Bad Münstereifel

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bad Münstereifel
Bad Münstereifel
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bad Münstereifel hervorgehoben
50.5530555555566.7661111111111434Koordinaten: 50° 33′ N, 6° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Euskirchen
Höhe: 434 m ü. NHN
Fläche: 150,83 km²
Einwohner: 17.236 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 114 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53902
Vorwahlen: 02253, 02257
Kfz-Kennzeichen: EU, SLE
Gemeindeschlüssel: 05 3 66 004
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktstr. 11
53902 Bad Münstereifel
Webpräsenz: www.bad-muenstereifel.de
Bürgermeister: Alexander Büttner (CDU)
Lage der Stadt Bad Münstereifel im Kreis Euskirchen
Belgien Rheinland-Pfalz Kreis Düren Rhein-Erft-Kreis Rhein-Sieg-Kreis Städteregion Aachen Bad Münstereifel Blankenheim (Ahr) Dahlem (Nordeifel) Euskirchen Hellenthal Kall Mechernich Nettersheim Schleiden Weilerswist ZülpichKarte
Über dieses Bild

Bad Münstereifel ist eine Stadt im Kreis Euskirchen im Süden des Landes Nordrhein-Westfalen.

Bad Münstereifel gilt als mittelalterliches Kleinod mit nahezu vollständig erhaltener restaurierter Stadtmauer. Neben den rund 6.000 Einwohnern im Kernort leben weitere rund 13.000 Einwohner in den dazugehörigen 51 Orts­teilen und Weilern. Bad Münstereifel ist Erholungsort, insbesondere für die Bewohner der Ballungsräume Köln, Bonn, Düsseldorf und Ruhrgebiet. Seit 1974 ist Bad Münstereifel „staatlich anerkanntes Kneippheilbad“.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Stadtansicht

Bad Münstereifel liegt etwa 30 Kilometer südwestlich von Bonn und rund zehn (jeweils Luftlinie) südlich von Euskirchen im Münstereifeler Wald, einem Teil der Eifel, und wird von einem Abschnitt der Erft durchflossen. Es erstreckt sich auf rund 151 km² Fläche über Höhenlagen von 200 bis 586,1 m ü. NHN. Letzteres ist die Höhe des Michelsbergs, der sich als höchste Erhebung des Stadtgebiets im Nordwestteil des Ahrgebirges (weiterer Teil der Eifel) erhebt.

Das Stadtgebiet ist zu rund 60 Prozent bewaldet, etliche Waldparzellen sind als sogenannte Urwaldparzellen ausgewiesen. Über 200 Kilometer ausgebaute Wanderwege erschließen die Mittelgebirgslandschaft, die in etwa 25 Kilometer Entfernung zum Nationalpark Eifel liegt.

LITHO 1897

Klima[Bearbeiten]

Bad Münstereifel gehört zum Regenschattengebiet der Osteifel (im Lee der westlichen Hocheifel und Schneifel) und weist deswegen nur durchschnittliche Jahresniederschläge von 700–750 mm auf. Im Ort selbst herrscht eine jahresdurchschnittliche Lufttemperatur von 7,5–8,0 °C und eine Julitemperatur von ca. 15–16 °C. Die Länge der Vegetationszeit liegt bei 130–140 Tage. Der mittlere Beginn der Apfelblüte ist am 10. bis 20. Mai. Die Winterroggenernte beginnt am 29. Juli bis 8. August.

