt Bad Kreuznach
Die Sportplakette ist eine Ehrung, die einmal im Jahr durch die Stadt vorgenommen wird. Geehrt werden einzelne Sportler, ganze Mannschaften, verdiente Förderer des Sports und verdiente Mitarbeiter des Sports. Mit dieser Ehrung möchte die Stadt ebenfalls ihr Image als Sportstadt in Rheinland-Pfalz unterstreichen. Die Sportplakette wird für Sportler in drei Stufen verliehen:
- Gold
- Teilnahme an einer Weltmeisterschaft oder an den Olympischen Spielen
- Welt-Cup Rangliste Platz 1 bis 3
- Platz 1 bis 3 bei Europameisterschaften
- Silber
- Welt-Cup Rangliste Platz 4 oder 5
- Europameisterschaften Platz 4 oder 5
- Platz 1 bei Deutschen Meisterschaften
- Bronze
- Welt-Cup Rangliste Platz 6 oder 7
- Teilnahme an einer Europameisterschaft
- Platz 2 oder 3 bei einer Deutschen Meisterschaft
Förderer und Mitarbeiter des Sports müssen mindestens 25 Jahre im Sport Ehrenamtlich tätig sein, um diese Ehrung zu erhalten.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Weinbau
| Größte Weinbaugemeinden im Anbaugebiet |
Rang 1) | Bestockte Rebfläche |
Rebsorten | |
|---|---|---|---|---|
| Weißwein | Rotwein | |||
| ha | % | |||
| *Nahe | 4119 | 74,3 | 25,7 | |
| Bad Kreuznach | 7 | 777 | 77,0 | 23,0 |
| Guldental | 33 | 377 | 72,0 | 28,0 |
| Wallhausen | 80 | 224 | 63,3 | 36,7 |
| Langenlonsheim | 95 | 187 | 80,1 | 19,9 |
| 1) unter allen rheinland-pfälzischen Weinbaugemeinden nach Rebfläche | ||||
Bad Kreuznach ist erheblich geprägt vom Weinbau und mit 777 Hektar bestockter Rebfläche, davon 77 Prozent Weißwein- und 23 Prozent Rotweinsorten, größte Weinbaugemeinde im Gebiet Nahe und siebtgrößte Weinbaugemeinde in Rheinland-Pfalz.
[Bearbeiten] Industrie und Handel
Bad Kreuznach zählt ca. 1.600 Betriebe mit mindestens einem Mitarbeiter und bietet so 28.000 Arbeitsplätze, wovon die Hälfte durch Pendler aus dem Umland besetzt sind. Die Wirtschaftsstruktur wird dabei vornehmlich durch kleine und mittlere Unternehmen geprägt, aber auch Großbetriebe wie der Reifenhersteller Michelin, der Maschinenhersteller KHS, die Meffert Farbwerke oder die Schneider Optischen Werke sind anzutreffen. Im Jahr 2002 wurden die traditionsreichen Seitz-Filter-Werke durch das amerikanische Unternehmen Pall übernommen. Dabei ist das produzierende Gewerbe von großer Bedeutung, besonders stark vertreten durch die chemische Industrie (Reifen, Lacke, Farben), die optische Industrie sowie Maschinenbauer und Autozulieferer. Der Einzel- und Großhandel sowie die Gastronomie besitzen speziell in der Innenstadt ein großes Gewicht, jedoch wird in den letzten Jahren auch der Dienstleistungssektor immer wichtiger.
Durch die Schnellstraßenverbindung zur Autobahn ist Bad Kreuznach näher an den Frankfurter Flughafen gerückt und kann mit seinen Konversionsflächen neue Investoren anziehen.
[Bearbeiten] Kurbetrieb
Eine besondere Stellung für die Stadt als ältestes Radon-Sole-Bad der Welt und Rheumazentrum Rheinland-Pfalz hat darüber hinaus der Kurbetrieb und der Wellness-Tourismus. In der Stadt stehen 2.498* Fremdenbetten zur Verfügung, welche bei 420.125* Übernachtungen, davon 308.236* durch Kurgäste, genutzt wurden (* Stand 31. Dezember 2002). Weiterhin stehen für den Kurbetrieb sieben Kurkliniken, Kursanatorien, ein Thermal-Sole-Bewegungsbad, ein Radonstollen, Gradierwerke als Freiluftinhalatorium sowie die Kurmittelproduktion zur Verfügung. Die Heilanzeigen sind dabei: Rheumatische Erkrankungen, Gelenkveränderungen durch Gicht, degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule und der Gelenke, Frauenleiden, Erkrankungen der Atmungsorgane, Erkrankungen im Kindesalter, Gefäßerkrankungen, nichtansteckende Hauterkrankungen, Störungen der inneren Sekretion, psychosomatische Erkrankungen sowie Augenkrankheiten.