Stadtteile[Bearbeiten]

Arloff, Bergrath, Berresheim, Effelsberg, Eichen, Eicherscheid, Ellesheim, Esch, Eschweiler, Gilsdorf, Hilterscheid, Hohn, Holzem, Honerath, Houverath, Hummerzheim, Hünkhoven, Iversheim, Kalkar, Kernstadt Bad Münstereifel, Kirspenich, Kolvenbach, Kop Nück, Langscheid, Lanzerath, Lethert, Limbach, Lingscheiderhof, Mahlberg, Maulbach, Mutscheid, Neichen, Nitterscheid, Nöthen, Odesheim, Ohlerath, Reckerscheid, Rodert, Rupperath, Sasserath, Scheuerheck, Scheuren, Schönau, Soller, Vollmert, Wald, Willerscheid, Witscheiderhof

→ Verlinkungen siehe unten in der Navigationsleiste

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Folgende Gemeinden grenzen an das Stadtgebiet Bad Münstereifel:

in Nordrhein-Westfalen

  • Nettersheim
  • Mechernich
  • Euskirchen
  • Rheinbach

in Rheinland-Pfalz

  • Altenahr
  • Adenau
Mechernich Euskirchen Rheinbach
Nachbargemeinden
Nettersheim Adenau Altenahr

Geschichte[Bearbeiten]

Um 830 gründete der dritte Abt von Prüm, Markward, ein Tochterkloster, das er „Novum Monasterium“ nannte. 844 schenkte Papst Sergius II. dem Abt die Gebeine des römischen Märtyrerehepaars Chrysanthus und Daria. Danach gewann das Kloster durch rege Wallfahrtstätigkeit an Bedeutung und wurde kirchlicher Mittelpunkt des Eifeldekanates. König Zwentibold von Lothringen verlieh 898 dem Kloster das Markt-, Münz- und Zollrecht. Um die Klostermauern herum entstand eine Siedlung, vor dem Kloster entstand ein Markt. Im 12. Jahrhundert setzte sich ein neuer Name für die Siedlung durch, Monasterium in Eiflia. Das Kloster wurde in ein Stift umgewandelt. Um 1300 baute der Graf von Jülich die Burg und errichtete die Stadtbefestigung. 1356 wurde Münstereifel Sitz eines Gerichts und der städtischen Selbstverwaltung. Es entstanden Wollwebereien, Gerbereien und Brauereien. 1454 gab der Herzog von Jülich der Stadt eine Ratsverfassung. Dem Rat gehörten sieben Schöffen und sieben Ratsverwandte an, aus deren Mitte jährlich der Bürgermeister gewählt wurde. Nach 1600 wurde Münstereifel zu einer Stadt der Gegenreformation umgebaut. 1618 kamen die Kapuziner nach Münstereifel, die auf ihrem Klosterbezirk auch eine Tuchmanufaktur errichteten und damit neue Arbeitsplätze für die in Schwierigkeiten geratenen Wollweber schufen. 1625 nahmen die Jesuiten den Unterricht des St. Michael-Gymnasiums auf. Ihre Niederlassung wurde 1649 zum Kolleg erhoben; die Errichtung der Klostergebäude erfolgte zwischen 1652 und 1674, die der Jesuitenkirche von 1659 bis 1668; das Gymnasialgebäude wurde zwischen 1724 und 1727 errichtet. Ab 1657 ließen sich die Karmelitinnen in Münstereifel nieder. Ihr Klosterkomplex wurde 1769/70 erbaut. Das von den Jesuiten erbaute St. Michael-Gymnasium war die einzige höhere Schule zwischen Köln und Trier. Die Säkularisierung der Klöster und des Stifts um 1802 durch Napoleon bedeutete einen schweren Rückschlag für das wirtschaftliche Leben der Stadt, das durch zuletzt sieben Klöster und Kirchen mit insgesamt etwa 100 Priestern, Schwestern und Laienbrüdern geprägt wurde. 1815 fiel die spätere Rheinprovinz an Preußen, Münstereifel verlor politisch und wirtschaftlich an Bedeutung. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts brachte der Fremdenverkehr eine erneute Belebung der Wirtschaft. 1926 wurde Münstereifel Kneippkurort, seit 1967 heißt es „Bad“ Münstereifel. Als letzter Katholischer Orden ließen sich 2008 die Legionäre Christi (LC) in Bad Münstereifel nieder und übernahmen das ehemalige Ursulinen-Internat als Apostolische Schule und Noviziat.

Von 1901 bis 1965 bestand an der Straße nach Iversheim die Firma Hettner, die Industriebohrmaschinen fertigte. Eine solche Maschine ist als Denkmal mittig im Kreisel der B51 aufgestellt.

Während des Zweiten Weltkrieges nutzte Adolf Hitler vom 10. Mai bis zum 6. Juni 1940 das zuvor ausgebaute FührerhauptquartierFelsennest“ in Münstereifel-Rodert. Das Oberkommando des Heeres (OKH) hatte sein Quartier in einem Bunker- und Barackenlager um das Forsthaus Hülloch.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1969 wurden die folgenden Gemeinden eingegliedert:

Arloff, Effelsberg, Eschweiler, Hohn, Houverath, Iversheim, Kalkar, Mahlberg, Mutscheid, Nöthen, Rupperath und Schönau. Die Gemeinden Hohn und Nöthen gehörten vorher dem Landkreis Schleiden an.

Gebietsteile der ehemaligen Gemeinden Holzmülheim (ebenfalls vorher im Landkreis Schleiden) und Kirchheim kamen ebenfalls hinzu.[2]

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[3]
Wahlbeteiligung: 55,76 % (2009: 62,24 %)
 %
40
30
20
10
0
37,29 %
26,65 %
11,06 %
13,99 %
8,59 %
2,43 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-5,66 %p
+6,43 %p
-4,80 %p
+0,69 %p
+0,92 %p
+2,43 %p

Stadtrat[Bearbeiten]

Die 32 Sitze (–2) des Stadtrats verteilen sich wie folgt:

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)

Wappen[Bearbeiten]

Wappenbeschreibung: „Geteilt von Gold und Rot, oben ein wachsender, rot bewehrter und bezungter schwarzer Löwe, unten ein goldener fünfstrahliger Stern.“

Wappenbedeutung: Münstereifel war eine der vier Hauptstädte des Herzogtums Jülich, worauf der Jülicher Löwe im Wappen heute noch verweist. Der Stern ist ein Symbol für die Gerichtsbarkeit. Seit 1171 ist ein Schöffengericht urkundlich belegt, dem 1197 die Marktgerichtsbarkeit übertragen wurde. Aus diesem Schöffengericht entwickelte sich der Rat der Stadt. Erstmals bezeugt ist das Münstereifeler Wappen im Siegel der Münstereifeler Schöffen aus dem 14. Jahrhundert.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften mit:[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Romanisches Haus von 1167
mittelalterliche Stadtumwehrung mit Bogenpfeilern
Römische Kalkbrennerei aus dem 3. Jahrhundert bei Bad Münstereifel-Iversheim
Rotes Rathaus
Taufstein von 1619 in der Stiftskirche
  • Bad Münstereifel wurde 1299 erstmals „oppidum“ Monasterium in Eiflia, also „befestigter Ort“ genannt. Nahezu vollständig erhalten ist die Stadtumwehrung aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts mit insgesamt vier Stadttoren. Sie waren bis ins 18. Jahrhundert hinein mit Zugbrücke, Fallgatter und Torflügeln versehen, sind allesamt rechteckige Tortürme mit Satteldach. Das höchste ist das Werther Tor mit umlaufendem Sims am oberen Mauerabschluss seines schlanken Torturms.
    • Das Werther Tor im Norden, benannt nach einer älteren fränkischen Siedlung namens Werthe.
    • Das Johannistor am östlichen Stadtausgang, benannt nach der Pfarrkirche St. Johannis oberhalb des Tores.
    • Das Orchheimer Tor als südliches Stadttor, benannt nach dem gleichnamigen mittelalterlichen Stadtteil Münstereifels.
    • Das Heisterbacher Tor im Westen der Stadtmauer.
  • Historischer Stadtkern innerhalb der Stadtumwehrung.
  • Burg Münstereifel
  • Romanische Stiftskirche St. Chrysanthus und Daria von 1100, Westwerk vermutlich von St. Pantaleon (Köln) inspiriert.
  • Jesuitenkirche, 1659–1668 als Teil der ehemaligen Jesuitenschule (heute: St. Michael-Gymnasium) erbaut.[5]
  • Romanisches Haus von 1167 – eines der ältesten aus Naturstein gebauten Häuser im deutschen Westen. Die Fenstersäulen sind aus dem Kalksinter der römischen Wasserleitung gewonnen.
  • Windeckhaus, ein Fachwerkhaus in der Orchheimer Straße mit auffälliger und aufwendiger Schnitzwerk-Fassade.[6]
  • St. Michael-Gymnasium, 1659 als ehemalige Jesuitenschule erbaut und eines der beiden Gymnasien der Stadt.[7]
  • Ehemaliges Karmelitessenkloster
  • Rathaus, erbaut in zwei Bauabschnitten, der älteste vermutlich aus dem 14. Jahrhundert, urkundlich erstmals erwähnt 1476, Anbau mit der „new kamer“ ab 1550, fertiggestellt 1551
  • 100 m-Radioteleskop Effelsberg
  • 25 m-Radioteleskop Astropeiler auf dem Stockert, das erste deutsche Radioteleskop, denkmalgeschützt, bei Eschweiler
  • Römischer Tempelbezirk, der sogenannte Heidentempel
  • Römische Kalkbrennerei aus dem 3. Jahrhundert bei Iversheim