[Bearbeiten] Krankenhäuser und Fachkliniken
Mit dem Krankenhaus der kreuznacher diakonie (397 Betten) und dem Krankenhaus St. Marienwörth (279 Betten) verfügt Bad Kreuznach über zwei Allgemeinkrankenhäuser, die über modernste Spezialabteilungen für Herz- und auch Darmerkrankungen , sowie bei Schlaganfällen verfügen . Im Kurgebiet befindet sich zudem das Sana Rheumazentrum Rheinland-Pfalz, bestehend aus einem Rheumakrankenhaus sowie einer Rehaklinik, der Karl Aschoff Klinik. Eine weitere Rehaklinik in privater Trägerschaft ist die Klinik Nahetal. Außerdem gibt es die psychosomatische Fachklinik St. Franziska-Stift und die Reha- und Vorsorgeklinik für Kinder und Jugendliche Viktoriastift.
[Bearbeiten] Verkehr
Durch seine geografische Lage im engen Nahetal führen alle Verkehrswege flussaufwärts parallel zum Fluss. Darüber hinaus ist Bad Kreuznach auch ein wichtiger Kreuzungspunkt aller Verkehrsträger.
[Bearbeiten] Schienenverkehr
Von 1896 bis 1936 bestanden die Kreuznacher Kleinbahnen, ein ländliches Schmalspurbahnnetz. Eine originale Dampflokomotive und die dazugehörige Halle, die aus Winterburg versetzt wurde, befinden sich bis heute in der Kreuznacher Ortsgemeinde Bockenau.
Seit Einführung des Rheinland-Pfalz-Taktes Mitte der 1990er Jahre haben die Zugstrecken abseits der ICE/EC/IC-Strecken wieder an Bedeutung gewonnen. Neben der Einführung des Stundentaktes ist eine deutliche Ausweitung des Verkehrs in die Nachtstunden festzustellen, so verkehren Züge nach Mainz drei Stunden länger am Tag.
Der Bahnhof Bad Kreuznach ist einer von wenigen Keilbahnhöfen in Rheinland-Pfalz, hier gabeln sich die beiden Linienstränge KBS 671 Bingen – Kaiserslautern (Alsenztalbahn) und KBS 680 Saarbrücken – Mainz/Frankfurt am Main (Nahetalbahn). Auf der Alsenztalbahn verkehren nur Regionalbahnen, die Fahrzeit nach Kaiserslautern beträgt etwa 65 Minuten. Auf der Nahetalbahn fahren sowohl Regionalexpresszüge wie auch Regionalbahnen, die Fahrzeit nach Mainz liegt zwischen 25 und 40 Minuten, die nach Saarbrücken zwischen 1:40 und 2:20 Stunden.
[Bearbeiten] Straßenverkehr
Mit dem Auto ist Bad Kreuznach über die gleichnamige Anschlussstelle 51 an der Autobahn 61 sowie die Bundesstraßen 41, 48 und 428 zu erreichen. Bis auf die B 48 führen alle genannten Straßen um die Innenstadt herum, die Autobahn ist ca. 12 km vom Stadtzentrum entfernt.
Der öffentliche Nahverkehr wird durch ein innerstädtisches Busliniennetz im 15- bzw. 30- Minuten Takt auf sieben Buslinien durch die zur Rhenus Veniro-Gruppe gehörende Verkehrsgesellschaft mbH Bad Kreuznach (VGK) durchgeführt. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Regionalbuslinien in die nähere Umgebung, welche von der VGK und von der Omnibusverkehr Rhein-Nahe GmbH (ORN) betrieben werden. Die Linienverkehre der verschiedenen Betreiber sind dabei Bestandteil des Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund RNN.