Bodendenkmäler[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Museen in Nordrhein-Westfalen, Liste deutscher Museen nach Themen

Konzerte[Bearbeiten]

Die klassischen „Konzerte am Wallgraben“ sind weit über die Grenzen der Stadt bekannt. Das „Kulturhaus theater 1“ steht als Kulturraum zur Verfügung. Dort finden Theateraufführungen für Kinder und Erwachsene statt. Der international bekannte Jazzmusiker und Professor für Musik Hans Peter Salentin konzertiert dort regelmäßig.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten]

Die Stadt ist die erste, in der ein sogenanntes Outlet-Center in einer Innenstadt und nicht wie bisher üblich außerhalb oder am Rand einer Ortschaft entstanden ist. Entlang der Fußgängerzone sind mehr als 30 Markenshops in der historischen Altstadt angesiedelt. Das Projekt trägt den Namen „City Outlet Bad Münstereifel“ und wurde am 14. August 2014 eröffnet.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

In nächster Umgebung der Stadt gibt es rund 200 km gut gekennzeichnete Wanderwege für Läufer und Spaziergänger. Der Erft-Radweg führt über 110 km von der Quelle der Erft bis zu ihrer Mündung in den Rhein. Das Eifelbad verfügt über Schwimm- und Sportbecken, Spiel- und Spaßbecken, Kinder-Spiel- und Spaßbecken, Außenbecken (auch im Winter), Whirlpool (außen und innen), Suhle, eine 66 m-Riesenrutsche, eine Saunalandschaft, Solarien und eine große Liegewiese.[8]

Die Jugendherberge DJH in Bad Münstereifel-Rodert stellt 164 Betten in Schlafräumen für vier, sechs und acht Personen, außerdem zehn Gruppenleiterzimmer sowie sieben Aufenthaltsräume.

Es werden mehrere Führungen im Stadtgebiet und der Umgebung angeboten, u. a.:

  • eine Führung durch das Europäische Schutzgebiet Bad Münstereifeler Wald. Der Forstlehrpfad hat eine Länge von rund 6 km, er beginnt und endet im Kurpark Schleid und vermittelt Informationen über die heimische Pflanzen- und Tierwelt.
  • eine Stadtführung durch den historischen Stadtkern mit seinen zahlreichen Baudenkmälern und der vollständig erhaltenen Stadtbefestigung von 1,6 km Länge mit 18 Wehr- und Verteidigungstürmen, vier Stadttoren, der Burgruine und dem teilweise begehbaren Wehrgang.

Seit Oktober 2007 gibt es in Bad Münstereifel das Kulturhaus theater 1, das ein ständig wechselndes Kulturprogramm in den Bereichen Theater, Figurentheater, Konzert, Tanz und Literatur bietet.