[Bearbeiten] Medien
Rundfunk
- Radiosender Antenne Bad Kreuznach
- domradio Studio-Nahe UKW 87,9, Pfarrradio, mit Mantelprogramm des domradio Köln, Lokalprogramm am Samstagvormittag und Gottesdienstübertragung am Sonntag
- Bürgerfernsehen Offener Kanal Bad Kreuznach
Printmedien
- Allgemeine Zeitung Bad Kreuznach: Tageszeitung für Bad Kreuznach und Umgebung, zur Verlagsgruppe Rhein Main gehörend. Auflage ca. 13.000.
- Oeffentlicher Anzeiger: Tageszeitung für Bad Kreuznach und Umgebung, zur Rhein-Zeitung (Mittelrhein-Verlag) gehörend. Auflage ca. 22.000.
- Stadtgeschichtlich vertiefend: Bad Kreuznacher Heimatblätter, unregelmäßig erscheinende Beilage zum Öffentlichen Anzeiger
- VorSicht – Das Rhein-Nahe-Journal. Auflage 15.000
- Lifetime: Stadtmagazin für Bad Kreuznach
- Wochenspiegel Bad Kreuznach: wöchentliches Anzeigenblatt, zum SW-Verlag gehörend.
- Kreuznacher Rundschau, bis 1. Oktober 2010: Neue Kreuznacher Zeitung: wöchentliches Anzeigenblatt, Erste Ausgabe erschien im Oktober 2006
Online-Medien
- Kreuznach-Blog – Aktuelles und Informatives über Bad Kreuznach aus der Region und dem Internet. Seit 1. Juni 2008.
- Extrawelle – Nachrichten für Bad Kreuznach
[Bearbeiten] Bildung
In Bad Kreuznach finden sich neben mehreren Grundschulen, welche teilweise auch eine Ganztagesbetreuung anbieten, Schulen aller drei weiterführenden Schularten sowie berufsvorbereitende oder -begleitende Schulen wie z. B. Berufsfachschulen, Berufsoberfachschulen und Technikerschulen, welche an den Berufsschulen angesiedelt sind:
Grundschulen:
- Dr. Martin-Luther-King-Schule (Ganztagsschule)
- Grundschule Kleiststraße (Ganztagsschule)
- Grundschule Hofgartenstraße
- Grundschule Planig
- Grundschule Winzenheim
Hauptschulen:
- Hauptschule Ringstraße (mit 10. Schuljahr, Ganztagsschule)
- Hauptschule am Römerkastell (mit 10. Schuljahr)
Realschulen:
- Realschule Heidenmauer (Ganztagsschule)
Gesamtschulen:
- IGS Bad Kreuznach (Ganztagsschule)
Gymnasien:
- Lina-Hilger-Gymnasium
- Gymnasium an der Stadtmauer (mit altsprachlichem und mathematisch-naturwissenschaftlichem Zweig)
- Gymnasium am Römerkastell (mit bilingualem Zweig)
- Wirtschaftsgymnasium (nur Sekundarstufe 2)
- Höhere Berufsfachschule Polizeidienst und Verwaltung (nur Fachhochschulreife)
Berufsbildende Schulen:
- Berufsbildende Schule für Technik, Gewerbe, Hauswirtschaft, Sozialwesen
- Berufsbildende Schule für Wirtschaft
- Berufsbildende Schule Landwirtschaft
- DEULA Rheinland-Pfalz GmbH Lehranstalt für Agrar- und Umwelttechnik
Förderschulen:
- Bethesda-Schule Schule für Körperbehinderte (Ganztagsschule)
- Don-Bosco-Schule Schule für Geistigbehinderte (Ganztagsschule)
- Schule am Ellerbach Schule für Lernbehinderte (Ganztagsschule)
Von 1971 bis 1987 war die Fachrichtung Landbau der Fachhochschule Rheinland-Pfalz, Abteilung Bingen, in Bad Kreuznach angesiedelt. Nach dem Umzug des Landbaus nach Bingen bietet Bad Kreuznach mit dem DLR (Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum) noch eine fachhochschulähnliche Ausbildung für angehende Winzer und Landbauer an. Diese zweijährige Technikerschule für Weinbau und Oenologie sowie Landbau ist ein Bildungsgang der Fachschule Agrarwirtschaft. Sie führt die Tradition der früheren bekannten Höheren Weinbauschule bzw. der Ingenieurschule für Landbau fort und schließt die Lücke in der Ausbildung des weinbaulich-kellerwirtschaftlichen Nachwuchses zwischen Fachhochschule und einjähriger Fachschule.