Bad Münstereifel besitzt eine Stadtbücherei mit einem Bestand von 16.000 Medien.[9]

Bildung[Bearbeiten]

Fachhochschule für Rechtspflege NRW

In Bad Münstereifel gibt es neben vier Grundschulen in den Ortsteilen Arloff, Mutscheid und Houverath eine Haupt- und eine Realschule sowie zwei Gymnasien: das städtische St. Michael-Gymnasium und das Erzbischöfliche St.-Angela-Gymnasium. Seit 2008 besteht in Bad Münsteifel eine apostolische Schule der Legionäre Christi, die als Internatsgymnasium von der siebten Klasse bis zum Abitur führt.

Die Stadt ist Standort der 1976 gegründeten Fachhochschule für Rechtspflege des Landes Nordrhein-Westfalen und verfügt zudem über eine eigene Stadt-Volkshochschule. Mit u. a. der Kurt-Schumacher-Akademie der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Haus der Arbeitssicherheit der Berufsgenossenschaft für Elektro und Feinmechanik beherbergt die Stadt mehrere private Schulungsstätten.[10] Daneben gibt es das Haus des Jugendrotkreuzes als Bildungsstätte für den Landesverband Nordrhein.

Bad Münstereifel ist Sitz der SIGNO-Innovations-Gesellschaft Eifel e.V., der größten Erfindervereinigung in Deutschland. SIGNO ist ein Projekt des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Dem Verein angeschlossen ist eine Jugend- und Kinderabteilung, in der Kinder und Jugendliche in einer vereinseigenen Werkstatt das Grundwissen in Technik erwerben können.[11]

Verkehr[Bearbeiten]

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Bad Münstereifel

Der Haltepunkt Bad Münstereifel ist ein Endpunkt der Erfttalbahn, auf der im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) die RegionalBahn 23 täglich im Stundentakt nach Euskirchen verkehrt.

Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr von der DB Regio NRW, die für die Voreifelbahn Diesel-Triebwagen der DB Baureihe 644 in Ein- bis Zweifachtraktion für Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h einsetzt. Auf der Erfttalbahn kann jedoch nur eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h gefahren werden, da es sich um eine eingleisige Nebenstrecke mit vielen schlecht einsehbaren, unbeschrankten Bahnübergängen handelt.

Des Weiteren wird Bad Münstereifel von den Buslinien der RVK angefahren. Es existieren mehrere Buslinien in verschiedene Richtungen. Aufgrund der relativ schwachen Nachfrage werden jedoch nur auf der Buslinie 801 (Euskirchen – Bad Münstereifel) alle Fahrten mit normalen Linienbussen durchgeführt, da hier auch die Auslastung entsprechend hoch ist. Auf den anderen Linien werden die Fahrten außerhalb der Hauptverkehrszeit meist nur mit Taxibussen (TaxiBusPlus, geringer Zuschlag) durchgeführt.

Für den SPNV sowie den Linienbusverkehr gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS) und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.

Straße[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • 1876, 9. September: Landrat Gottfried Josef Wolff zum 25-jährigen Dienstjubiläum als Landrat des Kreises Rheinbach (Münstereifel gehörte zu dieser Zeit zum Kreis Rheinbach).
  • 1895, 2. April: Fürst Otto von Bismarck.
  • 1897, 18. November: Freiherr Friedrich von Ayx.
  • 1902, 24. April: Landrat Rudolf von Groote, Förderer der Stadt.
  • 1912, 22. Juni: Franz Maria Ferdinand Stephinsky.
  • 1961, 8. August: John A. Wiles, ehemaliger Bürgermeister der englischen Partnerstadt Ashford.
  • 1977, 5. Juli: Emile (Mimi) Renno aus der französischen Partnerstadt Fougères/Bretagne in Anerkennung seiner Verdienste um die Städtepartnerschaft Fougères/Bad Münstereifel.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen[Bearbeiten]

  • Konrad Schaefer (1915–1991), Maler und Graphiker, lebte seit 1966 in Bad Münstereifel.
  • Heinz Küpper (1930–2005), Schriftsteller, lebte in der Kernstadt und war Geschichts- und Deutschlehrer in Bad Münstereifel.
  • Otto Graf Lambsdorff (1926–2009), ehemaliger Bundesminister für Wirtschaft und Bundesvorsitzender der FDP wohnte im Stadtteil Eschweiler.
  • Nina Rauprich (* 1938), Kinder- und Jugendbuchautorin, lebt in Bad Münstereifel.
  • Heinz Georg Kramm („Heino“) (* 1938), Sänger, lebt in Bad Münstereifel und betrieb von 1996 bis 2012 ein Café ebenda.
  • Wilma Ruth Albrecht (*1947), Sprachwissenschaftlerin und Autorin, war von 1989 bis 1999 ehrenamtliche Stadtverordnete in Bad Münstereifel.
  • Jochen Arlt (* 1948), Schriftsteller und Herausgeber, lebt im Stadtteil Houverath.
  • Barbara Salesch (* 1950), Juristin, bekannt geworden als „Fernsehrichterin“, wohnte in Bad Münstereifel.
  • Monika Tworuschka (* 1951) und Udo Tworuschka (* 1949), Religionswissenschaftler, leben im Stadtteil Arloff.
  • Hans-Peter Salentin (* 1961), Jazztrompeter und Komponist, lebt in Münstereifel.
  • Ralf Kramp (* 1963), Autor, Karikaturist und Verleger, besuchte das Erzbischöfliche Konvikt in Bad Münstereifel.
  • Jürgen Trimborn (1971–2012), Schriftsteller und Biograph, lebte seit Sommer 2007 in Bad Münstereifel.

Trivia[Bearbeiten]