Die Agentur für Qualitätssicherung, Evaluation und Selbstständigkeit von Schulen und das Pädagogische Zentrum Rheinland-Pfalz, welches die Schulen des Landes bei ihrer pädagogischen und didaktischen Weiterentwicklung unterstützt, haben ebenso ihren Sitz in der Stadt wie das Staatliche Studienseminar Bad Kreuznach für das Lehramt an Gymnasien.
Die Evangelische Kirche im Rheinland unterhielt von 1960 bis 2003 in Bad Kreuznach ein Predigerseminar zur Ausbildung von Vikarinnen und Vikaren.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Conrad Faber von Creuznach, * um 1500, † 1552/1553 in Frankfurt a.M., dt. Maler und Zeichner
- Johann Heinrich von Carmer, * 29. Dezember 1721, † 23. Mai 1801 in Rützen, preußischer Großkanzler und Justizreformer
- Friedrich Müller, genannt Maler Müller, * 13. Januar 1749, † 23. April 1825 in Rom, Pseudonym: Nasturtius, dt. Dichter und Maler
- Franz Christoph Braun (1766–1833), Pfarrer und Abgeordneter
- Carl Löwig, * 17. März 1803, † 27. März 1890 in Breslau, Chemiker
- Eberhard Anheuser, * 1805, † 1880 in St. Louis, Entrepreneur
- Wilhelm Lossen, * 8. Mai 1838, † 29. Oktober 1906 in Aachen, Chemiker
- Karl August Lossen, * 5. Januar 1841, † 24. Februar 1894 in Berlin, Geologe
- Erich Prieger, * 2. Oktober 1849, † 27. November 1913 in Bonn, Musikwissenschaftler
- Hella O’Cuire Quirke, * 26. März 1866, Schriftstellerin
- Ludwig Cauer, * 28. Mai 1866, † 27. Dezember 1947 in Bad Kreuznach, Bildhauer
- Stanislaus Cauer, * 18. Oktober 1867, † 8. März 1943 in Königsberg, Bildhauer und Hochschullehrer
- Hans Driesch, * 28. Oktober 1867, † 16. April 1941 in Leipzig, Biologe und Naturphilosoph
- Alexe Altenkirch, * 5. Juli 1871, † 25. September 1943 in Bad Kreuznach, Malerin, Designerin und Kunstpädagogin
- Friedrich Karl Johann Vaupel, * 23. Mai 1876, † 4. Mai 1927 in Berlin, Botaniker
- Nelli Schmithals, * 23. Juli 1880, † 12. Juni 1975 in Bad Kreuznach, Fotografin
- Karl Sack, * 9. Juni 1896, † 9. April 1945 im KZ Flossenbürg, Jurist und Widerstandskämpfer
- Herbert Eimert, * 1897, † 15. Dezember 1972 in Düsseldorf, Komponist
- Hanna Cauer, * 8. März 1902, † 16. Mai 1989, Bildhauerin und Malerin
- Hugo Salzmann, * 4. Februar 1903, † 1979, Kommunist und Antifaschist
- Edmund Collein, * 10. Januar 1906, † 21. Januar 1992, Architekt
- Konrad Frey, * 24. April 1909, † 24. Mai 1974 in Bad Kreuznach, Turner
- Eberhard Au, * 1921, † 1996, Ingenieur, Miterfinder der Dahlbuschbombe
- Hans Schumm, * 1927, † 2007, Landrat
- Albrecht Martin, * 1927, Pädagoge und Politiker
- Elmar Pieroth, * 9. November 1934, deutscher Politiker (CDU).
- Robert Stern, * 1936, Pathologe [24]
- Manfred Ströher, * 25. März 1937, Basketballfunktionär
- Peter Anheuser, * 23. März 1938, Weinbauer und Politiker (CDU)
- Wolfgang Bötsch, * 8. September 1938, Politiker (CSU)
- Hans Maria Mole, * 13. Dezember 1940, Maler und Aktionskünstler
- Gerhard Bahrenberg, * 3. Mai 1943, Geograph
- Hans-Robert Lichtenberg, * um 1943, Prominenter
- Hein-Direck Neu, * 13. Februar 1944, Diskuswerfer
- Volker Pudel, * 1. März 1944, † 7. Oktober 2009, Ernährungspsychologe
- Günter Verheugen, * 28. April 1944, Politiker (SPD, davor FDP)
- Udo van Kampen, * 4. April 1949, Journalist
- Armin Emrich, * 16. Juni 1951, Handballtrainer
- Horst Klee, * 1952, Gitarrist und Musikpädagoge
- Hans-Werner Wagner, (1952–1998), Staatssekretär (CDU)
- Lee Charm, * 1954 als Bernhard Quandt, Präsident der Nationalen Tourismusbehörde Südkoreas
- Holger Härter, * 24. April 1956, Manager
- Yaacov Lozowick, * 1957, Philosoph und Pädagoge
- Sabine Hassinger, * 1958, Autorin
- Helmut Freitag, *1960, Universitätsmusikdirektor
- Ise Thomas, * 10. Januar 1960, Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen)
- Peter Eich, * 18. Juni 1963, Fußballtorwart
- Sukadev Volker Bretz, * 3. Februar 1963, Gründer und Leiter von Yoga Vidya
- Hans-Peter Burghof, * 14. November 1963, Wirtschaftswissenschaftler
- Thomas Gerards alias Melitta Sundström, * 31. Oktober 1964; † 8. September 1993 in Berlin; Unterhaltungs- und Travestiekünstler
- Aiman Abdallah, * 3. Januar 1965, Fernsehmoderator bei ProSieben
- Karsten Thormaehlen, * 28. Juli 1965, Fotograf, Editor und Kurator
- Gregor Beyer, * 11. September 1968, Politiker (FDP)
- Katharina Saalfrank, * 1971, Diplom-Pädagogin und Kolumnistin
- Andreas Fischer-Lescano, * 14. September 1972, Rechtswissenschaftler und Professor
- Michael Senft, * 28. September 1972, Kanusportler, 2005 Weltmeister
- Julia Klöckner, * 16. Dezember 1972, Politikerin (CDU) und Vorsitzende der CDU-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz
- Siegfried Kärcher, * 4. Oktober 1974, Bildender Künstler
- Thomas Reichenberger, * 14. Oktober 1974, Fußballspieler
- Thomas Schmidt, * 18. Februar 1976, Kanusportler
- Alexander Esters, * 2. Juni 1977, Maler und Bildhauer
- Manuel Friedrich, * 13. September 1979, Fußballspieler
- Niklas Meinert, * 1. Mai 1981, Hockey-Nationalspieler
- Jens Werrmann, * 29. Mai 1985, Leichtathlet (Hürdensprint)[25]
- Benjamin Kessel, * 1. Oktober 1987, Fußballspieler
- Matthias de Zordo, * 21. Februar 1988, Leichtathlet (Speerwurf)
[Bearbeiten] Bekannte Persönlichkeiten
- Friedrich Christian Laukhard * 1757, † 1822, Theologe und politischer Schriftsteller (verbrachte hier seine letzten Lebensjahre)
- Emil Cauer der Ältere * 19. November 1800 in Dresden, † 4. August 1867 in Kreuznach, Bildhauer
- Gustav Pfarrius * 31. Dezember 1800 in Heddesheim, heute Ortsteil von Guldental; † 15. August 1884 in Köln, deutscher Dichter, Lehrer und Professor
- Stephan Lück * 9. Januar 1806 in Linz am Rhein, † 3. November 1883 in Trier, Theologe, Dommusikdirektor von Trier und Herausgeber, wirkte von 1828–1831 als Kaplan in Kreuznach
- Carl Prinz zu Solms-Braunfels * 1812, † 1875, genannt „Texas-Carl“, begraben auf dem Stadtfriedhof von Bad Kreuznach
- Robert Cauer der Ältere * 2. April 1831 in Dresden; † 2. April 1893 in Kassel, Bildhauer, Sohn von Emil Cauer d. Ä. und Bruder von Karl Cauer