  • Bundeskanzler Willy Brandt und SPD-Fraktionschef Herbert Wehner führten in der Nacht vom 4. auf den 5. Mai 1974 in Bad Münstereifel ein Gespräch, das zum Rücktritt Brandts einige Tage später geführt haben soll.
  • Die portugiesische Partei Partido Socialista wurde am 19. April 1973 in Bad Münstereifel begründet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans-Dieter Arntz: Juden in Münstereifel (in: ders. JUDAICA – Juden in der Voreifel, Kümpel-Verlag, Euskirchen 1983), ISBN 3-9800787-0-1
  • Hans-Dieter Arntz: Kriegsende 1944/45 in Münstereifel (in: ders. Kriegsende 1944/45 zwischen Ardennen und Rhein, Kümpel-Verlag, Euskirchen 1984), ISBN 3-9800787-1-X
  • Harald Bongart, Helmut Cloot: Bad Münstereifel. Archivbilder. Sutton, Erfurt 2003, ISBN 3-89702-611-2.
  • Harald Bongart, Jeannette Bünger, Helmut Cloot, Yvelise Langner: Bad Münstereifel. Ein Stadtrundgang mit Fotos und erläuternden Texten in deutsch, englisch, französisch und niederländisch. Mit Fotos von Theo Broere. Bachem, Köln 2003, ISBN 3-7616-1723-2.
  • Ruth Schmitz-Ehmke: Stadt Bad Münstereifel. Die Bau- und Kunstdenkmäler von Nordrhein-Westfalen. Mann, Berlin 1985, ISBN 3-7861-1403-X.
  • Joseph Matthias Ohlert: Stadtbilder aus Bad Münstereifel. Mit Fotos von Günther Prätor. Stadt-Bild-Verl., Leipzig 1995, ISBN 3-928741-97-7.
  • Johannes Heinen: „Alt Münstereifel“ in Wort und Bild. Bilddokumentation von 1890 bis 1932 und Entstehungsgeschichte der Stadt Münstereifel. Heinen, Münstereifel 1986.
  • Joseph Matthias Ohlert: Bad Münstereifel in alten Ansichten. Bd 1. Europäische Bibliothek, Zaltbommel 1979, 1991, ISBN 90-288-5517-3.
  • Harald Bongart, Helmut Cloot: Bad Münstereifel in alten Ansichten. Band 2. Europäische Bibliothek, Zaltbommel 1993, ISBN 90-288-5535-1.
  • Harald Bongart, Helmut Cloot: Bad Münstereifel – Einst und jetzt. Geiger, Horb am Neckar 2001, ISBN 3-89570-744-9.
  • Jakob Katzfey: Geschichte der Stadt Münstereifel und der nachbarlichen Ortschaften. 2 Bd. Schmitz, Köln 1854.
  • Karl Hürten: Volkstümliche Geschichte der Stadt Münstereifel. F. Schulte, Münstereifel 1926.
  • Toni Hürten: Bad Münstereifel – Chronik von 760 bis 1816. Verein der Geschichts- und Heimatfreunde, Euskirchen 1969.
  • Toni Hürten: Bad Münstereifel – Chronik. Bb 2. Von 1816 bis 1970. Rheinland Verlag, Köln 1975, ISBN 3-7927-0256-8.
  • Marianne Gädtke: Hospital und Armenverwaltung zu Münstereifel. Institution für soziale Belange auf der Basis gewinnorientierter Unternehmenstätigkeit. Eine Betrachtung zur Stadtgeschichte von Marianne Gädtke. Gädtke, Bad Münstereifel 1994, ISBN 3-924383-05-7.
  • Marianne Gädtke: Die Flurnamen im Gebiet der Stadt Bad Münstereifel. Mit Orts- und Siedlungsnamen, Gewässernamen und Straßenverzeichnis von Marianne Gädtke. Heinen, Bad Münstereifel 1993, ISBN 3-924383-00-8 (formal falsche ISBN).
  • Friedrich Knauer: Die Sasserather Heide. Zur Agrar- und Sozialgeschichte einer Landschaft von Friedrich Knauer. Westkreuz-Verl, Bad Münstereifel 2000, ISBN 3-929592-52-5.
  • Sophie Lange: Im Dunkel der Nacht. Sagen und andere „merkwürdige“ und unheimliche Geschichten aus Bad Münstereifel und Umgebung gesammelt von Sophie Lange. Helios, Aachen 2001, ISBN 3-933608-42-2.
  • Joseph-Matthias Ohlert, Bernhard Ohlert: Die Stiftskirche zu Bad Münstereifel. Schnell & Steiner, Regensburg 2000, ISBN 3-7954-5613-4.
  • Hans-Josef Hansen: Felsennest – Das vergessene Führerhauptquartier in der Eifel. Bau, Nutzung, Zerstörung. Helios, Aachen, 2., erweiterte Neuauflage 2008, ISBN 3-938208-21-X. (Umfassende Dokumentation über das FHQ in Münstereifel-Rodert)
  • Urkundliche Beiträge zur Geschichte der Stadt Münstereifel und ihrer Umgebung / hrsg. von Martin Scheins. - Münstereifel : Selbstverlag, 1894. Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bad Münstereifel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Bad Münstereifel – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 3. September 2014. (Hilfe dazu)
  2.  Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 87.
  3. Bad Münstereifel. Gesamtergebnis. 25. Mai 2014, abgerufen am 16. Oktober 2014.
  4. Städtepartnerschaften
  5. Ohne Autor: Jesuitenkirche. In: Eifel.de, ohne Datum. Abgerufen am 30. Januar 2011.
  6. Ohne Autor: Windeckhaus. In: Eifel.de, ohne Datum. Abgerufen am 30. Januar 2011.
  7. Ohne Autor: St. Michael-Gymnasium. In: Eifel.de, ohne Datum. Abgerufen am 30. Januar 2011.
  8. http://www.eifelbad.com/index.html
  9. http://www.bad-muenstereifel.de/seiten/leben_wohnen/bildung/Stadtbuecherei.php
  10. http://www.bad-muenstereifel.de/seiten/leben_wohnen/hs_bildung.php
  11. SIGNO Innovations-Gesellschaft Eifel e. V. Abgerufen am 5. Juni 2010.