- Carl Heinrich Jacobi, für seine Lichtdrucke und Stereofotografien bekannter Fotograf
- Hugo Reich * 30. März 1854 in Elberfeld, † 23. Juli 1935 in Bad Kreuznach, deutscher Theologe, Gründer der Diakonie
- Emil Thormählen * 24. Mai 1859 in Moorhusen (Wilstermarsch); † 1. April 1941 in Bad Kreuznach, Architekt und Direktor der Kölner Kunstgewerbeschule
- Lina Hilger * 8. März 1874 in Kaiserslautern; † 13. April 1942 in Frankfurt a. M., deutsche Pädagogin
- Sophie Sondhelm * 18. März 1887 in Kleinlangheim; verschollen 1944 in Auschwitz, Krankenschwester und Heimleiterin, Fluchthelferin während der Zeit des Nationalsozialismus
- Klaus Thormaehlen * 23. April 1892 in Hanau; † 4. Juli 1981 in Bad Kreuznach, Ingenieur, Winzer und Erfinder
- Theo & Geo Seitz, Weinhändler und Gründer der Seitz-Werke
- Hermann Niebuhr * 14. Juni 1904 in Straßburg, † 29. Januar 1968 in Bad Kreuznach, Basketballpionier in Deutschland
- Werner Forßmann * 29. August 1904 in Berlin, † 1. Juni 1979 in Schopfheim, Kardiologe, Nobelpreisträger
- Yakovos Bilek * 7. Juli 1917 in İzmir, † 4. Mai 2005 in Athen, deutsch-türkischer Basketballspieler, -schiedsrichter und -trainer griechischer Herkunft
- Dieter Wellmann * 1923, Kirchenmusiker der Pauluskirche von 1960 bis 1996
- Werner Danz * 3. Juni 1923 in Koblenz; † 18. März 1999 in Bad Kreuznach, deutscher Politiker (FDP)
- Rudolf Anheuser * 9. November 1924; † 27. Oktober 2009 in Bad Kreuznach, Basketballschiedsrichter
- Fridel Grenz * 1929, Kirchenmusiker der Nikolauskirche
- Heiner Thabe, Orthopäde
- Csilla Hohendorf, Sonderpädagogin
- Inge Rossbach, Schauspielerin und Regisseurin
- Carsten Pörksen * 18. Juni 1944 in Nebel/Amrum, MdL
- Ursula Reindell *1946, Malerin und Bildhauerin (Kulturpreisträger 2008)
- Walter Brusius * 1950, Maler (Kulturpreisträger 1999)
- Kurt-Ulrich Mayer * 27. Juni 1950 in Idar-Oberstein, Politiker (CDU) Professor und Präsident der Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM)
- Mehmet Kiliç * 1951 in Celil (Provinz Samsun, Türkei), Lehrer, Autor, Regisseur, Politiker, Gründer des Friedensvereins Hand in Hand
- Gernot Meyer-Grönhof * 1951, Bildender Künstler
- André Borsche * 1955, Plastischer Chirurg
- Helmut Kickton * 1956, Kantor der kreuznacher diakonie
- Gabriele B. Harter * 1962, Archaeologin und Autorin
- Frank Leske *1965, Bildhauer (Kulturpreisträger 2002)
- Susanne Schäfer * 1966, Autorin und Feinoptikerin
- Franz J. Preis * 1967, Bundesvorsitzender 2000 der Wirtschaftsjunioren Deutschland
- Klaus Evers * 1967, Kirchenmusiker und Kulturpreisträger 2009
- Anna Dogonadze * 15. Februar 1973 in Mzcheta, deutsch-georgische Olympiasiegerin im Trampolinturnen
- Beate Rux-Voss Kantorin der Pauluskirche, Kulturpreisträgerin der Stadt Bad Kreuznach 2000
- Hans-Jörg Fiehl * 1974, Gospelchorleiter
- Selina Herrero * 28. Mai 1993 in Mainz, Popsängerin
[Bearbeiten] Ehrenbürger
Bisher wurden 15 Personen zu Ehrenbürgern der Stadt Bad Kreuznach ernannt. Drei wurden diese Rechte wieder aberkannt: Adolf Hitler, Wilhelm Frick und Richard Walther Darré. Die zwölf verbliebenen Ehrenbürger sind (Jahr der Verleihung in Klammern):
- Otto von Bismarck (1895)
- Berthold Edmund Johannes Marcellus von Nasse (1901)
- Otto Agricola (1902)
- Jean Winckler (1904)
- Otto Hersing (1915)
- Paul von Hindenburg (1918)
- Erich Ludendorff (1918)
- Franz Ernst Potthoff (1924)
- Joseph Schneider (Unternehmer) (1928)
- Werner Forßmann (1957), Nobelpreisträger für Medizin 1956.
- Hans Staab, Inhaber eines Zeitschriftengroßvertriebs, nach ihm benannte Stiftung (1996)
- Alex Jacob, Hotelbesitzer, sozial engagierter Ehrengeneralkonsul für Rumänien (2008)
[Bearbeiten] Literatur
- Johann Goswin Widder: Versuch einer vollständigen Geographisch-Historischen Beschreibung der Kurfürstl. Pfalz am Rheine, Bd. IV, Frankfurt am Main / Leipzig 1788, S. 22-48 (Online-Ressource, abgerufen am 21. Dezember 2011)
- Walter Zimmermann (Bearb.): Die Kunstdenkmäler des Kreises Kreuznach (Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz 18/1), Düsseldorf: L. Schwann 1935 (Nachdruck München / Berlin: Deutscher Kunstverlag 1972 ISBN 3-422-00540-4)
- Ernst Emmerling: Bad Kreuznach (Rheinische Kunststätten, Heft 187). 2. Auflage, Neuss 1980
- Heimatchronik des Kreises Kreuznach. Archiv für Deutsche Heimatpflege GmbH, Köln 1966.
- Stadt Bad Kreuznach (Hrsg.): 50 Jahre amerikanische Streitkräfte in Bad Kreuznach. Bad Kreuznach 2001.
- Stadt Bad Kreuznach (Hrsg.): Das Kreuznacher Sportbuch. Bad Kreuznach 2006.
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
- ↑ Die Strecke verlief etwa: Metz (Divodurum), Dillingen-Pachten, Lebach, Wareswald bei Tholey, Wolfersweiler, Heimbach (Nahe), Baumholder, Winterhauch bei Idar-Oberstein-Struth/Neuweg, Sien (Höhe), Schmidthachenbach, Becherbach bei Kirn, Hundsbach, Bärweiler, Bad Sobernheim, Waldböckelheim, Mandel, Bad Kreuznach, Bingen (Bingium); vgl. Jos. H. Friedlich: Römisches Denkmal bei Schweinschied. In: Jahrbücher des Vereins von Altertumsfreunden im Rheinlande 4 (1844), S. 94-106, bes. 94; Josef Hagen: Römerstrassen der Rheinprovinz, 2. Aufl. Bonn: K. Schroeder 1931, S. 390-398; Winfried Dotzauer: Geschichte des Nahe-Hunsrück-Raumes von den Anfängen bis zur Französischen Revolution, Stuttgart: Franz Steiner 2001, S. 38, u. a. Die „Alte Römerstraße“ des Pfälzerwald-Vereins verläuft von Kirn bis Meisenheim größtenteils auf der Originaltrasse.
- ↑ Vgl. Online-Suche in den „Regesta Imperii“ der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz (abgerufen am 26. Januar 2012).
- ↑ Heinrich Beyer (Hrsg.): Urkundenbuch zur Geschichte der, jetzt die Preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien, Bd. I, Koblenz: J. Hölscher 1860, S. 322 (Online-Ressource, abgerufen am 26. Januar 2012); Johann Friedrich Böhmer (Begr.) / Mathilde Uhlirz (Bearb.): Regesta Imperii, Bd II/3 Die Regesten des Kaiserreiches unter Otto III., Wien u. a.: Böhlau 1956, S. 763.
- ↑ Eberhard Link: Cruzenache – Kreuznach an der Nahe oder Christnach in Luxemburg?. In: Geldgeschichtliche Nachrichten 11 (1976), Nr. 51, S. 7–12.
- ↑ Urkunde im Landeshauptarchiv Koblenz, wohl Fälschung des 12./13. Jahrhunderts. 1101 wird Kreuznach unter den Besitzungen des Speyerer Domkapitels als Geschenk Heinrichs III. genannt; vgl. Heinrich Büttner: Die Anfänge der Stadt Kreuznach und die Grafen von Sponheim. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 100/NF 61 (1952), S. 433-444.
- ↑ Vgl. Conrad Hofmann (Hrsg.): Eikhart Artzt's Chronik von Weissenburg. In: Quellen und Erörterungen zur bayerischen und deutschen Geschichte 2 (1862), S. 142-208, bes. S. 147f; Ulrich Gäbler: Die Kinderwallfahrten aus Deutschland und der Schweiz zum Mont-Saint-Michel 1456–1459. In: Zeitschrift für schweizerische Kirchengeschichte 63 (1969), S. 221–331.
- ↑ Vgl. zum Folgenden Karl Geib: Die Entwicklung des mittelalterlichen Städtebildes von Kreuznach. In: Otto Lutsch (Hrsg.): Festschrift zur Jahrhundertfeier des Gymnasiums und Realgymnasiums zu Kreuznach (1819–1919), Kreuznach: Robert Voigtländer 1920, S. 49-65 und Anhang S. 1–19 (Online-Ressource, abgerufen am 23. Dezember 2011).
- ↑ Gesamtkatalog der Wiegendrucke, M16454; Faksimile bei Ernst Freys (Hrsg.): Gedruckte Schützenbriefe des 15. Jahrhunderts. In getreuer Nachbildung, München: Kuhn 1912, Tafel XVII, nach dem Exemplar des Stadtarchivs Straßburg.
- ↑ Vgl. Stephan Alexander Würdtwein: Monasticon Palatinum Bd. V, Mannheim: Cordon 1796, drin bes. S. 311ff (zum Kloster St. Peter), S. 345-353 (zur „Bubenkapelle“, S. 354f (zum Karmeliterkloster), S. 355-360 (zum Kloster St. Wolfgang) (Online-Ressource, abgerufen am 21. Dezember 2011); E. Schmidt: Geschichtliche Notizen über die früheren Kirchen und Klöster in Kreuznach. In: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 28/29 (1876), S. 242—259.
- ↑ Vgl. Ernst Schmidt: Ueber die auf dem Terrain des römischen Kastells, die Heidenmaucr genannt, von October 1858 bis November 1866 stattgefundenen Ausgrabungen. In: Jahrbücher des Vereins von Alterthumsfreunden im Rheinlande: Bände 47/48 (1869), S. 66–113. Nach einer anderen Theorie lag die Martinskirche an Stelle der heutigen Weinlage St. Martin im Brückes und St. Kilian wäre dorthin verlegt worden.
- ↑ Zu ihm und den Anfängen der Familie zum Stein vgl. Brigitte Flug: Äussere Bindung und innere Ordnung. Das Altmünsterkloster in Mainz in seiner Geschichte und Verfassung von den Anfängen bis zum Ende des 14. Jahrhunderts, Stuttgart: Franz Steiner 2006, S. 110–113; ISBN 3-515-08241-7.
- ↑ Brief von Trithemius an Virdung
- ↑ Vgl. Kurt von Raumer: Die Zerstörung der Pfalz von 1689 im Zusammenhang der französischen Rheinpolitik, München / Berlin: R. Oldenbourg 1930, S. 151 (Nachdruck Bad Neustadt an der Saale: D. Pfaehler 1982 ISBN 3-922923-17-8).
- ↑ Vgl. Johann Christian Heußon: Ausführliche und ordentliche Beschreibung Der in hiesigen Landen erschröcklichen und fast noch nie erhörten Wasser-Fluth zu Creutzenach, Frankfurt am Main: Philipp Wilhelm Stock 1725.
- ↑ Ernst F. Deurer: Umständliche Beschreibung der im Jänner und Hornung 1784 die Städte Heidelberg, Mannheim und andere Gegenden der Pfalz durch die Eisgänge und Ueberschwemmungen betroffenen grosen Noth, Mannheim: Neue Hof- und Akademische Buchhandlung 1784, S. 202-206.
- ↑ Landesverordnung über die großen kreisangehörigen Städte Bad Kreuznach, Idar-Oberstein und Neuwied vom 29. März 1960
- ↑ Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seite 169 (PDF)
- ↑ Oeffentlicher Anzeiger vom 28. September 2009, Seite 23, Artikel: «OB Ludwig: „Kreuznach hat Tür nach BME aufgemacht“»
- ↑ a b Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen
- ↑ Junkelmann, Marcus: Gladiatoren, Das Spiel mit dem Tod (Mainz 2008).
- ↑ Die Wiege der Korbjäger steht in Bad Kreuznach, Allgemeine Zeitung Mainz. Abgerufen am 8. Juni 2010.
- ↑ 7 + 5 Namen aus 75 Jahren Basketball, Allgemeine Zeitung Mainz. Abgerufen am 8. Juni 2010.
- ↑ Sterns Mission
- ↑ IAAF-Profil von Jens Werrmann
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